Renault Safrane Testbericht

Renault-safrane
Abbildung beispielhaft
ab 18,66
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Erfahrungsbericht von gerkzeit

Ein Hauch von Luxus

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wer einen Renault Safrane auf der Strasse sieht, wird nicht auf Anhieb erkennen, dass es sich hier um einen Wagen der Oberklasse handelt. Geparkt zwischen Scorpio, Omega oder Passatt wird er niemanden auffallen, zumindest nicht dem Autolaien, so unscheinbar wirkt der Safrane auf seinen Betrachter. Und obwohl er mit fast 5 Metern zu den grossen Erscheinungen auf Europas Strassen gehoert, wirkt er zierlich und zurueckhaltend.

Anders wird das allerdings beim Besteigen dieses eigentlich zur Luxusklasse gehoerenden Autos. Mit leichten Druck auf den Schluessel oeffnen sich saemtliche Tueren per Funk. Die Tueren lassen sich leicht und fast geraeuschlos durch Nachobendruecken des Griffes oeffnen. Ich muss allerdings eingestehen, dass so manche Frauen mit diesen Griffen auf Kriegsfuss stehen, denn so etliche Fingernaegel, die laenger als 1 cm sind, haben schon dran glauben muessen.

Einen Hauch von Luxus verspuert wer sich in den soliden \"Leder-Sesseln\" dieses Luxus-Liners niederlaesst. Kein bischen geben sie nach hinten nach und verleihen sofort ein Gefuehl der Sicherheit. Die Stoffvariante der Sitze allerdings gibt sich, aehnlich wie das ganze Auto, als weniger aus als es ist. Wie nennt man das? Ich glaube Understatement.

Hat man Platz genommen liegt das Amaturenbrett foermlich vor einem. Ja man hat wirklich den Eindruck als verneige es sich vor dem Fahrer um es der \"Majestaet Fahrer\" so zu ermoeglichen saemtliche Anzeigen leicht zu erkennen. Das Lenkrad laesst sich in der Hoehe verstellen. Den Hebel an der Saeule drueckt man nach unten schon kann man es, entweder an sich heran oder von sich weg ziehen um die beste Position zu erreichen.Beim Anlegen des Gurtes vermisse ich ein bischen diesen Klick, der uns vergewissert, dass er auch richtig eingeschappt ist. Aber das ist ein geringer Maengel.

Das Radio ist vom Lenkrad aus zu bedienen. Von Casette auf Radio, von Radio auf CD, von laut auf leise, alles per Knopf vom Lenkrad aus. Allerdings wechseln muss man die Casette immer noch am Geraet. Wenn einem bei Nacht die tausend roten Lichter stoeren, klappt man einfach die Abdeckung herunter und hat somit ein fast vollstaendig, edel abgedecktes Amaturenbrett vor sich. Welchen Sender man eingeschaltet hat liest man einfach an der oberen Einblendung im Amaturenbrett ab.

Auf die gezogene Handbremse oder die nicht ganz geschlossene Tuer sowie auf den fast leeren Tank weisst eine Geisterstimme hin, die nach ungefaehr 400m Fahrt ertoent. Wer hier nicht vorbereitet ist wird wohl etwas erschrecken.

Der Bordcomputer weisst auf die gefahren Kilometer, den momentanen Benzinverbrauch, den Durchschnittsverbrauch, die Kilometer bis zum naechsten Service und die verbleibende Distanz hin. Interressant waere auch noch zu wissen wieviel Benzin noch im Tank ist. Diese Anzeige erscheint allerdings nicht.

Die Klimaautomatik ist individuell einzustellen. Separat kann der Mitfahrer seine Temparaturen einstellen. Bei Regen hat das Geblaese allerdings groesste Schwierigkeiten die Fenster von Beschlag frei zu halten. Dies empfinde als aeusserst unangenehm und daran muss Renault wohl noch ein bischen arbeiten.

Der griffige Hebel fuer das Automatikgetriebe ist in der Mitte mit lederartigen Bezug. Ein kleiner Knopf unterhalb des Knaufes kann betaetigt werden um sportliches Fahren zu ermoeglichen. Nach Druecken des Knopfes schaltet das Getriebe sportlicher .

Die Automatik ist sanft, und ermoeglicht sportliches Beschleunigen. Beim Herunterschalten allerdings schuettelt es manchmal unangenehm. Die ueber 180 PS werden souveraen auf die Raeder uebertragen und je schneller man faehrt, desto fester scheint der Wagen auf der Strasse zu liegen.

Das Sahnestueck dieses Autos ist aber wahrscheinlich die ausserst konfortable Federung, die nicht mal von Merzedes uebertroffen wird.

Der Wendekreis ist gross was auf den Frontantrieb zurueckzufuehren ist. Hier war ich wahrscheinlich von meinem Skorpio verwoehnt. Denn dessen Wendekreis war extrem klein.

Die Uebersichtlichkeit der Karosserie laesst auch ein bischen zu wuenschen uebrig. Hier steht der Safrane aber nicht alleine, denn die Aerodynamik des Windkanals tut hier einiges dazu, und laesst dieses Problem auch bei anderen Fahrzeugen zu Tage treten.

Der Benzinverbrauch, Durchschnitt im Drittelmix 12l, ist viel, fuer die Groesse des Autos aber akzeptabel.

Nicht nur in Deutschland sondern auch in der Heimat Frankreich wurde dieses Auto, einem bekannten Autokatalog zu Folge, nicht viel verkauft, was der Qualitaet und Faehigkeiten dieses Autos nicht gerecht wird. Auf diesem Gebiet kann der Safrane durchaus mit Merzedes Audi und BMW kongorrieren. Aber die Erscheinung ist wahrscheinlich vielen zu bieder und einfach. Auch der Klang des Namens ist eben (bis jetzt) noch nicht so aufsehenerregend wie der von Merzedes Benz. Aber nichts davon hielt mich davon ab dieses franzoesische Qualitaetsprodukt zu kaufen

Ergaenzung:
Seit 01 Sep bin ich Besitzer eines Safranes.
Der Neupreis ist 48 000 DM. Er wird aber, glaube ich bald ersetzt und nicht mehr gebaut. Ich glaube das ist sogar schon geschehen.
Meiner ist Baujahr 1997 und kostete 17500DM. Ich halte das fuer ein Schnaeppchen, obwohl ich weiss, dass man diese grossen Autos, gebraucht allgemein billig bekommt. Zumindest solange es kein Merzedes ist.

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