Pitti Bio Katzenstreu Testbericht

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ab 8,43
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Erfahrungsbericht von IggyMetal

Katzenklo macht die Katze froh...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Sicherlich kennt der ein oder andere den Hit „Katzenklo“ von Helge Schneider. Doch alleine das Katzenklo macht die Katze nicht zwangsläufig froh, denn es kommt auch auf den Inhalt an.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Beim Gang in den Supermarkt oder die nächste Zoohandlung fängt das Dilemma an. Eine Vielzahl von Katzenstreus präsentieren sich in den Regalen. Da ist die Rede von klumpenbildenden und nichtklumpenden oder von organischen und mineralischen Streus.

Klumpenbildende Streus zeichnen sich dadurch aus, dass sie Klumpen bilden, sobald sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Der Vorteil besteht darin, dass lediglich die Klumpen aus dem Katzenklo entfernt werden und nicht das gesamte Klo gereinigt werden muss. Dadurch entsteht der Eindruck, dass diese Streus besonders sparsam sind, allerdings sind diese Streus in der Regel vergleichsweise teuer.
Die nichtklumpenden Katzenstreus hingegen bilden keine Klumpen, wenn sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Diese Streus quellen meist auf oder zerfallen in kleinere Partikel, je nach Beschaffenheit.

Weiter wird in mineralische und organische Streus unterschieden. Die meisten mineralischen Streus bestehen aus Tonmineralien. Am gebräuchlichsten sind die Tonmineralien des Gesteins Bentonit und Sepiolith. Letzteres ist aber wegen seiner Faserstruktur sehr umstritten (Staubentwicklung). Mineralische Streus haben die Eigenschaft, dass sie porös sind und somit eine große Oberfläche haben. Auf diese Weise können diese Streus sehr viel Feuchtigkeit binden. Im Vergleich zu den organischen Streus sind die mineralischen nicht biologisch abbaubar.
Die organischen Katzenstreus bestehen hauptsächlich aus Holz, Stroh oder Hanf. Zwar sind diese Streus biologisch abbaubar, dennoch kann von ihnen auch eine gesundheitliche Gefährdung ausgehen. Der Holzstaub einiger Holzarten steht in Verdacht krebserregend zu sein oder kann allergische Reaktionen hervorzurufen, wenn dieser in die Lunge gelangt.

Ein gutes Katzenstreu zeichnet sich dadurch aus, dass es feuchtigkeits- und geruchsbindend ist. Darüber hinaus sollte sich die Staubentwicklung im Rahmen halten. Bisher gibt es noch kein Katzenstreu, welches keinen Staub entwickelt. Letztlich kommt es darauf an, dass das Streu frei von Schadstoffen, wie z. B. Asbest, ist.

Das Holzstreu von Pitti

Das Holzstreu von Pitti zählt zu den organischen nichtklumpenden Katzenstreus. Es besteht zu 100 % aus gepressten Holzfasern. Der Hersteller garantiert auf der Verpackung, dass für die Produktion des Streus keine Bäume gefällt werden. Auch wird angegeben, dass das Streu keinerlei schädlichen Stoffe enthält, wie Asbest, Leim oder Bindemittel. Somit ist dieses Streu biologisch abbaubar und kann bedenkenlos auf dem Komposthaufen entsorgt werden.

Zwar gibt der Hersteller an, dass dieses Streu staubfrei ist, allerdings kann ich dieses nicht ganz bestätigen. Dennoch kann die Staubentwicklung als sehr gering bezeichnet werden.
Das Holzstreu eignet sich deshalb nicht nur für Katzen, sondern auch für andere Kleintiere, wie z. B. Hamster oder Meerschweinchen.

Mit der Geruchsbindung des Holzstreus habe ich insgesamt gute Erfahrung gemacht. Lediglich wenn meine Katzen Durchfall oder vom Nachbarn Milch bekommen hatten, dauerte es etwas längere Zeit (ca. 2-3 Stunden), bis der Geruch gänzlich verflogen war. Da meine Katzen freilaufend sind, benutzen sie das Katzenklo nur in den seltensten Fällen. Deshalb reicht es, wenn ich das Klo ca. einmal im Monat reinige. Allerdings kann es dann zu sehr starker Geruchsbildung kommen, da der Urin der Katze durch Bakterien in Ammoniak umgewandelt wird.

Die Feuchtigkeit wird sehr gut vom Holzstreu aufgenommen. Die zylinderförmig gepressten Holzpartikel (Durchmesser ca. 5mm; Länge ca. 10 mm) zerfallen in kleinere Holzspäne und quellen auf, sobald sie feucht werden. Dadurch lässt sich sehr schön der Grad der Verunreinigung des Katzenklos ablesen.

Der Hersteller empfiehlt das Katzenklo mit 3 – 4 cm Holzstreu zu füllen. Nach meiner Erfahrung reicht es allerdings aus, wenn die Katzentoilette mit einer Schicht von 1 – 3 cm gefüllt wird.

Ein weiterer Vorteil des Holzstreus besteht darin, dass die Holzpartikel nicht im Fell oder an den Pfoten der Katze hängen bleiben. Bis auf ein paar Holzklümpchen vor dem Katzenklo bleibt die Wohnung frei von Holzstreuresten. Auch den Holzgeruch beim Öffnen des Pakets empfinde ich als sehr angenehm.

Laut meinem Kenntnisstand ist das Holzstreu von Pitti nur bei Schlecker erhältlich (zumindest habe ich es bisher noch nirgendwo anders gefunden). Der Preis von 2,55 € für 10 l Holzstreu ist im Vergleich mit anderen Streus sehr günstig. Leider kommt es hin und wieder vor, dass das Holzstreu von Pitti vergriffen ist, da jede Schleckerfiliale jede Woche nur eine begrenzte Anzahl geliefert bekommt.

Meine Katzen sind hochzufrieden mit diesem Streu und sie wollen nach Möglichkeit kein anderes haben. Wenn ich ein anderes Katzenstreu verwenden musste, weil das Holzstreu mal wieder vergriffen war, haben mich meine Rabauken ziemlich vorwurfsvoll angeschaut. Letztlich zählt, dass sowohl Mensch als auch Katze zufrieden sind.

Fazit:

Das Holzstreu von Pitti zählt für mich zu einem der besten auf dem Markt. Es bindet die Feuchtigkeit und den Geruch sehr gut. Die Staubentwicklung ist vergleichsweise gering. Der Preis für dieses Streu ist phänomenal günstig. Der einzige Nachteil besteht darin, dass das Holzstreu nur bei Schlecker erhältlich ist.
Die gute Qualität dieses Holzstreus wurde auch von Stiftung Warentest (von 20 getesteten als einziges mit „gut“ bewertet; Heft 4/98) und von Ökotest (Qualitätsurteil: empfehlenswert; Heft 8/2000) bestätigt.

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Striker1981

    02.09.2008, 18:44 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße vom STRIKER