Pharao (Management PC Spiel) Testbericht

Pharao-management-pc-spiel
ab 8,22
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

Rider in Ägypten

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Als ich vor nicht allzu langer Zeit gezwungen war, meinen PC-Schrank aufzuräumen, stieß ich dabei auf ein Spiel, mit dem ich vor einigen Jahren zahlreiche Stunden verbracht habe.
So nutze ich nun die Gelegenheit, einen Beitrag (bzw. ein Beitragsupdate) über dieses Spiel, das den Titel PHARAO trägt, zu verfassen.



ALLGEMEINES
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Das Aufbaustrategiespiel PHARAO wurde vom Bostoner Entwicklerteam Impressions als (inoffizieller) Nachfolger zum recht erfolgreichen Spiel CAESAR III (über 400.000 x verkauft) programmiert und von Publisher Sierra vertrieben.
Das Spiel kam vor etwa fünf Jahren in den Handel und so ist dort es heute nur noch recht selten zu finden. Findet man das Spiel dennoch, so sollte es nicht mehr als 10,00 € kosten.
PHARAO wurde in einer Euro-Box verkauft, die neben der CD mit dem Spiel auch ein (sehr hilfreiches) Handbuch enthielt und die passend zur Thematik des Spiels gestaltet (also mit ägyptischen Motiven) war.
Trotz des schon recht hohen alters des Spiels finden sich auch heute noch Informationen, Patches und ähnliches über/zu PHARAO im Internet, eine empfehlenswerte Url lautet www.pharao-das-spiel.de.



HARDWARE & INSTALLATION
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Wie man aufgrund des für ein PC Spiel recht hohen Alters schon erahnen kann, sind die Anforderungen, die PHARAO an die Hardware stellt, erfreulich gering. So ist gemäß Herstellerangaben bereits ein Pentium Prozessor mit 166 MHz, 32 MB RAM, 1 MB SVGA Grafikkarte und ein 4-fach CD-ROM ausreichend um PHARAO zu spielen. In der Praxis sollten diese genannten Mindestanforderungen für ein flüssiges Spiel aber dann doch etwas überschritten werden (ich habe PHARAO auf einem Celeron 300 mit 196 MB RAM und einer Kombination aus SiS Onboard und Voodoo 2 Grafik absolut flüssig spielen können).
Wie seit langer Zeit üblich, so verläuft auch die Installation von PHARAO menügeführt und erfordert nahezu keine Bedienereingriffe, so dass hier niemand überfordert sein sollte.



SPIEL
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PHARAO bietet die Möglichkeit, das Spiel in drei Kampagnen mit insgesamt etwa 30 Missionen oder als freies Spiel zu absolvieren. Dabei gilt es in den Missionen präzise Aufgaben zu erledigen, wogegen im freien Spiel nahezu beliebig an der eigenen Stadt gearbeitet werden kann.
In beiden Spielvarianten ist das Spielprinzip jedoch identisch und so geht es bei PHARAO hauptsächlich um den Aufbau und die Entwicklung einer ägyptischen Stadt in der zeit zwischen 2900 v. Chr. Und 700 v. Chr.
Um eine solche Stadt aufzubauen und zu entwickeln ist zunächst ein geeigneter Standort zu suchen und einige Basisgebäude zu schaffen, bis sich erste Bürger angesiedelt haben. Nun gilt es fortan die Bedürfnisse der Bürger zu befriedigen und so zusätzliche Menschen in die Stadt zu „locken“ und so vom einfachen Dorf zur Metropole aufzusteigen.
Dabei verlangen die Einwohner nicht nur nach Arbeit, Unterkunft und Nahrung sowie Wasser, sondern auch nach anderen Waren wie Papyros, Geschirr und ähnlichem. Aber auch die Kriminalität muss ebenso gering gehalten werden wie die Gefahr eines Feuerausbruchs, Unterhaltungseinrichtungen müssen geschaffen werden, eine medizinische Versorgung sichergestellt sein, auch diverse Götter wollen zufriedengestellt sein und ein monumentales Bauwerk wie eine Pyramide schadet ebenfalls nicht.
Um all diese Ziele zu erreichen zu können, reicht es allerdings nicht aus, entsprechende Gebäude zu plazieren, vielmehr muss auch im Bezug auf den Aufbau der Stadt sorgfältig geplant werden. Beispielsweise sollte jeder Bürger Zugang zu einem Brunnen und einem Bazar haben, die Wohngebäude sollten im Einflußbereich eines Arztes, eines Tempels und einer Unterhaltungseinrichtung haben, Werkstätten und Produktionsstätten in de Nähe von Wohngebieten sind dagegen eher schädlich. Bei einigen Gebäuden ergibt sich der Standort aber auch aus reiner Notwendigkeit. So muss zum Anbau von Getreide, Hanf und ähnlichem das Nilhochwasser genutzt werden.
Da nicht in jeder Stadt auch jeder Rohstoff vorhanden ist, diese aber für unterschiedlichste Aktionen (und auch die Zufriedenheit der eigenen Bürger) benötigt werden, können (oder müssen) Handelswege eingerichtet und Handel betrieben werden. Auch eine militärische Komponente fehlt in PHARAO nicht, allerdings kommt dieser in der Praxis eher wenig Bedeutung zu.
Als wenn der Aufbau einer Stadt nicht Herausforderung genug wäre, stößt der Spieler im Verlauf von PHARAO auch auf zahlreiche Schwierigkeiten unterschiedlicher Art. So können Feuer und Krankheiten ausbrechen und sich verbreiten, Nilpferde und Krokodile gefährden das Leben der Einwohner, ausbleibende Hochwasser gefährden die Nahrungsmittelversorgung, feindliche Truppen können einmarschieren und einiges mehr.
Insgesamt scheint mir PHARAO so eine Mischung aus Spielen wie DIE SIEDLER, ANNO 1602 und SIM CITY darzustellen, bei der die interessantesten Elemente aus den genannten Spielen zusammengeführt wurden.



GRAFIK; SOUND & STEUERUNG
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Grafisch ist PHARAO zwar nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und bietet beispielsweise auch keine echte 3D-Ansicht, aber dennoch kann die Grafik auch heute noch als mindestens angemessen bezeichnet werden. Dabei fällt vor allem die liebevolle und recht farbenfrohe Gestaltung auf und dadurch, dass alle Straßen der Stadt sehr belebt sind, wirkt die Grafik auch nicht zu statisch (eher kann man gar von einem gewissen „Wuselfaktor“ wie in Titeln wie DIE SIEDLER) sprechen. Ohnehin halte ich die Grafik in Spielen aus dem Genre der Strategie/Aufbaustrategie für einen eher zu vernachlässigenden Faktor, wenn die Grafik denn, wie bei PHARAO, übersichtlich gestaltet ist.
Der Sound steigert das ohnehin vorhandene ägyptischen Flair des Spiels, mit zunehmender Spieldauer empfand ich diesen dann aber erst als etwas eintönig, nach einigen weiteren Stunden dann gar als nervtötend. Da der Sound für den Spielverlauf aber nicht wirklich wichtig ist, kann er bedenkenlos abgeschaltet werden.
Gesteuert wird in PHARAO nahezu ausschließlich mit der Maus. Für jede Aktion finden sich logische Icons und so sollte die Bedienung, die ich als intuitiv erlernbar empfand, niemanden überfordern.



SPIELSPASS
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Dank einiger Tutorial-Missionen fiel mir der Einstieg in PHARAO sehr einfach und so machte mir das Spiel auch schnell durchaus viel Spaß. Die Kampagnen empfand ich als abwechslungsreich und teilweise durchaus fordernd. Bevorzugt und sehr häufig gespielt habe ich allerdings immer das freie Spiel, in dem ich mir eine Stadt selbst aufbauen konnte und gerade hier kam von der ersten Minute an Spielspass auf, der durch das nahezu perfekte Mikromanagement im weiteren Verlauf noch gesteigert wurde. Fast jeder Aktion folgte eine Reaktion und so war ich bei jedem Spiel nahezu permanent mit dem Ausbau, der Umgestaltung oder Verbesserung meiner Stadt beschäftigt und in den wenigen Ruhephasen machte mir schon das Beobachten des Treibens in den Straßen meiner Stadt viel Spass.
Insbesondere das freie Spiel, das es im Grunde nur auf Wunsch des Spielers endet, motiviert so nahezu unbegrenzt und bis eine Stadt nahezu Perfektion erreicht hat, vergehen zahlreiche Stunden.
Einzig einen Multiplayermodus habe ich bei PHARAO ein wenig vermißt, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es reizvoll wäre, gegen die Städte anderer Mitspieler anzutreten (hier käme dann auch der militärischen Komponente wohl mehr Bedeutung zu).



FAZIT
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Auch wenn ich grundsätzlich andere Genres (Ego-Shooter und Echtzeitstrategie) bevorzuge, so hat mich PHARAO damals doch mehrere 100 Stunden am Monitor gefesselt und so spreche ich hier auch eine Empfehlung aus.
Da das Spiel aber in der Zwischenzeit sein Alter nicht mehr ganz verleugnen kann und mir auch ein Multiplayermodus fehlt, lautet mein Urteil hier aus heutiger Sicht „nur“ GUT (zum Zeitpunkt des Erscheinens wäre mein Urteil noch besser ausgefallen)!

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