Pritt Stick 20g Testbericht

Pritt-stick-20g
ab 11,87
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(9)
4 Sterne
(10)
3 Sterne
(4)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen

Erfahrungsbericht von vampire-lady

gelingt immer und klebt nicht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Alle lieben den Prittstift! Alle? Nö, ich kann damit nichts anfangen. Ich bin als Kind mit ganz normalen UHU-Flüssigkleber aufgewachsen, habe meinen UHU-Rausch somit regelmäßig erhalten und fühlte mich arg verstört, als man ich mich plötzlich in der Schule mit einem labello-artigen Breikleber auseinander zu setzen hatte. Nun verfolgt er mich bis ins Büro, wo einfach niemand fähig und in der Lage ist, einen vernünftigen Kleber zu bestellen.

Den Kleber gibt es meines Wissens nach in drei Größen. Im Büro haben wir natürlich die Grossen mit 40g - aber trotzdem handlich. Zumindest die Verpackungsidee ist praktisch: der Klebstoff steckt in einer feuerwehrroten Hülse, an der sich unten eine Art Rad befindet. Diese Hülse funktioniert wie ein gewöhnlicher Lippenstift. Nimmt man den roten Deckel von der Hülse - was man tun sollte bevor man am Rad dreht - kann man den Klebstoff, welcher ebenfalls eine lippenstiftartige Konsistenz hat, raus oder reinfahren, je nach Bedarf. Während des Kampfes mit dem Kleber sollte man immer ein wohlmeinendes Auge auf den Deckel haben. Derartig kleine Dinge entwickeln gerade auf überfüllten Schreibtischen ein ungeahntes Eigenleben, wobei sie meist auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Die Klebemasse an sich ist nicht durchsichtig, sondern weiß - die Oberfläche hat einen Durchmesser von etwa eineinhalb Zentimeter.

Verwendungszweck:
Prinzipiell bringt es der Prittstift nur zum Basteln. Also eher für Papier und Textilien. Wir haben in der Grundschule mal Filz damit geklebt, was eine Heidensauerei ergab.

Anwendung:
Was mich immer wieder ärgert, ist die Dosierung, die ich nie so hinbekomme, wie es sein sollte. Entweder die Ecken des Papiers kleben nicht richtig und stehen ab, will man dem abhelfen, kleben dann die Finger an den Ecken. Oder aber es gelangt zu viel Kleber auf die Klebefläche, was so eklige dicke weiße Schlieren ergibt - die Klebemasse lässt sich einfach nicht besonders gut verteilen. Pluspunkt aber dagegen: da die Konsistenz des Stiftes eher fest ist, bleibt die allseits bekannte Wellenbildung aus, die häufig auftritt, wenn zuviel Flüssigkleber auf das Papier gerät. Nebenbei kann der Prittkleber auch nicht zwischen zwei Klebeflächen wieder hervorquellen und: er zieht keine Spinnenfäden! Da der Stift keine Lösungsmittel enthält, bleibt der bedröhnende Geruch desselbigen natürlich aus. Dafür hat der Prittkleber aber einen Eigengeruch, der irgendwie seltsam ist: cremig-medizinig... - zumindest auch nicht sehr schön. Im allgemeinen bleibt das, was man mit dem Kleber behandelt hat auch schön brav aneinander pappen. Diese Tatsache kann man nicht in Abrede stellen. Was für mich noch ein Problem ist: man muß sehr exakt arbeiten. Deshalb gelingt es mir auch seltenst etwas so aufzukleben, daß es auf Anhieb gerade sitzt. Mit Flüssigkleber kann man meist noch die beiden Klebeflächen gegeneinander bewegen, weil sie halt so schon glitschig sind. Pritt glitscht nicht. Hier muß man die Flächen wieder auseinander ziehen und neu ansetzen. Folge: Klebrige Finger und/oder aber die Klebe ist bereits angetrocknet.

Gebrauchsverhalten:
Im allgemeinen ist der Deckel recht leicht von der Stifthülse zu entfernen. Bei längerer Benutzung durch bösartige Arbeitskollegen, kann es aber schon mal dazu kommen, daß der Deckel anpappt oder einfach zu fest aufgesetzt ist. Nicht jeder achtet darauf, das die Hülse einigermaßen klebstoffrei bleibt, bevor man die Verpackung wieder verschließt. Genauso gekonnt schaffen es mitarbeitende Zeitgenossen immer wieder die Klebestifte eintrocknen zu lassen, was entweder passiert, wenn man selbige morgens um acht öffnet und abends um fünf wieder schließt, oder nicht richtig verschließt bzw. auch gar nicht. Genauso gut aber trocknen die Stifte gern von allein ein, wenn man sie recht unregelmäßig bzw. selten benutzt. Will man nach langer Zeit wieder mal etwas kleben, ist die Klebmasse so eingetrocknet, daß man sich mit Gewalt allenfalls noch einen Stempel daraus schnitzen kann. Ebenfalls unschön ist es, da? die relativ große offene Klebefläche Staub und Flusen einsammelt, was den Effekt hat, daß der Kleber eben nicht mehr klebt - oder falls er noch teilweise arbeitet, daß man die Fuseln auf der zu beklebenden Oberfläche hat. Ein hübscher Nebeneffekt: man kann den Kleber auf diese Art und Weise als Fliegenfänger einsetzen.

Gewisse Vorteile des Stiftes sind nicht von der Hand zu weisen. Er mag für die eine oder andere Art zweckmäßig sein. Privat käme mir ein derartiges Produkt nie ins Haus. Ich finde ein Flüssigkleber leistet das Gleiche und ist meist wesentlich vielseitiger.

46 Bewertungen, 5 Kommentare

  • lilly

    17.09.2004, 22:55 Uhr von lilly
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde den Pritt Stift ganz gut. Sehr schöner Bericht! LG, Steffi

  • Alusru

    27.05.2004, 01:06 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich reg mich über den auch immer auf, ist ein Sch..., nehme jetzt Uhu flinke Flasche, Gruß Uschi.

  • dreamweb

    24.02.2004, 01:02 Uhr von dreamweb
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn ein Pritt Stick nicht mehr klebt, dann liegt das nur an falscher Handhabung. Manchmal ist beispielsweise der Decke nicht richtig zu. Ich verwende Pritt-Stifte schon seit über 25 Jahren und hatte noch nie Probleme damit. Und für bestimmte D

  • Yachti32

    19.04.2002, 16:06 Uhr von Yachti32
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zu einem sn fehlt nur der Preis!

  • Gulli

    14.04.2002, 16:24 Uhr von Gulli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Cooler Titel :-)