Pfingstrose Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hopsten

Pünktlich zu Pfingsten....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...sollten die Pfingstrosen blühen.
Leider gelingt es meiner Pfingstrose nicht immer, genau zu Pfingsten ihre Blüten zu entfalten. Ich habe schon öfter am Pfingstfest vergeblich nach einer Blüte meiner Pfingstrosen Ausschau gehalten.

Die Pfingstrose kommt möglicherweise aus Griechenland und hat sich dann Mitte des 16.Jahrhunderts in Italien und Südfrankreich verbreitet. Heute gibt es sie auch bei uns und das in vielen verschiedenen Ausführungen. Schon die Farbenpalette ist groß. In meinem Garten habe ich nur rosafarbene Pfingstrosen. Doch es gibt sie auch in weiß und rot und karmesinrot, als einfache Blüte oder Blüte mit dicht gefüllten Blütenblättchen. Einige duften sogar toll, meine leider nicht.

Die Pfingstrose ist eine mehrjährige Staude und wird bis zu 1m hoch, je nach Sorte. Ich habe die niedrigere Art, die etwa 60 cm hoch wird. Sie sind aber mittlerweile richtig große Büsche geworden, die sehr in die Breite gehen und alles, was ringsherum noch wächst, einfach überdeckt. Die Blätter sind groß und die Stängel dick. Das Blattwerk wird sehr buschig und dicht. Aus dem Grün entwickeln sich die Blüten. Zuerst ist da nur eine ganz runde, grüne, kleine Knospe, die sich langsam öffnet und immer größer wird. Die Blüten meiner Pfingstrose sind mindestens 15cm im Durchmesser groß und die Blüte ist dicht gefüllt. Sieht toll aus! Sie blüht im Juni und Juli.

Weil die Blütenkelche so schwer sind, bekommt die Pfingstrose sehr leicht ein Übergewicht und neigt sich nach vorn. Manchmal erreichen die Blüten den Boden. Dann wird es höchste Zeit, die Blüten hochzubinden. Dazu nehme ich einige feste Stöcke, man kann sie auch im Gartencenter kaufen, und binde die Blüten hoch. Leider ist die Pfingstrose sehr empfindlich. Wenn es etwas kräftiger regnet oder windig ist, verliert sie sofort ihre Blütenblätter. Das sieht immer sehr traurig aus.

Ich schneide die verkümmerten und verblühten Kelche immer ab, damit die Pflanze ihre Kraft in die verbleibenden Blüten investieren kann. Die Pfingstrose verträgt die volle Sonne, wächst aber auch wunderbar im Halbschatten. Sie mag lockeren und schweren Boden. Auch hat sie eine Zusatzportion Kompost schon mal ganz gern. Und sie braucht ausreichend Wasser. Die Pfingstrose braucht nicht umgesetzt zu werden. Sie bleibt an ihrem Platz stehen, wächst und blüht in einem fort.

Ich habe sie schon sehr oft geteilt. Das heißt den Wurzelballen habe ich vorsichtig auseinandergeteilt und jedes Wurzelstück ist an anderer Stelle wieder angegangen. Pflanzzeit ist Mitte bis Ende Herbst. Die Löcher für den Ballen müssen groß genug sein, doch die Spitzen dürfen nicht zu tief in der Erde liegen, sonst blüht die Pfingstrose nicht. Ist das Erdreich sehr trocken, muss die Pfingstrose noch gut angegossen werden. Das war es auch schon. Wenn die ersten Knospen kommen, kann mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Doch ich habe in all den Jahren noch nicht in einziges Mal meine Pfingstrosen gedüngt und trotzdem blühen sie ohne Ende.

Im Herbst kürze ich die Stängel einfach radikal und im Frühjahr treibt sie wieder aus. Ich decke die Pflanze im Winter nicht ab, weil dadurch auch Schimmelbildung einsetzen kann. Ich gehe ziemlich robust mit der Pflanze um und sie hielt alles aus und ließ sich nicht unterkriegen. Pfingstrosen können bis zu 15Jahren auf einem Fleck stehen bleiben.

Manchmal werden die jungen Knospen braun und es spazieren Ameisen auf den Stängeln und in den Blüten herum. Dann sprühe ich schon mal mehrere Tage lang die Pflanze mit in Wasser aufgelöster Schmierseife. Wenn ich das regelmäßig mache, verschwinden die Ameisen langsam. Nur gegen die welken Knospen kann ich nichts mehr machen. Die neuen sind meistens aber wieder voll und üppig.

Die Pfingstrose beansprucht viel Platz für sich und wirkt auch, ohne die Gemeinschaft mit anderen Pflanzen. Windgeschützt sollte sie stehen, weil die schweren und großen Blüten sehr empfindlich sind. Mehr Ansprüche stellt die Pfingstrose nicht. Sie sieht echt toll aus. Nur leider verliert sie zu schnell ihre Blütenpracht. Doch in der Zeit, wenn sie in voller Blüte steht, ist sie im Garten nicht zu übersehen.


Hopsten

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