Privileg 2100 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Rasur:
Erfahrungsbericht von diva68
Null Punkte für die Diva
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Nein, niemals!“ „Oh Gott, bloß nicht!“ „So was kommt mir nicht ins Haus!“ „Bist du wahnsinnig?“ „Hast du dir das auch gut überlegt?“ „Wenn ich nur an die Schmerzen denke...“ „Nein, nein, mein Leben ist mir lieber!“
So oder ähnlich erklang es vor einigen Tagen im Esszimmer meiner lieben Ciao-Kollegin Ria1, als das Gespräch auf das Thema „Epilieren“ kam. Kaum eine der Damen, jedweden Alters, bekannte sich zum Epilieren. Lediglich eine resolute Enddreißigerin erhob die Stimme und verkündete, sie epiliere schon seit Jahren.
Epilieren, für die Unwissenden unter uns, ist eine ebenfalls resolute Art, sich lästige Körperbehaarung vom Leib, vornehmlich aus der Epidermis, zu rupfen. Winzige Mini-Pinzetten packen mit hoher Geschwindigkeit die Wurzeln allen Übels beim Schopf und sorgen dafür, dass dort für Wochen kein Gras...äh...Haar mehr wächst. Eine praktische Sache, denkt die moderne Frau zunächst, hält die einfache Nassrasur doch gerade einmal 2-3 Tage vor.
Ein intensives Gespräch mit der resoluten Enddreißigerin ergab nunmehr, dass eine gründliche Epilation etwa 2-3 Monate lang für ein glattes Bein sorgt. An den Schmerz gewöhne man sich. Außerdem sei der nicht so schlimm, wie oftmals angenommen. Die Dame schien nicht weniger hart im Nehmen als eine herkömmliche Diva, und so entschieden die Gefährtin und ich, unser 50-Euro-Quelle-Guthaben komplett auf den Kopf zu hauen und ein Privileg Epiliergerät 2100 für 49,99 Euro zu erwerben.
Wenige Tage später traf die Ware bei uns ein. Hübsch verpackt in eine apricotfarbene Schachtel, mutete die „Bestie“ relativ harmlos an. Anbei fanden sich zudem ein Ladegerät, eine abnehmbare Schutzkappe für den Epilierkopf, ein Reinigungsbürstchen, ein Luffa-Handschuh, ein weißes Täschchen sowie eine sehr übersichtliche Bedienungsanleitung. Dem zweifelhaften Spaß stand also nichts mehr im Wege.
Am nächsten Tag opferte ich mich als erste Testperson. Mit der Beschaffenheit meiner Beine hätte ich locker den Wettbewerb zur „Miss Stachelbeere 03“ gewinnen können, aber die Ankunft des neuen Gerätes stand kurz bevor, und da wollte ich so kurzfristig nicht mehr zur herkömmlichen Methode („Venus“-Rasierer) greifen.
Das Gerät liegt, ergonomisch geformt, gut in der Hand. Es besteht hauptsächlich aus weißem Kunststoff und hat eine geschwungene Form. Schiebeschalter (2 Stufen), Epilierkopf und Schutzkappe sind apricotfarben. Unter dem Schiebeschalter findet man in grauen Buchstaben des Privileg-Logo und die Bezeichnung des Gerätetyps „2100“. Auffällig sind die Pinzetten, bestehend aus 24karätigem Gold. Wenn frau der Produktbeschreibung glauben mag, liegt hier ein besonderer Produktvorteil, denn „vergoldet“ steht in Epilierkreisen für „sanft und gründlich“. Am Epilierkopf sollen sich zudem zwei Massagenoppen befinden, die beim Epilieren vibrieren und somit den Schmerz reduzieren.
Mit dem Luffa-Handschuh massierte ich die Beinbehaarung entgegen der Wuchsrichtung, um die Haare aufzurichten und setzte todesmutig das Gerät (ich hatte es 16 Stunden zuvor aufgeladen, aber es läßt sich auch mit angeschlossenenm Netzteil betreiben) an mein linkes Schienbein. Senkrecht und kreisförmig rotierend, so wie es die Bedienungsanleitung vorschrieb. Stufe 1: Das Gerät surrte aufdringlich, es ziepte ein wenig am Bein, aber ich hatte das Ergebnis der Stiftung Warentest im Hinterkopf („gut“) und epilierte munter weiter. Doch dann ging mir das alles nicht schnell genug, und so erhöhte ich auf Stufe 2, die für hartnäckigere Härchen zuständig sein soll. Das Gerät surrte noch penetranter.
Laut Bedienungsanleitung entfernt das Gerät Behaarung ab einer Länge von 0,25 mm, aber bei meinem Haar schien dieser Wert nicht zu gelten. Ich machte und tat geschlagene 30 Minuten und war letztendlich nicht besonders von dem Ergebnis überzeugt. Überall standen noch einzelne Härchen. Das sah nicht gut aus.
Ich gab dem Epiliergerät noch eine zweite Chance, nachdem ich meine geplagten Schenkel ein paar Minuten in Ruhe gelassen hatte. Die Gefährtin erwartete mich gespannt im Nebenzimmer, daher musste ich die kleine Tortur erneut hinnehmen. Schließlich wollte ich mir keine Blöße geben. Also, noch einmal das Gerät angesetzt, kreisförmig rotiert, und noch einmal und noch einmal. Dann wurde es mir zu bunt.
Frustriert legte ich das Gerät beiseite und präsentierte das Ergebnis der unabhängigen Jury. „Das hast du aber nicht ordentlich gemacht. Kuck mal, da sind noch einzelne Härchen. Hast du die vergessen?“ Nein, hatte ich nicht.
Eine halbe Stunde später kam auch noch eine enttäuschte Gefährtin aus dem Bad. Da ich manchmal ein wenig ungeschickt mit femininer Technik umgehe, hätte es mich nicht gewundert, wäre die Gefährtin mit Beinen, glatt wie ein Baby-Popo, aus dem Bad gekommen und hätte dazu mit süßem Lächeln ein süffisantes „Also, bei MIR ging es total gut...“ in meine Richtung abgelassen. Doch dem war nicht so. „Vielleicht sollte man es von Hand mit einer Pinzette machen, das wäre vielleicht gründlicher.“
Das Gerät ist laut Hersteller speziell für die Haarentfernung an den Beinen konzipiert worden. Mit Erfahrungen hinsichtlich des Gebrauchs in der Bikinizone oder in den Achselhöhlen kann ich (noch) nicht dienen.
Lediglich eines schien bei uns beiden positiv zu verlaufen: alle vier Beine blieben gänzlich frei von roten Punkten oder anderen Hautirritationen. Sobald sich alles wieder beruhigt hat, kann frau die Bodylotion ihres Vertrauens auftragen, und alles ist gut. Fast alles.
Denn bereits nach einer Woche lugten erneut kleine, aber feine Härchen an den Beinen hervor. 2-3 Monate ohne Kümmerung? Dass ich nicht lache! Die nachwachsenden Haare sind zwar ein bisschen dünner als die vorigen, aber so schnell wollte ich doch das Epiliergerät nicht wieder in die Hand nehmen (müssen). Wo bleibt da der Produktvorteil gegenüber der (gründlichen und schmerzfreien) Nassrasur?
Bis jetzt war die Leistung des Privileg 2100 eher enttäuschend, aber ich werde dem Gerät noch eine Chance geben.
Denn im Kampf gegen Stachelbeer-Beine soll auch mir jede Waffe recht sein.
So oder ähnlich erklang es vor einigen Tagen im Esszimmer meiner lieben Ciao-Kollegin Ria1, als das Gespräch auf das Thema „Epilieren“ kam. Kaum eine der Damen, jedweden Alters, bekannte sich zum Epilieren. Lediglich eine resolute Enddreißigerin erhob die Stimme und verkündete, sie epiliere schon seit Jahren.
Epilieren, für die Unwissenden unter uns, ist eine ebenfalls resolute Art, sich lästige Körperbehaarung vom Leib, vornehmlich aus der Epidermis, zu rupfen. Winzige Mini-Pinzetten packen mit hoher Geschwindigkeit die Wurzeln allen Übels beim Schopf und sorgen dafür, dass dort für Wochen kein Gras...äh...Haar mehr wächst. Eine praktische Sache, denkt die moderne Frau zunächst, hält die einfache Nassrasur doch gerade einmal 2-3 Tage vor.
Ein intensives Gespräch mit der resoluten Enddreißigerin ergab nunmehr, dass eine gründliche Epilation etwa 2-3 Monate lang für ein glattes Bein sorgt. An den Schmerz gewöhne man sich. Außerdem sei der nicht so schlimm, wie oftmals angenommen. Die Dame schien nicht weniger hart im Nehmen als eine herkömmliche Diva, und so entschieden die Gefährtin und ich, unser 50-Euro-Quelle-Guthaben komplett auf den Kopf zu hauen und ein Privileg Epiliergerät 2100 für 49,99 Euro zu erwerben.
Wenige Tage später traf die Ware bei uns ein. Hübsch verpackt in eine apricotfarbene Schachtel, mutete die „Bestie“ relativ harmlos an. Anbei fanden sich zudem ein Ladegerät, eine abnehmbare Schutzkappe für den Epilierkopf, ein Reinigungsbürstchen, ein Luffa-Handschuh, ein weißes Täschchen sowie eine sehr übersichtliche Bedienungsanleitung. Dem zweifelhaften Spaß stand also nichts mehr im Wege.
Am nächsten Tag opferte ich mich als erste Testperson. Mit der Beschaffenheit meiner Beine hätte ich locker den Wettbewerb zur „Miss Stachelbeere 03“ gewinnen können, aber die Ankunft des neuen Gerätes stand kurz bevor, und da wollte ich so kurzfristig nicht mehr zur herkömmlichen Methode („Venus“-Rasierer) greifen.
Das Gerät liegt, ergonomisch geformt, gut in der Hand. Es besteht hauptsächlich aus weißem Kunststoff und hat eine geschwungene Form. Schiebeschalter (2 Stufen), Epilierkopf und Schutzkappe sind apricotfarben. Unter dem Schiebeschalter findet man in grauen Buchstaben des Privileg-Logo und die Bezeichnung des Gerätetyps „2100“. Auffällig sind die Pinzetten, bestehend aus 24karätigem Gold. Wenn frau der Produktbeschreibung glauben mag, liegt hier ein besonderer Produktvorteil, denn „vergoldet“ steht in Epilierkreisen für „sanft und gründlich“. Am Epilierkopf sollen sich zudem zwei Massagenoppen befinden, die beim Epilieren vibrieren und somit den Schmerz reduzieren.
Mit dem Luffa-Handschuh massierte ich die Beinbehaarung entgegen der Wuchsrichtung, um die Haare aufzurichten und setzte todesmutig das Gerät (ich hatte es 16 Stunden zuvor aufgeladen, aber es läßt sich auch mit angeschlossenenm Netzteil betreiben) an mein linkes Schienbein. Senkrecht und kreisförmig rotierend, so wie es die Bedienungsanleitung vorschrieb. Stufe 1: Das Gerät surrte aufdringlich, es ziepte ein wenig am Bein, aber ich hatte das Ergebnis der Stiftung Warentest im Hinterkopf („gut“) und epilierte munter weiter. Doch dann ging mir das alles nicht schnell genug, und so erhöhte ich auf Stufe 2, die für hartnäckigere Härchen zuständig sein soll. Das Gerät surrte noch penetranter.
Laut Bedienungsanleitung entfernt das Gerät Behaarung ab einer Länge von 0,25 mm, aber bei meinem Haar schien dieser Wert nicht zu gelten. Ich machte und tat geschlagene 30 Minuten und war letztendlich nicht besonders von dem Ergebnis überzeugt. Überall standen noch einzelne Härchen. Das sah nicht gut aus.
Ich gab dem Epiliergerät noch eine zweite Chance, nachdem ich meine geplagten Schenkel ein paar Minuten in Ruhe gelassen hatte. Die Gefährtin erwartete mich gespannt im Nebenzimmer, daher musste ich die kleine Tortur erneut hinnehmen. Schließlich wollte ich mir keine Blöße geben. Also, noch einmal das Gerät angesetzt, kreisförmig rotiert, und noch einmal und noch einmal. Dann wurde es mir zu bunt.
Frustriert legte ich das Gerät beiseite und präsentierte das Ergebnis der unabhängigen Jury. „Das hast du aber nicht ordentlich gemacht. Kuck mal, da sind noch einzelne Härchen. Hast du die vergessen?“ Nein, hatte ich nicht.
Eine halbe Stunde später kam auch noch eine enttäuschte Gefährtin aus dem Bad. Da ich manchmal ein wenig ungeschickt mit femininer Technik umgehe, hätte es mich nicht gewundert, wäre die Gefährtin mit Beinen, glatt wie ein Baby-Popo, aus dem Bad gekommen und hätte dazu mit süßem Lächeln ein süffisantes „Also, bei MIR ging es total gut...“ in meine Richtung abgelassen. Doch dem war nicht so. „Vielleicht sollte man es von Hand mit einer Pinzette machen, das wäre vielleicht gründlicher.“
Das Gerät ist laut Hersteller speziell für die Haarentfernung an den Beinen konzipiert worden. Mit Erfahrungen hinsichtlich des Gebrauchs in der Bikinizone oder in den Achselhöhlen kann ich (noch) nicht dienen.
Lediglich eines schien bei uns beiden positiv zu verlaufen: alle vier Beine blieben gänzlich frei von roten Punkten oder anderen Hautirritationen. Sobald sich alles wieder beruhigt hat, kann frau die Bodylotion ihres Vertrauens auftragen, und alles ist gut. Fast alles.
Denn bereits nach einer Woche lugten erneut kleine, aber feine Härchen an den Beinen hervor. 2-3 Monate ohne Kümmerung? Dass ich nicht lache! Die nachwachsenden Haare sind zwar ein bisschen dünner als die vorigen, aber so schnell wollte ich doch das Epiliergerät nicht wieder in die Hand nehmen (müssen). Wo bleibt da der Produktvorteil gegenüber der (gründlichen und schmerzfreien) Nassrasur?
Bis jetzt war die Leistung des Privileg 2100 eher enttäuschend, aber ich werde dem Gerät noch eine Chance geben.
Denn im Kampf gegen Stachelbeer-Beine soll auch mir jede Waffe recht sein.
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