Powerslave (1984) - Iron Maiden Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von EvilSD

Eddie goes on and on...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo lieber Leser,

schau ich so in mein CD-Regal, so nehmen die englischen Heavy Metal Urgesteine von Iron Maiden eine absolute Ausnahmestellung in der Anzahl von Alben und Singles ein. Dies hat mich nun veranlasst selbige samt und sonders der Community nahe zu bringen. Viel Spaß damit:



Interpret: Iron Maiden
Album: Powerslave



Trackliste:
1) Aces High
2) 2 Minutes to Midnight
3) Losfer Words (Big ’Orra)
4) Flash of the Blade
5) The Duellists
6) Back in the Village
7) Powerslave
8) Rime of the Ancient Mariner




Zur Band:

Es steht wohl außer Frage, dass Iron Maiden die Könige des Heavy Metal sind. Keine andere Band des Genres schaffte es zu solch einer Generationen-übergreifenden Fangemeinde und solchem Ruhm wie die Eiserne Jungfrau (der Name stammt von einem mittelalterlichen Folterinstrument). Seit Ende der 70er bangt sich die Band unter Songwritter, Bassist und Mastermind Steve Harris durch jugendliche Zimmer, Konzerthallen und Festivals. Seit bestehen schmückt auch das Bandmaskottchen „Horror-Eddie“ sämtliche der unzähligen Alben, Singles und Videos.






Zu den Songs:
(Mit der üblichen Wertung auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 das Allerletzte ist und 5 ein guter Durchschnitt)


1) Aces High
9 Punkte

Ein Jahr vergangen, also wieder Zeit für ein neues Maiden Album, diesmal unter dem Namen „Powerslave“. Und mit dem Opener „Aces High“ gelingt gleich der erste Schlag gegen das Hörorgan des ambitionierten Hörers. In besten Iron Maiden Stil legen sich die fünf Engländer gleich mächtig ins Zeug. Einfach ein klasse Song, welcher gerade live gespielt unheimlich toll kommt!


2) 2 Minutes to Midnight
9 Punkte

Rockig geht’s mit „2 Minutes to Midnight“ weiter, wobei der Song in sich sehr heterogen ist. „Normal-rockig“ in den Strophen, einem Mid-Tempo Übergang und ein dafür um so kräftiger Refrain, welcher geradezu zum Mitsingen einlädt – was auch diesen Song zu einem fantastischen Live-Song macht. Am besten wird der Song als er nach einem längeren Zwischenspiel wieder furios schneller wird und insbesondere die Gitarristen ihr volles Können auffahren.


3) Losfer Words (Big ’Orra)
8 Punkte

„Losfer Words“ leidet wohl in erster Linie unter „lost of words“ – ist nämlich ein Instrumental ;-). Ich persönlich tue mir bei solchen Songs oft ein Bisschen schwerer als wenn der Song einen Gesang hätte, an welchem man sich orientieren und festhalten kann. Und doch muss die tolle Arbeit an allen vier Instrumenten mit 8 Punkten belohnt werden – einfach ein wirklich gelungener Sound.


4) Flash of the Blade
8 Punkte

Trotz bisweilen hoher Komplexität innerhalb des Songs dürfte er wohl zu den (für den Non-Metal Hörer) eingängigsten Machwerken von Iron Maiden überhaupt gehören. Vom Aufbau her mögen böse Zungen den ein oder andern kommerziellen Tonverlauf unterstellen, doch in Gitarrenlicks und mehrstimmigen Refrain-Gesang sind eindeutige Wegbereiter des zu dieser Zeit (1984) langsam aufkommenden Genre des Powermetal. Diese Faktoren zusammen bilden ein interessantes und durchaus hörenswertes Gesamtwerk.


5) The Duellists
7 Punkte

Man nehme den vorhergehenden Song „Flash of the Blade“, belasse den Powermetal-Anteil wie gehabt, mache aber den Songverlauf insgesamt noch ein Wenig kommerzieller und man erhält „The Duellists“. Keine Frage, der Song gefällt mir schon recht gut (insbesondere das Solo finde ich schlicht, aber unheimlich stark), doch mehr als 7 Punkte sind beim besten Willen nicht drin.


6) Back in the Village
8 Punkte

Allein schon mit dem Intro lassen Iron Maiden wieder mal alte Zeiten aufleben – man fühlt sich doch sehr stark an frühe Rock Einflüsse wie AC/DC erinnert. In Strophen und Refrain kommt aber auch eine gehörige Portion typischer Iron Maiden Sound hinzu. Diese Mischung ist eine sehr frische, schnelle und durchweg überzeugende Kombination der beiden genannten Richtungen. Abzüge gibt’s einzig und allein für das Solo, welches da schon wieder zu typisch für Iron Maiden ist, „hat man alles irgendwie schon mal in anderen Maiden Songs gehört“.


7) Powerslave
9 Punkte

Der kraftvollste und mächtigste Song des gleichnamigen Albums. Das Tempo wird zugunsten von Tiefe und Flair massiv zurückgenommen. Ein Sound, welcher von Ohr ohne Umschweife direkt in die Beine geht und einen im Takt wippenden Fuß zurücklässt. Am besten an „Powerslave“ gefällt mir der musikalische Übergang der Strophen zum Refrain, bei welchem eine gehörige Portion Mystik mitschwingt. Zu Recht der Namensgebende Song des Albums.


8) Rime of the Ancient Mariner
9 Punkte

Ein sehr langer und durchdachter Song, dessen komplexe Struktur ihm ohne Frage einen absolut epochalen Charakter gibt. Von der Genialität her hätte der Song locker 11 der 10 möglichen Punkte verdient, doch ist die breite Masse der Fans i.d.R. wohl eher durch die 10-minütige Länge etwas abgeschreckt, da sich dies selbstverständlich auf die Hörbarkeit auswirkt. „Rime of the Ancient Mariner“ ist damit ein Song zum Zuhören, der den Zeit- und Konzentrationsaufwand aber durchaus belohnt.




Lieblingssong / Anspieltip:
· Aces High
· 2 Minutes to Midnight
· Powerslave




Gesamteindruck des Albums:
Ein neues Jahr, ein neues Maiden Album! Unter diesem Vorzeichen der Regelmäßigkeit ist der Sound auf „Powerslave“ auf keinen Fall ein Gebetsmühlen artiges Wiederholen des altbewährten Iron Maiden Stils, sondern seine konsequente Weiterentwicklung. Ebenso konsequent bewegen sich eigentlich sämtliche Songs des Albums auf einem musikalisch hohen Niveau. Es gibt daher weder solch überwältigende Ausnahmesongs wie „Number of The Beast“, noch einen wirklich schlechten Song der mir überhaupt nicht gefallen hätte. Alles in allem eines der gelungensten Iron Maiden Alben!



Discographie (soweit bekannt):
· Iron Maiden
· Killers
· Maiden Japan
· The Number Of The Beast
· Piece Of Mind
· Powerslave
· Live After Death
· Somewhere In Time
· Seventh Son Of A Seventh Son
· No Prayer For The Dying
· Fear Of The Dark
· A Real Live One
· A Real Dead One
· Live At Donnington ‘92
· The X Factor
· Best Of The Beast
· Virtual XI
· Brave New World
· Rock In Rio / Live
· Edward The Great – The Greatest Hits






Line-Up (soweit bekannt):
· Bruce Dickinson: Gesang
· Dave Murray: Gitarre
· Arian Smith: Gitarre
· Steve Harris: Bass
· Nicko McBrain: Schlagzeug



Bereits gepostete „Eddie-Mania“ Berichte:
· Iron Maiden
· Killers
· Piece Of Mind

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