Philips HQ 5816 Testbericht

Philips-hq-5816
ab 27,98
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Summe aller Bewertungen
  • Rasur:  schlecht
  • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Andreas1501

Von diesem Rasierer bin ich gar nicht mehr begeistert!

1
  • Rasur:  schlecht
  • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich

Pro:

relativ günstiger Preis

Kontra:

schlechtes Rasurergebnis, Rasieren dauert sehr lange, Akku geht schnell kaputt

Empfehlung:

Nein

Von diesem Rasierer bin ich jetzt gar nicht mehr begeistert!


Kurze Vorgeschichte
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Im März 2003 war ich mit einer Klasse auf Klassenfahrt in Norddeutschland. Am zweiten Tag ging mein Braun-Rasierapparat kaputt. Da ich damals noch kein Freund der Nassrasur war, sollte möglichst schnell ein Ersatz-Elektrorasierer her. Bei einem Ausflug nach Bremen kaufte ich im dortigen Karstadt den Philips Philishave Reflex Action HQ5816. Zwei Gründe führten zur Kaufentscheidung: preislich handelte es sich um ein Sonderangebot zu ca. 80 Euro, von der Marke her war ich mit dem Braun-Rasierer unzufrieden gewesen und wollte eine andere Marke ausprobieren. Hätte ich besser nicht getan, aber immer der Reihe nach...


Lieferumfang
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In der recht elegant gestylten Schachtel befindet sich der Rasierer, ein Reinigungspinsel, eine mehrsprachige Anleitung und ein Reiseetui. Außerdem ist natürlich ein Netzkabel dabei. Philips gewährt die übliche zweijährige Garantie, wofür auch eine Garantiekarte beiliegt.


Inbetriebnahme
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Wie bei allen Akkurasierern muss der Akku nach dem Kauf zunächst aufgeladen werden. Beim Philishave reichten dafür 4 Stunden aus, was mir sehr entgegenkam. Irritierend fand ich die Bemerkung in der Anleitung, dass es zwei bis drei Wochen dauern kann, bis sich die Haut an das Philishave-System gewöhnt hat. Solche seltsamen Erfahrungen machte ich mit keinem meiner vorherigen Rasierer, aber für den Philishave kann ich diese Angabe durchaus bestätigen. Bei den ersten Rasuren war ich mehr als enttäuscht, doch nach einiger Zeit wurden die Ergebnisse besser (wenn auch längst nicht so gut wie erhofft).


Tägliche Anwendung
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Ein Philishave hat drei rotierende Scherköpfe, was ihn von anderen Systemen deutlich unterscheidet. Die Rasur erfolgt bei diesem System nicht nur in einer Richtung, sondern daneben auch in drehenden Bewegungen. Anfangs hatte ich damit einige Probleme, doch mit zunehmender Erfahrung mit dem Gerät klappte es besser. Mittlerweile habe ich "den Bogen raus" und komme mit dem Philishave gut zurecht, doch nach wie vor ist das Rasurergebnis nicht optimal. Zwar trifft es zu, dass die drei Scherköpfe federnd gelagert sind und sich jeder Gesichtskontur anpassen, doch scheint diese Technik das Ergebnis kaum zu verbessern. Mein alter Braun-Rasierer war noch kurz vor dem Exitus mindestens genauso gut, doch im Vergleich mit meinem jetzt bevorzugten Gillette Mach3 Turbo Nassrasierer kann man den Philishave getrost vergessen. Die Nassrasur geht schneller und erzielt ein deutlich besseres Ergebnis.

Recht gut gefällt mir der Langhaarschneider auf der Rückseite des Gerätes. Dieser klappt hoch aus und ist gut geeignet zum Kürzen der Koteletten, eventuell vorhandener Bärte und bei mir auch der Augenbrauen. Schade ist nur, dass der Langhaarschneider die verbleibende Akkulaufzeit stark verkürzt.

Für den Normalbetrieb gibt Philips eine Akkulaufzeit von ca. 30 Minuten und eine Ladezeit von ca. 1 Stunde an. Beide Werte kann ich zumindest nach den Erfahrungen aus einem halben Jahr Nutzung bestätigen. Gut ist es, dass das Gerät anzeigt, wenn es voll geladen ist, und dass eine rote Lampe blinkt, wenn sie die Akkuladung ihrem Ende zuneigt.- Bis jetzt zeigt der Akku noch keine Ermüdungserscheinungen sondern erfüllt die genannten Anforderungen bis heute reibungslos; auf diesem Gebiet war mein letztes Braun-Gerät nach einem halben Jahr schon etwas schlapp.


Reinigung
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Die Reinigung des Rasierers ist etwas umständlich: Leicht geht die "Standardreinigung": Man kann den ganzen Scherkopf leicht abziehen und die Bartfangkammer ausblasen bzw. mit der Bürste reinigen. Soll jedoch der Scherkopf gereinigt werden, ist etwas mehr Mühe notwendig. Der Scherkopf muss nämlich ausgebaut und dann noch auseinandergebaut werden (drei Schermesser und drei Scherkörbe und die Teile, die das Ganze zusammenhalten...). Dabei muss beachtet werden, dass beim späteren Zusammenbau keine Teile anders eingebaut werden als vorher, denn dann kann es Probleme beim Rasieren geben. Im Vergleich mit dem vorherigen Braun-Rasierer ist die Reinigung jedenfalls eine langwierige Angelegenheit, die man nicht gerne und demzufolge auch nicht sonderlich häufig ausführt.


Fazit
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Für 80 Euro habe ich ein Gerät erstanden, das von der Papierform her alle Anforderungen erfüllt, die ich an einen Elektrorasierer stelle. Im täglichen Betrieb zeigen sich allerdings die negativen Seiten des Geräts. Vor allem die schlechte Rasurleistung bei zugleich hohem Zeitbedarf führt zu einer deutlichen Abwertung. Nochmals würde ich den Philishave auf keinen Fall kaufen und doch lieber wieder zu einem Braun-Rasierer greifen - also vergebe ich auch keine Empfehlung. Wenn mich heute jemand nach einem Tipp für die Rasur fragt, empfehle ich nur noch die Nassrasur - Gillette lässt grüßen! Insgesamt halte ich zwei Sterne für angemessen. Für den gezahlten Preis gibt es Besseres!


Update:
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Mittlerweile hat der Akku vollständig den Geist aufgegeben, auch die Rasurleistung ist nicht mehr akzeptabel. Ich müsste wohl einen neuen Scherkopf kaufen, aber das werde ich nicht mehr tun. Für mich steht fest: Nie wieder ein Rasierer von Philips!



© Andreas Wilhelm, 15.10.2003 / 01.03.2005


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