mehr zum Thema Rauchmelder Testbericht

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Erfahrungsbericht von gerkzeit

Früher dachte ich, die seien nicht notwendig

Pro:

Günstig

Kontra:

Fehlmeldung möglich

Empfehlung:

Ja

Das Schlüsselerlebnis

Ich saß hinter meinen Schreibtisch und erneuerte den Führerschein einer US-Soldatin. Munter tippte ich drauf los um ihr eine vorläufige Fahrerlaubnis für Deutschland zu erstellen. Das Gespräch mit ihr war intensiv und der ein oder andere Joke rief so manchen Lacher hervor. Doch dann verging mir aus unangenehmen Grunde die Lust zum talken. Es wurde merkwürdig still. Ich rümpfte mir die Nase und dachte mir, „nun ja, der Soldatenberuf passt wohl doch nicht zu einer hübschen Frau wie dir“. Zumindest ließ der schlimme Werkstattgeruch diesen Schluss zu. Von Sekunde zu Sekunde wurde es schlimmer. Mein Gott, was für eine Meinung hatte ich zu diesem Zeitpunkt von dieser Frau. Der Beleidigungsgrad meiner Gedanken erreichte schwindelerregende Höhen. Ich arbeitete schneller und wollte diese „Dame“ auf dem schnellsten Weg loswerden. Auch ihr blieb der penetrante Geruch nicht verborgen. Zu jenem Zeitpunkt noch der Meinung sie wäre die Ursache des riechenden Übels erstaunte mich diese Selbsterschnüfflung nicht schlecht. Jedoch auch als sie das Büro schon verlassen hatte wurde die Qualität der Luft nicht wesentlich erhöht. Ich begann an meiner Vermutung zu zweifeln.
Als dann noch meine Kollegin aus dem Nachbarbüro ein vertrauliches Gespräch mit mir führen wollte, nachdem meine vorherige Kundin ihr etwas zugeflüstert hatte, wurde mir klar das sich die Gedanken jener Frau nicht sonderlich von meinen unterschieden haben dürften. „Verdammt noch mal, hier stinkt’s!“
Noch immer konnten ich und Seargent Taylor-Wood nicht ausmachen wo dieser Geruch herkam. Nur, dass irgendetwas schmorte, soviel war uns klar. Die Feuerwehr musste her. In letzter Sekunde ließ Frau Taylor-Wood durch einen Aufschrei des Entsetzens erkennen, dass sie die Ursache des Übels nun doch gefunden hatte. Mit einem kräftigen Zug an der Leitung zu meinem PC (der Stecker wäre mir bald ins Gesicht geschleudert) unterbrach sie dessen Stromzufuhr.
Es war mein Monitor, in dem etwas schmorte. Der Rauch verteilte sich nicht etwa wie man vermuten könnte im Zimmer, sondern stieg mit hohem Tempo geradewegs nach oben und sammelte sich an der Decke. Wir riefen trotzdem zur Sicherheit die Feuerwehr und bekamen prompt einen Anschi..... weil wir nicht die vorgeschriebenen Rauchmelder hatten.
Ursache für viele Todesfälle durch Brände ist nicht das eigentliche Feuer sondern dessen Rauchentwicklung, so die Belehrung durch die Feuerwehr.
Nach kurzer Klarstellung, dass für die Ausstattung der Büroräume mit Rauchmeldern die Betriebs-Leitung zuständig ist, und mit dem Wissen, dass die Mühlen der Armee langsam mahlen, entschlossen wir uns für diese Zeit selbst einen dieser Alarmgeräte zu kaufen.

REV-Rauchmelder, die günstige Variante!

Bedenkt man, dass diese günstige Variante der Rauchmeldung Testsieger bei Stiftung-Warentest 2002 war, dann haben wir sogar einen guten Deal gemacht. Keine 10 Dollar haben wir für ihn bezahlt. Im Internet wurde er für 8.95 Euro angeboten, was ja dem US-Preis ungefähr entspricht. 8.95 Euro, die Leben retten können.
Der REV-Rauchmelder ist als reines Alarmgerät zu sehen und nicht als automatischer Brandmelder zur örtlichen Feuerwehr. Die Anschaffung und Installierung eines solchen wäre wohl auch wesentlich aufwendiger und teurer. Und trotzdem, die schnelle Realisierung und Lokalisierung eines Brandherdes, ermöglicht eine schnelle Bekämpfung und eine frühestmögliche Flucht. Die Versperrung der Fluchtwege ist mit das Hauptproblem das beim späten Bemerken eines Brandes entsteht.
Entscheidet man sich für die Bekämpfung müssen einige Grundregeln, die man bei der Feuerwehr erfährt, beachtet werden.

Folgende sind mir noch Erinnerung:

- Kein Wasser auf brennendes Fett (Stichflammenbildung)
- Wenn möglich, Fenster und Türen nach Flucht geschlossen halten (Feuer bekommt keinen Sauerstoff)
und
- Kleinere Brandherde mit Decken ersticken. Zeitaufwendiges Wasserholen entfällt und die gefährliche Stichflammenbildung bei brennenden Fett wird verhindert.

Gibt es Fehlmeldungen?

Ja!
Die Annahme, dass die gerauchte Zigarette einen Alarm auslösen könnte ist unberechtigt. Viel zu gering ist die Rauchentwicklung! In der verräucherten Kneipe sieht es schon wieder anders aus. Zwanzig Raucher an einem Fleck können sehr wohl einen Fehlalarm auslösen, vor allem wenn durch viele Personen Wärme entsteht. Einen Rauchmelder direkt über dem Küchenherd zu installieren wäre aus leicht ersichtlichen Gründen auch keine glückliche Lösung. Die aufsteigende Hitze, gepaart mit Dampf und Rauch könnten auch dazu führen unnötig erschreckt zu werden. Aber in der Nacht, in der Aktivitäten dieser Art relativ selten sind, ist ein Fehlalarm nicht zu erwarten. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist dieser Rauchmelder auch in einer Wohnung empfehlenswert.

Das Gerät

Das Gerät ist ohne großen Aufwand durch Bohren von Löchern etc. zu befestigen. Es funktioniert mit Batterien und ist somit von der häuslichen Stromversorgung unabhängig. Der Energieverbrauch ist gering, was einen Wechsel der Energieträger erst nach 5-6 Monaten nötig macht. Nach dieser Zeit sollte man die Batterien allerdings wechseln. Das Auslaufen jener ist zwar heutzutage selten, aber nicht unmöglich. Eine dadurch entstandene Beschädigung des Gerätes könnte im Ernstfall fatale Folgen haben. Das normale Zuneiggehen der Energiezufuhr wird durch einen hellen Ton, der sich vom eigentlichen sehr schrillen Alarmton unterscheidet, angezeigt. Wer nicht so lange warten will kann mit Druck auf die Prüftaste mittels LED-Leuchte den Zustand der Batterien überprüfen.

Das Design

Das Gerät hat mit den teuren und unschönen Aggregaten, wie sie eigentlich in den öffentlichen Büros der US-Armee vorgeschrieben sind nichts zu tun. Es ist rund, unscheinbar und passt sich in seiner Farbe jeder weißgetünchten Decke an. Der kleine Lautsprecher gesellt sich nebst LED-Leuchte in der Mitte, und der eben verlaufenden Prüftaste an dessen Seite, zentral versetzt auf der Oberfläche des Gerätes.

Die Verpackung..........

.........ist ein Kapitel für sich und kann den einen oder anderen Fluch auslösen. Eingefasst unter einer durchsichtigen festen Plastikform ruht das gute Stück für den Besitzer nahezu unerreichbar auf einem mit der Beschreibung versehenen Pappdeckel. Ohne Schere und Brachialgewalt ist da nichts zu machen. Die benötigten Batterien sind im oberen rechten Eck integriert und müssen nicht extra gekauft werden.

Fazit

Während ich Rauchmelder in Privatwohnungen von meinen zahlreichen Besuchen in den USA her schon kannte, hielt ich sie in deutschen Wohnung für unnötig. Was soll bei uns schon brennen? Sind doch Holzhäuser, wie sie vor allem im Süden der USA gebaut werden, bei uns eher eine Seltenheit. Und wer schon mal der Verzweiflung nahe war, weil sich der Gartengrill wieder einmal nicht zünden ließ, der weiß wie schwierig es sein kann ein Feuer zu entfachen. Ja es wurde mir sogar von der Feuerwehr bestätigt, dass wirkliche Brände in deutschen Wohnungen relativ selten sind. Außer dem leichtentzündlichen Gardinenbrand oder den außer Kontrolle geratenen Christbaumfeuer zu Weihnachten gibt es bei uns vor allen den Schwelbrand, der oft, ausgelöst durch Veralterung des häuslichen Stromnetzes, im Verborgenen schwelt. Unbemerkt schleicht dieser durch Ritzen und Leitungen von Zimmer zu Zimmer und kann durch starke Rauchentwicklung vor allem den schlafenden Menschen zum Verhängnis werden. Hier kommt unser Rauchmelder zum Zuge. Noch heute bin ich der Meinung, dass man auch ohne ihn und unter Beachtung einiger einfacher Regeln nachts nicht um den Schlaf gebracht werden sollte. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass so mancher Tod durch Rauchvergiftung durch eine kleine Investition von 8.95 Euro hätte verhindert werden können.

25 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Rebba

    08.06.2004, 15:38 Uhr von Rebba
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich auch, seitdem "irgendeinidiot" bei uns im Keller Holz und einen alten Teppich zusammengesucht hat und unter einer Gasleitung angezündet hat. Gottseidank war die Leitung oben unter der Decke und die angezündeten Sachen schmorten durc