Religions- und Sektenkritik Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Carola
leider häufig zu polemisch und unsachlich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Die 'Sektenkritik' wird in diesem Land leider sehr häufig auf einem polemisch-unsachlichem Niveau geführt. Ein besonders miserables Beispiel dafür war die Informationsbroschüre der Jungen Union, die vor einigen Jahren durchgeführt wurde.
"(In)sekten - nein danke", die jedoch lediglich den Gipfel des Eisbergs darstellte.
Zu fordern wäre eine sachliche Herangehensweise an das Thema und zwar von wirklichen Experten und nicht, wie es leider häufig geschieht, von selbsternannten.
Zu fordern wären ebenfalls wirklich richtige Zahlen der Mitglieder, wie sie zum Beispiel vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst regelmäßig veröffentlicht werden. Nicht hilfreich ist hingegen die Praxis einiger kirchlicher Sektenbeauftragter. Auffallend ist nämlich, dass inzwischen auch viele christliche Sondergruppen in die Kategorie 'Sekte' fallen, die vor Jahren noch nicht erwähnt wurden und es drängt sich der Verdacht auf, dass man hier lediglich auf eine möglichst hohe Zahl kommen will.
Die Folge dieser Praxis ist, dass in der Bevölkerung Ängste geschürt werden und durch die immens hohen (angeblichen) Mitgliederzahlen suggeriert wird: unter jedem deutschen Bett befindet sich ein Sektenmitglied.
Zudem werden leider die Wissenschaftler, die sich sachlich und natürlich wissenschaftlich mit diesem Thema auseinander setzen teilweise systematisch als Sektenlobbyisten oder gar als selber als Mitglieder denunziert werden. Hier hat es sogar schon Prozesse gegeben. Es kann einfach nicht sein, dass hier eine eindeutige Schwarz-Weiß Einteilung gemacht wird, die Kritiker auf der ausschließlich positiven Seite gesehen werden und die Kritiker der Kritiker automatisch ins negative Lager 'fallen'.
Ich will hier beileibe keine Lanze für irgendeine Religion oder sogenannte Sekte brechen. Jedoch bin ich der Auffassung, dass bereits der Begriff 'Sekte' einer neutralen und wirklich aufklärerischen Auseinandersetzung im Weg steht. Schließlich meint 'Sekte' lediglich 'Abspaltung' und insofern ist bereits das Christentum und sogar das Judentum eine Sekte.
Auch mit dem Wahrheitsargument kann nicht diskutiert werden. Religiöse Wahrheiten werden nun einmal nicht demokratisch abgestimmt.
Neutrale und sachliche Beschäftigung mit diesem Thema tut not. Das sollte eigentlich auch beinhalten, dass man die Bücher und Materialien der sogenannten Sekten auch mal liest und zwar bevor man sie kritisiert, denn kritisieren kann und sollte man nur aus Sachkenntnis heraus.
Dabei ist es noch nicht einmal notwendig selber in die entsprechenden Zentralen zu gehen - davon ist hingegen in der Tat je nach Gruppierung abzuraten. Viele Bücher gibt es auch in den diversen Universitätsbibliotheken. So existiert beispielsweise in Tübingen das Sondersammelgebiet der Religionswissenschaft mit einer Fülle von Materialien zu dieser Thematik.
Also erst informieren - dann kritisieren.
"(In)sekten - nein danke", die jedoch lediglich den Gipfel des Eisbergs darstellte.
Zu fordern wäre eine sachliche Herangehensweise an das Thema und zwar von wirklichen Experten und nicht, wie es leider häufig geschieht, von selbsternannten.
Zu fordern wären ebenfalls wirklich richtige Zahlen der Mitglieder, wie sie zum Beispiel vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst regelmäßig veröffentlicht werden. Nicht hilfreich ist hingegen die Praxis einiger kirchlicher Sektenbeauftragter. Auffallend ist nämlich, dass inzwischen auch viele christliche Sondergruppen in die Kategorie 'Sekte' fallen, die vor Jahren noch nicht erwähnt wurden und es drängt sich der Verdacht auf, dass man hier lediglich auf eine möglichst hohe Zahl kommen will.
Die Folge dieser Praxis ist, dass in der Bevölkerung Ängste geschürt werden und durch die immens hohen (angeblichen) Mitgliederzahlen suggeriert wird: unter jedem deutschen Bett befindet sich ein Sektenmitglied.
Zudem werden leider die Wissenschaftler, die sich sachlich und natürlich wissenschaftlich mit diesem Thema auseinander setzen teilweise systematisch als Sektenlobbyisten oder gar als selber als Mitglieder denunziert werden. Hier hat es sogar schon Prozesse gegeben. Es kann einfach nicht sein, dass hier eine eindeutige Schwarz-Weiß Einteilung gemacht wird, die Kritiker auf der ausschließlich positiven Seite gesehen werden und die Kritiker der Kritiker automatisch ins negative Lager 'fallen'.
Ich will hier beileibe keine Lanze für irgendeine Religion oder sogenannte Sekte brechen. Jedoch bin ich der Auffassung, dass bereits der Begriff 'Sekte' einer neutralen und wirklich aufklärerischen Auseinandersetzung im Weg steht. Schließlich meint 'Sekte' lediglich 'Abspaltung' und insofern ist bereits das Christentum und sogar das Judentum eine Sekte.
Auch mit dem Wahrheitsargument kann nicht diskutiert werden. Religiöse Wahrheiten werden nun einmal nicht demokratisch abgestimmt.
Neutrale und sachliche Beschäftigung mit diesem Thema tut not. Das sollte eigentlich auch beinhalten, dass man die Bücher und Materialien der sogenannten Sekten auch mal liest und zwar bevor man sie kritisiert, denn kritisieren kann und sollte man nur aus Sachkenntnis heraus.
Dabei ist es noch nicht einmal notwendig selber in die entsprechenden Zentralen zu gehen - davon ist hingegen in der Tat je nach Gruppierung abzuraten. Viele Bücher gibt es auch in den diversen Universitätsbibliotheken. So existiert beispielsweise in Tübingen das Sondersammelgebiet der Religionswissenschaft mit einer Fülle von Materialien zu dieser Thematik.
Also erst informieren - dann kritisieren.
14 Bewertungen, 3 Kommentare
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03.04.2002, 17:15 Uhr von R@ven
Bewertung: sehr hilfreichstimme dir zu, erst die info, dann meckern
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25.02.2002, 21:34 Uhr von Doris_
Bewertung: sehr hilfreichIch stimme dir zu. Denselben Eindruck habe ich auch oft.
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25.02.2002, 21:11 Uhr von ichbingut2
Bewertung: sehr hilfreich"Zu fordern wäre eine sachliche Herangehensweise". Du hast auf jeden Fall Recht, toller Bericht!!! Ciao, ichbingut2
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