Pontiac Grand Prix Testbericht

Pontiac-grand-prix
Abbildung beispielhaft
ab 13,89
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von hpmaier

Sportlich viele Kilometer fahren

5
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  nein

Pro:

Kofferraum, Platzangebot

Kontra:

Federung

Empfehlung:

Ja

Hallo,
Zuerst überlegte ich, wie viel Erfahrung braucht man, um hier einen Testbericht über ein Auto zu schreiben? Muss es einem gehören, oder reichen die Erfahrungen mit einem Mietwagen? Da wir aber in unserem letzten Kanada Urlaub in 20 Tagen lockere 5022 km zurück gelegt haben, denke ich, ich kann ein Urteil über den Pontiac Grand Prix GT abgeben.

Wir mieteten den Pontiac Grand Prix GT (Baujahr 2002, Anfangskilometerstand 50 km) in Toronto, und hatten schon Erfahrungen mit dem Pontiac Grand Am, so dass wir über die Größe und die Ausstattung unseres Wagens nicht all zu sehr überrascht waren. Verwundert waren wir nur, dass wir diesen Wagen in der Midsize Class von Alamo bekamen, in dieser Buchungsklasse ist auch heute noch der Grand Am üblich.

Wie sieht er aus
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Äußerlich wirkt der Pontiac Grand Prix GT wie ein richtiger Sportwagen. Die Frontansicht besticht vor allem durch seinen sehr ausladenden Spoiler mit integrierten (Tages-) Lichtern, sowie den langgezogenen Scheinwerfern. Am Heck fällt zunächst die sehr wuchtige "Stoßstange" sowie die beiden, für europäische Verhältnisse überdimensionalen, Auspuffrohe auf. Abgerundet wird der sportliche Anblick durch den Heckspoiler auf dem Kofferraumdeckel. Passend dazu war der Grand Prix mit 5-speichigen 16" x 6.5" Alufelgen und Reifen der Größe P225/60R16 bestückt.

Innenausstattung
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Bestellt hatten wir ursprünglich einen Viertürer, bekommen haben wir den Grand Prix aber als Zweitürer. Die "Enttäuschung" legte sich aber schon bei ersten Einsteigen. Durch die weit öffnende Tür sowie das riesige Raumangebot im Frontbereich gestaltet sich das Einsteigen sehr komfortabel. Die umklappbaren und nach vorne schiebbaren Sitze (schieben ist eigentlich nicht das richtige Wort, sie gleiten förmlich von selbst nach vorne, zumindest der Beifahrersitz) ermöglichen auch den Personen im hinteren Bereich kein Problem beim Einsteigen. In die Sitze (Lederimitat oder echt, dafür bin ich zu doof für, kann ich nicht auseinanderhalten) fällt man förmlich rein. Extrem gemütlich, und fast alles mittels Schalter und Minimotor einstellbar. Beim Fahrersitz ist sogar die Einstellung der Sitzposition vor/zurück mittels eines Motors stufenlos einstellbar, der Beifahrer muss dafür noch einen Hebel ziehen, und hat nur wenige Einstellmöglichkeiten (Rastpunkte).

Die Innerausstattung ist in schwarzem Kunststoff gehalten und wirklich sehr gut verarbeitet. Die Instrumente sind alle in einem gut erkennbaren Rot gehalten, der Drehzahlmesser und der Tacho sind mittig und wirklich ausreichend groß angebracht. Der Tacho ist mit, für amerikanische Verhältnisse üblichen MPH (Meilen pro Stunde), aber auch km/h beschriftet (in Kanada gelten km/h wie auch Grad Celsius usw.). Dies macht die Wechsel von kanadischen zu amerikanischen Straßen sehr einfach.
Links vom Drehzahlmesser befindet sich die Tankanzeige, die sich im Laufe unserer Reise als recht zuverlässig heraus gestellt hat. Der Tank schein die üblichen Abmessungen zu haben, die ersten 300 Kilometer bewegt sich die Tankanzeige gar nicht, kurz vor dem Austrocknen des Tankes rast die Tankanzeige förmlich auf „leer“. Es ist dann aber immer noch genug Zeit zum Nachfüllen.
Rechts vom Tacho befindet sich die Anzeige für die Kühlwassertemperatur. Die Anzeige hat sich bei uns jedoch selbst bei 8-Stunden-Fahrten in über 35°C fast nie bewegt und war ausreichend weit vom roten Bereich entfernt.

In der Mittelkonsole befindet sich ganz oben eine bildhafte Darstellung des Autos, in der offnen Türen oder Kofferraumdeckel optisch angezeigt werden. Nicht unpraktisch. Des weiteren sind Anzeigen für "Ölwechsel notwendig" oder "wenig Wischwasser" integriert.

Darunter ist das Autoradio mit CD-Player untergebracht. Im ausgeschalteten Zustand wird die Uhrzeit angezeigt. Bei Radioempfang zeigt sich nur die eingestellte Frequenz (keine Senderkennung), im CD-Betrieb wird die gerade gespielte Track-Nummer angezeigt. Weitere Displayanzeigen fehlen, sind aber einstellbar. Die Bedienknöpfe sind eindeutig beschriftet und auch für Laien absolut verständlich und leicht nachvollziehbar. Das Radio (natürlich auch bei CD-Betrieb) kann sehr komfortabel vom Lenkrad aus bedient werden. Im Lenkrad (höhenverstellbar) sind diverse Bedienknöpfe wie Lautstärke oder Sendersuche (bzw. Wechsel des CD-Titels) untergebracht, somit entfällt nach kurzer Eingewöhnungszeit die gefährliche Knopfsuche am Radio bei der Fahrt. Sehr praktisch ist auch die automatische Radio/CD-Abschaltung. Zieht man den Fahrzeugschlüssel ab, so spielt das Radio/CD solange weiter, bis die Fahrertür geöffnet wird. Erst danach schaltet sich das Gerät von selbst aus. Beim erneuten Einstecken des Zündschlüssels schaltet sich alles wieder genauso ein, wie man es verlassen hat. Sogar die CD beginnt wieder genau an der Stelle, an der sie beim Ausschalten gestoppt wurde. Die Leistung des Radios/CD-Players in Kombination mit den 4 eingebauten Boxen reichten absolut aus, um die übliche "Schrei-Konversation" zwischen den Fahrgästen aus zu lösen.

Die Klimaanlage (Bedienleiste unterhalb des Radios) ist sehr Leistungsstark. Selbst wenn das Auto mehrere Stunden in sengender Hitze stand, benötigte sie in der Einstellung 2 (von 4 möglichen) nur wenige Minuten (im Durchschnitt gerade mal 3 min.) um für angenehme Temperaturen zu sorgen. Wenn ich da an die Klimaanlage in meinem Privatauto denke, die braucht erheblich länger... Für den Fahrer und Beifahrer kann getrennt die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Einziges Manko ist die Einstellung für die "Belüftung" der Frontscheibe. Sie kann man nur alleine temperieren, oder in Kombination mit dem Fußraum. Die Kombination Scheibe und Fahrgastraum, wie bei meinem Privatauto, ist nicht vorhanden.

An Ablagemöglichkeiten mangelt es dem Grand Prix in keiner Weise. Überall, selbst unter dem Dach, gibt es offene oder schließbare Fächer. Neben dem Lenkrad gibt es z.B. zwei kleine Fächer für Parkmünzen (obwohl ich in Kanada/USA nirgends Parkuhren gesehen habe...). Wegen des großen Beifahrer-Airbags bietet das Handschuhfach nur begrenzte Staumöglichkeiten, die Türfächer sind dafür von enormer Größe. Die Mittelkonsole bietet ein mittelgroßes aufklappbares Fach, in dem u.a. auch Führungen für CD’s integriert sind. Es lassen sich so 8 CD’s unterbringen. Der Platz reicht aber durchaus aus, einen Fotoapparat oder ähnliches vor neugierigen Augen zu schützen (natürlich nur, wenn nicht gleichzeitig CDs untergebracht sind). Ebenfalls sehr nützlich ist die ausklappbare Halterung für zwei Getränkedosen. Große Becher (z.B. McDo..) konnten wir damit jedoch nur mittels eines kleinen Tricks transportieren. Der Durchmesser der Halterung reicht gerade für einen (Tupper-)Plastikbecher, in dem dann aber sogar große McDo-Becher passten und kippsicher transportiert werden konnten. Weitere nützliche Features: elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel (beide Seiten), Zentralverriegelung, Fernbedienung - auch für den Kofferraum, getönte Frontscheibe, Schminkspiegel in beiden Sonnenblenden, "Durchreiche" von der Rückbank zum Kofferraum, gut einstellbare Kopfstützen Fahrer/Beifahrer, sowie (nicht verstellbare) Kopfstützen hinten.

Motor / Fahreigenschaften
*************************
Über die Fahreigenschaften kann ich nur sagen, komfortabel aber auch sehr sportlich. Der Motor lief sehr ruhig und konstant. Der 3,8-Liter-V6-Motor mit 200 Pferdchen bei 5200 U/min war erstaunlich durchzugsstark. Vielleicht liegt das daran, dass wir einen gerade mal 50 km alten Wagen bekommen haben, und keine Touris den Wagen "eingefahren" haben. Selbst bei vollbeladenem Wagen konnte der Grand Prix an der Steigung gut mithalten. Die Beschleunigung von 0 auf 100 habe ich nicht gemessen, hat mich aber für ein amerikanisches Auto echt überrascht. Auch die Beschleunigung von 100 auf 160 km/h (ja, soviel kann man in Kanada ab und zu auch mal fahren, wenn auch teilweise Strafzettelgefährdet) kann mit europäischen Autos durchaus mithalten. Für alle, die noch nie ein amerikanisches Auto gefahren haben, die sind normalerweise echt lahm für deutsche Verhältnisse, viele PS aber keine Beschleunigung. Natürlich hatte unser Grand Prix ein Automatikgetriebe. Damit lassen sich die weiten Entfernungen in Kanada und USA recht bequemer zurücklegen. Der Tempomat (eng. cruise control) arbeitet sehr zuverlässig, nach kurzem Beschleunigung z.B. beim Überholen erreicht er die vorher eingestellte Geschwindigkeit recht schnell und recht genau wieder. Nach unserer Fahrleistung von knapp über 5.000 km lag der Verbrauch mit 8,2 Liter pro 100 km für amerikanische Verhältnisse recht niedrig. (Es gibt in USA/Kanada immer noch Pick Up’s mit über 20Liter/100km Verbrauch, dafür ist der Sprit dort deutlich billiger als bei uns.....)

Die Federung war für deutsche Verhältnisse zu weich, dieses Problem hat man aber bei den meisten amerikanischen Autos. Die Amerikaner lieben dies wohl, ich nicht.

Kofferraum
**********
Besonders für Mietwagen und längere Reisen ist die Größe des Kofferraumes enorm wichtig. Wenn dieser nicht ausreicht, muss Gepäck im Fahrgastraum untergebracht werden. Und das ist dann immer sichtbar und lädt zur "Selbstbedienung" ein... Der Kofferraum des Grand Prix hatte enorme Dimensionen und war für zwei Personen absolut ausreichend. Wir konnten zwei große Hartschalenkoffer hintereinander unterbringen und hatten links und rechts davon noch wirklich genug Stauraum für weitere Taschen. Nur die Höhe des Stauraumes würde bei einem deutschen Einkauf Probleme bereiten. Eine Colakiste könnte man von der Höhe her nur im vorderen Bereich des Kofferraumes unterbringen. Nebeneinader würde man dann aber immer noch 3 Kisten unterbringen.

Fazit
*****
Also, für unsere Bedürfnisse während unserer Reise war der Grand Prix absolut ausreichend, wir haben uns darin sehr wohlgefühlt. Als Mietwagen kann ich ihn absolut empfehlen, für den deutschen Alltag müsste der Kofferraum etwas tiefer sein. Auch müsste die Federung etwas härter eingestellt werden. Ach ja, der Preis für den Grand Prix mit Grundausstattung (für deutsche Verhältnisse sehr üppig) liegt in den USA bei ungefähr 24.000 US $.


Danke fürs lesen, und:
Falls irgend etwas bei meinem ersten Auto-Bericht noch nicht so gut war, einfach einen Kommentar hinterlassen, und ich kümmere mich darum.


================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================

2003 Grand Am GT - Der kleine Bruder des Grand Prix GT, aber so klein ist er gar nicht........

Wieder überlegte ich, wie viel Erfahrung man braucht, um hier einen Testbericht über ein Auto zu schreiben. Muss es einem gehören, oder reichen die Erfahrungen mit einem Mietwagen? Da wir aber in unserem diesjährigem Kanada Urlaub in 25 Tagen lockere 6800 km zurück gelegt haben, denke ich, ich kann ein Urteil über den 2003 Pontiac Grand Am GT abgeben.

Wir mieteten den Pontiac Grand Am GT (Baujahr 2003, Anfangskilometerstand 14 km) in Vancouver, und hatten schon Erfahrungen mit dem Pontiac Grand Am, so dass wir über die Größe und die Ausstattung unseres Wagens nicht all zu sehr überrascht waren.

Wie sieht er aus
****************
Äußerlich wirkt der Pontiac Grand Am GT wie ein richtiger Sportwagen. Die Frontansicht besticht vor allem durch seinen sehr ausladenden Spoiler mit integrierten (Tages-) Lichtern, sowie den langgezogenen Scheinwerfern. Am Heck fällt zunächst die sehr wuchtige "Stoßstange" sowie die beiden, für europäische Verhältnisse überdimensionalen, Auspuffrohe auf. Abgerundet wird der sportliche Anblick durch den sehr verspielten (aerodynamischen) Heckspoiler auf dem Kofferraumdeckel. Passend dazu war der Grand Am mit 5-speichigen 16" Alufelgen und Reifen der Größe P225/50R16 bestückt.

Innenausstattung
****************
Unser Flitzer war ein Viertürer, durch die weit öffnenden Türen sowie das riesige Raumangebot im Frontbereich gestaltet sich das Einsteigen sehr komfortabel. In die Sitze (Lederimitat oder echt, dafür bin ich zu doof für, kann ich nicht auseinanderhalten) fällt man förmlich rein. Extrem gemütlich, und fast alles mittels Schalter und Minimotor einstellbar. Beim Fahrersitz ist sogar die Einstellung der Sitzposition vor/zurück mittels eines Motors stufenlos einstellbar, der Beifahrer muss dafür noch einen Hebel ziehen, und hat nur wenige Einstellmöglichkeiten (Rastpunkte).

Die Innerausstattung ist in schwarzem Kunststoff gehalten und wirklich sehr gut verarbeitet. Die Instrumente sind alle in einem gut erkennbaren Rot gehalten, der Drehzahlmesser und der Tacho sind mittig und wirklich ausreichend groß angebracht. Der Tacho ist mit, für amerikanische Verhältnisse üblichen MPH (Meilen pro Stunde), aber auch km/h beschriftet (in Kanada gelten km/h wie auch Grad Celsius usw.). Dies macht die Wechsel von kanadischen zu amerikanischen Straßen sehr einfach.
Neben dem Drehzahlmesser befindet sich die Tankanzeige, die sich im Laufe unserer Reise als recht zuverlässig heraus gestellt hat. Der Tank schein die üblichen Abmessungen zu haben, die ersten 300 Kilometer bewegt sich die Tankanzeige gar nicht, kurz vor dem Austrocknen des Tankes rast die Tankanzeige förmlich auf „leer“. Es ist dann aber immer noch genug Zeit zum Nachfüllen.
Links vom Tacho befindet sich die Anzeige für die Kühlwassertemperatur. Die Anzeige hat sich bei uns jedoch selbst bei 8-Stunden-Fahrten in über 35°C fast nie bewegt und war ausreichend weit vom roten Bereich entfernt.

In der Mittelkonsole ist ein Autoradio mit CD-Player untergebracht. Im ausgeschalteten Zustand wird die Uhrzeit angezeigt. Bei Radioempfang zeigt sich nur die eingestellte Frequenz (keine Senderkennung), im CD-Betrieb wird die gerade gespielte Track-Nummer angezeigt. Weitere Displayanzeigen fehlen, sind aber einstellbar. Die Bedienknöpfe sind eindeutig beschriftet und auch für Laien absolut verständlich und leicht nachvollziehbar. Leider fehlt beim Grand Am die sehr praktische Lenkrad-Bedienung für das Radio wie beim Grand Prix, somit muss während der Fahrt alles am Autoradio direkt bedient werden. Sehr praktisch ist die automatische Radio/CD-Abschaltung. Zieht man den Fahrzeugschlüssel ab, so spielt das Radio/CD solange weiter, bis die Fahrertür geöffnet wird. Erst danach schaltet sich das Gerät von selbst aus. Beim erneuten Einstecken des Zündschlüssels schaltet sich alles wieder genauso ein, wie man es verlassen hat. Sogar die CD beginnt wieder genau an der Stelle, an der sie beim Ausschalten gestoppt wurde. Die Leistung des Radios/CD-Players in Kombination mit den 4 eingebauten Boxen reichten absolut aus, um die übliche "Schrei-Konversation" zwischen den Fahrgästen aus zu lösen.

Die Klimaanlage (Bedienleiste unterhalb des Radios) ist sehr Leistungsstark. Selbst wenn das Auto mehrere Stunden in sengender Hitze stand, benötigte sie in der Einstellung 2 (von 4 möglichen) nur wenige Minuten (im Durchschnitt gerade mal 3 min.) um für angenehme Temperaturen zu sorgen. Wenn ich da an die Klimaanlage in meinem Privatauto denke, die braucht erheblich länger... Einziges Manko ist die Einstellung für die "Belüftung" der Frontscheibe. Sie kann man nur alleine temperieren, oder in Kombination mit dem Fußraum. Die Kombination Scheibe und Fahrgastraum, wie bei meinem Privatauto, ist nicht vorhanden.

An Ablagemöglichkeiten mangelt es dem Grand Am in keiner Weise. Überall gibt es offene oder schließbare Fächer. Neben dem Lenkrad gibt es z.B. kleine Fächer für Parkmünzen. Wegen des großen Beifahrer-Airbags bietet das Handschuhfach nur begrenzte Staumöglichkeiten. Auch die Türfächer sind nicht so gross wie beim Grand Prix, aber gerade noch ausreichend. Die Mittelkonsole bietet ein mittelgroßes aufklappbares Fach, in dem u.a. auch Führungen für CD’s integriert sind. Es lassen sich so 8 CD’s unterbringen. Der Platz reicht aber durchaus aus, einen Fotoapparat oder ähnliches vor neugierigen Augen zu schützen (natürlich nur, wenn nicht gleichzeitig CDs untergebracht sind). Ebenfalls sehr nützlich ist die Halterung für eine Getränkedose. Große Becher (z.B. McDo..) konnten wir damit jedoch nur mittels eines kleinen Tricks transportieren. Der Durchmesser der Halterung reicht gerade für einen (Tupper-)Plastikbecher, in dem dann aber sogar große McDo-Becher passten und kippsicher transportiert werden konnten. Auf der Rückseite der Mittelkonsole lässt sich ein weiteres Fach mit Getränkehalterungen für die Mitfahrer im hinteren Bereich heraus klappen. Weitere nützliche Features: elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel (beide Seiten), Zentralverriegelung (leider hubt der Grand Am dabei, was zumindest bei nächtlichen Ankünften bei Hotels/Motels recht lästig sein kann), Fernbedienung - auch für den Kofferraum, Schminkspiegel in beiden Sonnenblenden, "Durchreiche" von der Rückbank zum Kofferraum, gut einstellbare Kopfstützen Fahrer/Beifahrer, sowie (nicht verstellbare) Kopfstützen hinten.

Motor / Fahreigenschaften
*************************
Über die Fahreigenschaften kann ich nur sagen, komfortabel aber auch sehr sportlich. Der Motor lief sehr ruhig und konstant. Der 3,4-Liter-V6-Motor mit 175 Pferdchen bei 4000 U/min war erstaunlich durchzugsstark. Vielleicht liegt das daran, dass wir einen gerade mal 14 km alten Wagen bekommen haben, und keine Touris den Wagen "eingefahren" haben. Selbst bei vollbeladenem Wagen konnte der Grand Am an der Steigung gut mithalten. Die Beschleunigung von 0 auf 100 habe ich nicht gemessen, hat mich aber für ein amerikanisches Auto echt überrascht. Auch die Beschleunigung von 100 auf 160 km/h (ja, soviel kann man in Kanada ab und zu auch mal fahren, wenn auch teilweise Strafzettelgefährdet) kann mit europäischen Autos durchaus mithalten. Für alle, die noch nie ein amerikanisches Auto gefahren haben, die sind normalerweise echt lahm für deutsche Verhältnisse, viele PS aber keine Beschleunigung. Natürlich hatte unser Grand Am ein Automatikgetriebe. Damit lassen sich die weiten Entfernungen in Kanada und USA recht bequemer zurücklegen. Der Tempomat (eng. cruise control) arbeitet sehr zuverlässig, nach kurzem Beschleunigung z.B. beim Überholen erreicht er die vorher eingestellte Geschwindigkeit recht schnell und recht genau wieder. Nach unserer Fahrleistung von knapp über 6.800 km lag der Verbrauch mit 8,5 Liter pro 100 km für amerikanische Verhältnisse recht niedrig. (Es gibt in USA/Kanada immer noch Pick Up’s mit über 20Liter/100km Verbrauch, dafür ist der Sprit dort deutlich billiger als bei uns.....)

Die Federung war für deutsche Verhältnisse zu weich, dieses Problem hat man aber bei den meisten amerikanischen Autos. Die Amerikaner lieben dies wohl, ich nicht.

Kofferraum
**********
Besonders für Mietwagen und längere Reisen ist die Größe des Kofferraumes enorm wichtig. Wenn dieser nicht ausreicht, muss Gepäck im Fahrgastraum untergebracht werden. Und das ist dann immer sichtbar und lädt zur "Selbstbedienung" ein... Der Kofferraum des Grand Am hatte enorme Dimensionen (etwas kleiner als der Grand Prix) und war für zwei Personen absolut ausreichend. Wir konnten zwei große Hartschalenkoffer übereinander unterbringen und hatten links und rechts davon noch wirklich genug Stauraum für weitere Taschen

Fazit
*****
Also, für unsere Bedürfnisse während unserer Reise war der 2003 Grand Am absolut ausreichend, wir haben uns darin sehr wohlgefühlt. Als Mietwagen kann ich ihn absolut empfehlen, für den deutschen Alltag müsste der Kofferraum etwas größer sein. Auch müsste die Federung etwas härter eingestellt werden. Ach ja, der Preis für den 2003 Grand Am mit Grundausstattung (für deutsche Verhältnisse sehr üppig) liegt in den USA bei ungefähr 23.240 US $.


Danke fürs lesen

190 Bewertungen, 1 Kommentar

  • frankensteins

    27.07.2007, 20:59 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    der würde mir auch gefallen lg