Das Relikt. Museum der Angst (Taschenbuch) / Douglas Preston, Lincoln Child Testbericht
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Erfahrungsbericht von GAWOnline1983
+++ Wer wütet im Museum of Natural History? +++
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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Allgemeines
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Nachdem ich von Walt Becker „Missing Link“ las, wurde ich auf das Autorenduo Douglas Preston und Lincoln Child aufmerksam. Ihr fragt euch nun vielleicht in welchem Zusammenhang das stehen soll. Es ist eigentlich ganz einfach. Auf der Buchrückseite von „Missing Link“ war ein Kommentar abgedruckt, der sich auch auf die beiden amerikanischen Autoren bezog. Zuvor hörte ich noch nie etwas von ihnen. Irgendwie wurde ich aber auf einmal neugierig – näher kann ich mein Gefühl leider auch nicht begründen. Ich schaute mich etwas im Internet um und es war auf einmal ein absolutes Muss, etwas von den beiden zu lesen. Nur welches der vielen? Ich entschloss mich zunächst erst einmal für „Formula. Tunnel des Grauens“, das gerade im Taschenbuchformat erschien. Nur kam der Entschluss am Fastnachtsdienstag auf, an dem alle Geschäfte geschlossen waren. Zumindest fast alle. In der Bahnhofsbuchhandlung in Darmstadt wurde ich dann fündig. Ich war am Ende der Lektüre angelangt, als ich schon wieder Nachschub wollte. Meine anderen Bücher interessierten mich quasi gar nicht mehr, ich wollte nur noch etwas anderes von Preston und Child lesen. Diesmal rückte die Veröffentlichung „Relic. Museum der Angst“ in das Zentrum meines Interesse. Während ich am Bahnhof in Mainz auf meinen Freund wartete, stahl ich mich einmal kurz in die Buchhandlung und ließ einmal mehr mein Geld dort. Samstags schließlich war er am Lernen für bevorstehende Klausuren und ich immer noch gehandicapt mit meinem Gips. Lernen fiel quasi also für mich flach. Wobei ich gestehen muss, dass mir das eigentlich auch gar nicht so ungelegen kam. An diesem einem Tag beendete ich das Buch auch schon wieder und nun gibt es relativ frisch dazu meinen Bericht…
Bevor ich euch meine Meinung präsentieren werde, müsst ihr euch erst einmal mit einer kurzen und einer etwas längeren Version des Inhalts begnügen. Ich hoffe jedenfalls, dass euch mein Bericht gefällt. Ich freue mich im Übrigen immer sehr über Rückmeldungen von Lesern, die das Buch bereits kennen – teilt mir doch einfach mit, ob es euch gefallen hat. Vielen lieben Dank dafür im Voraus – ebenso für das Lesen überhaupt und auch für das Bewerten und Kommentieren!
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Kurzinhalt
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Die brutal zugerichteten Leichen von zwei Jungen werden am Museum of Natural History in New York gefunden. Wenige Tage später soll eine wichtige Ausstellung eröffnet werden, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. FBI-Agent Pendergast schaltet sich in die Entwicklung ein.
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Inhalt
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Vor acht Jahren kehrten Forscher von ihrer Expedition nicht zurück. Alle kamen auf verschiedene Weise ums Leben. Die Fundstücke ihrer Expedition, darunter auch eine kleine Holzfigur, werden nach einiger Zeit an das Museum of Natural History geschickt. Diese Figur soll in wenigen Tagen der Mittelpunkt einer Ausstellung werden, die die Öffentlichkeit in ihren Bann ziehen soll. Doch schon scheint es fraglich, ob die Eröffnung wie geplant stattfinden kann. Wenige Tage zuvor durchstreifen zwei kleine Jungen ohne ihre Eltern das Museum. Der ältere der beiden Brüder begibt sich in das Kellergewölbe des Museums. Eine Zeitlang kann sein kleiner Bruder noch widerstehen, doch dann wird er unruhig und er überwindet sogar seine Angst vor der Dunkelheit. Er steigt seinem Bruder nach. Wenig später werden ihre brutal zugerichteten Leichen gefunden.
Die ermittelnden Beamten stehen vor einem Rätsel. Wer oder was ist für den Tod der beiden Jungen verantwortlich? Bei Erkundungsgängen in den Gewölben kommen werden auch zwei der Suchhunde brutal niedergemetzelt. Schließlich schaltet sich FBI-Agent Pendergast in die Ermittlungen ein. Er beobachtete schon einmal solch eine Mordserie. Seine Erfahrungen könnten also gegebenenfalls mehreren Menschen das Leben retten. Er rät der Museumsleitung eindringlich zur Verschiebung der Ausstellungseröffnung, doch diese beharrt auf ihrem Willen. Den Ermittelnden rennt nun langsam die Zeit davon, da das Datum immer näher rückt. Pendergast wird auch das Gefühl nicht los, dass die Leitenden des Museums ihm wichtige Details verschweigen. Kurz bevor die beiden Jungen ermordet wurden, wurden die Kisten mit den Fundstücken der oben genannten Expedition in einen gesicherten Raum gebracht. Erst danach begannen die brutalen Übergriffe. Welcher Zusammenhang ist zwischen den beiden Ereignissen zu sehen und was weiß die obere Abteilung des Museums?
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Meine Meinung
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Einmal begonnen und nicht mehr gestoppt – bis auf gaaaanz kurze Pausen. Mich konnte niemand und nichts von dieser Lektüre abbringen. In gewisser Weise fesselte mich der Roman noch mehr als „Formula. Tunnel des Grauens“ und von diesem konnte ich quasi schon nicht ablassen. Zu Beginn fragt man sich, was genau es mit der Beschreibung der Expedition im Jahr 1986 und den darauf folgenden Ereignissen 1987 auf sich hat. Ich möchte auf diesen Punkt nicht wirklich ausführlich eingehen, da diese Geschehnisse elementarer Bestandteil der späteren Auflösung um die brutalen Morde sind. Als Preston und Child über das New York 1994 berichten, packt den Leser spätestens an dieser Stelle die Spannung. Die Schilderungen beginnen mit den beiden Jungen, die kurze Zeit später ermordet aufgefunden werden. Von da an wollte ich unbedingt wissen, was in dem Museum wütet. Die Gerüchte über eine unheimliche Kreatur im Kellergewölbe des Gebäudes, die unter den Angestellten schon lange Zeit die Runde machen, werden als Hirngespinste abgetan. Sie weckten aber vor allem meine Neugier und ich wollte der Sache auf den Grund gehen. Sollte ein Mensch oder ein Tier hinter den Morden stecken? Fragen über Fragen, die sich erst im Laufe der Lektüre klären. Die Spannung wird kontinuierlich bis zu einem grandiosen Finale aufgeheizt.
Nunmehr weiß man im Übrigen auch, dass mit „Attic. Gefahr aus der Tiefe“ eine Fortsetzung des vorgestellten Romans veröffentlicht wurde. Schon das Ende von „Relic. Museum der Angst“ deutet darauf hin. Am vergangenen Freitag habe ich dieses Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und schwanke nunmehr zwischen diesem und dem neusten Werk „Ritual. Höhle des Schreckens“. Warten wir es ab, welches der beiden den Vorzug bekommt.
Neben der ganzen spannungsgeladenen Geschichte darf man allerdings nicht auf tiefschürfende Personenbeschreibungen hoffen. Man erfährt in dem Erstlingswerk zwar ein klein wenig über Pendergasts Vergangenheit, doch letztendlich bleibt er der geheimnisvolle FBI-Agent, der aus heiterem Himmel auftaucht und wieder verschwindet. Normalerweise lege ich auf etwas genauere Beschreibungen der auftauchenden Personen Wert, doch auch hier störte es mich nicht wirklich. Die Handlung des Romans überwiegt einfach viel zu sehr, als dass noch Zeit wäre, sich ausführlich mit den einzelnen Romanfiguren auseinanderzusetzen. Auch Frock, einer der Forscher am Museum, sowie seine Doktorandin Margo Green bleiben im Vergleich zu anderen Romanen eher blass. Es ist eher die Hülle der Personen, die Preston und Child für ihre Werke brauchen. Sie müssen dabei nicht aus Fleisch und Blut wirken, da die Geschichte ihr übriges tut. Details würden diese meines Erachtens auch einfach zu sehr bremsen.
Eher zartbesaiteten Personen würde ich von der Lektüre abraten, da die Details über die Morde schon sehr ausführlich dargelegt werden. Auch ich wusste manchmal schlucken, wenn es um sehr tiefe Fleischwunden, aufgerissene Schädeldecken und Bisswunden im Gehirn ging. Wer damit also Probleme haben könnte, sollte diese Stellen entweder überfliegen oder das Buch erst gar nicht zur Hand nehmen. Hier und in anderen Teilen des Romans treten zudem wissenschaftliche Aspekte dazu, die aber keineswegs nervtötend sind, sondern eher noch die Spannung anheizen. Sei es nun die DNS-Untersuchung von Spuren an den Leichen oder die Obduktionen an sich oder einfach Beschreibungen der Expedition oder Ausstellungsstücken – so wird der Roman etwas anspruchsvoller und kann nicht von vorneherein als leichte Kost abgetan werden. Lincoln Preston und Douglas Child schaffen damit einen interessanten Balanceakt zwischen einem sehr rasanten Thriller und wissenschaftlichen Beschreibungen, ohne dass diese langweilig wirken und die spannende Handlung ausbremsen würden.
Eine kleine Anmerkung am Rande. Wer nun nicht so gerne liest, kann sich auch gerne die Verfilmung des Romans mit Penelope Ann Miller und Tom Sizemore sowie weiteren Schauspielern zu Gemüte führen. Ich habe den Film nun nicht gesehen und kann daher die Qualität und die Stärke der Orientierung an dem Thriller nicht beurteilen.
Kurzum sei gesagt, dass mir „Relic. Museum der Angst“ ausnahmslos gut gefallen hat und ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das Autorenduo fesselte mich mit ihrem Erstlingswerk einfach ungemein, so dass es keine Frage ist, dass ich noch weitere Bücher von ihnen lesen werde. Ich kann euch „Relic. Museum der Angst“ jedenfalls nur empfehlen und vergebe an dieses Buch fünf Sterne.
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Das Buch
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„Relic. Museum der Angst“ erschien in Deutschland erstmals im Jahr 1995, die mir vorliegende Taschenbuchausgabe 2004 ei Droemer Knaur. Der Thriller umfasst 559 Seiten und ist unter der ISBN 3-426-60358-6 für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Unter dem Originaltitel „Relic“ erschien das Buch bereits im Jahr 1994 bei St. Martin’s Press in New York. Übersetzt ins Deutsche wurde das Werk von Thomas A. Merk.
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Die Autoren
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Douglas Preston arbeitete mehrere Jahre am Naturhistorischen Museum in New York. Bevor er im Jahr 1994 gemeinsam mit Lincoln Child den Thriller „Relic“ veröffentlichte, schrieb er bereits mehrere Sachbücher. Child arbeitete zuvor als Verlagslektor.
(Quelle: Autoreninfo in „Relic. Museum der Angst“)
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Mehr von Douglas Preston und Lincoln Child
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1. Mount Dragon. Labor des Todes
2. Relic. Museum der Angst
3. Attic. Gefahr aus der Tiefe
4. Riptide. Mörderische Flut
5. Thunderhead. Schlucht des Verderbens
6. Ice Ship. Tödliche Fracht
7. Formula. Tunnel des Grauens
8. Ritual. Höhle des Schreckens
(copyright by Laura Thoma, Februar 2005)
Allgemeines
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Nachdem ich von Walt Becker „Missing Link“ las, wurde ich auf das Autorenduo Douglas Preston und Lincoln Child aufmerksam. Ihr fragt euch nun vielleicht in welchem Zusammenhang das stehen soll. Es ist eigentlich ganz einfach. Auf der Buchrückseite von „Missing Link“ war ein Kommentar abgedruckt, der sich auch auf die beiden amerikanischen Autoren bezog. Zuvor hörte ich noch nie etwas von ihnen. Irgendwie wurde ich aber auf einmal neugierig – näher kann ich mein Gefühl leider auch nicht begründen. Ich schaute mich etwas im Internet um und es war auf einmal ein absolutes Muss, etwas von den beiden zu lesen. Nur welches der vielen? Ich entschloss mich zunächst erst einmal für „Formula. Tunnel des Grauens“, das gerade im Taschenbuchformat erschien. Nur kam der Entschluss am Fastnachtsdienstag auf, an dem alle Geschäfte geschlossen waren. Zumindest fast alle. In der Bahnhofsbuchhandlung in Darmstadt wurde ich dann fündig. Ich war am Ende der Lektüre angelangt, als ich schon wieder Nachschub wollte. Meine anderen Bücher interessierten mich quasi gar nicht mehr, ich wollte nur noch etwas anderes von Preston und Child lesen. Diesmal rückte die Veröffentlichung „Relic. Museum der Angst“ in das Zentrum meines Interesse. Während ich am Bahnhof in Mainz auf meinen Freund wartete, stahl ich mich einmal kurz in die Buchhandlung und ließ einmal mehr mein Geld dort. Samstags schließlich war er am Lernen für bevorstehende Klausuren und ich immer noch gehandicapt mit meinem Gips. Lernen fiel quasi also für mich flach. Wobei ich gestehen muss, dass mir das eigentlich auch gar nicht so ungelegen kam. An diesem einem Tag beendete ich das Buch auch schon wieder und nun gibt es relativ frisch dazu meinen Bericht…
Bevor ich euch meine Meinung präsentieren werde, müsst ihr euch erst einmal mit einer kurzen und einer etwas längeren Version des Inhalts begnügen. Ich hoffe jedenfalls, dass euch mein Bericht gefällt. Ich freue mich im Übrigen immer sehr über Rückmeldungen von Lesern, die das Buch bereits kennen – teilt mir doch einfach mit, ob es euch gefallen hat. Vielen lieben Dank dafür im Voraus – ebenso für das Lesen überhaupt und auch für das Bewerten und Kommentieren!
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Kurzinhalt
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Die brutal zugerichteten Leichen von zwei Jungen werden am Museum of Natural History in New York gefunden. Wenige Tage später soll eine wichtige Ausstellung eröffnet werden, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. FBI-Agent Pendergast schaltet sich in die Entwicklung ein.
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Inhalt
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Vor acht Jahren kehrten Forscher von ihrer Expedition nicht zurück. Alle kamen auf verschiedene Weise ums Leben. Die Fundstücke ihrer Expedition, darunter auch eine kleine Holzfigur, werden nach einiger Zeit an das Museum of Natural History geschickt. Diese Figur soll in wenigen Tagen der Mittelpunkt einer Ausstellung werden, die die Öffentlichkeit in ihren Bann ziehen soll. Doch schon scheint es fraglich, ob die Eröffnung wie geplant stattfinden kann. Wenige Tage zuvor durchstreifen zwei kleine Jungen ohne ihre Eltern das Museum. Der ältere der beiden Brüder begibt sich in das Kellergewölbe des Museums. Eine Zeitlang kann sein kleiner Bruder noch widerstehen, doch dann wird er unruhig und er überwindet sogar seine Angst vor der Dunkelheit. Er steigt seinem Bruder nach. Wenig später werden ihre brutal zugerichteten Leichen gefunden.
Die ermittelnden Beamten stehen vor einem Rätsel. Wer oder was ist für den Tod der beiden Jungen verantwortlich? Bei Erkundungsgängen in den Gewölben kommen werden auch zwei der Suchhunde brutal niedergemetzelt. Schließlich schaltet sich FBI-Agent Pendergast in die Ermittlungen ein. Er beobachtete schon einmal solch eine Mordserie. Seine Erfahrungen könnten also gegebenenfalls mehreren Menschen das Leben retten. Er rät der Museumsleitung eindringlich zur Verschiebung der Ausstellungseröffnung, doch diese beharrt auf ihrem Willen. Den Ermittelnden rennt nun langsam die Zeit davon, da das Datum immer näher rückt. Pendergast wird auch das Gefühl nicht los, dass die Leitenden des Museums ihm wichtige Details verschweigen. Kurz bevor die beiden Jungen ermordet wurden, wurden die Kisten mit den Fundstücken der oben genannten Expedition in einen gesicherten Raum gebracht. Erst danach begannen die brutalen Übergriffe. Welcher Zusammenhang ist zwischen den beiden Ereignissen zu sehen und was weiß die obere Abteilung des Museums?
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Meine Meinung
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Einmal begonnen und nicht mehr gestoppt – bis auf gaaaanz kurze Pausen. Mich konnte niemand und nichts von dieser Lektüre abbringen. In gewisser Weise fesselte mich der Roman noch mehr als „Formula. Tunnel des Grauens“ und von diesem konnte ich quasi schon nicht ablassen. Zu Beginn fragt man sich, was genau es mit der Beschreibung der Expedition im Jahr 1986 und den darauf folgenden Ereignissen 1987 auf sich hat. Ich möchte auf diesen Punkt nicht wirklich ausführlich eingehen, da diese Geschehnisse elementarer Bestandteil der späteren Auflösung um die brutalen Morde sind. Als Preston und Child über das New York 1994 berichten, packt den Leser spätestens an dieser Stelle die Spannung. Die Schilderungen beginnen mit den beiden Jungen, die kurze Zeit später ermordet aufgefunden werden. Von da an wollte ich unbedingt wissen, was in dem Museum wütet. Die Gerüchte über eine unheimliche Kreatur im Kellergewölbe des Gebäudes, die unter den Angestellten schon lange Zeit die Runde machen, werden als Hirngespinste abgetan. Sie weckten aber vor allem meine Neugier und ich wollte der Sache auf den Grund gehen. Sollte ein Mensch oder ein Tier hinter den Morden stecken? Fragen über Fragen, die sich erst im Laufe der Lektüre klären. Die Spannung wird kontinuierlich bis zu einem grandiosen Finale aufgeheizt.
Nunmehr weiß man im Übrigen auch, dass mit „Attic. Gefahr aus der Tiefe“ eine Fortsetzung des vorgestellten Romans veröffentlicht wurde. Schon das Ende von „Relic. Museum der Angst“ deutet darauf hin. Am vergangenen Freitag habe ich dieses Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und schwanke nunmehr zwischen diesem und dem neusten Werk „Ritual. Höhle des Schreckens“. Warten wir es ab, welches der beiden den Vorzug bekommt.
Neben der ganzen spannungsgeladenen Geschichte darf man allerdings nicht auf tiefschürfende Personenbeschreibungen hoffen. Man erfährt in dem Erstlingswerk zwar ein klein wenig über Pendergasts Vergangenheit, doch letztendlich bleibt er der geheimnisvolle FBI-Agent, der aus heiterem Himmel auftaucht und wieder verschwindet. Normalerweise lege ich auf etwas genauere Beschreibungen der auftauchenden Personen Wert, doch auch hier störte es mich nicht wirklich. Die Handlung des Romans überwiegt einfach viel zu sehr, als dass noch Zeit wäre, sich ausführlich mit den einzelnen Romanfiguren auseinanderzusetzen. Auch Frock, einer der Forscher am Museum, sowie seine Doktorandin Margo Green bleiben im Vergleich zu anderen Romanen eher blass. Es ist eher die Hülle der Personen, die Preston und Child für ihre Werke brauchen. Sie müssen dabei nicht aus Fleisch und Blut wirken, da die Geschichte ihr übriges tut. Details würden diese meines Erachtens auch einfach zu sehr bremsen.
Eher zartbesaiteten Personen würde ich von der Lektüre abraten, da die Details über die Morde schon sehr ausführlich dargelegt werden. Auch ich wusste manchmal schlucken, wenn es um sehr tiefe Fleischwunden, aufgerissene Schädeldecken und Bisswunden im Gehirn ging. Wer damit also Probleme haben könnte, sollte diese Stellen entweder überfliegen oder das Buch erst gar nicht zur Hand nehmen. Hier und in anderen Teilen des Romans treten zudem wissenschaftliche Aspekte dazu, die aber keineswegs nervtötend sind, sondern eher noch die Spannung anheizen. Sei es nun die DNS-Untersuchung von Spuren an den Leichen oder die Obduktionen an sich oder einfach Beschreibungen der Expedition oder Ausstellungsstücken – so wird der Roman etwas anspruchsvoller und kann nicht von vorneherein als leichte Kost abgetan werden. Lincoln Preston und Douglas Child schaffen damit einen interessanten Balanceakt zwischen einem sehr rasanten Thriller und wissenschaftlichen Beschreibungen, ohne dass diese langweilig wirken und die spannende Handlung ausbremsen würden.
Eine kleine Anmerkung am Rande. Wer nun nicht so gerne liest, kann sich auch gerne die Verfilmung des Romans mit Penelope Ann Miller und Tom Sizemore sowie weiteren Schauspielern zu Gemüte führen. Ich habe den Film nun nicht gesehen und kann daher die Qualität und die Stärke der Orientierung an dem Thriller nicht beurteilen.
Kurzum sei gesagt, dass mir „Relic. Museum der Angst“ ausnahmslos gut gefallen hat und ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das Autorenduo fesselte mich mit ihrem Erstlingswerk einfach ungemein, so dass es keine Frage ist, dass ich noch weitere Bücher von ihnen lesen werde. Ich kann euch „Relic. Museum der Angst“ jedenfalls nur empfehlen und vergebe an dieses Buch fünf Sterne.
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Das Buch
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„Relic. Museum der Angst“ erschien in Deutschland erstmals im Jahr 1995, die mir vorliegende Taschenbuchausgabe 2004 ei Droemer Knaur. Der Thriller umfasst 559 Seiten und ist unter der ISBN 3-426-60358-6 für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Unter dem Originaltitel „Relic“ erschien das Buch bereits im Jahr 1994 bei St. Martin’s Press in New York. Übersetzt ins Deutsche wurde das Werk von Thomas A. Merk.
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Die Autoren
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Douglas Preston arbeitete mehrere Jahre am Naturhistorischen Museum in New York. Bevor er im Jahr 1994 gemeinsam mit Lincoln Child den Thriller „Relic“ veröffentlichte, schrieb er bereits mehrere Sachbücher. Child arbeitete zuvor als Verlagslektor.
(Quelle: Autoreninfo in „Relic. Museum der Angst“)
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Mehr von Douglas Preston und Lincoln Child
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1. Mount Dragon. Labor des Todes
2. Relic. Museum der Angst
3. Attic. Gefahr aus der Tiefe
4. Riptide. Mörderische Flut
5. Thunderhead. Schlucht des Verderbens
6. Ice Ship. Tödliche Fracht
7. Formula. Tunnel des Grauens
8. Ritual. Höhle des Schreckens
(copyright by Laura Thoma, Februar 2005)
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