Pfister Marcus Regenbogenfisch, komm hilf mir! Testbericht

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ab 5,72
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Erfahrungsbericht von Kuschelsocke77

Ausgrenzung von Fremden? Nicht mit uns!

Pro:

Liebevoll illustriert, kindgerechte kurze Texte, klare Botschaft

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo,

nicht alle Kinder lieben den Regenbogenfisch, wohl aber alle die ich kenne, und das sind berufsbedingt eine ganze Menge. ;-)

Markus Pfister hat mit dem Regebogenfisch einen echten Klassiker unter den Kinderbüchern erschaffen und es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht zumindest schon einmal gesehen hat.

Mein Sohn nun liebt diese Bücher auch und wenn er ein neues Exemplar bekommt, dann muss ihm das immer und immer wieder vorgelesen werden, 10 Abende am Stück sind da keine Seltenheit und ich bin immer heilfroh, wenn er dann doch mal wieder eine andere Gute Nacht Geschichte hören möchte.
Im Frühjahr war ich in einem 1 Euro Shop unterwegs und staunte nicht schlecht, als ich das Buch "Regenbogenfisch, komm hilf mir" dort für einen Euro liegen sah.
Zwar war das "nur" die kleine (aber gebundene) Ausgabe, aber ich habe natürlich sofort an Ostern gedacht und daran, dass die Bücher sich in den von uns zu verschenkenden Nestern sehr gut machen würden.
Nun haben wir also 6 dieser kleinen Exemplare hier liegen und auch Sohnemann bekam noch eins obwohl er die normal große Ausgabe bereits besitzt.

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Preis:
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Ich habe das Buch über den Kindergarten, in dem ich zuletzt gearbeitet habe, weit unter Normalpreis erhalten, bei Amazon bekommt man es für 15,80 Euro oder natürlich gebraucht für n' Appel und n' Ei.

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Gebundene Ausgabe
Erschienen im: Nord Süd-Verlag (Februar 1998)
ISBN: 978-3314008061
Größe: 15,9 x 15,8 x 0,8 cm

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Praxis und Fazit:
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"Weit draußen im Meer lebt ein Fisch. Er ist der allerschönste Fisch im ganzen Ozean. Die anderen nennen ihn Regenbogenfisch. Doch er kümmert sich nicht um sie. Stolz lässt er seine Schuppen glitzern..."

Das ist der Klappentext des ersten Bandes "Der Regenbogenfisch" und in diesem, dem Nachfolgeband erinnert sich der Regenbogenfisch wieder an seine Anfangszeit im Schwarm, die alles andere war als leicht.
Damals wurde er dank seines glitzernden Schuppenkleides von den anderen Fischen umschwärmt, er aber in seiner Arroganz vergällte sie alle und sah schließlich ein, dass Schönheit allein nicht genügt und dass man von dem was man hat, auch abgeben muss.

Während er nun, wohl behütet und froher Dinge, mit dem Rest des Schwarmes unterwegs ist, stößt ein kleiner einsamer, farbloser und überhaupt nicht schillernder Fisch zu ihnen, der schüchtern anfragt, ob er sich zu ihnen gesellen darf.
Der garstige und übel gelaunte Zackenfisch erteilt ihm barsch (obwohl nicht Barsch, sondern Zackenfisch) die Antwort, dass man ihn im Schwarm nicht gebrauchen könne und er sich von der Welle machen soll.
(Vom Acker ist unter Wasser ja schlecht möglich.)

Dem Regenbogenfisch geht es nicht gut damit und er fragt sich warum der kleine Fremdling nicht bei ihnen bleiben darf und erinnert sich an seine Zeit als Außenseiter und daran, wie einsam das Leben ohne Freunde war.
Er erspart sich aber eine Diskussion und hält lieber feige den Mund, denn die Angst, seine Freunde zu verlieren, ist groß.
Diese nämlich hat er Angst zu verlieren wenn er die Kiemen öffnet um sich für den kleinen Außenseiter einzusetzen.

In diese geheuchelte Idylle dringt plötzlich ein Hai ein!
Der Schwarm um den Regenbogenfisch kann sich in eine enge Felsspalte retten und plötzlich wird es ganz still, denn alle wissen, dass da draußen irgendwo der kleine Fremdling dem Hai allein gegenüber steht.
Das kann der Regenbogenfisch nun aber nicht mehr akzeptieren und er schreit seine Freunde an, dass sie dem Außenseiter helfen müssen.
Ohne Widerrede machen sich alle Fisch auf den Weg nach draußen, wo sie so lange um den Hai herum schwimmen bis dem Ärmsten ganz schwindlig wird und er von dem Fremdling ablässt.

So ist nun der kleine Neue plötzlich doch umringt von Freunden, denn man hat sich mit dieser Aktion praktisch für sein unfreundliches Benehmen bei ihm entschuldigt.

Uns Erwachsenen springen die Botschaft des Buches fast schmerzhaft ins Auge: Gebt auch Andersartigen eine Chance und grenzt sie nicht aus.
Steht zu eurer Meinung und lasst euch nicht von anderen, und seien es noch so gute Freunde, beeinflussen.

Macht den Mund auf wenn ihr Missstände beobachtet und miterlebt, seid keine Feiglinge und verkriecht euch nicht hinter Ausreden.
Wartet nicht erst ab bis etwas passiert, sondern versucht von Anfang an, eine Gemeinschaft zu sein, die auch die Schwächsten unter euch schützt.

Kindern im Vorschulalter erschließt sich das alles natürlich nicht ganz so schnell, für sie steht zuerst die Spannung im Vordergrund und dann erst kommt das Mitleid mit dem Fremden und sie brauchen nach dieser Geschichte meist noch einiges an Erklärung und Aufklärung damit diese Geschichte wirklich greift.

Die Kinder im Kindergarten, denen ich dieses Buch vorgelesen habe, haben im Grunde alle gleich reagiert: Zuerst kam die Wut auf den Hai, die ausgiebig diskutiert werden wollte, dann kam irgendwann das Unverständnis über das Handeln der Fische, die den Kleinen allein gelassen haben.
Einig waren sich am Ende alle darüber, dass man helfen muss wenn man sieht, dass andere in Schwierigkeiten sind und dass man Fremde und "Neue" nicht ausschließen darf.
Kinder sind unvoreingenommen und es ist ein Leichtes, ihnen, wie in diesem Fall spielerisch, klar zu machen, dass anders sein nichts schlimmes ist und dass Fremde, die anders aussehen als man selbst, ebenso ein Recht auf Freundschaft und Schutz haben wie alle Menschen die man kennt.

Ich finde, in unserer heutigen Gesellschaft sind solche Botschaften an Kinder wichtiger denn je und dieses Buch hilft ihnen ein wenig dabei, Menschen als Freunde anzunehmen die "andersartig" sind und ohne Schutz.
Den Mund aufzumachen und B zu schreien wenn alle anderen A brüllen, kann man Kindern nicht früh genug beibringen, denn Kinder sind unsere Zukunft.

Wie die aussehen soll und kann, das haben wir noch in der Hand.
Nehmen wir doch auch mal ein Buch zu Hilfe, um diese Zukunft zu gestalten.

65 Bewertungen, 15 Kommentare

  • LiFo

    10.08.2010, 01:54 Uhr von LiFo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön berichtet! Liebe Grüße, Lifo

  • fantagirlie

    21.02.2010, 20:17 Uhr von fantagirlie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend wünsche ich dir dann noch.

  • laeuft

    13.10.2009, 16:55 Uhr von laeuft
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht, Lg Franz

  • mima007

    03.10.2009, 15:07 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Gruesse, mima007

  • tk7722

    02.10.2009, 12:12 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, liebe Grüße

  • anonym

    30.09.2009, 14:14 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele grüße von der marnie

  • MoeGott

    29.09.2009, 23:46 Uhr von MoeGott
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH von mir. Freue mich auf Gegenlesung!

  • FeliChan

    28.09.2009, 15:08 Uhr von FeliChan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön berichtet! SH, schönen Tag noch. Freue mich über Gegenlesung :)

  • sigrid9979

    28.09.2009, 09:16 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut Berichtet...Lg Sigi

  • morla

    28.09.2009, 03:51 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra

  • meisterjaeger86

    28.09.2009, 01:46 Uhr von meisterjaeger86
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller bericht lg

  • Baby1

    28.09.2009, 01:14 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • anonym

    28.09.2009, 00:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den haben wir vor 10 Jahren schon gelesen ... tolles Buch. LG Guela

  • minasteini

    27.09.2009, 23:17 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das ist ein schönes Buch. LG

  • Lale

    27.09.2009, 23:16 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kinder lieben es, nutze das Buch immer wieder als Pausenfüller. Besten Gruß