Rommelsbacher RK 501 Testbericht

Rommelsbacher-rk-501
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¹
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Reinigung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von kroetenfieber

Gute Platte, schlechter Topf

Pro:

leistungstark, standfest, die Temperatur wird gehalt, mobil, vielseitig einsetzbar, Reiseetui

Kontra:

Temperaturregler-Rad viel zu klein, Verbrennungsgefahr, der Reise-Kochtopf gefällt mir nicht, dürftige Bedienungsanleitung

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich mit zwei Klein-Elektro-Geräten von Rommelsbacher jahrelang gute Erfahrungen gemacht hatte und beide Geräte nach wie vor wunderbar ihren Dienst verrichten, kaufte ich mir vor einem halben Jahr eine kleine Einzelkochplatte. Ich benutze sie zu Hause mehrmals täglich, so dass sich aus dieser Sicht die Anschaffung auf jeden Fall gelohnt hat. Wofür ich sie benutze, was ich an ihr bemängele und wie mein Gesamteindruck von dieser Platte ist, möchte ich im folgenden erläutern.


Die Bezeichnung „RK 501“
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Wenn man es genau nimmt, so stimmt das Produktbild nicht hundertprozentig mit der Produktbezeichnung „RK 501/S“ überein. Bei der Reisekochplatte RK 501 bietet die Firma Rommelsbacher mehrere Varianten an, wobei ein Kunde wie ich bei genauerer Betrachtung folgendes auseinander halten kann - die Buchstaben hinter der Zahl verraten, um welches Zubehör es sich handelt oder nicht handelt:

RK 501
Unter dieser Bezeichnung wird die Reisekochplatte einzeln verkauft, d.h. ohne jegliches Zubehör.
(Produktbild hier bei Ciao)

RK 501/S
Hier handelt es sich um ein Reiseset, bestehend aus der Kochplatte, einem kleinen Kochtopf ohne Deckel und einem Etui, in das Kochplatte und Kochtopf auf Reisen verstaut werden können.

RK 501/SU
Unter dieser Bezeichnung verbirgt sich das RK 501/S-Reiseset und zusätzlich ein Spannungswählschalter, mit dem man von 230 V auf 115 V umschalten und das Gerät zum Beispiel auch in den USA nutzen kann.

RK 501/K
Zusammen mit der Reisekochplatte erhält man eine Espressokanne der Firma Bialetti.


Das Unternehmen Rommelsbacher
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Die Firma heißt Rommelsbacher, da sie in den zwanziger Jahren von einem Herrn gleichen Namens gegründet wurde. Rommelsbacher hat sich auf die Herstellung von elektrischen Einzel- und Doppelkochtafeln spezialisiert: Die Firma stellt Einzel- und Doppelkochplatten mit Gussheizplatten oder Ceranfeldern her, Einbau-Kochmulden, Back- und Grill-Öfen, die man auf eine Arbeitsfläche stellen kann, Fondue-Sets, Elektro-Woks, Fleischthermometer uvm.


Eigenschaften des Reisesets RK 501/S und meine Erfahrungen damit
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Die kleine Kochplatte hat einen Durchmesser von 9 cm. Warum in der Beschreibung des Gerätes auf rommelsbacher.de von nur 8 Zentimetern ein anderes Maß angegeben worden ist, weiß ich nicht. Mein Lineal misst auf jeden Fall einen Zentimeter mehr, was nicht schaden kann. Als ich mir diese Kochplatte anschaffte, tat ich dies mit der Absicht, meinen Espressokocher, der auf meinen „normalen“ Herdplatten stets etwas verloren stand, einen vernünftigen heißen Untergrund zu verschaffen. Auf meinem E-Herd misst die kleinste Kochplatte 15 cm, der Boden meines Espresso-Kochers hat jedoch nur einen Durchmesser von 9 ½ Zentimetern. Die Herdplatte wurde also nicht ausgenutzt und Wärme und damit ungenutzte Energie verflog im Raum. Bei Karstadt wurde ich fündig und erstand dort das Reiseset RK 501/S. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir das ganze Reiseset zu kaufen, sondern nur die Einzelkochplatte. Diese wurde jedoch nicht angeboten. Es ist überhaupt schwierig, ganz bestimmte Rommelsbacher-Produkte zu finden. Wie ich oben aufführte, gibt es die Kochplatte in vier Variationen, darunter sogar eine Kochplatte mit einem Espresso-Kocher. Doch wo man dieses Espresso-Set oder einfach nur die pure Kochplatte gezielt kaufen kann, ist mir bis dato schleierhaft. Auch die Webseite der Firma Rommelsbacher gibt darauf keine Antwort. Der Durchmesser der Kochplatte ist ideal für das Kochen von Espresso mit einem durchschnittlich großen Espressokocher für 6 Tassen. Ich besitze auch für den Fall von Besuchern einen größeren Espresso-Zubereiter für 9 Tassen mit einem Boden-Durchmesser von 11,5 cm. Mit beiden Kannen ist es kein Problem, mit der kleinen Kochplatte Espresso zuzubereiten. Es geht keine Energie verloren.

Abgesehen von den Größenverhältnissen zum Zubereiten von Espresso arbeitet das Gerät sehr gut: Es dauert nicht sehr lange, bis die Platte heiß wird und zum Beispiel Wasser aufkochen lässt. Es ist keine turboschnelle Kochplatte, doch ist sie nicht langsame als die Kochplatten meines E-Herdes. In diesem Punkt steht sie trotz ihrer Kleinheit einem „normalen“ Herd nichts nach. Dies halte ich für einen absoluten Pluspunkt.

Die Gussheizplatte ist ebenso robust wie die Platten großer E-Herde. Sie „benimmt“ sich dementsprechend gleich, d.h. sie mag keinen Schmutz, wenn sie erhitzt wird, so dass dieser Schmutz dementsprechend stinkt. Hier ist man als Besitzer der Kochplatte natürlich aufgefordert, die Platte sauber zu halten. Wenn ich den Stecker aus der Steckdose gezogen habe, ist die Säuberung der Platte kein Problem. Ich kann mit einem feuchten Schwamm die Platte gründlich abwischen und trocknen lassen. Wie bei meinem E-Herd reibe ich die Herdplatte etwa einmal im halben Jahr mit Vaseline ein. Dies gibt der Gussheizplatte etwas Feuchtigkeit. Sie sieht anschließend wieder aus wie Schuhe, die gründlich eingefettet wurde. (Man sollte nur nicht vergessen, nach dem Einwirken über Nacht am nächsten Morgen die Platte gründlich mit einem trockenen und dann heißen, feuchten Tuch wieder abzuwischen. Andernfalls stinkt die Platte beim ersten darauffolgenden Erhitzen fürchterlich.)

Wie man auf dem Produktbild gut erkennen kann, besteht die Reisekochplatte bzw. das ganze Gerät aus drei „Schichten“ übereinander: Unten ist ein schwarzer Sockel aus Kunststoff mit vier Füßen, auf denen das Gerät steht. Die Füße sind nur eineinhalb Zentimeter hoch. Das Gerät steht gerade und stabil auf einer glatten, ebenen Fläche. Man muss schon unter das Gerät fassen, damit man es kippen kann. Von allein fällt es jedenfalls nicht um, auch wenn es noch nicht einmal ein Kilo schwer ist. Über dem schwarzen Sockel befindet sich eine Edelstahl-Schicht, die wie der schwarze Sockel eineinhalb Zentimeter hoch ist. Diese Edelstahl-Schicht wird ziemlich heiß, wenn die Platte erhitzt ist. Hier muss man sehr aufpassen, dass man die Edelstahl-Umrandung nicht berührt, was sehr schnell passieren kann. Die Verbrennungsgefahr ist hier leider nicht gering. Die dritte „Schicht“ ist die Heizplatte, die nur einen halben Zentimeter dick ist. Sie wirkt winzig klein. Deshalb konnte ich beim Kauf kaum glauben, dass dieses Gerät „Power“ genug hat - doch das ist wirklich der Fall.

Jetzt komme ich zu dem Temperaturregler. Ein winziges Rad unter der Kunststoff-Schicht lässt sich nach links drehen, und zwar von den Stufen 1 bis 6. Möchte man Wasser aufkochen, so ist die höchste Stufe zu wählen. Ich finde das Temperaturregler-Rad viel zu klein und unpraktisch. Dreht man das Rad etwas nach links, so klickt es leise und man weiß, dass das Gerät angeschaltet wurde. Eigentlich kann man das Rad nur mit dem Daumen bedienen. Mit dicken und großen Daumen ist dies schon eine Schwierigkeit, denn das Rad liegt so nahe über dem Boden der Arbeitsfläche, auf dem das Gerät steht, dass man fast gezwungen ist, das Gerät anzuheben, um das Rad bequem bedienen zu können. Beim Anschalten ist dies kein Problem, sofern sich auf dem Herd noch kein Topf oder Espressokocher befindet. Das hieße also, man müsste erst das Rad bedienen und dann erst den Topf aufstellen. Zum Anheben des Gerätes nimmt man normalerweise auch die zweite Hand zu Hilfe, so dass man den Topf/die Kanne erst einmal zur Seite stellen muss, solange man an dem Rad dreht. Nach einigen Versuchen habe ich es inzwischen heraus, wie ich das Rad mit einer Hand drehe - ein wenig Übung gehört tatsächlich dazu und man muss sehr vorsichtig vorgehen, da das Rad so winzig ist. Mit einer Hand kann ich das Rad nur drehen, weil ich schmale Finger habe und alle vier Finger nehmen muss, um den rechten Fuß festzuhalten, während ich mit dem Daumen der gleichen (rechten) Hand an dem Rad drehe. Beim Ausschalten des Gerätes muss ich natürlich wieder das Rad bedienen und hier wird es bereits schwieriger: mit einer Hand ist jetzt nichts mehr zu machen, da man allzu leicht an die sehr heiße Edelstahl-Schicht gelangt. Die Verbrennungsgefahr ist hier enorm hoch. Was ebenfalls ein Nachteil an dem schlecht positionierten winzigen Temperaturregler-Rad ist, ist, dass man sehr genau nachsehen muss, ob das Gerät auch wirklich ausgeschaltet ist. Rechts neben der Null befindet sich ein kleiner weißer Punkt auf dem Rad, der für „Aus“ steht. Es wäre wesentlich besser gewesen, eine Kontroll-Lampe zu haben wie bei einem E-Herd. Für flüchtige Menschen, die wohlmöglich noch im Stress sind, ist es daher besser, generell und möglichst den Stecker zu ziehen, wenn man die Platte benutzt hat, bevor man aus dem Haus geht. Oder man sieht noch zwei-/dreimal nach, ob das Gerät wirklich aus ist...

Was ich sehr gut finde, ist, dass sich die Temperatur stufenlos einstellen lässt. Die Kochplatte verfügt über eine sogenannte „Ankochautomatik“: Der Thermostat heizt auf jeder Stufe mit der vollen Leistung auf, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Wenn ich zum Beispiel Zwiebeln in Butter andünste und dies auf Stufe 3, so wird das Gerät nicht heißer als erwünscht und kühlt auch nicht wieder zu sehr ab - die Temperatur wird gehalten. Habe ich ein Gericht aufkochen lassen und drehe dann die Temperatur herunter, so geschieht der Temperaturwechsel fast schneller als bei meinem betagten E-Herd. Damit bin ich sehr zufrieden. Was natürlich auch gut ist, ist, dass die RK 501 auch mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet ist: Das Gerät ist gegen Überhitzung geschützt, bei einer zu hohen Temperatur schaltet der Thermostat bzw. ein Heizdraht ab, bis die Temperatur wieder im normalen Bereich ist.

Die Reinigung des Gerätes ist nicht sonderlich schwierig. Die Herdplatten-Reinigung habe ich oben bereits beschrieben. Das Edelstahl bekommt natürlich ab und zu seine Kaffee- oder Fettspritzer ab. Nach einigen Tagen oder Wochen werden die Schmutzränder braun, da das Edelstahl bei jeder Benutzung des Gerätes heiß wird. Mit Ako-Pads und sehr wenig Wasser habe ich bisher jeden Fleck vom Edelstahl entfernen können. Ich bin dabei stets vorsichtig, dass ich mit der Feuchtigkeit nicht unter die Heizplatte gerate, die sich in der Höhe etwas absetzt, so dass unter der Platte ein Spalt ist, in den keine Flüssigkeit gelangen sollte. Was ich etwas schwierig zu reinigen finde, sind die kleinen Zwischenräume zwischen der schwarzen Kunststoff- und der Edelstahl-Schicht: Man kommt weder mit einem Tuch noch mit einem kleinen Schwamm in diesen Zwischenraum, in dem sich Essens- oder Kaffeepulver-Reste schnell ansammeln. Man muss bei herausgezogenem Stecker schon etwas geduldig mit einem stumpfen Messer Stück für Stück den Schmutz herausbekommen, was Zeit in Anspruch nimmt.

Mit der Kabellänge bin ich zufrieden. Ein Meter ist ausreichend und nicht zu knapp bemessen, was ein Pluspunkt in heutiger Zeit ist, in der Hersteller von Klein-E-Geräten bei der Herstellung offensichtlich jeden Millimeter Kabel geizen. Dreht man das Gerät um und auf den Kopf, so kann man das Kabel verstauen: es gibt eine Kabelaufwicklung. Das Aufwickeln erfordert jedoch ziemlich viel Geduld und ist etwas fummelig. Auch, wenn ich die Kochplatte als Reise-Kochplatte benutze und sie mit auf die Fahrt nehme, bin ich meist zu ungeduldig, das Kabel aufzuwickeln. Bei anderen Geräten ergeht es mir aber auch nicht anders.

Ich habe die Kochplatte bereits für verschiedene Dinge benutzt, auch wenn die Hauptnutzung darin besteht, meinen Espresso zu brühen. Wenn ich nur eine oder zwei Zwiebeln gewürfelt anbraten möchte, so benutze ich gern diese kleine Platte. In der Bedienungsanleitung steht, dass man möglichst nur den beigefügten Topf für diese Kochplatte benutzen sollte, auf der Rommelsbacher Webseite ist jedoch etwas anderes zu lesen: Dort steht, dass die kleine Kochplatte natürlich auch für kleine Töpfe und Pfannen benutzt werden kann. Ich habe der Bedienungsanleitung weniger Glauben geschenkt bzw. sie in diesem Punkt ignoriert und habe „Recht“ damit gehabt. Ich kaufte mir vor zwei Monaten einen winzigen Fleischtopf mit einem Glasdeckel und einem Sandwich-Boden, der gut und eben auf der Kochplatte steht. Ich hatte diesen Topf bei Real entdeckt und kam ganz glücklich damit zu Hause an. Der Topf lässt sich wunderbar und problemlos auf dieser Platte verwenden. So kann ich einfach einmal etwas Milch erwärmen, ohne gleich einen größeren Topf zu beschmutzen. Oder ich koche mir mein Single-Frühstücks-Ei darin oder lasse ein wenig Butter darin zerschmelzen, die ich zum Beispiel jetzt in der Spargelzeit gern auf mein Gemüse gebe. Was gut ist, ist, dass diese kleine Platte mobil ist und auf den Tisch gestellt werden kann. Gerade flüssige Buttersoße wird allzu schnell wieder kalt und unansehnlich. Stelle ich die kleine Platte auf den Esstisch, bleibt die Soße so, wie ich sie haben möchte und dient als Wärmeplatte. Auch bei anderen Soße stelle ich die Platte gern auf den Tisch - ich hasse kalte Soßen jeder Art.

Der kleine Topf, der zum Reiseset gehört, hat keinen Deckel, einen winzigen schwarzen Griff und im Innenbereich eine Antihaftbeschichtung. Die Beschichtung dient dazu, das Einbrennen von Speisen zu gewährleisten, wie wir es von beschichteten Töpfen und Pfannen gewohnt sind. Da ich jedoch mit beschichteten Koch-Utensilien nicht kochen mag (ständig muss man aufpassen, dass man die Beschichtung nicht zerkratzt), benutze ich diesen Topf gar nicht. Vielleicht könnte man ihn zum Wasser-Aufkochen auf Reisen benutzen, doch dann könnte man sich auch gleich einen Reise-Wasserkocher kaufen, finde ich. Der Topf ist einfach nicht nach meinem Geschmack: Neben der ungeliebten Beschichtung ist der Henkel so kurz geraten, dass es kaum möglich ist, den Topf zu greifen, der ja nach dem Kochen sehr heiß ist, ohne ihn fallen zu lassen. Ist das Gargut in dem Topf auch noch schwer, wüsste ich gar nicht, wie ich das Töpfchen anfassen sollte, ohne mich zu verbrennen. Auf Reisen müsste ich schon riesige, dick gefütterte Topflappen-Handschuhe mit mir herumtragen, um den Topf von der Platte nehmen zu können. Nein, mit dem Topf kann ich mich nicht anfreunden. Er steht ungenutzt im hintersten Schrankfach.

Die weinrote Tasche bzw. das Etui, in das die Platte und der Topf passen, ist dagegen praktisch und handlich. Ich habe nach dem Kauf einmal ausprobiert, ob ich die Platte mit aufgewickeltem Kabel und dem Topf in das Etui bekomme, ohne mich dabei halb umzubringen, und dies gelang mir. Allerdings muss das Kabel wirklich gut gewickelt sein, damit man den Reißverschluss des Etuis noch geschmeidig bedienen kann. Da ich den Topf sowieso nicht mitnehme, wenn ich die Kochplatte transportiere, bin ich ganz frech, rolle das Kabel einfach um die Platte und lege nur das Kochplatten-Gerät in das Etui - das passt gut hinein und die Kochplatte ist geschützter als ohne Etui.

Die viersprachige "Bedienungsanleitung" ist leider nicht das, was ich erwartet hatte. Technische Details oder überhaupt Beschreibungen des Gerätes fehlen. Die Bedienungsanleitung besteht in vier Sprachen eigentlich nur daraus, zu beschreiben, was man vor der ersten Benutzung des Gerätes tun sollte (ohne Topf aufheizen und die Platte dampfen und stinken lassen) und vor allen möglichen Gefahren zu warnen.


Zusammenfassung der wichtigsten Daten im Überblick
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Leistung: 230 V / 500 W
Maße des Gerätes: 14 x 14,7 x 7 cm
Durchmesser der Gussheizplatte: 9 cm
Kabellänge: 1 m
Gewicht (gesamtes Set): 1,0 kg
Gewicht des Gerätes: 0,7 kg



Preis / Verfügbarkeit
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Wie ich bereits erwähnte, ist es nicht leicht, bestimmte Rommelsbacher-Produkte in Kaufhäusern zu finden. Man stolpert selten zufällig auf kleine E-Geräte dieser Firma. Wünscht man sich ein praktisches Helferlein von Rommelsbacher, so muss man vermutlich in ein Fachgeschäft gehen und sich dort wohlmöglichst das gewünschte Produkt bestellen lassen. Früher war Brinkmann auch ein guter Bezugspartner für Endverbraucher. Ich jedenfalls bin nicht fündig geworden auf der Suche nach der Kochplatte ohne Reise-Zubehör. Die Anschaffung wäre preisgünstiger gewesen und auf das Etui hätte ich gegebenenfalls verzichten können und auf den Topf verzichten wollen. Das Reiseset RK 501/S habe ich bei Karstadt für 49,95 EUR erstanden.



Fazit
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Die kleine Kochplatte arbeitet wunderbar problemlos und vor allem zuverlässig. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit Klein-E-Geräten von Rommelsbacher gehe ich davon aus, dass sie noch viele Jahre ihren Dienst bei mir verrichten wird. Abgesehen von der Langlebigkeit kann ich zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall bestätigen, dass die Platte schnell genug aufheizt, die gewünschte Temperatur durch den Thermostat gehalten wird und das Gerät stabil auf einer Arbeitsfläche steht, so dass es trotz seines geringen Gewichtes nicht von allein umfällt. Die Ankochautomatik und der Überhitzungsschutz sind gute Pluspunkte. Weniger schön ist, dass die Verbrennungsgefahr relativ hoch ist, sowohl beim Einstellen der Temperatur als auch beim Kochen. (Die Edelstein-Fläche wird sehr heiß und man kommt allzu schnell mit den Fingern damit in Berührung). Das Temperaturregler-Rad ist winzig klein und mit großen Fingern schlecht zu bedienen. Eine Kontrolleuchte wäre gut gewesen, damit man weiß, ob die Platte wirklich aus ist oder nicht. Die Säuberung ist bis auf eine Kleinigkeit kein Problem. Vom Praktischen her ist die Kochplatte durch ihre Mobilität und durch das geringe Gewicht vielerorts und vor allem vielseitig einsetzbar. Es ist kein Problem, einen kleinen Topf oder eine kleine Pfanne darauf zu stellen und kleine Mengen an Soßen, Zwiebeln oder was auch immer zu erhitzen oder anzuschmoren. Als Kochplatte für Espresso-Kocher ist diese Platte ideal - sowohl zu Hause als auch unterwegs. Das Etui ist gut, gerade eben groß genug für die Kochplatte und mit einem Reißverschluss versehen, der bei mir noch nicht geklemmt oder gehakt hat. Den Kochtopf finde ich persönlich nicht sehr gut, da er antihaftbeschichtet ist. Der Nachteil des Kochtopfes liegt aber vor allem darin, dass sich sein winziger zu kurz geratener Henkel kaum anfassen lässt.

Aufgrund der guten Qualität der Reisekochplatte vergebe ich trotz der genannten Nachteile drei Punkte und eine Empfehlung. Es wären vier Punkte gewesen, wenn ich nicht das Reiseset, sondern nur die Kochplatte gekauft hätte, die für etwa 35 EUR erhältlich ist, denn zwei der genannten Negativ-Punkte beziehen sich auf den Reise-Topf und nicht auf die Kochplatte.


© kroetenfieber


(Ich veröffentliche meine Berichte auch in anderen Foren unter dem gleichen Namen.)