Pharao (Management PC Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von vampire-lady
Sandkastenalarm
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Spiel „Pharao“ hat mir bewiesen, daß ich Strategie-Spiele wider Erwarten doch leiden kann. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: baue eine funktionierende Stadt, mit allem was eine Stadt ausmacht. Der Spieler kann dabei zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Als Basis dient hier Ägypten mit seinen Eigenheiten, d. h. den Göttern, der Abhängigkeit von den Überschwemmungen des Nils, und dem Verlangen nach Protz und Luxus und natürlich den typischen Bauwerken.
Das Handbuch
Es beschreibt die notwendigsten Funktionen und wichtige Zusammenhänge des Spiel auch graphisch, was man aber auch ohne Nachlesen während des Spiels begreifen kann. Für einen kurzen Blick zwischendurch mag es für den Anfänger nützlich sein. Schwächen in der Druckausführung sind leider auch gegeben: So werden z. B. alle Bauwerke nach „Attraktivität“ (s.u.) qualifiziert, unattraktive sollten mit einem Flammensymbol gekennzeichnet werden, wurden aber tatsächlich mit einer Blume hervorgehoben, genau wie die attraktiven Gebäude.
Der Spielaufbau
Das Spiel besteht aus einzelnen Missionen, deren Ziel zu Beginn vorgegeben wird und möglichst effektiv erreicht werden soll. Der Spieler übernimmt die Rolle der jeweils höchsten amtlichen Person in der Stadt. In den ersten Missionen ist er Dorfältester, bis er zum Schluß selbst Pharao wird. Die ersten Missionen sind einfach. Sie dienen eigentlich dazu das Spiel zu lernen. Es stehen zu Anfang auch nur die notwendigen und nicht alle möglichen Funktionen zur Verfügung. So findet sich der Spieler Schritt für Schritt in die Spielwelt ein. Ist eine Mission erfolgreich beendet, folgt eine Lobrede und man geht weiter zur nächsten Mission. Die Lobrede kann man Gottseidank abwürgen.
Missionsziele
Meistens hat man die Aufgabe eine gewisse Bevölkerungsgröße zu erreichen. Diese soll den vorgegebenen Wohlstandswert erreichen und auch ein gewisses kulturelles Angebot erhalten. Der Spieler selbst wird durch die Königreichswertung bewertet, die sein Image in seiner Stadt und Restägypten darstellt. In einem Großteil der Missionen müssen Monumente errichtet werden. Die Missionsziele sind sehr eng miteinander verbunden, so daß Aktionen des Spielers Reaktionen in verschiedenen Bereichen hervorrufen.
Bevölkerungsgröße
Diese wird beeinflußt durch die Anzahl der Wohnmöglichkeiten und der Wohnqualität, die wiederum durch die Infrastruktur der Stadt gegeben ist.
Wohlstand
In erster Linie muss das Volk mit Nahrung versorgt werden. Erst durch Jagd, später durch Ackerbau und Viehzucht/Fischerei. Silos müssen gebaut und Bazare zur Verteilung errichtet werden. Später verlangt das Volk nach anderen Waren: Geschirr, Bier, Leinen, Schmuck, Papyrus. Hier müssen Werkstätten errichtet werden, die erst die Rohstoffe abbauen, und weitere Werkstätten, die die Rohstoffe verarbeiten. Über Warenlager und Bazare muß auch hier die Ware an die Bevölkerung verteilt werden. Natürlich müssen die Leute auch bezahlt werden, im Gegenzug darf man sie mit Steuern knechten. Sind die Löhne aber zu niedrig und/oder die Steuern zu hoch, steht man sehr schnell allein in seiner Stadt da. Im umgekehrten Fall erhält man soviel Zulauf an Menschen, daß man so viele Arbeitslose hat, die einem das letzte Hemd klauen. Für die Steuern sind natürlich Steuereintreiber zuständig, die das Geld einsammeln und zum „Rathaus“ bringen.
Kulturwertung
Zum Wohlstand gehören auch kulturelle Aspekte und gesundheitliche Einrichtungen. Die Leute müssen über Zisternen mit Wasser versorgt werden. Apotheken, Ärzte und Zahnärzte werden benötigt. Hinzu kommen Einbalsamierer, Künstler und Bühnen, natürlich Ausbildungsstätten für die Künstler. Wichtig ist auch ein religiöses Angebot, zu jedem gutem Stadtviertel gehören Tempelanlagen – ein Festplatz sollte für Feste zu Ehren der Götter nicht fehlen. Im Spielverlauf wird die Bevölkerung auch nach Bildungseinrichtungen, wie Schreiberschulen und Bibliotheken verlangen. Ein Teil dieser Gebäude benötigt Handelswaren um zu funktionieren. Sogenannte „Senethäuser“ (Senet war ein Brettspiel) benötigen z. B. Bier.
Königreichswertung
Eine gute Kulturwertung bedeutet ein hohes Ansehen der Stadt in Restägypten. Dies fällt positiv auf den Regenten (=Spieler) zurück. Dieser sollte sehen, daß er trotz Häuserbau, Festveranstaltung, Monumentbau und Lohnzahlungen mit seinem Stadtsäckel nicht ins Minus kommt. Zu Beginn einer jeden Mission ist ein bestimmter Betrag in der Stadtkasse, der im Laufe des Spieles eigentlich auch anwachsen sollte. Von Vorteil: Missionen, in denen man Goldminen besitzt. Ansonsten ist Geldverdienen vor allem durch Handel mit anderen Städten möglich, insbes. wenn man hochwertige Waren anzubieten hat. Hin und wieder wird man aufgefordert bestimmt „Geschenke/Spenden“ zu leisten, was auch diese Wertung beeinflusst. Ein eigenes Gehalt erhält man natürlich auch. Gespartes kann man in schlechten Zeiten der Stadt schenken oder aber damit seinen Bürgern Geschenke machen – gut für die Wertung. (Bestechlichkeit ist also angesagt). Läßt man diese Wertungsoption in den Keller fallen, tritt letztendlich die gesamte ägyptische Armee auf den Plan, um die Stadt in die Steinzeit zu bomben. In diesem Fall hilft i.d.R. am ehesten ein Neuanfang.
Monumentwertung
Ein Monument entsteht indem man zuerst die geeigneten Baustoffe beschafft, z. B. in Steinbrüchen. Teilweise braucht man aber auch Ziegel, die in einer Ziegelei aus Ton und Stroh gefertigt werden. Man benötigt Personal: Steinmetze, Maurer und Zimmerleute. Z. T. werden auch Grabbeigaben verlangt. Königs waren damals eben protzig.
Allgemeineres
Götter und Religion
Götter verlangen nach Festen zu ihren Ehren, wollen Tempel und Schreine. Normalerweise sind sie aber leicht zufriedenzustellen. Sie helfen dann im Wertungsbereich: Die Leute sind zufriedener, das Image der Stadt ist besser, oder Ihre Lager werden gefüllt. Sind die Götter doch mal sauer, brennt die Stadt ab oder Pflanzungen werden vernichtet. Teilweise ist es nervend, an die regelmäßigen Feste zu denken.
Handel
Der Handel ist für die Stadtentwicklung notwendig, da nicht alle Güter selbst produziert werden können. Häufig wird über über den Seeweg gehandelt, was das Vorhandensein eines Docks erfordert. Die Eröffnung von Handelsrouten kann im ersten Moment teuer sein, lohnt sich aber meistens. Naturereignisse bringen den Handel hin und wieder teilweise zum erliegen. Manchmal werden Handelsrouten durch eine verlorene Schlacht geschlossen. Häufig befindet man sich in folgender Zwickmühle: die eigene Bevölkerung mit Waren versorgen und deren Wohlstand fördern oder exportieren und das Stadtsäckel fördern?
Krieg
Etwas unspektakulärer als ich erwartet hatte. Für mich die überflüssigste Funktion, weil sie im Aufbau einfach nur stört und die benötigten Gebäude Platz, Geld und Arbeitskräfte verschlingen, schließlich braucht man Forts, Drillplätze, Waffenschmieden, Kriegshäfen/-schiffe – Schauplätze die auch beim Volk nicht gern gesehen sind.
Monumente
Einer der interessantesten, aber auch der langweiligsten Aspekte des Spiels. Auf der einen Seite kann man die ägyptischen Klassiker selber bauen (Sphinx, Pyramiden von Gizeh), auf der anderen Seiten stört der Monumentbau die Stadtentwicklung. Monumente brauchen sehr viel Fläche und kosten eine Schweinekohle. Gut, das macht das Spiel ja auch erst wirklich interessant. Allerdings dauert der Monumentbau ewig. Häufig habe ich alle anderen Ziele dreifach erreicht, nur die Pyramide steht immer noch nicht. Vor Langeweile kommt mir dann sogar ein kleiner Krieg entgegen.
Die Bevölkerung
Je größer sie ist, desto mehr will sie haben. Mit jedem neuen Angebot folgt ein neues Bedürfnis. Am Anfang reicht Nahrung und Wasser, später Handelswaren. Bekommen sie keine Gesundheitseinrichtungen lassen sie sich von Seuchen hinwegraffen. Für wenig Lohn oder hohe Steuerlasten rächen sie sich mit Stadtflucht und Diebstahl. Gerichte und Polizisten müssen her. Ohne Unterhaltungseinrichtungen wird gejammert. Her also mit Künstlern. Kein Stadtgebiet entwickelt sich positiv ohne Tempel und Bildungseinrichtungen. Je schöner und besser versorgt ein Stadtviertel ist, umso attraktiver wird es: die Bewohner entwickeln ihre Häuser weiter, pflastern die Straßen und mit ein bischen Nachhilfe durch die Anlage von Plätzen, Statuen und Gärten entwickeln sich mit der Zeit richtige Paläste. Naja und da Gebäude auch noch brennen können oder einstürzen braucht man die Feuerwehr und diverse Architekten.
Der Sinn des Spiels ist es, die Zusammenhänge zu erkennen und mit den möglichen Funktionen zu steuern, was besonders verzwickt ist, wenn man fast pleite ist und nicht weiß wo man das wenige Geld, daß gerade da ist, am nutzbringendsten loswird. Die Funktionen sind als Aufseher dargestellt, zu denen der Spieler gehen dann, um Informationen zu erhalten. Zusätzlich hat der Spieler einen Schreiber, der ihn über das laufende Geschehen ständig informiert und z. T. mit meiner Ansicht nach überflüssigen Pop-Up-Meldungen in den Wahnsinn treibt, da man gezwungen ist diese sofort zur Kenntnis zu nehmen – oder zumindest wegzuklicken. Ansonsten funktioniert der Schreiber, wie ein Emailfach.
Schlußgenörgel:
Im Großen und ganzen sage ich, ein gelungenes Spiel, daß auch heute noch Spaß macht. Die Figuren sind putzig und haben immer was zu erzählen oder zu nörgeln, wenn man sie anklickt
Die Installation verläuft problemlos, drei mögliche Formen sind ausführbar. Das Spiel läuft zu 90% reibungslos. Störend: je größer die Stadt wird, desto langsamer läuft das Spiel. Bei Schlachten auf dem Wasser habe ich auch Abstürze des Spiels erlebt, Zwischenspeichern ist also sehr sinnvoll. Grausam ist auch die Hintergrundmusik, die ich umgehend abgestellt habe. Die Maussteuerung ist besonders zu benörgeln. Spielt man länger, gewöhnt man sich aber an die Tatsache, daß man, um eine bestimmte Stelle zu markieren, einen guten Zentimeter danebenzuklicken hat. Etwas befremdlich sind die Größenverhältnisse des Spiels. Die Figuren sind größer als die (kleinen) Häuser. Eine Tanzbühne hat die Größe eines Tempels, Feldes oder einer Palastanlage.
Das Spiel verfügt zudem über eine Hilfefunktion, die ähnlich funktioniert, wie die Windowshilfe. Teilweise konnte ich hier Fragen, die mir in den Sinn kamen nicht ganz klären. Ein Link zur Internet-Seite von Sierra hat erst nach einigen Überredungsversuchen funktioniert.
Das Handbuch
Es beschreibt die notwendigsten Funktionen und wichtige Zusammenhänge des Spiel auch graphisch, was man aber auch ohne Nachlesen während des Spiels begreifen kann. Für einen kurzen Blick zwischendurch mag es für den Anfänger nützlich sein. Schwächen in der Druckausführung sind leider auch gegeben: So werden z. B. alle Bauwerke nach „Attraktivität“ (s.u.) qualifiziert, unattraktive sollten mit einem Flammensymbol gekennzeichnet werden, wurden aber tatsächlich mit einer Blume hervorgehoben, genau wie die attraktiven Gebäude.
Der Spielaufbau
Das Spiel besteht aus einzelnen Missionen, deren Ziel zu Beginn vorgegeben wird und möglichst effektiv erreicht werden soll. Der Spieler übernimmt die Rolle der jeweils höchsten amtlichen Person in der Stadt. In den ersten Missionen ist er Dorfältester, bis er zum Schluß selbst Pharao wird. Die ersten Missionen sind einfach. Sie dienen eigentlich dazu das Spiel zu lernen. Es stehen zu Anfang auch nur die notwendigen und nicht alle möglichen Funktionen zur Verfügung. So findet sich der Spieler Schritt für Schritt in die Spielwelt ein. Ist eine Mission erfolgreich beendet, folgt eine Lobrede und man geht weiter zur nächsten Mission. Die Lobrede kann man Gottseidank abwürgen.
Missionsziele
Meistens hat man die Aufgabe eine gewisse Bevölkerungsgröße zu erreichen. Diese soll den vorgegebenen Wohlstandswert erreichen und auch ein gewisses kulturelles Angebot erhalten. Der Spieler selbst wird durch die Königreichswertung bewertet, die sein Image in seiner Stadt und Restägypten darstellt. In einem Großteil der Missionen müssen Monumente errichtet werden. Die Missionsziele sind sehr eng miteinander verbunden, so daß Aktionen des Spielers Reaktionen in verschiedenen Bereichen hervorrufen.
Bevölkerungsgröße
Diese wird beeinflußt durch die Anzahl der Wohnmöglichkeiten und der Wohnqualität, die wiederum durch die Infrastruktur der Stadt gegeben ist.
Wohlstand
In erster Linie muss das Volk mit Nahrung versorgt werden. Erst durch Jagd, später durch Ackerbau und Viehzucht/Fischerei. Silos müssen gebaut und Bazare zur Verteilung errichtet werden. Später verlangt das Volk nach anderen Waren: Geschirr, Bier, Leinen, Schmuck, Papyrus. Hier müssen Werkstätten errichtet werden, die erst die Rohstoffe abbauen, und weitere Werkstätten, die die Rohstoffe verarbeiten. Über Warenlager und Bazare muß auch hier die Ware an die Bevölkerung verteilt werden. Natürlich müssen die Leute auch bezahlt werden, im Gegenzug darf man sie mit Steuern knechten. Sind die Löhne aber zu niedrig und/oder die Steuern zu hoch, steht man sehr schnell allein in seiner Stadt da. Im umgekehrten Fall erhält man soviel Zulauf an Menschen, daß man so viele Arbeitslose hat, die einem das letzte Hemd klauen. Für die Steuern sind natürlich Steuereintreiber zuständig, die das Geld einsammeln und zum „Rathaus“ bringen.
Kulturwertung
Zum Wohlstand gehören auch kulturelle Aspekte und gesundheitliche Einrichtungen. Die Leute müssen über Zisternen mit Wasser versorgt werden. Apotheken, Ärzte und Zahnärzte werden benötigt. Hinzu kommen Einbalsamierer, Künstler und Bühnen, natürlich Ausbildungsstätten für die Künstler. Wichtig ist auch ein religiöses Angebot, zu jedem gutem Stadtviertel gehören Tempelanlagen – ein Festplatz sollte für Feste zu Ehren der Götter nicht fehlen. Im Spielverlauf wird die Bevölkerung auch nach Bildungseinrichtungen, wie Schreiberschulen und Bibliotheken verlangen. Ein Teil dieser Gebäude benötigt Handelswaren um zu funktionieren. Sogenannte „Senethäuser“ (Senet war ein Brettspiel) benötigen z. B. Bier.
Königreichswertung
Eine gute Kulturwertung bedeutet ein hohes Ansehen der Stadt in Restägypten. Dies fällt positiv auf den Regenten (=Spieler) zurück. Dieser sollte sehen, daß er trotz Häuserbau, Festveranstaltung, Monumentbau und Lohnzahlungen mit seinem Stadtsäckel nicht ins Minus kommt. Zu Beginn einer jeden Mission ist ein bestimmter Betrag in der Stadtkasse, der im Laufe des Spieles eigentlich auch anwachsen sollte. Von Vorteil: Missionen, in denen man Goldminen besitzt. Ansonsten ist Geldverdienen vor allem durch Handel mit anderen Städten möglich, insbes. wenn man hochwertige Waren anzubieten hat. Hin und wieder wird man aufgefordert bestimmt „Geschenke/Spenden“ zu leisten, was auch diese Wertung beeinflusst. Ein eigenes Gehalt erhält man natürlich auch. Gespartes kann man in schlechten Zeiten der Stadt schenken oder aber damit seinen Bürgern Geschenke machen – gut für die Wertung. (Bestechlichkeit ist also angesagt). Läßt man diese Wertungsoption in den Keller fallen, tritt letztendlich die gesamte ägyptische Armee auf den Plan, um die Stadt in die Steinzeit zu bomben. In diesem Fall hilft i.d.R. am ehesten ein Neuanfang.
Monumentwertung
Ein Monument entsteht indem man zuerst die geeigneten Baustoffe beschafft, z. B. in Steinbrüchen. Teilweise braucht man aber auch Ziegel, die in einer Ziegelei aus Ton und Stroh gefertigt werden. Man benötigt Personal: Steinmetze, Maurer und Zimmerleute. Z. T. werden auch Grabbeigaben verlangt. Königs waren damals eben protzig.
Allgemeineres
Götter und Religion
Götter verlangen nach Festen zu ihren Ehren, wollen Tempel und Schreine. Normalerweise sind sie aber leicht zufriedenzustellen. Sie helfen dann im Wertungsbereich: Die Leute sind zufriedener, das Image der Stadt ist besser, oder Ihre Lager werden gefüllt. Sind die Götter doch mal sauer, brennt die Stadt ab oder Pflanzungen werden vernichtet. Teilweise ist es nervend, an die regelmäßigen Feste zu denken.
Handel
Der Handel ist für die Stadtentwicklung notwendig, da nicht alle Güter selbst produziert werden können. Häufig wird über über den Seeweg gehandelt, was das Vorhandensein eines Docks erfordert. Die Eröffnung von Handelsrouten kann im ersten Moment teuer sein, lohnt sich aber meistens. Naturereignisse bringen den Handel hin und wieder teilweise zum erliegen. Manchmal werden Handelsrouten durch eine verlorene Schlacht geschlossen. Häufig befindet man sich in folgender Zwickmühle: die eigene Bevölkerung mit Waren versorgen und deren Wohlstand fördern oder exportieren und das Stadtsäckel fördern?
Krieg
Etwas unspektakulärer als ich erwartet hatte. Für mich die überflüssigste Funktion, weil sie im Aufbau einfach nur stört und die benötigten Gebäude Platz, Geld und Arbeitskräfte verschlingen, schließlich braucht man Forts, Drillplätze, Waffenschmieden, Kriegshäfen/-schiffe – Schauplätze die auch beim Volk nicht gern gesehen sind.
Monumente
Einer der interessantesten, aber auch der langweiligsten Aspekte des Spiels. Auf der einen Seite kann man die ägyptischen Klassiker selber bauen (Sphinx, Pyramiden von Gizeh), auf der anderen Seiten stört der Monumentbau die Stadtentwicklung. Monumente brauchen sehr viel Fläche und kosten eine Schweinekohle. Gut, das macht das Spiel ja auch erst wirklich interessant. Allerdings dauert der Monumentbau ewig. Häufig habe ich alle anderen Ziele dreifach erreicht, nur die Pyramide steht immer noch nicht. Vor Langeweile kommt mir dann sogar ein kleiner Krieg entgegen.
Die Bevölkerung
Je größer sie ist, desto mehr will sie haben. Mit jedem neuen Angebot folgt ein neues Bedürfnis. Am Anfang reicht Nahrung und Wasser, später Handelswaren. Bekommen sie keine Gesundheitseinrichtungen lassen sie sich von Seuchen hinwegraffen. Für wenig Lohn oder hohe Steuerlasten rächen sie sich mit Stadtflucht und Diebstahl. Gerichte und Polizisten müssen her. Ohne Unterhaltungseinrichtungen wird gejammert. Her also mit Künstlern. Kein Stadtgebiet entwickelt sich positiv ohne Tempel und Bildungseinrichtungen. Je schöner und besser versorgt ein Stadtviertel ist, umso attraktiver wird es: die Bewohner entwickeln ihre Häuser weiter, pflastern die Straßen und mit ein bischen Nachhilfe durch die Anlage von Plätzen, Statuen und Gärten entwickeln sich mit der Zeit richtige Paläste. Naja und da Gebäude auch noch brennen können oder einstürzen braucht man die Feuerwehr und diverse Architekten.
Der Sinn des Spiels ist es, die Zusammenhänge zu erkennen und mit den möglichen Funktionen zu steuern, was besonders verzwickt ist, wenn man fast pleite ist und nicht weiß wo man das wenige Geld, daß gerade da ist, am nutzbringendsten loswird. Die Funktionen sind als Aufseher dargestellt, zu denen der Spieler gehen dann, um Informationen zu erhalten. Zusätzlich hat der Spieler einen Schreiber, der ihn über das laufende Geschehen ständig informiert und z. T. mit meiner Ansicht nach überflüssigen Pop-Up-Meldungen in den Wahnsinn treibt, da man gezwungen ist diese sofort zur Kenntnis zu nehmen – oder zumindest wegzuklicken. Ansonsten funktioniert der Schreiber, wie ein Emailfach.
Schlußgenörgel:
Im Großen und ganzen sage ich, ein gelungenes Spiel, daß auch heute noch Spaß macht. Die Figuren sind putzig und haben immer was zu erzählen oder zu nörgeln, wenn man sie anklickt
Die Installation verläuft problemlos, drei mögliche Formen sind ausführbar. Das Spiel läuft zu 90% reibungslos. Störend: je größer die Stadt wird, desto langsamer läuft das Spiel. Bei Schlachten auf dem Wasser habe ich auch Abstürze des Spiels erlebt, Zwischenspeichern ist also sehr sinnvoll. Grausam ist auch die Hintergrundmusik, die ich umgehend abgestellt habe. Die Maussteuerung ist besonders zu benörgeln. Spielt man länger, gewöhnt man sich aber an die Tatsache, daß man, um eine bestimmte Stelle zu markieren, einen guten Zentimeter danebenzuklicken hat. Etwas befremdlich sind die Größenverhältnisse des Spiels. Die Figuren sind größer als die (kleinen) Häuser. Eine Tanzbühne hat die Größe eines Tempels, Feldes oder einer Palastanlage.
Das Spiel verfügt zudem über eine Hilfefunktion, die ähnlich funktioniert, wie die Windowshilfe. Teilweise konnte ich hier Fragen, die mir in den Sinn kamen nicht ganz klären. Ein Link zur Internet-Seite von Sierra hat erst nach einigen Überredungsversuchen funktioniert.
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