Rafting Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jonnylove

raft the nil and never stopp it

Pro:

Adrenalin, Party, Abenteuer

Kontra:

Luft, ich will Luft

Empfehlung:

Ja

Letztes Jahr war ich ja, wie ein anderer Bericht erzählt in Uganda. Und was gibt es in Uganda so tolles??? natürlich die Quellen des Nils. Der nil fliest aus dem Viktoriasee und passiert dann recht bald einige Stromschnellen und Wasserfälle. Also genau das richtige um mal ordentlich raften zu gehen.

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Das Angebot:

Angeboten wird das ganze in der zweitgrößten Stadt von Uganda, in Jinja. Es gibt im ganzen drei Anbieter, die sich aber wohl nicht sehr unterscheiden. Die Palette des Angebotes reicht von Kajaking über Bodyboard, bis hin zum Rafting. Das ganze wird garniert mit der Busfahrt von und zurück zur Hauptstadt Kampala sowie einem Picknick auf halber Strecke und allen Getränken auf der Rückfahrt, also Bier und Soda. Der Preis schenkt sich auch nix. Bei allen ca 65 $, bei Kreditkartenzahlung etwas mehr.

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Die Teilnehmer:

Meist sind die Teilnehmer an einem so organisierten Raftingtrip Touristen. In Uganda gesellten sich dazu noch einige Entwicklungshelfer. Die meisten kamen aus England und Deutschland aber auch ein paar Amerikaner waren dabei.

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Die Sicherheitsmaßnahmen:

Jedes Boot hat seinen eigenen Führer. Ein ich möchte nicht sagen ausgebildeter, aber auf jedenfall sehr erfahrener Raftingguide. Wir hatten das Glück (oder Pech) einen sehr wilden jener Gattung zu erwischen und so kam es schonmal vor, dass wir die ein oder andere Stelle etwas stürmischer befuhren als die anderen Gruppen.

Zum Team gehören auch noch ein halbes Dutzend Rettungskajaks. Sie sorgen dafür, dass im Fall eines Kenterns jeder früher oder später wieder in sein Boot kommt und, dass keiner verloren geht. Unter ihnen waren übrigends auch die einzigen Afrikaner bei dem ganzen Ausflug.

Zu Guterletzt gibt es dann noch das \"Superboot\". Ein gigantisches Raft, das mit einem noch gigantischeren Fahrer bestückt ist. Wenn wir ans äusserste gingen, um eine Stromschnelle zu passieren, so fuhr er das Boot locker aus der Hüfte ans andere Ende. Sollte es einem Passagier einmal zu viel werden kann dieser gerne in diese Oase auf dem Fluss umsteigen.

Die Sicherheit wurde natürlich auch von Schwimmwesten und Helmen unterstützt.

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Der Trip:

Wie gesagt begann der Trip in der Hauptstadt Kampala. Man draf sich vor dem örtlichen Shereton Hotel und dann wurde erstmal abkassier. Also nur der Teilnahmebetrag. Ein paar weitere Stopps auf der Fahrt (unteranderem beim Bäcker) und nach eineinhalb Stunden sah man sich am nil stehen.

Eine kurze Einführung in Sachen \"hard right\" und anderen Kommandos, die wohl unumgänglich ist, folgte. Danach wurde erstmal ein bisschen im Stillen wasser probiert. rechts, links RUNTER!!!

Dann ging es los. Mit dem Steuermann hinten und Acht mehr oder weniger begeisterten Touris über die erste stromschnelle. Kein Problem. Auf die Frage, ob das ne berühmte gewesen sei bekameen wir nur ein lachen. Es habe noch gar nicht angefangen. Oha, das versprch einiges. Um die nächste Biegung und wie verstanden alle, was er gemeint hatte. Der \"G-Spot\" (G-Punkt) lag in seiner ganzen Wucht vor uns. Es war der ersten der Großen 5. Alles Stromschnellen der Kategorie 4, der anscheinend höchsten, die für laien zugelassen sind (die Skala geht ja auch nur bis 5!!!).
Die kurze retorische Frage ob jemand aussteigen will und schon hies es hart rudern um einen akzeptablen Ausgangspunkt zu erreichen.
Man hörte dann nur noch ein runter und schon lag das komplette Team im Wasser. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie lange 20 Minuten sind, wenn man sie unter Wasser verbringen muss ohne Ahnung wo oben und Unten ist und mit 7 anderen panikschiebenden Touristen am Bein. Was solls, einmal durchgezählt, alle da, Boot umdrehen und wieder rein. Dann halt die nächste...

So ging das dann weiter. Noch weitere 3 Grade 4 Schnellen( Darunter ein zweieinhalbmeterwasserfall, den wir rückwärts runter sind) und ein ganzen haufen Kleinerer und schon fanden wir uns an einem lauten, ohrenbetäubenden Stück des Nils wieder. Alles Aussteigen. Es hieß nun erstmal das Boot tragen. Zu gefährlich! Nun wurde uns der Blick auf die Weltweit gefährlichste Touristenstromschnelle frei. Wahnsinn. Es wurde neu gemischt. ein Boot sollte ausenrumlaufen, eines den sogenannten Notausgang gbefahren und eines mittendurch (Kenterwarscheinlichkeit 99,9 %). Ich entschloss mich für die goldene Mitte. Wau, mehr bleib nicht zu sagen.
Das letzte Highlight war dann noch die Abschlusswelle. Es hies runter und alle gingen in Deckung. Dann ein Platsch und 5 von 8 Leuten flogen aus dem Boot. Das Boot trieb auf der Welle. Es fing an sich zu drehen. Der Guide lachte und Wusch flog auch er aus dem Boot. Waren wir noch zu dritt. Endlos lange kam uns der Ritt vor. An der Seite ein Fotograph, der Bilder von unseren Angsverzerrten Gesichtern machte und wir erfürchtig gebannt, als noch einer rausflog wurde das Boot wieder freigegeben, und wir triben weiter den Fluss hinab...

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Das Fazit:

Für wen empfehlenswert??? Eigentlich für alle und niemanden. Es gehört schon ein gewisser Hang zum Selbstmord dazu, aber es ist so unglaublich geil, man glaubt es nicht. Natürlich kann man das manchmal erst danach empfinden und zwischendurch denkt man ans aufhören, aber das sollte man nicht. Es ist jeden Cent wert.

Mir hat es unglaublich gut gefallen (im Nachhinein) und die Foto-CD, die man danach für 10 $ erwrben kann ist unglaublich. Tolle Bilder, die einem diesen Ausflug unvergesslich machen. Ich würde es warscheinlich wieder tun. Ein zweiter Trip kostet übrigends nur die Hälfte. Aber wann kommt man denn schon zweimal im Leben nach Uganda????
Wenn ihr mal in der Nähe sein solltet. auf keinen Fall verpassen und wenn ihr euch für besonders Tollkühn haltet, findets doch einfach mal raus. In diesem Sinne danke fürs Lesen und bitte schreibt mir ein zwei Kommentare rein. Ich bin stehts bemüht meine Berichte zu verbessern.

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