Attic (Taschenbuch) / Douglas Preston, Lincoln Child Testbericht
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Erfahrungsbericht von GAWOnline1983
+++ Das Leben der Tunnelmenschen +++
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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Allgemeines
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Und einmal mehr möchte ich euch ein Buch von Douglas Preston und Lincoln Child präsentieren. Ich stieß durch Zufall auf das Autorenduo. Eigentlich seltsam, dass ich zuvor noch nie etwas von ihnen gehört hatte, obwohl sie doch schon einige große Erfolge in Deutschland feierten. Aber erst durch einen Kommentar auf der Rückseite von „Missing Link“ des Autors Walt Becker wurde ich auf Preston und Child aufmerksam, da dieser auf ihre Werke verwies. Irgendwie war ich neugierig geworden, auch wenn ich im Nachhinein dieses Gefühl nicht mehr begründen kann. Im Internet schaute ich mich ein bisschen um und entschied mich als erstes für „Formula. Tunnel des Grauens“. Danach war ich absoluter Fan des Duos geworden und kaufte mich nach und nach weitere Romane, unter anderem auch „Relic. Museum der Angst“. „Attic. Grauen aus der Tiefe“ ist schließlich gewissermaßen die Fortsetzung davon. Nachdem ich den Vorgänger verschlungen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht, da schon „Relic. Museum der Angst“ ein eher offenes Ende hatte. Nur dummerweise war die Fortsetzung in keinem der Buchläden, die ich aufsuchte zu bekommen. Doch an meinem Geburtstag kam die Erlösung, denn mein Freund schenkte es mir. Dennoch verstrichen noch einige Tage, bis ich anfing, es zu lesen. Irgendwie zog ich seltsamerweise zwischendurch immer wieder andere Bücher vor. Erst kurz vor und während meinem Krankenhausaufenthalt wegen dem Bänderriss schaffte ich es zu lesen…
Noch relativ frisch bekommt ihr nun meine Eindrücke von dem Roman geschildert. Doch zuvor könnt ihr euch über den Inhalt in unterschiedlicher Länge (für die Ungeduldigen etwas kürzer) informieren, bevor ich euch in dem darauf folgenden Punkt meine Stellungnahme präsentiere. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, hoffe euch gefällt mein Bericht und ich kann euer Interesse an diesem Buch wecken und freue mich auf eure Bewertungen und Kommentare! :)
Wer übrigens „Relic. Museum der Angst“ noch nicht gelesen hat, sollte den kleinen Abschnitt über die Vorgeschichte überspringen, da ich dort auf das Ende des Buches eingehen werde.
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Kurzinhalt
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Mehrere Obdachlose wurden brutal ermordet. Doch die Ermittlungen fokussieren sich im Moment auf etwas anderes. Auf einem Fluss wurden zwei kopflose Skelette geborgen, die angenagt wurden. Die Fälle scheinen irgendwie miteinander zusammenzuhängen, doch erst der FBI-Agent Pendergast kann helfen.
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Vorgeschichte (Relic. Museum der Angst)
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Vor einiger Zeit suchte ein Monster das Museum of Natural History in New York heim. Dem FBI-Agenten Pendergast gelang es erst in letzter Minute, es umzubringen. Doch es hatte schon genug Schaden angerichtet. Wie später herauskam, ließ sich die Kreatur wegen ein paar Pflanzenfasern in dem Museum nieder, die als Verpackungsmaterial für die Exponate einer lang zurückliegenden Expedition dienten. Es war seine Hauptnahrungsquelle und nach der Zerstörung seiner Heimat blieb ihm nichts anderes übrig als den Kisten zu folgen. Doch dann wurden die Kisten weggesperrt und die Kreatur musste sich auf andere Art und Weise ernähren. Der Hypothalamus des Menschen ist den Wirkstoffen der Pflanze nicht ganz unähnlich und so begann die schreckliche Jagd in dem Museum, die mehreren Menschen das Leben kostete. Am Ende wurde die Pflanze zerstört. Das dachte man zumindest…
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Inhalt
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Die geheimnisvolle Pflanze aus „Relic. Museum der Angst“ hat überlebt. Der ehemalige Kurator Greg macht damit seine Experimente und hofft mit dieser neuen Droge auf das große Geld. Doch es sind einige genetische Veränderungen an der Pflanze notwendig, da der darin enthaltene Virus ansonsten Mutationen bei dem Konsumenten hervorrufen würde. Irgendwer ist jedoch mit der Arbeit von Greg nicht einverstanden, denn eines Tages wird seine Leiche aus dem Humboldt Kill gezogen. Sie ist schon skelettiert und der Kopf fehlt, doch letztendlich kann man ihn identifizieren. Aber auch ein weibliches Skelett wird mit ihm aus dem Fluss geborgen, ein Mädchen aus wohlhabender Familie. Bei den Untersuchungen der Skelette entdecken die Ermittelnden auf einmal Bissspuren. Diese Tatsache katapultiert sie zurück zu den Ereignissen vor eineinhalb Jahren. Schließlich wird auch FBI-Agent Pendergast auf den Plan gerufen und die Kuratorin Dr. Margo Green sowie ihr ehemaliger Doktorvater Frock werden konsultiert. Gleichzeitig erschüttern mehrere brutale Morde an Obdachlosen New York.
Doch in dem Untergrund von New York, in dem sich eine eigene Gesellschaft aufbaute, ist es schwer zu ermitteln. Einige, darunter Pendergast und der Polizeibeamte D’Agosta, wagen sich in die Tiefe. Die Obdachlosen, unter ihnen der Anführer Mephisto, sind genauso beunruhigt und wollen, dass die Morde aufhören. Doch irgendetwas hat sich in dem dunklen Tunnelsystem eingenistet, dass scheinbar nicht zu stoppen ist…
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Meine Meinung
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Die Geschichte ist einmal mehr hochspannend geschrieben und zog mich sofort in ihren Bann. Kontinuierlich bauen die beiden Autoren die Spannung auf und lassen zwei von Beginn scheinbar getrennte Handlungsstränge exzellent zusammenlaufen. Ruhepausen gibt es wirklich kaum, da immer wieder irgendetwas geschieht. Nur stellenweise fragte ich mich, was die Aktionen (= Demonstrationen) der Mutter des Ermordeten Mädchen für die Handlung an sich für eine Rolle spielen. Natürlich kommen dabei zum einen Menschen zusammen und man kann auch an eine Behinderung der Ermittlung denken. Doch es war wohl eher etwas zum Ausschmücken, um die Geschichte nicht nur auf der Schiene der Morde laufen zu lassen. Mich störten diese Elemente auch nicht, denn so kam man zwischendurch doch ab und an dazu, Luft zu holen und sich zumindest für kurze Zeit von den schrecklichen Ereignissen zu regenerieren. Leider kam ich zeitweise nur stockend voran, was aber nicht an dem Buch an sich lag, da diese wie auch schon der Vorgänger absolut spannend geschrieben ist, sondern wohl eher an der Operation und den Nachwirkungen der Narkose. So konnte ich teilweise das Buch aber nur stückchenweise lesen, was es natürlich etwas schwieriger machte. Doch so sehr ich auch von dem Buch gefesselt war, mir fehlte damals einfach noch die nötige Kraft, mehrere hundert Seiten am Stück zu lesen.
Erfreulich ist, dass quasi alle Personen aus dem Vorgänger auch hier wieder mitspielen. Besonders auf den FBI-Agenten Pendergast freute ich mich. Natürlich bleibt er auch hier wieder geheimnisvoll und unnahbar, doch irgendetwas zieht mich beim Lesen gerade in seinen Bann. Wie immer sind die Autoren mit ihren Personenbeschreibungen etwas geizig, doch damit muss man leben und es als gegeben hinnehmen. Doch wer schon über Ereignisse im Museum of Natural History gelesen hat, der hat die Personen schon etwas ins Herz geschlossen. Hinzukommen war noch ein paar neue Ermittelnde wie Hayward (die sich im Untergrund auskennt) oder Jack Waxie, aber die Standardbesetzung ist mit Pendergast, Margo Green, Dr. Frock und dem Reporter William „Bill“ Smithback jr. bleibt gleich. Ich habe auch gemerkt, dass mir gerade diese bei der Lektüre zum Beispiel von „Riptide. Mörderische Flut“ fehlten.
Viele von euch werden sich nun sicherlich noch fragen, ob man ohne den Vorgänger überhaupt Spaß an der Lektüre hat. Ich würde ehrlich gesagt antworten, dass dies nur bedingt der Fall sein wird. Oft genug nehmen die Protagonisten Bezug auf die vergangenen Ereignisse und gerade Margo Greens Gefühlswelt wird man wenig nachvollziehen können, wenn man nicht weiß, inwieweit sie in die schrecklichen Vorgänge involviert war und nichts über ihre Begegnung mit der geheimnisvollen Kreatur gelesen hat. Natürlich erzählen die Autoren auch etwas über die Ereignisse von früher, aber ich würde sagen, ganz ausreichend ist es nicht. Zwar macht es neugierig, aber wenn man schon beide Bände lesen will, dann bitte „Relic. Museum der Angst“ als erstes, da Preston und Child in der Fortsetzung sonst zuviel verraten würden.
Wer alles auf Blut und sonstige Gewaltbeschreibungen etwas empfindlich reagiert, sollte von „Attic. Grauen aus der Tiefe“ lieber die Finger lassen. Die Bissspuren oder die fehlenden Köpfe sind nur das eine. Aber spritzendes Blut in der U-Bahn, zerfetzte Körper, all dies ist für eher Zartbesaitete wohl etwas zu viel des Guten. Im Vergleich zu „Ritual. Höhle des Schreckens“ halten sich die Details zwar etwas zurück, aber blutig genug und erschreckend ist es immer noch.
Das Erschreckende an dem Buch ist zudem noch eine gewisse Authentizität. Denn die „Tunnelmenschen“, wie diese Gesellschaft im Untergrund New Yorks genannt wird, existieren wirklich. Diese Tatsache haben sich die Autoren nicht aus den Fingern gesogen. In der Danksagung der beiden wird auf ein Buch verwiesen, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Gern hätte ich es gelesen, denn die Beschreibungen in „Attic. Grauen aus der Tiefe“ faszinierten und schockierten mich zugleich. Es ist eine richtige Gesellschaft, die dort entstanden ist. Selbst Kinder wachsen dort unten auf. Für uns wohl kaum vorstellbar, doch diese Menschen meiden unsere „normale“ Gesellschaft aus vielschichtigen Gründen. Doch ein Blick bei Amazon und später bei Ebay ernüchterten mich: Dieses Werk ist zurzeit in Deutschland leider nicht erhältlich. Doch die zahlreichen Rezensionen sprechen für sich und ich werde auf jeden Fall noch versuchen, es in die Hände zu bekommen. Wen es interessiert: Das Buch heißt „Tunnel-Menschen“ und wurde von Jennifer Toth geschrieben.
Mir hat „Attic. Grauen aus der Tiefe“ jedenfalls hervorragend gefallen und ich kann jedem, der sich nicht an wenigen Fantasy-Elementen stören wird, dieses Buch nur empfehlen. Worauf sich diese Elemente genau beziehen verrate ich allerdings nicht, da sonst ein Teil der Spannung weg wäre. „Attic. Grauen aus der Tiefe“ bietet in jedem Fall ein wunderbares Lesevergnügen und mit dem überraschenden Ende haben die beiden Autoren einmal mehr ihr Können bewiesen. Von mir gibt es jedenfalls fünf Sterne.
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Das Buch
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„Attic. Grauen aus der Tiefe“ erschien in Deutschland erstmals im Jahr 1999, die mir vorliegende Taschenbuchausgabe im Jahr 2004 bei Droemer Knaur. Der Roman umfasst 544 Seiten und ist unter der ISBN 3-426-61823-0 für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Unter dem Originaltitel „Reliquary“ erschien das Buch bereits im Jahr 1997 bei Forge Books in New York. Übersetzt ins Deutsche wurde das Werk von Thomas A. Merk.
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Die Autoren
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Douglas Preston arbeitete mehrere Jahre am Naturhistorischen Museum in New York. Bevor er im Jahr 1994 gemeinsam mit Lincoln Child den Thriller „Relic“ veröffentlichte, schrieb er bereits mehrere Sachbücher. Child arbeitete zuvor als Verlagslektor.
(Quelle: Autoreninfo in „Relic. Museum der Angst“)
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Mehr von Douglas Preston und Lincoln Child
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1. Mount Dragon. Labor des Todes
2. Relic. Museum der Angst
3. Attic. Gefahr aus der Tiefe
4. Riptide. Mörderische Flut
5. Thunderhead. Schlucht des Verderbens
6. Ice Ship. Tödliche Fracht
7. Formula. Tunnel des Grauens
8. Ritual. Höhle des Schreckens
(copyright by Laura Thoma, März 2005)
Allgemeines
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Und einmal mehr möchte ich euch ein Buch von Douglas Preston und Lincoln Child präsentieren. Ich stieß durch Zufall auf das Autorenduo. Eigentlich seltsam, dass ich zuvor noch nie etwas von ihnen gehört hatte, obwohl sie doch schon einige große Erfolge in Deutschland feierten. Aber erst durch einen Kommentar auf der Rückseite von „Missing Link“ des Autors Walt Becker wurde ich auf Preston und Child aufmerksam, da dieser auf ihre Werke verwies. Irgendwie war ich neugierig geworden, auch wenn ich im Nachhinein dieses Gefühl nicht mehr begründen kann. Im Internet schaute ich mich ein bisschen um und entschied mich als erstes für „Formula. Tunnel des Grauens“. Danach war ich absoluter Fan des Duos geworden und kaufte mich nach und nach weitere Romane, unter anderem auch „Relic. Museum der Angst“. „Attic. Grauen aus der Tiefe“ ist schließlich gewissermaßen die Fortsetzung davon. Nachdem ich den Vorgänger verschlungen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht, da schon „Relic. Museum der Angst“ ein eher offenes Ende hatte. Nur dummerweise war die Fortsetzung in keinem der Buchläden, die ich aufsuchte zu bekommen. Doch an meinem Geburtstag kam die Erlösung, denn mein Freund schenkte es mir. Dennoch verstrichen noch einige Tage, bis ich anfing, es zu lesen. Irgendwie zog ich seltsamerweise zwischendurch immer wieder andere Bücher vor. Erst kurz vor und während meinem Krankenhausaufenthalt wegen dem Bänderriss schaffte ich es zu lesen…
Noch relativ frisch bekommt ihr nun meine Eindrücke von dem Roman geschildert. Doch zuvor könnt ihr euch über den Inhalt in unterschiedlicher Länge (für die Ungeduldigen etwas kürzer) informieren, bevor ich euch in dem darauf folgenden Punkt meine Stellungnahme präsentiere. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, hoffe euch gefällt mein Bericht und ich kann euer Interesse an diesem Buch wecken und freue mich auf eure Bewertungen und Kommentare! :)
Wer übrigens „Relic. Museum der Angst“ noch nicht gelesen hat, sollte den kleinen Abschnitt über die Vorgeschichte überspringen, da ich dort auf das Ende des Buches eingehen werde.
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Kurzinhalt
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Mehrere Obdachlose wurden brutal ermordet. Doch die Ermittlungen fokussieren sich im Moment auf etwas anderes. Auf einem Fluss wurden zwei kopflose Skelette geborgen, die angenagt wurden. Die Fälle scheinen irgendwie miteinander zusammenzuhängen, doch erst der FBI-Agent Pendergast kann helfen.
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Vorgeschichte (Relic. Museum der Angst)
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Vor einiger Zeit suchte ein Monster das Museum of Natural History in New York heim. Dem FBI-Agenten Pendergast gelang es erst in letzter Minute, es umzubringen. Doch es hatte schon genug Schaden angerichtet. Wie später herauskam, ließ sich die Kreatur wegen ein paar Pflanzenfasern in dem Museum nieder, die als Verpackungsmaterial für die Exponate einer lang zurückliegenden Expedition dienten. Es war seine Hauptnahrungsquelle und nach der Zerstörung seiner Heimat blieb ihm nichts anderes übrig als den Kisten zu folgen. Doch dann wurden die Kisten weggesperrt und die Kreatur musste sich auf andere Art und Weise ernähren. Der Hypothalamus des Menschen ist den Wirkstoffen der Pflanze nicht ganz unähnlich und so begann die schreckliche Jagd in dem Museum, die mehreren Menschen das Leben kostete. Am Ende wurde die Pflanze zerstört. Das dachte man zumindest…
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Inhalt
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Die geheimnisvolle Pflanze aus „Relic. Museum der Angst“ hat überlebt. Der ehemalige Kurator Greg macht damit seine Experimente und hofft mit dieser neuen Droge auf das große Geld. Doch es sind einige genetische Veränderungen an der Pflanze notwendig, da der darin enthaltene Virus ansonsten Mutationen bei dem Konsumenten hervorrufen würde. Irgendwer ist jedoch mit der Arbeit von Greg nicht einverstanden, denn eines Tages wird seine Leiche aus dem Humboldt Kill gezogen. Sie ist schon skelettiert und der Kopf fehlt, doch letztendlich kann man ihn identifizieren. Aber auch ein weibliches Skelett wird mit ihm aus dem Fluss geborgen, ein Mädchen aus wohlhabender Familie. Bei den Untersuchungen der Skelette entdecken die Ermittelnden auf einmal Bissspuren. Diese Tatsache katapultiert sie zurück zu den Ereignissen vor eineinhalb Jahren. Schließlich wird auch FBI-Agent Pendergast auf den Plan gerufen und die Kuratorin Dr. Margo Green sowie ihr ehemaliger Doktorvater Frock werden konsultiert. Gleichzeitig erschüttern mehrere brutale Morde an Obdachlosen New York.
Doch in dem Untergrund von New York, in dem sich eine eigene Gesellschaft aufbaute, ist es schwer zu ermitteln. Einige, darunter Pendergast und der Polizeibeamte D’Agosta, wagen sich in die Tiefe. Die Obdachlosen, unter ihnen der Anführer Mephisto, sind genauso beunruhigt und wollen, dass die Morde aufhören. Doch irgendetwas hat sich in dem dunklen Tunnelsystem eingenistet, dass scheinbar nicht zu stoppen ist…
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Meine Meinung
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Die Geschichte ist einmal mehr hochspannend geschrieben und zog mich sofort in ihren Bann. Kontinuierlich bauen die beiden Autoren die Spannung auf und lassen zwei von Beginn scheinbar getrennte Handlungsstränge exzellent zusammenlaufen. Ruhepausen gibt es wirklich kaum, da immer wieder irgendetwas geschieht. Nur stellenweise fragte ich mich, was die Aktionen (= Demonstrationen) der Mutter des Ermordeten Mädchen für die Handlung an sich für eine Rolle spielen. Natürlich kommen dabei zum einen Menschen zusammen und man kann auch an eine Behinderung der Ermittlung denken. Doch es war wohl eher etwas zum Ausschmücken, um die Geschichte nicht nur auf der Schiene der Morde laufen zu lassen. Mich störten diese Elemente auch nicht, denn so kam man zwischendurch doch ab und an dazu, Luft zu holen und sich zumindest für kurze Zeit von den schrecklichen Ereignissen zu regenerieren. Leider kam ich zeitweise nur stockend voran, was aber nicht an dem Buch an sich lag, da diese wie auch schon der Vorgänger absolut spannend geschrieben ist, sondern wohl eher an der Operation und den Nachwirkungen der Narkose. So konnte ich teilweise das Buch aber nur stückchenweise lesen, was es natürlich etwas schwieriger machte. Doch so sehr ich auch von dem Buch gefesselt war, mir fehlte damals einfach noch die nötige Kraft, mehrere hundert Seiten am Stück zu lesen.
Erfreulich ist, dass quasi alle Personen aus dem Vorgänger auch hier wieder mitspielen. Besonders auf den FBI-Agenten Pendergast freute ich mich. Natürlich bleibt er auch hier wieder geheimnisvoll und unnahbar, doch irgendetwas zieht mich beim Lesen gerade in seinen Bann. Wie immer sind die Autoren mit ihren Personenbeschreibungen etwas geizig, doch damit muss man leben und es als gegeben hinnehmen. Doch wer schon über Ereignisse im Museum of Natural History gelesen hat, der hat die Personen schon etwas ins Herz geschlossen. Hinzukommen war noch ein paar neue Ermittelnde wie Hayward (die sich im Untergrund auskennt) oder Jack Waxie, aber die Standardbesetzung ist mit Pendergast, Margo Green, Dr. Frock und dem Reporter William „Bill“ Smithback jr. bleibt gleich. Ich habe auch gemerkt, dass mir gerade diese bei der Lektüre zum Beispiel von „Riptide. Mörderische Flut“ fehlten.
Viele von euch werden sich nun sicherlich noch fragen, ob man ohne den Vorgänger überhaupt Spaß an der Lektüre hat. Ich würde ehrlich gesagt antworten, dass dies nur bedingt der Fall sein wird. Oft genug nehmen die Protagonisten Bezug auf die vergangenen Ereignisse und gerade Margo Greens Gefühlswelt wird man wenig nachvollziehen können, wenn man nicht weiß, inwieweit sie in die schrecklichen Vorgänge involviert war und nichts über ihre Begegnung mit der geheimnisvollen Kreatur gelesen hat. Natürlich erzählen die Autoren auch etwas über die Ereignisse von früher, aber ich würde sagen, ganz ausreichend ist es nicht. Zwar macht es neugierig, aber wenn man schon beide Bände lesen will, dann bitte „Relic. Museum der Angst“ als erstes, da Preston und Child in der Fortsetzung sonst zuviel verraten würden.
Wer alles auf Blut und sonstige Gewaltbeschreibungen etwas empfindlich reagiert, sollte von „Attic. Grauen aus der Tiefe“ lieber die Finger lassen. Die Bissspuren oder die fehlenden Köpfe sind nur das eine. Aber spritzendes Blut in der U-Bahn, zerfetzte Körper, all dies ist für eher Zartbesaitete wohl etwas zu viel des Guten. Im Vergleich zu „Ritual. Höhle des Schreckens“ halten sich die Details zwar etwas zurück, aber blutig genug und erschreckend ist es immer noch.
Das Erschreckende an dem Buch ist zudem noch eine gewisse Authentizität. Denn die „Tunnelmenschen“, wie diese Gesellschaft im Untergrund New Yorks genannt wird, existieren wirklich. Diese Tatsache haben sich die Autoren nicht aus den Fingern gesogen. In der Danksagung der beiden wird auf ein Buch verwiesen, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Gern hätte ich es gelesen, denn die Beschreibungen in „Attic. Grauen aus der Tiefe“ faszinierten und schockierten mich zugleich. Es ist eine richtige Gesellschaft, die dort entstanden ist. Selbst Kinder wachsen dort unten auf. Für uns wohl kaum vorstellbar, doch diese Menschen meiden unsere „normale“ Gesellschaft aus vielschichtigen Gründen. Doch ein Blick bei Amazon und später bei Ebay ernüchterten mich: Dieses Werk ist zurzeit in Deutschland leider nicht erhältlich. Doch die zahlreichen Rezensionen sprechen für sich und ich werde auf jeden Fall noch versuchen, es in die Hände zu bekommen. Wen es interessiert: Das Buch heißt „Tunnel-Menschen“ und wurde von Jennifer Toth geschrieben.
Mir hat „Attic. Grauen aus der Tiefe“ jedenfalls hervorragend gefallen und ich kann jedem, der sich nicht an wenigen Fantasy-Elementen stören wird, dieses Buch nur empfehlen. Worauf sich diese Elemente genau beziehen verrate ich allerdings nicht, da sonst ein Teil der Spannung weg wäre. „Attic. Grauen aus der Tiefe“ bietet in jedem Fall ein wunderbares Lesevergnügen und mit dem überraschenden Ende haben die beiden Autoren einmal mehr ihr Können bewiesen. Von mir gibt es jedenfalls fünf Sterne.
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Das Buch
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„Attic. Grauen aus der Tiefe“ erschien in Deutschland erstmals im Jahr 1999, die mir vorliegende Taschenbuchausgabe im Jahr 2004 bei Droemer Knaur. Der Roman umfasst 544 Seiten und ist unter der ISBN 3-426-61823-0 für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Unter dem Originaltitel „Reliquary“ erschien das Buch bereits im Jahr 1997 bei Forge Books in New York. Übersetzt ins Deutsche wurde das Werk von Thomas A. Merk.
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Die Autoren
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Douglas Preston arbeitete mehrere Jahre am Naturhistorischen Museum in New York. Bevor er im Jahr 1994 gemeinsam mit Lincoln Child den Thriller „Relic“ veröffentlichte, schrieb er bereits mehrere Sachbücher. Child arbeitete zuvor als Verlagslektor.
(Quelle: Autoreninfo in „Relic. Museum der Angst“)
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Mehr von Douglas Preston und Lincoln Child
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1. Mount Dragon. Labor des Todes
2. Relic. Museum der Angst
3. Attic. Gefahr aus der Tiefe
4. Riptide. Mörderische Flut
5. Thunderhead. Schlucht des Verderbens
6. Ice Ship. Tödliche Fracht
7. Formula. Tunnel des Grauens
8. Ritual. Höhle des Schreckens
(copyright by Laura Thoma, März 2005)
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