Reloop RP-5000 MK Testbericht

Reloop-rp-5000-mk
ab 66,51
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Summe aller Bewertungen
  • Ausstattung:  sehr gut
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut
  • Bedienkomfort:  sehr gut

Erfahrungsbericht von TheRoof

Der entscheidende Schritt zum DJ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich hatte mich an den verschiedensten Quellen informiert und war zu dem sicheren Entschluss gekommen, mir niemals ein Reloop Produkt zu kaufen. Dieser Entschluss wurde leider schon indirekt dadurch gebrochen, dass ich zu meinem Gemini Mixer einen Reloop Kopfhörer bekam, na ja, aber ich hatte ihn ja nicht direkt gekauft. Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung über Reloop hierdurch, den mitgelieferten Kopfhörer kann man absolut vergessen. Dennoch mussten zwei Turntables her und ich entschied mich auf zwei gebrauchte Technics 1210er zu sparen. Mit der Zeit wurde mir bewusst, es würde zu lange dauern, so sah ich mich wieder nach Alternativen um. Plötzlich viel mir im Internet die überaus gute Bewertung der höheren Reloop Turntables auf. Da es nicht all zu viele Berichte waren las ich sie mir alle gründlich durch und kam zum Entschluss, es doch vielleicht zu versuchen.
Nach monatelangem Überlegen hatte ich nun zwei kaum gebrauchte Reloop in meinem Zimmer stehen, zu einem preis von 440 Euro (neu hätte ich für beide Geräte 640 Euro bezahlt...). Selbstverständlich waren alle Kabel, ein Slipmat und ein Stanton System pro Turntable inbegriffen.

| Meine Erwartungen |

Obwohl ich noch vor einiger Zeit absolut schlecht über Reloop gedacht habe, waren meine Erwartungen an den Reloops mittlerweile dennoch recht hoch, nicht zuletzt durch die positiven Ciao Berichte darüber. Mir war jedoch völlig klar, dass es seine Zeit dauern würde, bis ich das Handwerk des DJs auch nur ansatzweise verstehen würde.

| Meine Erfahrungen |

Ich kann euch meine Erfahrungen mit diesem Deck nicht aus der Sicht eines Profis, sondern leider nur aus der Sicht eines blutigen Anfängers schildern, der zwei Geräte dieser Sorte seit kurzer Zeit besitzt. Zunächst: Meine ersten Mix und auch Scratch-Versuche gingen komplett in die Hose. Und auch heute kann ich noch kaum etwas, doch ich habe immerhin das Gefühl, dass es von Tag zu Tag ein klein wenig mehr wird. Ich habe im elevator-Store im Münster schon einige Geräte „angetestet“, unter anderem auch die eben erwähnte 1210er-Legende von Technics. Ich kann eindeutig sagen, dass noch ein doch recht entscheidender Unterschied zwischen den beiden Konkurrenten steckt, dennoch reicht der Reloop für mich momentan völlig aus. Mit Gleichlaufschwankungen von 0,08 % WRMS und einer Start/Stopzeit von weniger als 0,8 sek. ist er mit Sicherheit nicht für den Club DJ optimal, für meinen Anfänger-Hausgebrauch ist er jedoch schon auf Grund des günstigen Preises eindeutig zu sehen.
Ich habe eine Methode gelesen, mit der man erkennen kann, ob man von einem Turntable lieber die Finger lassen sollte, oder ob er ausreichend für einen ist, und diese Methode bei den verschiedenen Turntables ausprobiert. Beim meinem läuft’s optimal, den 1000er und 2000er kann ich, schon alleine aufgrund dieses Tests, auf keinen Fall empfehlen, doch das ist hier nicht das Thema.
Man startet den Motor und stellt den Pitch auf „0“ oder aktiviert den Quarz Lock (der sowohl beim 1210er von Technics, als auch bei meinem von Reloop vorhanden ist). Einer der Ringkreise am Plattentellerrand müsste im Stroboskoplicht scheinbar stehen bleiben. Nun bremst man den Plattenteller ab und lässt ihn anschließend wieder los. Der Motor sollte es schaffen, innerhalb kürzester Zeit wieder auf seine „normale“ Geschwindigkeit zu kommen, der Ring müsste also wieder scheinbar stehen bleiben. Kein Problem für dieses Top-Gerät.
Der Pitchbereich ist im Gegensatz zum großen Vorbild erweitert worden, so kann man bei diesem Plattenteller zwischen 10 % und 20 % wechseln, was einem einen noch größeren Freiraum beim Anpassen des Mixings erlaubt. Die 20 % nutze ich jedoch eher sehr selten, da vor allem die Vocals in diesem Bereich eindeutig zu hoch gepitcht sind.
Die Anschlussmöglichkeit eines Beatcounters musste ich bisher ebenfalls noch nicht verwenden, da dieser in meinem Mixer integriert ist, dennoch eine nicht unscheinbare Funktion.
Zwei weitere Erneuerungen im Gegensatz zu vielen Profi-Turntables kann mein Turntable zum einen Rückwärtslaufen, was einem weitere Spielereien rund um einen Track ermöglicht. Zum anderen hat er neben den standardüblichen 33 1/3 und 45 RPM noch eine dritte Geschwindigkeit, nämlich 78 RPM, die jedoch meiner Meinung nach völlig überflüssig ist und nur im Ausnahmezustand verwendet werden sollte.
Mit 13,2 kg ist dieses Gerät kein Leichtgewicht, was ich schon beim Abholen der beiden Geräte sofort gespürt habe, doch so muss es nun mal sein um Standfestigkeit zu garantieren.

| Fazit |

In der Szene ist Reloop als absoluter Nichtskönner und Abzocker bekannt, ich denke jedoch, wie auch andere Ciao Mitglieder schon vor mir geschrieben haben, das dies durch die Anfänger Produkte wie den RP-1000 kommt. Meine Meinung über diesen Turntable hat sich nicht geändert, (ich warne: Lasst die Finger davon!), doch von den etwas besseren Reloop-Turntables bin ich absolut begeistert und überzeugt. Das Preisleistungsverhältnis ist wirklich unschlagbar, es hätte weitere Monate gedauert, bis ich mir die beiden Technics hätte kaufen können. Vier Sterne von mir – ich werde dennoch alles versuchen, um so bald wie möglich an meinen ersten 1210er zu kommen...

© by TheRoof @ Yopi / 24.06.02

10 Bewertungen