Brainstream PiepEi Eierkocher Testbericht

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  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Rena50

Bei dir piept's wohl...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... so fuhr es mir durch den Kopf, als ich neulich zu Besuch bei einer Freundin war. Da hörte ich doch aus der Küche schon morgens früh ein piepsen aus ihrem Kochtopf. Aber es kam noch besser. Kurze Zeit später hörte ich auch noch eine Melodie. Was war denn die Ursache dafür? Das war das Piep-Ei. Meine Freundin hatte Frühstückseier kochen wollen und ihren kleinen Helfer dabei benutzt. Schließlich wollte sie die Eier in ihrer Festigkeit genau so haben, wie sie sie liebt, nämlich nicht zu weich und nicht zu hart, das Eiweiß fest, aber das Eigelb noch flüssig. Dafür hatte sie sich einige Tage vorher das PiepEi Modell Schantall zugelegt.

Meine Freundin erzählte mir dann: „Weißt du, ich habe zwar einen elektrischen Eierkocher, aber der ist ja begrenzt auf sieben Eier. Aber bei uns werden halt auch immer wieder einmal mehr benötigt und das nicht nur zu Ostern. Deshalb habe ich mir den bei einer Einkaufstour zugelegt“.

Das ließ mir keine Ruhe und so fragte ich sie, ob ich ihr PiepEi nicht auch mal ausprobieren könne. Also am nächsten Morgen war ich mit dem Eierkochen an der Reihe und habe mit dem Piepei nun auch selbst meine Erfahrungen gemacht, aber mich auch ein wenig über die Technik und das Prinzip erkundigt. So und hier sind meine Erfahrungen.

Wie sieht das PiepEi Schantall aus und was kann es?

Das PiepEi Schantall hat die Größe eines normalgroßen Hühnereies, allerdings nicht weiß, sondern orange und besteht größtenteils aus Kunststoff. Auf der Oberseite befindet sich ein Loch und unten sind kreisförmig ein paar kleinere Löcher angebracht. Im unteren Teil des PiepEies befindet sich die Batterie, ansonsten ist das Ei hohl. Als Muster ist auf dem Ei ein federsträubendes Hühnchen zu sehen.

Alle PiepEier sind dafür gedacht, dass man Eier, auch in größerer Stückzahl im Kochtopf bis zur gewünschten Festigkeit kochen kann. Das PiepEi Schantall bewirkt, dass die Eier nicht zu weich und nicht zu hart werden und dabei das Eiweiß zwar fest wird, aber das Eigelb noch flüssig bleibt. Auf die anderen beiden Modelle Detlef und Hartmut gehe ich weiter unten noch ein.

Wie funktioniert ein Piep-Ei?

Da bekannt ist, dass Eigelb bei 62 Grad Celsius zu gerinnen anfängt, hat der Erfinder sich dieses Wissen zunutze gemacht und dieses Piep-Ei entwickelt, das auf einem thermischen Modell basiert. Die Grundvoraussetzung dafür, dass die Anwendung aber gelingen kann, besteht darin, dass das PiepEi genau dieselbe Temperatur haben muss, wie die Eier, die gekocht werden sollen. Also ist es sinnvoll, das PiepEi immer dort aufzubewahren, wo man auch seine Eier aufbewahrt, ob in Kühlschrank, Speisekammer, Keller oder vielleicht sogar dem Hühnerstall.

Der Kochvorgang kann dann im Gegensatz zur herkömmlichen Kochweise auch mit kaltem Wasser gestartet werden. Dabei misst Piep-Ei die Wassertemperatur und berechnet dann über eine Differentialgleichung die Temperatur im Inneren der Eier. Der erste Piep kommt dann bei 45 Grad Wassertemperatur und bedeutet, dass Piepei in Ordnung ist. Der zweite Piep kommt sobald das Wasser kocht. Daraufhin kann man die Energie reduzieren. Nachdem die Eier eine Innentemperatur von 62 Grad Celsius erreicht haben, erklingt die Melodie „Ich wollt, ich wär ein Huhn...“, je nach Modell etwas früher oder später. Nach dem Kochvorgang schreckt man das PiepEi zusammen mit den Eiern mit kaltem Wasser ab und nach 30 Sekunden hört die Melodie auf zu spielen.

Folgende Modelle gibt es:

PiepEi Detlef (gelbgrün) für Weicheier: Die Melodie erklingt nach 4 Minuten. Das Eiweiß ist dann wachsweich und das Eigelb flüssig.

Modell Schantall (orange) für Eier, die weder zu weich noch zu hart sein sollen. Die Melodie erklingt nach 6 Minuten. Das Eiweiß wird fest, aber das Eigelb bleibt flüssig.

PiepEi Hartmut (blau) für hartgekochte Eier. Die Melodie erklingt nach 8 Minuten und das Eiweiß und Eigelb sind dann hart.

Hersteller, Vertrieb und Preis:

Dieses PiepEi kommt von der Firma BrainStream, Bielefeld und wird über den normalen Handel und auch online vertrieben.

Ich selbst habe es jetzt für 12,50 € bei

WMF Fachgeschäft 024
Seltersweg 44
35390 Gießen

gesehen.

Meine Erfahrungen:

Jetzt aber zu meinen praktischen Erfahrungen, denn die interessieren euch ja bestimmt am meisten. Ich nahm also am nächsten Morgen die Eier und das PiepEi aus dem Kühlschrank und legte alles zusammen in einen Kochtopf und goss kaltes Wasser auf. Kaltes Wasser deswegen, weil ich dann die Eier nicht mehr anstechen brauchte. Da der Erhitzungsvorgang dann ja nicht schockartig eintritt, platzen die Schalen nicht. Ich stellte dann den Kochtopf auf den Herd und schaltete ihn zum Anheizen hoch. Tatsächlich, schon bald hörte ich den ersten Piep und kurze Zeit darauf, als das Wasser zu Kochen anfing kam auch der zweite Piep und ich schaltete den Herd herunter. Nach sechs Minuten erklang dann die Melodie und ich nahm den Topf vom Herd. Nun gab ich die Eier mitsamt dem Piepei in das Spülbecken und schreckte mit kaltem Wasser ab.

Jetzt stellte ich die Eier auf den Frühstücktisch und prüfte kritisch. Stimmte es tatsächlich, dass das PiepEi mein Frühstücksei mittelweich hatte werden lassen. Also nichts wie dran, einen Deckel entfernt und probiert. Na ja, noch ein wenig Salz hinzu und das Ei war wirklich genau so wie ich es mag. Das Eiweiß fest und das Eigelb noch etwas flüssig. Also diesen Test hatte PiepEi Schantall nun bestanden.

Pluspunkte von PiepEi:

Der größte Vorteil ist wohl, dass man mit PiepEi auch größere Mengen Eier auf einmal genau in der Festigkeit kochen kann, wie man sie haben möchte.

Durch das zweite Piepen des Eies, kann man Energie sparen. Allerdings wenn man die Eier mit kaltem Wasser, wie ich bei meinem Probekochen, ist dieser Effekt selbstverständlich schon verflogen.

Da PiepEi nach der regulären Kochzeit noch drei Minuten lang die Melodie weiterspielt, kann man beispielsweise das Modell Detlef auch für mittelweiche Eier, also anstelle des Modells Schantall einsetzen, ebenso verhält es sich mit Schantall in Bezug auf das Modell Hartmut.

Man kann auch alle Modelle zusammen einsetzen und so nacheinander die Eier mit unterschiedlichen Härtegraden aus dem Wasser nehmen.

PiepEi ist meiner Ansicht nach platzsparend aufzubewahren, da es ja nicht größer als ein normales Hühnerei ist.

Minuspunkte von PiepEi:

Der erste Nachteil fiel mir schon auf, als unerwartet noch ein zusätzlicher Frühstücksgast hinzukam. Jetzt reichten die Eier nicht mehr aus. Aber PiepEi war noch nicht wieder einsatzbereit, denn PiepEi muss erst wieder für mindestens 15 Minuten bei den Eiern liegen um deren Temperatur anzunehmen. Da war es gut, dass meine Freundin noch einen elektrischen Eierkocher hat, mit dem ich dann schnell noch ein Ei zubereitetete.

Der zweite Nachteil ist für mich der doch recht hohe Preis. Denn nicht jeder mag die Eier in nahezu derselben Festigkeit, deshalb bräuchte man dann schon wenigstens zwei PiepEier.

Als dritten Nachteil empfinde ich den doch recht hohen Preis. Mein elektrischer Eierkocher ist keinesfalls teurer gewesen. Gut, er war zwar ein Billiggerät, aber er tut treu seine Dienste.

Als letztes wäre hier noch die recht kurze Haltbarkeit zu nennen. Denn die Batterie soll lt. Hersteller nur 1 – 2 Jahre halten und muß dann wie normale Batterien entsorgt werden. Kulanterweise besteht zwar die Bereitschaft, ein altes PiepEi kostenlos gegen ein neues umzutauschen, wenn es keine zwei Jahre hält, aber was sind schon zwei Jahre.

FAZIT:

Die PiepEier, egal welches Modell, kann ich nur sehr eingeschränkt empfehlen. Die Vor- und Nachteile habe ich ja ausführlich erläutert. Für die Zubereitung größerer Mengen Eier, zwar sehr nützlich, aber wie gesagt, man müsste dann schon mehr als ein PiepEi kaufen und das halte ich bei diesem Preis doch für überzogen.

Zumal ich selten mehr als sieben Eier auf einmal kochen will, bleibe ich bei meinem elektrischen Eierkocher und dieser ist außerdem nach dem Kochen sofort wieder einsatzbereit und benötigt kaum Wasser.

Ein Test war dieses PiepEi wert, aber ich, Rena50, zähle es jetzt doch zu den Dingen, die die Welt nicht braucht.

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