Prag Testbericht




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Summe aller Bewertungen
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Erfahrungsbericht von maertens
Prager Burg- das Highlight in Prag
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Gern erinnere ich mich an die Zeit zurück, als ich noch an der deutsch-tschechischen Grenze gewohnt habe. Gemeinhin nimmt man ja an, damit „Am Rand“ oder gar „am A der Welt“ zu wohnen, aber das habe ich damals fast nie so empfunden. Ein wesentlicher Vorteil lag nicht nur an der landschaftlichen Schönheit, sondern auch am kurzen Weg nach Prag. In 90 Minuten war man dort, ohne viel Stress. Und so war ich relativ oft in dieser wunderschönen Metropole an der Moldau. Vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn die Stadt noch nicht so überlaufen ist, sollte man eine Reise dorthin machen.
Die Dominante der Stadt bildet die Prager Burg, oder auch Hradschin genannt. Sie thront förmlich über der Stadt, auf einem Hügel auf der Kleinseite (Mala Strana) Besonders eindrucksvoll sieht das ganze aus, wenn man aus Richtung Karlsbrücke hinübersieht. Nachts angestrahlt ist das schon eine Augenweide.
Die Prager Burg ist heute Sitz des tschechischen Staatspräsidenten, welcher derzeit Vaclav Havel ist. Früher war sie Residenz der böhmischen Könige, dementsprechend reich ist die Architektur, welche man als Besucher erfahren kann. Außerdem beherbergt die Burg einige der kostbarsten böhmischen Kunstwerke.
Ich empfehle, die Burg per pedes zu ersteigen, denn mit jedem Meter, den man die Burgstiege nach oben kommt, erhält man neue Blicke auf die Burg und auf die Stadt, die einem irgendwann zu Füßen liegt.
Bevor man die Burg durch ein Eisernes Tor betritt, muss man erst einmal an Uniformierten vorbei, die hier Wache halten. Sie sind eine Touristenattraktion, vor allem auf die Wachablösung (12:00 Uhr) wartet meist eine Horde fotografierwütiger Japaner auf dieses alberne Schauspiel.
Hat man diese erste Hürde passiert gelangt man in den ersten Burghof, welcher früher einmal den Burggrabe beherbergte. Von dort gelangt man durch das Mathiastor logischerweise in den zweiten Burghof. Hier plätschert ein barocker Springbrunnen, und man erblickt die Heilige-Kreuz-Kapelle. Strebt man nun dem dritten Burghof zu wird man bei Durchtreten des Durchganges fast erschlagen vom Anblick.
Veitsdom
Denn hier steht der gigantische himmelstrebende Veitsdom, welcher eigentlich St.-Veits-Kathedrale heißt. 1344 wurde mit dem Bau begonnen, welchen Karl IV in Auftrag gab. Fast 500 Jahre dauerte die Bautätigkeit! Der Veitsdom ist die Grabstelle der böhmischen Könige. Wer in die Krypta will, gelangt über die Heiligkreuzkapelle hinein. In ihr findet man die Gräber von Karl IV, Vaclav IV oder auch Rudolf II. Der Veitsdom selber besticht durch sein hohes, sich nach hinten verjüngendes Langhaus mit seinen prächtigen Netzrippengewölbe. Außerdem sehenswert sind die reichen Buntglasfenster, der Altar und die mittelalterliche Bildhauerkunst. Früher gelange man durch die berühmte Goldene Pforte aus dem Dom. Heute ist diese gesperrt, ihr gegenüber liegt die nächste Sehenswürdigkeit, der alte Königspalast im romanische Stil.
Königspalast
Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und war bis zum 16. Jahrhundert Sitz der böhmischen Könige. Besonders sehenswert ist hier der mittelalterliche Wladislav-Saal, welcher als Sitzungssaal, aber auch als Turniersaal und Markhalle diente. Er ist über 62 Meter lang, ein riesiges Ausmaß für die damalige Zeit. Über die „Reitertreppe“ konnte Ross und Reiter den Saal erreichen. An der Stirnseite des Saales kann man über eine Treppe zur Allerheiligenkapelle gelangen. Ebenfalls sehenswert die Alte Staatskanzlei, wo der Prager Fenstersturz stattfand, welcher den 30jährigenn Krieg einleitete.
Im Dritten Burghof steht auch ein 16 Meter hoher Monolith, welcher an die Opfer des 1. Weltkrieges erinnert. Ein weiteres Highlight des dritten Burghofes ist die
St.-Georgs-Basilika
Sie stammt aus dem Jahre 915 und ist ein eindrucksvoller romanischer Bau. Allerdings wurde ihre Fassade im 17. Jahrhundert barock „verschönert“ . Neben der Basilika befindet sich das St.-Georgs-Kloster, ein ehemaliges Benediktinerinnen-Kloster, welches heute Teile der Nationalgalerie enthält.
Goldenes Gässchen
Ein pittoreskes Gebäudeensemble ist das Goldene Gässchen, welches eigentlich eine Zeile winziger Häuser aus dem 16. Jahrhundert darstellt. Hier waren früher Burgwachen und Handwerker untergebracht. Heute werden hier Souvenirs zu horrenden Preisen an den Touristen gebracht.
Burggallerie
Unbedingt anschauen sollte man sich die Burggallerie, welche bedeutende Werke von Rubens, Tizian, Tintoretto und Veronese beherbergt. Aber Achtung, montags geschlossen!
Es gibt noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten, welche ich allerdings nur aufzählen möchte: Die Wenzelskapelle, der Weisse Turm, der Schwarze Turm, das königliche Oratorium, die Georgsgasse, die St.-Ludmilla-Kapelle, den Lobkowitz-Palast...
Preise:
In der Regel liegen die Eintrittspreise in die Museen Prags zwischen 30 und 50 Kronen, was in etwa 0,90 bis 1,35 € entspricht. Auf der Burg liegen sie darüber, mit ca. 120 bis 290 Kronen (3,60 bis 8,75 €) muss man rechnen. Der Eintritt in die Burg selber ist frei, ebenso in den Veitsdom, bis auf den hinteren Gebäudeteil.
Öffnungszeiten:
Die Museen der Burg sind in der Regel täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, einige haben jedoch montags geschlossen.
Fazit:
Hier kann man getroste einen ganzen Tag verbringen. Dem Touristen wird viel geboten, wenn dafür auch in Relation gesalzene Preise verlangt werden, die für Westeuropäer aber immer noch erschwinglich sind. Man kann aber auch viel falsch machen.
Man sollte nicht unbedingt mit leerem Magen beginnen, das Angebot an Restaurants und Kiosken ist klein, überfüllt und teuer. Regel: Gehe dorthin, wo die Prager sitzen, und lass Dir keine Touristenspeisekarte andrehen. Auf der sind die Preise ein Mehrfaches höher als auf den tschechischen Karten. Gegebenenfalls Restaurant wieder verlassen.
In der Hauptsaison sollte man recht zeitig mit dem Rundgang beginnen, da die Burghöfe schnell überlaufen sind. Dann vergeht einem bei dem Gedrängel alles.
Für mich ist die Prager Burg eine Sehenswürdigkeit allererster Güte.
Die Dominante der Stadt bildet die Prager Burg, oder auch Hradschin genannt. Sie thront förmlich über der Stadt, auf einem Hügel auf der Kleinseite (Mala Strana) Besonders eindrucksvoll sieht das ganze aus, wenn man aus Richtung Karlsbrücke hinübersieht. Nachts angestrahlt ist das schon eine Augenweide.
Die Prager Burg ist heute Sitz des tschechischen Staatspräsidenten, welcher derzeit Vaclav Havel ist. Früher war sie Residenz der böhmischen Könige, dementsprechend reich ist die Architektur, welche man als Besucher erfahren kann. Außerdem beherbergt die Burg einige der kostbarsten böhmischen Kunstwerke.
Ich empfehle, die Burg per pedes zu ersteigen, denn mit jedem Meter, den man die Burgstiege nach oben kommt, erhält man neue Blicke auf die Burg und auf die Stadt, die einem irgendwann zu Füßen liegt.
Bevor man die Burg durch ein Eisernes Tor betritt, muss man erst einmal an Uniformierten vorbei, die hier Wache halten. Sie sind eine Touristenattraktion, vor allem auf die Wachablösung (12:00 Uhr) wartet meist eine Horde fotografierwütiger Japaner auf dieses alberne Schauspiel.
Hat man diese erste Hürde passiert gelangt man in den ersten Burghof, welcher früher einmal den Burggrabe beherbergte. Von dort gelangt man durch das Mathiastor logischerweise in den zweiten Burghof. Hier plätschert ein barocker Springbrunnen, und man erblickt die Heilige-Kreuz-Kapelle. Strebt man nun dem dritten Burghof zu wird man bei Durchtreten des Durchganges fast erschlagen vom Anblick.
Veitsdom
Denn hier steht der gigantische himmelstrebende Veitsdom, welcher eigentlich St.-Veits-Kathedrale heißt. 1344 wurde mit dem Bau begonnen, welchen Karl IV in Auftrag gab. Fast 500 Jahre dauerte die Bautätigkeit! Der Veitsdom ist die Grabstelle der böhmischen Könige. Wer in die Krypta will, gelangt über die Heiligkreuzkapelle hinein. In ihr findet man die Gräber von Karl IV, Vaclav IV oder auch Rudolf II. Der Veitsdom selber besticht durch sein hohes, sich nach hinten verjüngendes Langhaus mit seinen prächtigen Netzrippengewölbe. Außerdem sehenswert sind die reichen Buntglasfenster, der Altar und die mittelalterliche Bildhauerkunst. Früher gelange man durch die berühmte Goldene Pforte aus dem Dom. Heute ist diese gesperrt, ihr gegenüber liegt die nächste Sehenswürdigkeit, der alte Königspalast im romanische Stil.
Königspalast
Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und war bis zum 16. Jahrhundert Sitz der böhmischen Könige. Besonders sehenswert ist hier der mittelalterliche Wladislav-Saal, welcher als Sitzungssaal, aber auch als Turniersaal und Markhalle diente. Er ist über 62 Meter lang, ein riesiges Ausmaß für die damalige Zeit. Über die „Reitertreppe“ konnte Ross und Reiter den Saal erreichen. An der Stirnseite des Saales kann man über eine Treppe zur Allerheiligenkapelle gelangen. Ebenfalls sehenswert die Alte Staatskanzlei, wo der Prager Fenstersturz stattfand, welcher den 30jährigenn Krieg einleitete.
Im Dritten Burghof steht auch ein 16 Meter hoher Monolith, welcher an die Opfer des 1. Weltkrieges erinnert. Ein weiteres Highlight des dritten Burghofes ist die
St.-Georgs-Basilika
Sie stammt aus dem Jahre 915 und ist ein eindrucksvoller romanischer Bau. Allerdings wurde ihre Fassade im 17. Jahrhundert barock „verschönert“ . Neben der Basilika befindet sich das St.-Georgs-Kloster, ein ehemaliges Benediktinerinnen-Kloster, welches heute Teile der Nationalgalerie enthält.
Goldenes Gässchen
Ein pittoreskes Gebäudeensemble ist das Goldene Gässchen, welches eigentlich eine Zeile winziger Häuser aus dem 16. Jahrhundert darstellt. Hier waren früher Burgwachen und Handwerker untergebracht. Heute werden hier Souvenirs zu horrenden Preisen an den Touristen gebracht.
Burggallerie
Unbedingt anschauen sollte man sich die Burggallerie, welche bedeutende Werke von Rubens, Tizian, Tintoretto und Veronese beherbergt. Aber Achtung, montags geschlossen!
Es gibt noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten, welche ich allerdings nur aufzählen möchte: Die Wenzelskapelle, der Weisse Turm, der Schwarze Turm, das königliche Oratorium, die Georgsgasse, die St.-Ludmilla-Kapelle, den Lobkowitz-Palast...
Preise:
In der Regel liegen die Eintrittspreise in die Museen Prags zwischen 30 und 50 Kronen, was in etwa 0,90 bis 1,35 € entspricht. Auf der Burg liegen sie darüber, mit ca. 120 bis 290 Kronen (3,60 bis 8,75 €) muss man rechnen. Der Eintritt in die Burg selber ist frei, ebenso in den Veitsdom, bis auf den hinteren Gebäudeteil.
Öffnungszeiten:
Die Museen der Burg sind in der Regel täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, einige haben jedoch montags geschlossen.
Fazit:
Hier kann man getroste einen ganzen Tag verbringen. Dem Touristen wird viel geboten, wenn dafür auch in Relation gesalzene Preise verlangt werden, die für Westeuropäer aber immer noch erschwinglich sind. Man kann aber auch viel falsch machen.
Man sollte nicht unbedingt mit leerem Magen beginnen, das Angebot an Restaurants und Kiosken ist klein, überfüllt und teuer. Regel: Gehe dorthin, wo die Prager sitzen, und lass Dir keine Touristenspeisekarte andrehen. Auf der sind die Preise ein Mehrfaches höher als auf den tschechischen Karten. Gegebenenfalls Restaurant wieder verlassen.
In der Hauptsaison sollte man recht zeitig mit dem Rundgang beginnen, da die Burghöfe schnell überlaufen sind. Dann vergeht einem bei dem Gedrängel alles.
Für mich ist die Prager Burg eine Sehenswürdigkeit allererster Güte.
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