Prinzknecht Testbericht

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Erfahrungsbericht von Joebln

für Ausgeschlafene

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Prinzknecht ist wohl Berlins einzige Szene Bar, die auch vor 24 Uhr schon rappelvoll ist und gute Stimmung verbreitet.

Das Prinzknecht liegt in der Fuggerstraße gleich neben der \"Connection Garage\" und der \"Connection Disco\". Das ist sicher auch einer der Gründe, warum es hier schon so früh so voll ist: man trifft sich einfach und quatscht gemütlich, bevor es zur Disco rüber geht. Wer allerdings erst spät kommt, sollte aufs Auto verzichten oder viele Runden kreisen einplanen. Parkplätze sind in der Gegend Mangelware. Vom U-Bahnhof Wittenbergplatz sind es nur ein paar Minuten zu Fuß.

Das Innere ist spartanisch, wenn auch gemütlich eingerichtet. Nach dem Reinkommen erwartet den Besucher erst einmal ein riesiger lauter Raum, in dessen Mitte ein paar dicke Pfeiler stehen und der durch die um diese herum angeordnete Bar dominiert wird. An den Wänden rund herum sind Sitzgelegenheiten in Form von Bänken und Stühlen zu finden. Wenn es aber voll ist, ist man dort ziemlich vom Geschehen abgeschottet. Im Sommer kann man bis 23 Uhr auch draußen vor der Kneipe sitzen. Wir haben es auch schon ein paar Mal erlebt, daß der Hof geöffnet war.

Die Wände wurden vom Putz befreit und bieten blankes Mauerwerk, an dem ein paar riesige Ölgemälde in Warholmanier hängen. Die Einrichtung ist in mitteldunklem, warmem Holzton und recht einfach (rustikal??) gehalten. Das Licht kommt von dezenten Strahlern und Baustellen Lampen. Alles in allem fühlt man sich angenehm wohl und entspannt. Die Atmosphäre lädt zum Flirten ein. Und wer sich geschickt anstellt, sollte auch ohne Probleme in Kontakt kommen.

Die Toiletten sind zwar sehr versteckt in einer hinteren Ecke, dafür aber sehr sauber. Von hier zweigt auch der Darkroom ab, was ich persönlich für sinnlos halte. Ich selbst war noch nie unten und ich denke auch, daß er wohl nicht besonders genutzt wird. Zumindest habe ich noch niemanden länger verschwinden sehen.

Die Besucher sind überwiegend im mittleren Alter. Ich denke so Mitte Zwanzig bis Ende Vierzig. Es dominieren sicherlich die Dreißiger. Die Husche sucht man Gott sei dank vergebens. Der \"normale\" Mann in Jeans dominiert und unter diese mischen sich ein paar Lederkerle und vereinzelte Skins.

Die Preise sind durchschnittlich. Becks und Wasser kosten zusammen 4,30EUR. Das Personal ist sehr unterschiedlich und Glückssache. Die Bedienung ist oftmals sehr nett, aber leider auch meist nicht die Schnellste. So kommt man immer wieder in den Genuß der Barmänner – und die erschienen mir durchweg sehr freundlich.

Die Musik ist durchgemixt. Meist wird House gespielt, in das man immer wieder bekannte Charthits oder Klassiker gemixt hat. Das finde ich persönlich richtig klasse. Die Lautstärke ist gerade noch akzeptabel. Sich über den Tisch zu unterhalten wird aber schon schwierig.

Fazit: richtig gute Musik in einer gemütlichen Bar bei guter Stimmung und hohem Flirtfaktor.

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