Ravensburger Der Zerstreute Pharao Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten

Erfahrungsbericht von Tethra

Schatzsucher gesucht!!

4
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Das Spiel für:  Hobby-Spieler
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

verbraucht wenig Platz, macht Spaß

Kontra:

wird nach mehreren Partien etwas langweilig

Empfehlung:

Ja

Heute schreibe ich über das Brettspiel „Der Zerstreute Pharao“.
Der Pharao hat in seinem leben viele Schätze in seinen vielen Pyramiden versteckt und hat leider vergessen wo diese alle sind. Nun sollen die Spieler (2-5) die Schätze in einem witzigen Spiel ab 8 Jahren, das ca. 30 Minuten dauert, wieder finden.

Autor und Verlag:
Der Autor des Spiels heißt Gunter Baars. „Der Zerstreute Pharao“ wird seit 1997 vom bekannten Ravensburger Verlag vertrieben. Hier dessen Adresse:

Ravensburger Spieleverlag
Postfach 18 60
88188 Ravensburg

Verpackung:
Auf der Vorderseite der großen Pappbox ist eine große Statue, die den Pharao darstellen soll und der seinen Gefolgsleuten zwei Pyramiden öffnet, damit die Untertanen sie aus den Pyramiden holen können. Die Männer haben schon einige Schätze gefunden und diese an die Oberfläche gebracht und haben sie auf dem trockenen Wüstensand abgelegt. Die Szene spielt natürlich im alten Ägypten.
Über diesem Geschehen steht in altertümlicher Schrift der Name des Spiels.
Auf den Seiten des Spiels sind die Alterangabe und die empfohlene Spieleranzahl abgebildet.
Auf der Rückseite sind eine Kurzbeschreibung des Spiels, eine Spielszene und die Namen der Spielentwickler, sowie die Adresse des Verlages zu sehen.

Inhalt:
Die große Pappbox enthält folgende Utensilien:
-47 Pyramiden in gelb, rot und blau
-48 Chips (12 mit einem Schatz darauf und 36 ohne)
-48 Karten
-1 Spielplan
-1 ausführliches, gut verständliches deutsches Handbuch

Nach dem ersten Öffnen fragt man sich, warum kein Spielbrett enthalten ist. Ganz einfach: Man spielt das Spiel in der Schachtel. Das spart viel Platz und man kann das Spiel somit auch im Auto oder im Zug spielen. Dies habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Spielvorbereitungen:
Zuerst verteilt man die Chips in der Schachtel, in der für jeden Chip eine Vertiefung vorgesehen ist und legt danach den Spielplan (es bilden sich 12 quadratische Felder, in dem jeweils nur ein Schatz liegen darf) darauf, damit die Pyramiden die, man anschließend beliebig darauf legt, sich schön schieben lassen. Die Pyramiden legt man so auf den Spielplan, dass ein Feld, auf dem kein Schatz liegt, frei bleibt. Nun sortiert man die Karten auf drei verschiedene Stapel: Es gibt 20 Karten mit einer Eins, 19 mit einer Zwei und 9 mit einer Drei darauf. Nun dreht man die Schachtel noch einige Male im Kreis herum, so dass niemand mehr weiß wo die Schätze liegen und somit kann es losgehen.

Spielverlauf:
Der erste Spieler deckt die oberste Karte des Stapels mit der Nummer eins auf. Auf ihr (auf den anderen natürlich auch) ist einer der 12 Schätze (z.B. der Kronleuchter) und eine Punktezahl (entweder 1 oder 2) abgebildet und der Spieler muss nun durch Verschieben der Pyramiden zu diesem Schatz kommen. Deckt der Spieler ein Feld ohne Schatz auf darf er weiterziehen, erreicht er ein Feld mit einem anderem Schatz ist der nächste Spieler (im Uhrzeigersinn) an der Reihe. Falls der Spieler den gesuchten Schatz aufdeckt, darf er die Karte behalten und bekommt somit die darauf befindliche Punktezahl gutgeschrieben. Dies geht solange weiter, bis der Stapel aufgebraucht ist.
Nun kommt der Stapel mit der Nummer zwei an die Reihe. Jetzt wird es erst richtig ernst, denn jetzt gibt es neben den normalen Karten, die nun drei Punkte geben, auch fünf verschiedene Ereigniskarten, wie z.B. „Sandsturm“ bei dem die Schachtel um 180 Grad gedreht wird oder „Geschenk“ bei dem man zu einem Schatz zieht und die Mitspieler einem dann eine ihrer Suchkarten, mit dem gleichen Schatz schenken müssen. Außerdem muss nun die Schachtel nach jedem gefundenen Schatz um 90 Grad gedreht, wodurch man schnell die Orientierung verliert.
Ist dieser Stapel aufgebraucht, kommt der Stapel mit der Nummer drei dran.
Nun erhält man für jeden gefundenen Schatz vier Punkte. Das gemeine an der Sache ist aber, dass man, wenn man einen falschen Schatz aufdeckt, aus dem Spiel ausscheidet. Das Spiel endet, wenn entweder der Stapel aufgebraucht ist oder die Ende -Karte, auf der der schlafende Pharao abgebildet ist, aufgedeckt wird.
Anschließend zählt jeder Spieler die Werte auf seinen, im Laufe des Spiels gesammelten Karten zusammen und derjenige mit der höchsten Gesamtpunktzahl hat das Spiel gewonnen.

Meine Erfahrungen:
Ich besitze dieses Spiel jetzt schon seit ca. 5 Jahren und ich spiele es jedes mal wieder Spaß, wenn ich es zusammen mit Freunden oder meinen Eltern spiele.
Leute, die über eine gute Merkfähigkeit besitzen haben bei diesem Spiel einen großen Vorteil, da es eigentlich nur auf diese ankommt. Aber ein abfüllendes Spiel ist „Der zerstreute Pharao“ nicht, da der Spielspaß nach ein bis zwei Spielen wegen des eintönigen Spielprinzips abflacht. Aber da ich nicht sehr oft Brettspiele spiele macht mir eigentlich jede neue Partie, auch weil man die Chips beliebig vertauschen kann, Spaß. Die Altersangabe (ab 8 Jahren) finde ich angemessen, da kleinere Kinder die zweite und dritte Runde meistens nicht richtig verstehen. Darum ist es ratsam mit ihnen einfach die beiden letzten Runden wegzulassen und das Spiel ein paar mal hintereinander zu spielen.

Fazit:
„Der zerstreute Pharao“ ist eine mit vielen sinnvollen Erweiterungen ausgestatte Variante des klassischen Memories. Wer also diesem die Nase voll hat, sollte unbedingt mal einen Blick auf dieses Spiel werfen. „Der zerstreute Pharao“ ist vor allem für Familien mit Kindern geeignet, da die Kinder dabei auch noch etwas lernen, weil sie mit diesem Spiel ihr Gedächtnis verbessern können. Der Preis von 20€ ist meiner Meinung nach angemessen, da heutzutage eigentlich jedes größere Spiel so viel kostet.
Ich vergebe vier Sterne, da „Der zerstreute Pharao“ nach mehreren Partien hintereinander etwas langweilig wird, aber sonst gibt es eigentlich nichts zu bemängeln.

Falls euch etwas an diesem Bericht nicht gefallen hat, benachrichtigt mich bitte.

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • gangster09

    30.12.2004, 20:42 Uhr von gangster09
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... hat mir alles sehr gut gefallen-- mfg rené