mehr zum Thema Rauchmelder Testbericht
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Erfahrungsbericht von StBoy
Die Gefahr lauert überall!
Pro:
stehen im Bericht
Kontra:
dürfte es nicht geben
Empfehlung:
Ja
Beispiel 1: Spielende Kinder
Kinder lieben es, sich zu verstecken. Sie bauen gerne Höhlen. So auch an diesem Tag. Mal wieder nehmen sie das halbe Schlafzimmer auseinander und fertigen aus den Decken einen richtig tollen Spielplatz. Doch irgendwie ist es ihnen in der Höhle zu dunkel. Da kommt der vierjährige Daniel auf eine ganz hervorragende Idee. Er legt einfach die eingeschalteten Nachttischlampen in mitten dieses Tummelplatz.
Mit der Zeit wird jedes Spiel langweilig. Somit marschieren die Kinder zurück ins Kinderzimmer, um hier ihrem Tatendrang nachzukommen, doch die Lampen leuchten weiter. Sie werden warm, sie werden heiß und mit der Zeit greift die Hitze auf die Decken über. Die Decken schmorren gemütlich vor sich hin.
Mutti guckt zwischenzeitlich von der Küche aus zu den Kids und da diese sich nun im eigenen Zimmer tummeln, entdeckt sie die Gefahr noch immer nicht. Erst, als sich der Rauch im Schlafzimmer sammelt und seinen Weg durch die Spalten der Tür sucht, wird ihr bewußt, daß etwas nicht stimmt. Zu spät! Jetzt heißt es nur noch, sich schnell zu retten und Hilfe alamieren.
Ein Rauchmelder im Schlafzimmer hätte dafür sorgen können, daß schon bei der ersten Rauchentwicklung die Gefahr erkannt wird. Somit wären die Lampen schnell ausgeschaltet und die qualmenden Decken mit ein paar Eimern Wasser von der Hitze befreit.
Kinder spielen gern. Sie möchten alles entdecken und austesten. Kerzen, Zündhölzer, Feuerzeuge, Lampen... Wir alle wissen, daß diese Gegenstände in ihren Händen nichts zu suchen haben, aber schaffen wir es immer, sie rechtzeitig zu kontrollieren?
Beispiel 2: Der Kabelbrand
Eine Familie wohnt in der Dachgeschoßwohnung. Nebenan hat sie einen großen Abstellraum. Die zur Verfügung stehende Steckdose nutzt Mutti für den Wäschetrockner, denn so nimmt er in der Wohnung den Platz nicht weg. Doch die Leitungen sind alt und der Trockner ist alt. Niemand weiß genau, an welcher stelle die Funken nun wirklich gesprungen sind - aber sie haben es getan. Das alte Gemäuer und die vielen Dinge, die sich im Abstellraum angesammelt hatten, freuen sich über jeden Funken und er findet erfolgreich seinen Weg. Schnell brennt alles lichterloh und noch immer ahnt die Familie nichts. Erst als der Vater nach draußen will, bemerkt er Hitze und Qualm an der Wohnungstür. Nur dieser Zufall sorgte dafür, daß die Familie den einzigen Fluchtweg noch im letzten Moment benutzen konnte, um Hilfe zu alamieren.
Ein Rauchmelder hätte diesen Zufall unnötig gemacht. Deutlich schneller wäre ihnen die Gefahr bewußt geworden. Deutlich schneller hätten sie handeln können. Was wäre wohl passiert, wenn dieser Brand die Familie im Schlaf erwischt hätte?
Auch wir haben alte Geräte im Haus. Garantiert kenne ich nicht jede alte Leitung, die unser Vermieter mal vor Jahren in die Wand gezogen hat. Wann könnte bei uns wohl der Funke überspringen?
Beispiel 3: Das offene Feuer
Das Ehepaar liebt es auch heute noch - knisternde Romantik am offenen Kamin. Natürlich weiß er, daß Nadelhölzer nicht wirklich geeignet sind und doch liebt er diesen Duft und dieses besondere Knistern des explodierenden Harzes.
Als sie wieder so zusammensitzen, klingelt es an der Tür. Ein netter Nachbar ruft beide zu sich und der Kamin ist durch diesen kleinen "Überfall" völlig vergessen. Ausgerechnet an diesem Abend ist ein Knall im Kamin zu stark. Funken fliegen und ein paar Stückchen Glut bewegen sich in Richtung Teppich. Als das Ehepaar nach einer Stunde zurückkommt, steht die Wohnung in Flammen.
Wie oft arbeiten wir mit offenem Feuer? Achten wir tatsächlich immer so stark darauf, wie es Brandvorschriften eigentlich vorsehen? Sollten wir uns dann nicht zumindest rechtzeitig warnen lassen, um unsere Fehler schnellstens zu erkennen und darauf zu reagieren?
Beispiel 4: Feurige Nachbarn
Heute ist bei Familie Krause mal wieder ein richtig hektischer Tag. Sie müssen sich beeilen, denn ein wichtiger Termin steht an. Irgendwie in Gedanken versunken schaltet Mutti den Herd aus und dreht zu weit - der Schalter steht nun auf voller Leistung. Paulchen hatte mal wieder keine Lust auf Muttis Futter und bestellt beim Pizzalieferanten. Den Karton entsorgt er nicht sofort, sondern wirft ihn, da keine Zeit mehr ist, schnell auf den Herd. Jeder kann sich denken, was nun passiert. Doch Familie Krause bemerkt nichts. Sie sind schließlich in aller Eile zum Termin.
Ein feuer entwickelt sich und breitet sich aus. Der Qualm bewegt sich, findet seinen Weg - er marschiert durch den Lüftungsschacht der Küche in die Nachbarswohnung. Dort lebt ein altes Rentnerpaar. Beide genießen gerade ihren wohlverdienten Mittagsschlaf und sehen daher nicht die drohende Gefahr...
Ein Rauchmelder in der Küche dieses Paares könnte sie nun über das drohende Unheil informieren!
Ich komme zum Schluß!
Gefahren lauern überall. Mal könnten wir sie durch etwas mehr Kontrolle verhindern und mal haben wir keinen Einfluß darauf. Beispiele 1 und 2 haben sich in ähnlicher Form im eigenen Bekanntenkreis zugetragen. Täglich sehen wir die Feuerwehr, wie sie ihren Dienst vollrichtet. Regelmäßig hören wir in Funk und Fernsehen, daß Menschen durch ein Feuer schwer verletzt oder sogar getötet werden. Nicht durch das Feuer selbst, denn meist sind sie schon längst im Qualm erstickt, wenn die Flammen bei ihnen eintreffen.
Wie oft machen wir uns diese Gefahren bewußt? Was machen wir, um unsere Gesundheit und unser Leben zu schützen? Ist ein Stück Sicherheit nicht das wenige Geld für ein paar Rauchmelder wert?
Natürlich sollten wir Rauchmelder nicht direkt über einer Feuerstelle anbringen. Schon ein wenig Rauch aus dem Kamin würde dann für regelmäßigen Fehlalarm sorgen. Ein angebranntes Steak auf dem Herd läßt den Melder sofort ertönen. Diese vielen Fehlmeldungen würden dann natürlich nerven und dafür sorgen, daß wir ihn irgendwann ganz deaktivieren. Besonders wichtig ist aber der Schutz des Schlafbereichs, denn nichts ist gefährlicher als ein Feuer, daß uns über Nacht erwischt. Ein Rauchmelder im Flur könnte uns z.B. darüber informieren, wenn sich der Qualm von Wohnzimmer oder Küche in Richtung Schlafzimmer schleicht.
Einmal angebracht, hat man natürlich keine Ruhe auf Ewigkeit! Man muß die Batterien auch gelegentlich prüfen! Nichts wäre schlimmer als ein Rauchmelder, der im Fall der Gefahr durch durch den fehlenden Strom versagt.
Ich möchte hier nicht auf alle Punkte eingehen, auf die beim Anbringen der Rauchmelder zu achten ist, denn jede Wohnung ist anders und somit gibt es in jeder Wohnung auch ganz spezielle Punkte, die man berücksichtigen sollte. Ich kann hier nur empfehlen, auch einmal Kontakt mit der örtlichen Feuerwehr aufzunehmen. Diese Leute sind geschult und beraten meist auch sehr gern. Es ist ihnen nun einmal viel lieber, der Gefahr vorzubeugen als im Nachhinein die verkohlten Brandleichen zu bergen.
39 Bewertungen, 5 Kommentare
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14.05.2004, 12:10 Uhr von MarcinD
Bewertung: sehr hilfreichDer Bericht ist gut gelungen. Vor allem sehr informativ. Für unser Haus, dass wir nächstes Jahr bauen, werden Rauchmelder Pflicht sein. Gruß Martin
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11.05.2004, 23:55 Uhr von Zarte
Bewertung: sehr hilfreichmeldet so ein alarm auch wenn man raucht? dann ist es denke ich mal nix für uns, obwohl ich auch ne kleine Tochter hab, aber wir rauchen (ab und an!) in der wohnung.. Lg Sandra
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11.05.2004, 19:39 Uhr von Testebise
Bewertung: sehr hilfreichHab grad meiner Ma einen als Wink mit dem Laternenpfahl geschenkt, nachdem sie mit ihrem Bett fast abgebrandt wäre.
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11.05.2004, 00:16 Uhr von Hexe1860
Bewertung: sehr hilfreich... ist sehr gut gelungen. LG :-)
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09.05.2004, 22:48 Uhr von retilein
Bewertung: sehr hilfreichklasse bericht
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