Pharao (Management PC Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von Rattlesnake1980
Ich bau mir als Grab eine Pyramide!
Pro:
realistischer Aufbau
Kontra:
lange Dauer einer Stadt, umfangreiche Abläufe
Empfehlung:
Ja
<<<<< INTRO >>>>>
Aufbausimulationen gibt es heutzutage schon wie Sand am Meer. Nachdem ich schon viele gespielt habe, darunter Siedler, Sim City usw., gibts für mich zur Zeit nur eine besonders fesselnde. Und das ist Pharao.
Pharao!?! Ihr denkt nun sicherlich richtig, wenn ihr annehmt, dass sich die ganze Geschichte im alten Ägypten abspielt (2900 - 700 v.Ch.). Und was man sofort mit dem alten Ägypten verbindet, sind die zahlreichen und großartigen Monumente, die sich die Herrscher errichten ließen. Zum Großteil geht es darum auch im Spiel. Monumente errichten und sich damit ein Denkmal setzen.
<<<<< SPIELKONZEPT >>>>>
Ziel des Spiels ist, selbst den Titel Pharaoh zu erlangen und über das große Reich zu herrschen. Bis dahin gilt es jedoch, die Wünsche der amtierenden Pharaohs zu erfüllen und ihnen die Gunst zu erweisen. In jedem seperaten Spielabschnitt ist eine Stadt zu erbauen, die gewissen Erwartungen entspricht. (mehr dazu später)
Der Spieler wählt zunächst den Namen für seine Herrscherfamilie, mit dem er sich dann über viele Generationen den Ruf verdienen kann. Hier kann ein eigener vergeben werden, oder aus zahlreichen typisch ägyptischen Namen ausgewählt werden.
Startet man nun mit dem Spiel selbst, so erhält man vor Beginn die Anweisungen, die vom Spieler gefordert werden. Solche Anforderungen können sein:
- Mindesteinwohnerzahl
Hier muß die Stadt groß genug konzipiert werden, damit man die geforderte Anzahl der Bewohner erreicht werden kann.
- Kulturwertung
Diese Wertung erfordert eine Einführung von Kultur in die Stadt.
- Wohlstandswertung
Die Wertung beschreibt den Lebensstandard der Stadt, der erreicht werden muß.
- Monumentbau
Wird vom Pharaoh der Bau eines oder mehrerer Monumente gefordert, wird je nach Baufortschritt die Wertung angezeigt.
- Königreichwertung
Diese beschreibt den Ruf der Stadt im Königreich. Ein guter Ruf ist natürlich von Vorteil.
Die Anweisungen können einzeln erforderlich sein, oder in Kombination verlangt werden. (Beispiel: Stadt mit 4000 Einwohnern, Monument-Wertung von 50)
In den Anfängen wird man mit leichten Städten beauftragt, um in das Konzept des Spiels einzuführen.
> DER EINSTIEGSBILDSCHIRM
Hier ist eine karge, leere Landschaft zu sehen, teils Wüste, teils begrünte Fläche, teils Wasserfläche (des Nils). Am rechten Rand des Bildschirms sieht man die Steuerleiste, die eine Übersicht der Fläche bietet (mit farbigen Unterlegungen der verschiedenen Gebäudetypen), und ägyptische Symbole für verschiedene Spielfunktionen anzeigt.
Um aber auf die Landschaft zurückzukommen. Mitten durch das Gebiet erstreckt sich ein Weg, die sogenannte Königreich-Straße, an der sich alles abspielen sollte. TIP: Nie eine Stadt bauen, die nicht mit dieser Straße verbunden ist. Auch nie die Straße abschneiden.
> WIE BEKOMME ICH EINWOHNER IN DIE STADT?
Natürlich brauchen Einwanderer Wohnmöglichkeiten, die geschaffen werden müssen. Dazu ist zuerst der geeignete Bauplatz zu finden. Dieser sollte an begrünte Flächen grenzen, damit dort ein Brunnen geschlagen werden kann. Alle Gebäude müssen an eine Straße grenzen, und darf nicht mehr als 2 Felder davon wegliegen.
Nach gewisser Zeit sieht man Menschen in die Stadt einwandern, die sich in Richtung der Wohnsiedlungen bewegen.
> WAS BRAUCHEN DIE EINWOHNER ALLES?
Die Häuser, in denen die Menschen wohnen sind zunächst nur einfache Hütten. Um diese aber zu erweitern, um noch mehr Menschen in die Stadt zu bekommen, sind Waren erforderlich. Die Einwohner sind mit Wasser, Nahrung, Töpferwaren, Leinen, Bier, etc. durch einen Basar zu beliefern. Dadurch steigt zusehends die Qualität der Häuser und dadurch auch die Lebensqualität (in Folge auch die Wohlstandswertung)
Waren sind jedoch nicht alles, was die lieben kleinen Leute brauchen. Auch Schutz soll gegeben sein, vor Feuer, Kriminalität oder Einstürzen von Gebäuden. Unterhaltung durch Joungleure, Musiker oder Tänzer ist auch gefragt. In weiterer Folge muß auch Zugang zu religiösen Einrichtungen vorhanden sein. Damit die Schützlinge nicht krank werden, ist durch Apotheken, Ärzte und Zahnärzte vorzusorgen.
Keine Stadt würde funktionieren ohne Arbeitskräfte. Alle Einrichtungen und gewerblichen Stätten bedürfen einer Zahl von Arbeitern. Diese werden durch die Einwohner gestellt. Im Spiel bedarf es immer einer Balance der erforderlichen Arbeitskräfte und der Zahl der Einwohner.
Gibt es zuviele Einwohner, ist die Arbeitslosenzahl hoch. Sind es zu wenige, können diese nicht mit dem Nötigen versorgt werden.
Wichtig: Die Gewerbestätten dürfen nicht zu weit von den Wohngebieten wegliegen, denn sonst können die Arbeitskräfte nicht erreicht werden.
> WIE KOMME ICH ZU DEN WAREN?
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
- Selbst produzieren kann man Waren nur, wenn gewisse Bedingungen auf der Landkarte vorherrschen.
So können Nahrungsmittel z.B. nur produziert werden, wenn Tierherden herumstreunen, oder Anbaugebiete für Getreide vorliegen.
- Importieren ist die zweite Möglichkeit, die sich einem bietet. Hierzu müssen Handelswege zu anderen Städten eröffnet werden, um mit den Waren zu handeln.
> DAS LIEBE GELD!
Nichts ist gratis! Was heute gilt, war damals schon Regel!
Für den Bau von Gebäuden, Straßen und sonstigem, wird die Stadtkasse belastet, die Arbeitskräfte müssen bezahlt werden. Ebenso kosten die importierten Waren ihren Preis. Und um die Götter nicht zu verärgern, muß auch schon mal das eine oder andere Fest finanziert und gefeiert werden. Auch der Pharaoh fordert jährlich Tribut vom Stadthalter.
Um das ausgegebene Geld wieder hereinzuholen, bzw. einen Gewinn zu erzielen bedarf es einiger Maßnahmen.
- Steuereintreiber
Fordert von den Einwohnern einen einstellbaren Prozentwert an Steuern (von ihren Löhnen)
- Exporte
Falls man Waren selbst produziert, die von anderen Städten gekauft werden, können diese exportiert werden.
- Gold schürfen
Wenn die Möglichkeit besteht, Goldbergwerke zu bauen, wird der Erlös der Stadtkasse zugeführt.
> DER NEID LOCKT SIE AN!!!
Größerer Reichtum lockt Feinde an. Daran wurde hier auch gedacht.
Von Zeit zu Zeit greifen Fremde Armeen die Stadt an, um sich des Geldes mächtig zu machen. Aber keine Angst. Eine eigene Armee kann aufgestellt werden, die tapfer die Verteidigung aufnimmt.
> DIE GÖTTER MÜSSEN VERRÜCKT SEIN!
Nein, müssen sie nicht! Wenn man sie verärgert (cheaten zählt dazu), sind sie einem nicht wohlgesonnen. Sie bringen dann Katastrophen über die Stadt oder zerstören Gebäude. Darum müssen diese durch Bau von Tempeln und Abhalten von Festen bei Laune gehalten werden. Bekommt man das hin, so gibt es sogar manchmal Segnungen (z.B. wird ein Warenlager aufgefüllt oder die angreifenden Feinde zerstört)
> DIE SCHALTZENTRALE DER STADT
Die Informationen über den Zustand der Stadt, den Handelsbeziehungen, der Religion, und noch viel mehr, erhält man bei den Aufsehern. Für jeden Bereich der Tätigkeiten gibt es jeweils einen, bei dem man nützliche Fakten erfährt und dadurch entsprechend reagieren kann.
> WIE ERREICHE ICH EIN SPIELZIEL?
Wie gesagt, es müssen die erforderlichen Wertungen erreicht werden, damit eine Stadt erfolgreich beendet werden kann.
Meistens ist zur Beendigung der Bau eines Monuments erforderlich. Eine Ziegelpyramide, eine Sphinx, ein Pyramidenkomplex muß beispielsweise erbaut werden, damit der Pharaoh mit euch zufrieden ist.
Dazu benötigt es aber viel Zeit um den Bau abzuschließen, denn es sind einige Arbeitsschritte notwendig, um so etwas hinzubekommen. Zuerst muß der Bauplatz freigeräumt werden und dann die Fläche begradigt werden, bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Ebenso braucht es viel an Material, dass hergestellt oder importiert werden muß.
Nach Beendigung der Bauarbeitet bzw. Erreichen aller Wertungen, wird man über den Sieg informiert und erhält die Möglichkeit, noch einige Zeit weiter zu regieren, oder zum nächsten Spiel zu gelangen.
Mit der Zeit werden die Aufgaben immer schwieriger, umfangreicher und fordernder. Jedoch gelangt man schnell hinter die Philosophie der Abläufe im Spiel.
Ein Beispiel: Herstellung von Ziegel
Man errichtet ein Ziegelwerk. Dieses benötigt nun aber Rohstoffe, zum einen Ton, zum anderen Stroh. Somit muß man einerseits eine Tongrube nah am Fluß bauen, der den Ton fördert. Andererseits muß man im Anbaugebiet des Flusses eine Getreidefarm errichten, denn als Abfallprodukt des Getreides kommt Stroh hervor. Wenn keines der beiden Möglich ist, müssen die Rohstoffe importiert werden.
<<<<< DETAILS >>>>>
> Entwickler
Impression Games
> Herausgeber
Sierra Entertainment
1999
> Systemvoraussetzungen
Windows® 95/98/Me
Pentium® 133 MHz
32 MB RAM
360 MB Festplattenspeicher
1MB Grafikkarte (16-bit color DirectX-compatible)
4x CD-ROM
Soundkarte
> Infos
- 2CDs
- gespielt wird mit CD im Laufwerk
- Steuerung mittels Maus bzw. Tastaturkürzeln
- Handbuch auf CD zum Ausdrucken
<<<<< MEIN FAZIT >>>>>
Bei diesem Spiel verbringe ich Stunden vor meinem Computer. Mich fesseln vor allem die einzeln animierten Charaktere, die in der Stadt ihrer Tätigkeit nachgehen. Man sieht die Stadt gedeihen, den Handel florieren und das Monument wachsen. Verschiedene Probleme in den Straßen sind zu lösen. Zum Beispiel wenn den Betrieben Arbeitskräfte fehlen, oder es gibt zu wenig Unterhaltung.
Auch wenn die Grafik auf dem Stand von 1999 ist, und nicht aktuelle Standards halten kann, finde ich die Gestaltung gelungen. Einzelne Charaktere sind bei ihren Tätigkeiten gut animiert worden. so trägt zum Beispiel die Basarfrau ihre Waren im Korb auf dem Rücken, gefolgt von mehreren Kindern, die ihr helfen, die Körbe zu schleppen.
Wo ich zunächst Probleme hatte, war, einen Einblick in die Abläufe der Tätigkeiten zu erlangen, so war mir zu Beginn nicht ganz klar, wie man den Bau eines Monuments beginnt, und da ich ja kein Freund von Dokumentationen bin (liegt zum Ausdrucken bei), mußte ich da erst mühsam selbst draufkommen.
Im Großen und Ganzen liegt hier ein vielfältiges Spiel vor, dass vor allem Übersicht über die Abläufe und logisches Denken verlangt. Leider ist die Zeitdauer, die man für eine Stadt benötigt, manchmal ein wenig langatmig. Für meine aktuelle Stadt mit einer Sphinx, einer mittleren Pyramide und einem Pyramidenkomplex, benötige ich jetzt schon 15 Stunden. Das kann ganz schön langweilig werden. Das Genre muß einem aber auch liegen.
Bewertungstechnisch gebe ich die volle Punktzahl, also 5 Sterne.
Ich hoffe, in meinem ersten Spielebericht nichts vergessen zu haben bzw. nicht zuviel geschrieben zu haben. Wenn doch, sagt Bescheid! Ansonsten freue ich mich über eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
Ich veröffentliche unter Ciao mit dem selben Usernamen!
Bye, Rattlesnake1980!
Aufbausimulationen gibt es heutzutage schon wie Sand am Meer. Nachdem ich schon viele gespielt habe, darunter Siedler, Sim City usw., gibts für mich zur Zeit nur eine besonders fesselnde. Und das ist Pharao.
Pharao!?! Ihr denkt nun sicherlich richtig, wenn ihr annehmt, dass sich die ganze Geschichte im alten Ägypten abspielt (2900 - 700 v.Ch.). Und was man sofort mit dem alten Ägypten verbindet, sind die zahlreichen und großartigen Monumente, die sich die Herrscher errichten ließen. Zum Großteil geht es darum auch im Spiel. Monumente errichten und sich damit ein Denkmal setzen.
<<<<< SPIELKONZEPT >>>>>
Ziel des Spiels ist, selbst den Titel Pharaoh zu erlangen und über das große Reich zu herrschen. Bis dahin gilt es jedoch, die Wünsche der amtierenden Pharaohs zu erfüllen und ihnen die Gunst zu erweisen. In jedem seperaten Spielabschnitt ist eine Stadt zu erbauen, die gewissen Erwartungen entspricht. (mehr dazu später)
Der Spieler wählt zunächst den Namen für seine Herrscherfamilie, mit dem er sich dann über viele Generationen den Ruf verdienen kann. Hier kann ein eigener vergeben werden, oder aus zahlreichen typisch ägyptischen Namen ausgewählt werden.
Startet man nun mit dem Spiel selbst, so erhält man vor Beginn die Anweisungen, die vom Spieler gefordert werden. Solche Anforderungen können sein:
- Mindesteinwohnerzahl
Hier muß die Stadt groß genug konzipiert werden, damit man die geforderte Anzahl der Bewohner erreicht werden kann.
- Kulturwertung
Diese Wertung erfordert eine Einführung von Kultur in die Stadt.
- Wohlstandswertung
Die Wertung beschreibt den Lebensstandard der Stadt, der erreicht werden muß.
- Monumentbau
Wird vom Pharaoh der Bau eines oder mehrerer Monumente gefordert, wird je nach Baufortschritt die Wertung angezeigt.
- Königreichwertung
Diese beschreibt den Ruf der Stadt im Königreich. Ein guter Ruf ist natürlich von Vorteil.
Die Anweisungen können einzeln erforderlich sein, oder in Kombination verlangt werden. (Beispiel: Stadt mit 4000 Einwohnern, Monument-Wertung von 50)
In den Anfängen wird man mit leichten Städten beauftragt, um in das Konzept des Spiels einzuführen.
> DER EINSTIEGSBILDSCHIRM
Hier ist eine karge, leere Landschaft zu sehen, teils Wüste, teils begrünte Fläche, teils Wasserfläche (des Nils). Am rechten Rand des Bildschirms sieht man die Steuerleiste, die eine Übersicht der Fläche bietet (mit farbigen Unterlegungen der verschiedenen Gebäudetypen), und ägyptische Symbole für verschiedene Spielfunktionen anzeigt.
Um aber auf die Landschaft zurückzukommen. Mitten durch das Gebiet erstreckt sich ein Weg, die sogenannte Königreich-Straße, an der sich alles abspielen sollte. TIP: Nie eine Stadt bauen, die nicht mit dieser Straße verbunden ist. Auch nie die Straße abschneiden.
> WIE BEKOMME ICH EINWOHNER IN DIE STADT?
Natürlich brauchen Einwanderer Wohnmöglichkeiten, die geschaffen werden müssen. Dazu ist zuerst der geeignete Bauplatz zu finden. Dieser sollte an begrünte Flächen grenzen, damit dort ein Brunnen geschlagen werden kann. Alle Gebäude müssen an eine Straße grenzen, und darf nicht mehr als 2 Felder davon wegliegen.
Nach gewisser Zeit sieht man Menschen in die Stadt einwandern, die sich in Richtung der Wohnsiedlungen bewegen.
> WAS BRAUCHEN DIE EINWOHNER ALLES?
Die Häuser, in denen die Menschen wohnen sind zunächst nur einfache Hütten. Um diese aber zu erweitern, um noch mehr Menschen in die Stadt zu bekommen, sind Waren erforderlich. Die Einwohner sind mit Wasser, Nahrung, Töpferwaren, Leinen, Bier, etc. durch einen Basar zu beliefern. Dadurch steigt zusehends die Qualität der Häuser und dadurch auch die Lebensqualität (in Folge auch die Wohlstandswertung)
Waren sind jedoch nicht alles, was die lieben kleinen Leute brauchen. Auch Schutz soll gegeben sein, vor Feuer, Kriminalität oder Einstürzen von Gebäuden. Unterhaltung durch Joungleure, Musiker oder Tänzer ist auch gefragt. In weiterer Folge muß auch Zugang zu religiösen Einrichtungen vorhanden sein. Damit die Schützlinge nicht krank werden, ist durch Apotheken, Ärzte und Zahnärzte vorzusorgen.
Keine Stadt würde funktionieren ohne Arbeitskräfte. Alle Einrichtungen und gewerblichen Stätten bedürfen einer Zahl von Arbeitern. Diese werden durch die Einwohner gestellt. Im Spiel bedarf es immer einer Balance der erforderlichen Arbeitskräfte und der Zahl der Einwohner.
Gibt es zuviele Einwohner, ist die Arbeitslosenzahl hoch. Sind es zu wenige, können diese nicht mit dem Nötigen versorgt werden.
Wichtig: Die Gewerbestätten dürfen nicht zu weit von den Wohngebieten wegliegen, denn sonst können die Arbeitskräfte nicht erreicht werden.
> WIE KOMME ICH ZU DEN WAREN?
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
- Selbst produzieren kann man Waren nur, wenn gewisse Bedingungen auf der Landkarte vorherrschen.
So können Nahrungsmittel z.B. nur produziert werden, wenn Tierherden herumstreunen, oder Anbaugebiete für Getreide vorliegen.
- Importieren ist die zweite Möglichkeit, die sich einem bietet. Hierzu müssen Handelswege zu anderen Städten eröffnet werden, um mit den Waren zu handeln.
> DAS LIEBE GELD!
Nichts ist gratis! Was heute gilt, war damals schon Regel!
Für den Bau von Gebäuden, Straßen und sonstigem, wird die Stadtkasse belastet, die Arbeitskräfte müssen bezahlt werden. Ebenso kosten die importierten Waren ihren Preis. Und um die Götter nicht zu verärgern, muß auch schon mal das eine oder andere Fest finanziert und gefeiert werden. Auch der Pharaoh fordert jährlich Tribut vom Stadthalter.
Um das ausgegebene Geld wieder hereinzuholen, bzw. einen Gewinn zu erzielen bedarf es einiger Maßnahmen.
- Steuereintreiber
Fordert von den Einwohnern einen einstellbaren Prozentwert an Steuern (von ihren Löhnen)
- Exporte
Falls man Waren selbst produziert, die von anderen Städten gekauft werden, können diese exportiert werden.
- Gold schürfen
Wenn die Möglichkeit besteht, Goldbergwerke zu bauen, wird der Erlös der Stadtkasse zugeführt.
> DER NEID LOCKT SIE AN!!!
Größerer Reichtum lockt Feinde an. Daran wurde hier auch gedacht.
Von Zeit zu Zeit greifen Fremde Armeen die Stadt an, um sich des Geldes mächtig zu machen. Aber keine Angst. Eine eigene Armee kann aufgestellt werden, die tapfer die Verteidigung aufnimmt.
> DIE GÖTTER MÜSSEN VERRÜCKT SEIN!
Nein, müssen sie nicht! Wenn man sie verärgert (cheaten zählt dazu), sind sie einem nicht wohlgesonnen. Sie bringen dann Katastrophen über die Stadt oder zerstören Gebäude. Darum müssen diese durch Bau von Tempeln und Abhalten von Festen bei Laune gehalten werden. Bekommt man das hin, so gibt es sogar manchmal Segnungen (z.B. wird ein Warenlager aufgefüllt oder die angreifenden Feinde zerstört)
> DIE SCHALTZENTRALE DER STADT
Die Informationen über den Zustand der Stadt, den Handelsbeziehungen, der Religion, und noch viel mehr, erhält man bei den Aufsehern. Für jeden Bereich der Tätigkeiten gibt es jeweils einen, bei dem man nützliche Fakten erfährt und dadurch entsprechend reagieren kann.
> WIE ERREICHE ICH EIN SPIELZIEL?
Wie gesagt, es müssen die erforderlichen Wertungen erreicht werden, damit eine Stadt erfolgreich beendet werden kann.
Meistens ist zur Beendigung der Bau eines Monuments erforderlich. Eine Ziegelpyramide, eine Sphinx, ein Pyramidenkomplex muß beispielsweise erbaut werden, damit der Pharaoh mit euch zufrieden ist.
Dazu benötigt es aber viel Zeit um den Bau abzuschließen, denn es sind einige Arbeitsschritte notwendig, um so etwas hinzubekommen. Zuerst muß der Bauplatz freigeräumt werden und dann die Fläche begradigt werden, bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Ebenso braucht es viel an Material, dass hergestellt oder importiert werden muß.
Nach Beendigung der Bauarbeitet bzw. Erreichen aller Wertungen, wird man über den Sieg informiert und erhält die Möglichkeit, noch einige Zeit weiter zu regieren, oder zum nächsten Spiel zu gelangen.
Mit der Zeit werden die Aufgaben immer schwieriger, umfangreicher und fordernder. Jedoch gelangt man schnell hinter die Philosophie der Abläufe im Spiel.
Ein Beispiel: Herstellung von Ziegel
Man errichtet ein Ziegelwerk. Dieses benötigt nun aber Rohstoffe, zum einen Ton, zum anderen Stroh. Somit muß man einerseits eine Tongrube nah am Fluß bauen, der den Ton fördert. Andererseits muß man im Anbaugebiet des Flusses eine Getreidefarm errichten, denn als Abfallprodukt des Getreides kommt Stroh hervor. Wenn keines der beiden Möglich ist, müssen die Rohstoffe importiert werden.
<<<<< DETAILS >>>>>
> Entwickler
Impression Games
> Herausgeber
Sierra Entertainment
1999
> Systemvoraussetzungen
Windows® 95/98/Me
Pentium® 133 MHz
32 MB RAM
360 MB Festplattenspeicher
1MB Grafikkarte (16-bit color DirectX-compatible)
4x CD-ROM
Soundkarte
> Infos
- 2CDs
- gespielt wird mit CD im Laufwerk
- Steuerung mittels Maus bzw. Tastaturkürzeln
- Handbuch auf CD zum Ausdrucken
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Bei diesem Spiel verbringe ich Stunden vor meinem Computer. Mich fesseln vor allem die einzeln animierten Charaktere, die in der Stadt ihrer Tätigkeit nachgehen. Man sieht die Stadt gedeihen, den Handel florieren und das Monument wachsen. Verschiedene Probleme in den Straßen sind zu lösen. Zum Beispiel wenn den Betrieben Arbeitskräfte fehlen, oder es gibt zu wenig Unterhaltung.
Auch wenn die Grafik auf dem Stand von 1999 ist, und nicht aktuelle Standards halten kann, finde ich die Gestaltung gelungen. Einzelne Charaktere sind bei ihren Tätigkeiten gut animiert worden. so trägt zum Beispiel die Basarfrau ihre Waren im Korb auf dem Rücken, gefolgt von mehreren Kindern, die ihr helfen, die Körbe zu schleppen.
Wo ich zunächst Probleme hatte, war, einen Einblick in die Abläufe der Tätigkeiten zu erlangen, so war mir zu Beginn nicht ganz klar, wie man den Bau eines Monuments beginnt, und da ich ja kein Freund von Dokumentationen bin (liegt zum Ausdrucken bei), mußte ich da erst mühsam selbst draufkommen.
Im Großen und Ganzen liegt hier ein vielfältiges Spiel vor, dass vor allem Übersicht über die Abläufe und logisches Denken verlangt. Leider ist die Zeitdauer, die man für eine Stadt benötigt, manchmal ein wenig langatmig. Für meine aktuelle Stadt mit einer Sphinx, einer mittleren Pyramide und einem Pyramidenkomplex, benötige ich jetzt schon 15 Stunden. Das kann ganz schön langweilig werden. Das Genre muß einem aber auch liegen.
Bewertungstechnisch gebe ich die volle Punktzahl, also 5 Sterne.
Ich hoffe, in meinem ersten Spielebericht nichts vergessen zu haben bzw. nicht zuviel geschrieben zu haben. Wenn doch, sagt Bescheid! Ansonsten freue ich mich über eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
Ich veröffentliche unter Ciao mit dem selben Usernamen!
Bye, Rattlesnake1980!
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