Requiem for a Dream (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
ABSTURZ IN DIE HÖLLE...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es reicht bereit ein Blick auf die Rückseite der DVD-Cover, um festzustellen, dass es sich um ein Drogen-Drama handeln wird. Auch die Front - Porträts der vier Hauptdarsteller und ein Abbild einer aufgerissenen Pupille wirken beklemmend. Teile des Berichtes entsprechen meiner ursprünglichen Filmrezension, die hier in die Beurteilung der DVD einfließt.
@@@ QUICKFACTS FILM & DVD @@@
Titel: REQUIEM FOR A DREAM
Land: USA
Jahr: 2000
Regie: Darren Aronofsky
Hauptdarsteller: Jared Leto, Ellen Burstyn, Marlons Wayans, Jennifer Connelly
Sprache: deutsch
Ländercode: 2 / PAL
Tonformat: Dolby Digital 5.1 Multikanal u. Dolby Digital 2.0 Surround
Bildformat: 1,78:1 / 16:9 anamorph
Laufzeit: 97 min
Menü: Hautpmenü, Kapitelauswahl
FSK: ab 16 Jahre
Preis Februar 2004: Euro 14,99
@@@ STORY @@@
Dieser Film erzählt die dramatische und beklemmende Geschichte von drei drogenabhängigen jungen Leuten. Sie sind ständig auf der Suche nach Glück. Ihr tägliches Glück sind aber mittlerweile die Drogen, von denen sie nicht mehr ablassen können. Ohne Geld, schlicht mittellos, repräsentieren die die Schattenseite des Lebens.
Doch Süchte haben auch ein anderes Gesicht: die Mutter von Junkie Harry (Jared Leto) ist fernsehsüchtig und lebt für Talkshows. Sie träumt, selbst dort zu sitzen, der Mittelpunkt zu sein und die Fragen des Quizmaster zu beantworten. Harry's Mutter Sarah Goldfrab wird von Ellen Burstyn dargestellt.
Das Verhältnis zwischen der Mutter und dem Sohn ist absurd, ja, nahezu grotesk. Ohne Gewaltanwendung, aber mit enormen seelischen Druck macht er ihr ein schlechtes Gewissen und nimmt ihren geliebten Fernseher mit, um ihn beim Pfandleiher gegen ein paar Dollars einzutauschen. Sarah, seine Mutter, löst das TV-Gerät dann wieder gegen eine Gebühr aus. Dieser absurde Unfug wiederholt sich regelmäßig und hat keine Komik.
Sarah, die nur davon träumt, einmal in ihrer liebsten Game-Show Gast zu sein, wird irgendwann ausgelost und dreht dann quasi ab. Pillenmissbrauch und der Verlust von Realität machen die alte Dame ebenfalls so desolat, wie ihr Sohn Harry es bereits ist und zudem tief und tiefer rutscht. Verwirrt ist sie auf ihr schönes rotes Kleid aus jungen Tagen fixiert und stopft noch mehr Pillen in sich rein, um wieder in dieses Kleid zu passen. Sie ist nichts mehr und wird im Laufe des tragischen Films immer mehr ein Schatten ihrer selbst. Beide - Mutter und Sohn - sind sich gegenseitig keine Hilfe und Harry konzentriert sich vor allem auf seine Freundin Maryann (gespielt von Jennifer Connelly) und seinen besten Freund, Tyron, den der schwarze Darsteller Marlons Wayans darstellt.
Tyron, Maryann und Harry sinken immer mehr in ihren eigenen Strudel aus Sucht und Suche nach Geld, um an Heroin zu kommen. Harry ist so abhängig, dass es ihn nicht einmal Überwindung kostet, die Nadel in seine zunehmend abfaulende Armbeuge zu jagen...
@@@ EINDRÜCKE & MEDIUM DVD @@@
Selten habe ich einen so fasziniert inszenierten als doch zugleich deprimierenden Film gesehen. Das Nervenkostüm der Zuschauer hat Regisseur Aronofsky mitten im Visier, wenn im Laufe der Geschichte die ganz und endgültig der Realität entschwundene Sarah mit Elektroschocks in Großaufnahme behandelt wird und die Geräuschkulisse etwas so bedrohlich wie das Geräusch einer Kreissäge ist.
Der Regisseur verschont uns auch nicht, wenn wir Harry und seinen immer mehr abfaulenden Arm betrachten, der von Fixen so verrottet ist, dass - zumindest dies sei verraten - Harry seinen Arm verlieren wird.
Spannung reißt keinen Augenblick ab, zarte und schöne Momente sind selten. Von Romantik kann keine Rede sein. Träume sind Schäume, Träume sind Luxus, die sich mit Verfall durch Drogenkonsum nicht realisieren lassen.
Es geht hier nicht nur um ein paar Junkies und vorgelebte Vorurteile, sondern um Schicksale. Es ist mehr als ein Drogenfilm, und es ist auch eine viel intensivere Geschichte, als die Verfilmung von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Wäre es einfach nur ein Drogenfilm, dann könnte man den nach üblichem Baukastenprinzip basteln. Doch das ganz anders gelagerte Schicksal der Mutter Sarah gibt dem Film noch ganz andere Dramen und Perspektiven.
Vor allem ist die Rolle der Ellen Burstyn - die Oscar-würdig ist - die Betrachtung ganz anderer Süchte. Ihr Verfall in ihre TV-Welt, der Wahn des Abnehmens und des Jungseins zeigen eine andere Form von Sucht auf, die in der Gesellschaft irgendwie weniger oder gar nicht wahrgenommen wird.
Die Vorgeschichte kennt man nicht. Nichts lässt ergründen, warum Harry, Maryann und Tyrone heroinsüchtig wurden. Und irgendwie steht man während des fast 100 Minuten langen Film auf deren Seite und hofft auf ein Happy End, welches es in dieser endgültigen Form nicht geben wird. Das wäre auch kitschig und anstelle eines Happy End, ist ein relativ offenes Ende mit Schadensbegrenzung das einzig realistische, wie es Aronofsky gelungen umsetzte.
Da ich den Film bereits englischsprachig kannte und zwischen Schrecken und Faszination für die cineastische Umsetzung schwankte, habe ich mir die DVD letztlich auch in deutscher Sprache gekauft.
Die DVD als Medium bedarf der Hervorhebung einer außerordentlichen Kritik und Schwäche: es wird ausschließlich die deutsche Sprache angeboten. Das ist maßlos enttäuschend, denn das englischsprachige Original ist noch viel intensiver. Für heutige Verhältnisse - und unabhängig vom Preis - erwarte ich eigentlich, dass wenigstens die Original-Sprachspur Teil der DVD ist.
Die Bildqualität ist einwandfrei, und vor allem der Klang ist von bester Güte. Dies ist besonders wichtig und bei Anschluß des DVD-Player über die HiFi-Anlage o.ä. von besonderer Faszination, wenn die dramaturgisch unterstreichende Musik einsetzt, die sich nahezu wie ein Faustschlag in den Magen anfühlt.
Auch wenn zu bemängeln ist, dass nur die deutsche Fassung auf der DVD präsent ist, darf wenigsten der deutschen Synchronisation ein besonderes Lob ausgesprochen werden. Die Stimmen passen zu den jeweiligen Personen.
Da die Bild- und Tonqualität sehr gut ist, bleibt nur der Wermutstropfen einer einzigen Sprache, und auch fehlende Untertitel für Hörgeschädigte sind ein klares Manko der DVD-Ausstattung.
Leichte Kost ist das jedenfalls nicht. Die DVD aber ist ihren Preis wert, denn diesen Film wird man immer wieder einlegen und anschauen, weil er von genialer Schauspielkunst geprägt ist.
Eine FSK ab 16 Jahren finde ich grenzwertig und hätte eher eine FSK ab 18 gefordert. Anderseits, so muss ich zugeben, wird mit jungen Leuten ab 16 Jahren unter Umständen eine Zielgruppe erreicht, die die Finger von Drogen lassen wird, nachdem dieser Film geschaut wurde. Aber wie TV-Spots wie Keine Macht den Drogen nichts bewirken, hätte ich auch daran Zweifel.
JL ***für yopi und ciao***
16 Bewertungen, 7 Kommentare
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30.04.2006, 21:56 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich............................///......................... <br/>.........................(o o)....................... <br/>SH-------oOO--(_)--OOo-----------
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30.04.2006, 21:47 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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30.04.2006, 21:44 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich..(* " "*)...(* " "*).. <br/>.( ='o'= ).( ='o'= ). <br/>- (,,)-(,,) - (,,)-(,,)-.........super geschrieben ;o)
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30.04.2006, 21:38 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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30.04.2006, 21:37 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichWürde mich über Rückbewertung freuen... <br/>sh und lg Sui
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30.04.2006, 21:36 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich ;) LG Stefanie :)
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30.04.2006, 21:34 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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