Potsdam Testbericht

Potsdam
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Erfahrungsbericht von Grittilein

ein rundum gelungener Abend

Pro:

sehr viel zu erleben, für jeden etwas dabei

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In diesem Jahr fand die Potsdamer Schlössernacht bereits zum 5. Mal statt und ich war zum ersten Mal dabei. Da mir Freunde immer davon vorgeschwärmt hatten, habe ich es mir nicht nehmen lassen, die Schlössernacht einmal persönlich zu besuchen. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung am 16. August statt und ich kann nur jedem empfehlen, diese Veranstaltung selbst einmal zu besuchen. In ganz Deutschland ist diese Veranstaltung einzigartig, denn wo kann man die Schlösser aus der Zeit Friedrich II. so gut beleuchtet sehen. In diesem Jahr konnte man übrigens sogar die Bildergalerie vom alten Fritz sehen. Hier waren u.a. Werke von Rembrandt, Rubens und van Dyck zu sehen.


Wann findet die Potsdamer Schlössernacht statt?
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Die Potsdamer Schlössernacht findet immer am 3. Augustwochenende statt und im Jahre 2004 steht auch schon der Termin fest: der 21. August. Rechtzeitiges Bestellen der Eintrittskarte ist aber Voraussetzung, denn in dem Park Sanssouci werden immer nur 32.000 Eintrittskarten verkauft. Dies finde ich eigentlich ganz ok, denn sonst würde der Park einfach viel zu voll werden und man käme gar nicht so richtig voran.


Der Eintrittspreis
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Für diese Veranstaltung habe ich in diesem Jahr 28 Euro bezahlt. In diesem Preis sind im übrigen alle Eintrittspreise enthalten, die im Park anfallen. An fast jeder Ecke findet hier eine Veranstaltung statt, auf die ich später noch genauer eingehen werde.
Kinder bis 12 Jahren haben bei der Schlössernacht übrigens freien Eintritt. Dies finde ich sehr gut, denn wo können Kinder schon bis 12 Jahren kostenlos in einen Park.


Die Öffnungszeiten
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Die Potsdamer Schlössernacht ist bereits in ganz Deutschland bekannt und selbst Touristen aus dem Schwarzwald kommen fast jedes Jahr nach Potsdam, um diese eindrucksvolle Veranstaltung zu erleben.
Der Park Sanssouci öffnet seine Pforten um 17 Uhr und die ersten Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr. Ende der Veranstaltung ist etwa gegen 2 Uhr und während der Öffnungszeiten gibt es hier wirklich sehr viel zu bewundern. Da gehören zum einen die angestrahlten Schlösser und Springbrunnen, aber auch für Leib und Seele wird hier viel geboten. Der Höhepunkt ist aber um 0:30 Uhr das Feuerwerk über dem neuen Palais, das im Takte der klassischen Musik zu bewundern ist. In diesem Jahr sollte zwar ursprünglich auch ein Zwillingsfeuerwerk stattfinden, aber aufgrund der trockenen Witterung hat man darauf verzichtet. Allein für so ein Feuerwerk benötigt eine 8-köpfige Crew einen ganzen Tag für die Vorbereitung. Die entsprechenden Zündbefehle werden dann über ein Schaltpult weitergegeben, denn sonst wäre so etwas fast nicht möglich.


Die Anreise
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Die Besucher für die Potsdamer Schlössernacht kommen inzwischen schon aus ganz Deutschland. Auch wir sind speziell für die Schlössernacht nach Potsdam gekommen. Aber in Richtung Schlosspark Sanssouci haben wir es vorgezogen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.
Mit dem Auto erreicht man Potsdam am besten über folgende Autobahnen:
- A24 für Reisende aus Richtung Hamburg (über die A10)
- A11 für Reisende aus Richtung Prenzlau
- A12 für Reisende aus Richtung Frankfurt/Oder
- A13 für Reisende aus Richtung Dresden/Cottbus
- A9 für Reisende aus Richtung Leipzig/Hof/München
- A2 für Reisende aus Richtung Hannover/Magdeburg
Aus Richtung Norden stellt man das Auto dann am P+R-Parkplatz Buga-Park ab und fährt mit dem Shuttlebus in Richtung Schloss Sanssouci. Dieser Shuttlebus verkehrt dabei alle 10 Minuten.
Aus Richtung Süden benutzt man am besten den P+R-Parkplatz am Hauptbahnhof. Weiter geht’s dann mit der S-Bahnline 96 bis zur Haltestelle Luisenplatz oder Schloss Charlottenhof.
Aus Richtung Westen stellt man das Auto am besten am P+R-Parkplatz Pirschheide ab und fährt weiter mit der S-Bahnlinie 94 bis zur Haltestelle Kastanienallee oder Luisenplatz.
Am einfachsten ist es aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Potsdam zum Schloss Sanssouci zu fahren. Über die S-Bahnlinien 94 und 96 sowie die Busse 605, 606, 610 und 631 fährt man bis zur Haltestelle Luisenplatz. In den Schlosspark gelangt man hier dann über den Eingang Grünes Gitter.
Man kann aber auch direkt am Schloss Charlottenhof in den Park eintreten. In diesem Fall fährt man mit den S-Bahnlinien 94 und 96 sowie den Bussen 605, 606 und 610 bis zur Haltestelle Schloss Charlottenhof.
Besucher aus Berlin gelangen am besten über den Regionalexpress RE1 oder der S-Bahnlinie S1 bis Potsdam Hauptbahnhof zu fahren und dann mit der S-Bahnlinie 96 bis zu den Haltestellen Schloss Charlottenhof oder Luisenplatz.
Nach dem Feuerwerk verkehren zusätzliche S-Bahnlinien um die Besucher wieder zu den P+R-Parkplätzen oder zum Hauptbahnhof zu bringen.


Die Potsdamer Schlössernacht
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Potsdam hat für Touristen sehr viel zu bieten und man findet hier eigentlich immer wieder etwas Neues, wenn man nach Jahren diese Stadt wieder besucht. Der Schlosspark in Sanssouci ist dabei der Hauptanziehungspunkt der Touristen, denn hier sind die verschiedenen Einflüsse der europäischen Herrscherhäuser am besten zu bewundern. Auch zum 5. Male laden die Veranstalter die Interessierten dazu ein, die Potsdamer Schlössernacht zu besuchen. Auf mehr als 10 verschiedenen Bühnen wurde ein Programm aus Musik, Literatur, Theater, Tanz und Kleinkunst zusammengestellt, das in dieser Art und Weise fast einmalig in Deutschland ist. Bis um 24 Uhr haben die Besucher sogar die Gelegenheit einige der Schlösser zu besichtigen. Der Abschluss dieser Schlössernacht ist wie in jedem Jahr das eindrucksvolle Feuerwerk über dem neuen Palais, das man einfach einmal gesehen haben muß.


Sanitärbereiche
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Zwar wurden an fast jeder Ecke Dixie-Klos oder aber mobile Toiletten aufgestellt, aber teilweise reichten diese nicht aus, um den großen Ansturm gerecht zu werden. Teilweise musste man hier bis zu 15 Minuten warten, bis man sich endlich etwas erleichtern konnte. Aber wenn man WCs etwas Abseits von den Wegen aufsucht, hat man vielleicht die Chance, dass nicht so viel Andrang ist. Insgesamt wurden übrigens an 10 verschiedenen Standorten WCs aufgebaut.


Das Festprogramm
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Auf der diesjährigen Schlössernacht gab es wiederum ein umfangreiches Festprogramm, das ich hier in Auszügen einmal vorstellen möchte.
Interessant war für mich z.B. der Einblick in die Schlossküche von Friedrich dem Großen. Die Besucher konnten hier hinter dem Schloss Sanssouci einmal in die königliche Schlossküche sehen. Alles war sehr gut beleuchtet, so dass man hier sehr viel sehen konnte.
Überall im Park findet der Besucher derweil Stände für Leib und Seele, wo man u.a. Ochs am Spieß, Bratwurst, Steaks, Burgunderbraten, reiches Büfett bekommen kann. Auch Bier, Sekt, alkoholfreie Getränke oder aber diverse Cocktails kann man hier bekommen.
Entlang der vielen beleuchteten Wege konnte man immer wieder einige Künstler bewundern, die einen Einblick in die Gesellschaft am Hofe des 18. Jahrhunderts gaben oder aber die Besucher musikalisch unterhielten.
Am Eingang Obelisk-Portal wurden die Besucher teilweise von Künstlern schon erwartet und es wurden u.a. Szenen aus Dornröschen oder Der Froschkönig nachgespielt.
Auch am Eingang Grünes Gitter wurden die Besucher schon erwartet und die Künstler wiesen die Besucher auf die Hofsitten aufmerksam.
Am Eingang Schloss Sanssouci wurden die Besucher mit bestimmten Szenen aus der Barockzeit empfangen. Tanz und Musik stand hier im Vordergrund und natürlich fehlten auch die Kostüme aus der damaligen Zeit nicht.

An folgenden Standorten fanden dabei Veranstaltungen statt:

- Neues Palais
Das neue Palais ist das größte Bauwerk im Schlosspark Sanssouci und zieht jedes Jahr sehr viele Besucher an. Auch die Innenräume konnte man bei der Schlössernacht besichtigen. Zwei verschieden Ausstellungen standen dabei zur Auswahl: Der herkömmliche Rundgang durch die Festsäle und die Fürstenquartiere sowie die Sonderausstellung \"Kaiserschloß Posen\".
Am neuen Palais haben die Veranstalter in diesem Jahr zwei verschiedene Bühnen aufgebaut. Auf der Parkseite fanden besondere Darbietungen wie z.B. vom Studio für historischen Tanz statt, die die Besucher in den Tanz am Hofe der Jahre 1770 bis 1800 einführten. Die Gruppe \"Die Stelzer\" stellen eine besondere Darbietung vor: \"Die Störche\". Während dieser Aufführung hört man fast nur das bekannte Klappern von Störchen während eine Geschichte der Störche erzählt wird. Die Potsdamer Turmbläser spielen schließlich Werke von Händel, Bach und Verdi.
Die 2. Bühne ist auf der anderen Seite des neuen Palais bei den Kolonnaden aufgebaut. Hier trat auch mein persönliches Highlight der diesjährigen Schlössernacht auf: Joja Wendt. Joja Wendt ist bereits bundesweit ein Begriff, denn er trat schon bei diversen Festivals auf und sagt seinen Besuchern fast bei jedem Stück, dass es sehr schwer zu spielen sei. Joja Wendt zeigte in diesem Jahr unter anderem Werke von Rimsky-Korsakow, Mozart oder aber von dem tschechischen Pianistenpaar Marek und Vacek, deren Stücke er an einem Klavier spielen konnte. Yeomen war ebenfalls ein besonderes Erlebnis, denn sie schafften es bekannte Musikstücke in Accapella besonders gut zu arrangieren.
Der Höhepunkt war schliesslich am Neuen Palais das grosse Feuerwerk, wo die Raketen zu den Takten von „La Resaissance“ (Händel), „Ungarischer Tanz“ (Brahms) und „Unter Donner und Blitz“ (Strauß) in die Luft gingen. Gerade dies war ein besonderes Erlebnis, denn wo sieht man schon einmal klassische Musik zu einem Feuerwerk. Mir hat dieses Feuerwerk jedenfalls sehr gut gefallen, doch war es nach etwa 10 Minuten leider auch schon zu Ende.


- Freundschaftstempel
Der Freundschaftstempel liegt direkt vor dem Neuen Palais. Gewidmet hat Friedrich der Grosse den Freundschaftstempel seiner älteren Schwester Wilhelmine von Bayreuth, mit der er ein besonders inniges Verhältnis hatte.
Zu bewundern sind am Freundschaftstempel u.a. Katrin Aebischer, die Auszüge aus den Memoiren von Wilhelmine verliest. Irina Kolpakova spielt auf der Violine besondere Stücke von Johann Sebastian Bach. Thomas Enzenberger spielt schließlich auf der Flöte Werke von Johann Sebastian Bach, Friedrich dem Grossen sowie Carl Philipp Emmanuel Bach. Die Dauer dieser Inszenierungen waren jeweils 30 Minuten.

- Schloss Charlottenhof
Da dieses Schloss relativ klein ist, werden die Innenräume leider nicht geöffnet. Der Besucheransturm dürfte bei der Schlössernacht wohl einfach zu groß sein. Dafür können die Besucher aber die Pergolen, Terrassen und Gärten des Schloss Charlottenhof bewundern.
Zu bewundern sind hier u.a ein lyrisches Programm von Gunter Bergmann, der auf die Persönlichkeiten Goethe und Hölderlin eingeht. Das Schlössernacht-Trio spielte Werke von Ibert und Tomasi mit Oboe, Fagott und Klarinette. Maria Schüler von der Hochschule für Musik spielt schließlich barocke Flötenmusik von Telemann, Bach, und Quantz. Alle drei Interpreten lösen sich jeweils ab und stellen ihr Programm abwechselnd für jeweils 30 Minuten vor.

- Bildergalerie
Direkt rechts neben den Weinbergterrassen hat Friedrich der Grosse ein Gebäude speziell für seine Gemälde bauen lassen. Die Bildergalerie wird recht selten der Öffentlichkeit gezeigt und bei der Schlössernacht hat man die einmalige Gelegenheit verschiedene Werke von Rubens, Rembrandt und Van Dyck zu bewundern. Vor allem aber bei der Beleuchtung erstrahlen die Kunstwerke in einem besonderen Licht.
Vor der Bildergalerie wurde eine Bühne aufgebaut, auf der u.a. das berühmte Tanz-Ensemble Folies de danse mehrere Auftritte hatte. Diese Gruppe entführt die Besucher in das Rokoko und den Barock und der Höhepunkt ist sicherlich die originalen venezianischen Karnevalsmasken.
Die Tanzemonie Gruppe Alter Tanz zeigt schließlich eine barocke Tanzszene mit dem Titel \"Die Pferdchen\".
Beide Tanz-Ensembles traten bei der Schlössernacht mehrfach für eine Dauer von etwa 15 Minuten auf.

- Schloss Sanssouci
Das Schloss Sanssouci war das Privatschloss Friedrich des Großen. Leider konnte man dieses Schloss bei der Schlössernacht nicht besichtigen, aber von außen konnte man immerhin in die Schlossküche und in erleuchtete Räume hereinsehen.
Vor dem Voltaire-Zimmer und der Bibliothek lesen Schauspieler Briefwechsel zwischen Friedrich dem Großen und Voltaire vor. Zu hören waren hier u.a Komplimente aber auch Anekdoten aus der damaligen Zeit. Die Lesungen hatten jeweils eine Dauer von 30 Minuten und werden auch mehrfach wiederholt.
Im Ehrenhof von Schloß Sanssouci spielte zudem Dörte Sehrer von der Hochschule für Musik auf der Soloklarinette. Zu hören waren hier Werke von Bach und Stanitz.
Ein besonderes Klangerlebnis bekommen die Besucher, wenn sie vom grünen Gitter in Richtung Weinbergterrassen gelangen. Durch eine Vielzahl von Schallquellen hat man fast den Eindruck, als wenn der Weinberg musiziert.
Das Barockensemble Concerto Brandenburg spielte schließlich von Johann Sebastian Bach die Ouvertüre Nr. 2 h-Moll für Streicher und Flöte. Dieses Ensemble hat sich auf das Spielen historischer Musikinstrumente spezialisiert.

- Historische Mühle
Die Historische Mühle im Schlosspark Sanssouci gibt es noch nicht so lange, denn diese Mühle wurde erst nach dem Tod Friedrich des Großen errichtet. Vorher stand hier eine Bockwindmühle aus dem Jahre 1739.
Bei der Schlössernacht war bei der Historischen Mühle verschiedene Jazzmusiker zu bewundern. Zu sehen waren \"The toughest Tenors\", \"Swinging Strings feat. Romani Weiss\" sowie \"Arnold Hänsch Jazzband\". Diese drei Highlights waren jeweils für etwa 90 Minuten zu bewundern. Der Höhepunkt sollte hier eine Jamsession nach dem Feuerwerk sein, die bis um 2 Uhr die Besucher unterhielt.

- Neue Kammern
Direkt links vom Schloss Sanssouci befinden sich die Neuen Kammern, das als Gästezimmer für Besucher Friedrichs des Grossen benutzt wurde. Das Duo Lissajous stellt verschiedene Epochen der Kammermusik vor.

- Orangerie
In diesem Jahr wurde wieder der Raffael-Saal geöffnet, wo viele Kopien des Künstlers zu bewundern waren. Die Orangerie diente nicht nur dazu, empfindliche Gewächse heranzuzüchten, sondern war auch Unterkunft besonders berühmter Persönlichkeiten wie der russische Zar, der persische Schah oder verschiedene Könige.
Zu hören waren bei der Orangerie besonders italienische Klänge aus Opern von Händel. Aber auch das Berliner Barock-Sextett ist hier zu bewundern, die das \"Flötenquartette\" von Wolfgang Amadeus Mozart, die \"Flötensuite\" aus der \"Wassermusik\" von Georg Friedrich Händel zum Besten gaben.

- Paradiesgarten
Der Paradiesgarten stammt aus dem Jahr 1841. Der Paradiesgarten zeigt das Zusammenspiel von Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die Besucher können hier mit Laternen ein bezauberndes Zusammenspiel dieser vier Elemente bewundern.
Die Prinzen-Suite präsentiert dabei die Geschichte vom \"kleinen Prinzen\" von Antoine de Saint-Exupéry. Diese Geschichte ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sehr beliebt.
Interessant dürften aber auch die Grenzgänger sein, die gerade Sieger im Bundeswettbewerb \"Jugend musiziert\" wurden.

- Botanik-Tor
Das diesjährige Motto der Schlössernacht \"Potsdam und Europa\" wird hier am Botanik-Tor besonders zelebriert, denn junge Künstler spielen hier europäische Musik.
Die Gruppe Rumpelstil stellt das Programm \"In der Badewanne sitzt ein Prinz\" vor und dies ist eine Unterhaltung sowohl für Groß und Klein. Es ist eine Kombination aus Swing- und Rockmusik und gehörte meiner Meinung nach mit zu den Highlights in diesem Jahr.

- Hippodrom
Das Hippodrom befindet sich direkt zwischen Schloss Charlottenhof und Fasanerie. Das Hippodrom ist dabei sehr gut angelegt, aber leider war ich hier erst, als es schon recht dunkel war. Aber um den kompletten Hippodrom richtig zu bewundern, sollte man bei tageslicht es noch einmal besuchen. Das Trio Consortium Artis spielt dabei Werke von Gabrieli, Sammartini, Leclair, Corelli und Bach.

- Römische Bäder
Die römischen Bäder konnten in diesem Jahr leider nicht geöffnet werden, aber es gibt hier trotzdem sehr viel zu sehen. Da ist zum einen ein historischer Gartenweg, der erst in diesem Jahr wiederhergestellt wurde. Zu bewundern sind hier Daniela Kavalari, einer Sopranistin, die Arien von Puccini und Rossine vorstellt, sowie Oskar Nowakowski, der Werke auf der Gitarre aus dem Barock, der klassischen Zeit sowie der Romantik vorträgt.

- Sizilianischer Garten
Friedrich Wilhelm der Vierte hatte eine besondere Vorliebe für Italien. Um seine grosse Liebe auch in Potsdam ständig um sich zu haben, beauftragte er einen Gartenkünstler einen sizilianischen Garten mit Lorbeeren, Oleandern und Pomeranzen zu erschaffen. Das Ergebnis kann man heute noch im Sizilianischen Garten bewundern.
Im Sizilianischen Garten fand eine Lesung mit Claus Stahnke statt, bei der er den Sizilianischen Garten und die Gewächse einmal näher vorstellt.

- Oranierrondell
Direkt vor der Bildergalerie befindet sich das Oranierrondell. Dieses Rondell hat seinen Namen bekommen, weil hier im Sommer immer Orangenbäumchen wuchsen, den Symbolpflanzen der Oranier. Das Potsdam Duo stellt hier ihr aktuelles Programm vor und stellt Musik von Friedrich dem Grossen, Stravinsky, Chopin und Mozart zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert vor.

- Weindorf
Im Weindorf konnte man sehr gut verweilen, denn neben einigen Kulinarischen Köstlichkeiten unterhielt hier der Pianist Andreas Meyer-Klement. Er stellte hier besondere Stücke aus Jazz, Blues, Rock und Pop vor. Aber auch klassische Melodien hat er hier vorgestellt und die Mischung aus den verschiedensten Stilrichtungen haben mir sehr gut gefallen.

- Botanischer Garten
Auch der botanische Garten öffnete bei der diesjährigen Schlössernacht seine Tore. Hier wurden 4 einstündige Führungen durch die Gewächshäuser angeboten.


Was mir gefallen hat
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Die Schlössernacht war ein ganz besonderes Erlebnis und ich werde bestimmt noch einmal wiederkommen. Es ist sehr einzigartig, den Park mal abends zu besuchen, wo alle Schlösser sehr gut ausgeleuchtet werden. Auch den Kunsthandwerkermarkt fand ich sehr gut gelungen. Die Auswahl der musikalischen Gäste empfand ich als eine sehr gute Mischung und für jeden Besucher dürfte etwas dabei gewesen sein.
Gut fand ich übrigens auch, dass man aus Denkmalschutzgründen nicht unbegrenzt viele Besucher in den Park Sanssouci lässt. Maximal 32.000 Besucher werden hereingelassen und Karten an der Abendkassen sind aufgrund des Vorverkaufs nicht zu bekommen. Mit etwas Glück findet man aber am Eingang einige Restkarten, die andere Besucher hier noch anbieten, weil sie zuviel gekauft hatten oder weil einer der Freunde plötzlich krank geworden ist.
Sehr gut fand ich übrigens auch, dass an den Getränkeständen nur hochwertige Gläser ausgegeben werden, auf denen Pfand erhoben wird. So wird sichergestellt, dass der Müllberg nicht allzu groß wird. Aber die Mülltonnen waren zu später Stunde trotzdem reichlich überfüllt.
Ich fand auch die zahlreichen Möglichkeiten für Essen und Trinken sehr gut aufeinander abgestimmt und für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Selbst ein großes Büfett habe ich hier gesehen, wo ich aber nicht zugegriffen habe. Deshalb weiß ich leider auch nicht den Preis für dieses Büfett.


Was mir nicht gefallen hat
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Etwas nachteilig fand ich beispielsweise, dass an einigen Getränkeständen bereits kurz nach dem Feuerwerk die Getränke schon ausgingen oder eine Zutat für einen Cocktail nicht mehr vorrätig war.
Auch die Toiletten waren meist sehr überfüllt, obwohl an vielen Standorten mobile Toiletten aufgestellt wurden. Ich finde es auch in Ordnung, dass hier auch ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben wurde, denn nur deswegen ist es auch möglich, dass die Toiletten auch während der gesamten Schlössernacht auch sauber gehalten werden.
Preislich waren die Getränke teilweise doch recht hoch, denn z.B. Cocktails waren für stolze 5 bis 7 Euro zu bekommen. Ich finde dies teilweise doch recht teuer.



Meine Meinung
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Die Potsdamer Schlössernacht war auch im Jahre 2003 ein großes Highlight. Wer einmal die Gelegenheit hat, die Schlössernacht in Potsdam zu besuchen, sollte auf jeden Fall einmal vorbeischauen. Ich bin nur durch Potsdamer Freunde darauf aufmerksam geworden, die dieses Fest fast jedes Jahr besuchen.
Zwar bekommen Kinder unter 12 Jahren freien Eintritt, aber interessant dürfte die Potsdamer Schlössernacht für Kinder nicht unbedingt sein. Spätestens um 22 Uhr dürften viele Kinder so langsam müde werden, denn im Schlosspark Sanssouci sind recht lange Wege zurückzulegen und eine Strecke von 10 km an diesem Abend ist keine Seltenheit. Deshalb sollte man auch gut eingelaufenes Schuhwerk mitnehmen.
Das Feuerwerk war das große Highlight des Abends und mir hat es sehr gut gefallen, wie die Feuerwerkraketen so zeitgenau zur eingespielten Musik von Händels \"Feuerwerksmusik\" oder Johann Strauß\' \"Unter Donner und Blitz\".
Insgesamt gebe ich der Veranstaltung in Potsdam sehr gute Noten und das Gesamtkonzept hat mir sehr gut gefallen. Es gibt hier in den 8 Stunden, wo der Park geöffnet wurde, sehr viel zu sehen und zu bewundern. Ich werde in den nächsten Jahren bestimmt Potsdam wieder besuchen, um zu sehen, was sich in der Zwischenzeit in dieser Stadt wieder getan hat.

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