Requiem for a Dream (DVD) Testbericht

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ab 12,97
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Erfahrungsbericht von ZordanBodiak

...traumhafter Höllentrip...

Pro:

Verstörend... Nachdenklich stimmend... Grandiose Inszenierungsart... Phantastische Darsteller... Bilder, die einen nicht loslassen...

Kontra:

Verstörend... Nachdenklich stimmend... Leider wohl für die Masse zu depressiv und krass in seiner Darstellung... Und \"Trainspotting\" ist immer noch eine Nuance besser...

Empfehlung:

Ja

Gute Filme über Drogen sind rar. Wenn sich mal ein Regisseur an ein derartiges Werk setzt, verdammt er zumeist das Handeln seiner Figuren. Erhebt ohne Umschweifen den Zeigefinger und versucht den Zuschauer so vor den verheerenden Folgen des Drogenkonsums zu wahren. Dass diese Werk für den mitdenkenden Zuschauer jedoch zeitweise viel zu plakativ wirken und auch nur bedingt abschrecken - weil nicht konsequent genug in der Darstellung -, sollte nicht verwundern. Und so schaffte erst Danny Boyle mit seinem brillant-dynamischen "Trainspotting" die Gratwanderung zwischen satirischen Momenten und dem harten Drogenalltag. Der Weg war frei für eine neue Dimension des tripartigen Filmes - doch es dauerte geschlagene vier Jahre bis Darren Aronofsky mit "requiem for a dream" einen vergleichbaren Weg einschlug. Zwar unter Verzicht der humoristischen Elemente - dafür aber eine depressivstimmende Demontage des "American dream" inklusive.

Aronofskys Werk hatte jedoch einen schweren Gang vor sich. An den Kinokassen gänzlich untergegangen - trotz eines Jubelsturms der Kritiker -, konnte er in den USA noch nicht einmal die Produktionskosten von mickrigen 4 Milliönchen einspielen. So musste erst die Mund-zu-Mund-Propaganda im Internet herhalten, um "Requiem for a dream" den verdienten Erfolg zu bescheren.


Der Inhalt - No red meat

Sara Goldfrab ist gefangen in der Einsamkeit. Ihr Mann ist verstorben und ihr drogensüchtiger Sohn kommt immerzu nur vorbei um den Fernseher abzuholen, um diesen beim Pfandleiher gegen Geld für den nächsten Schuss zu tauschen. Der einzige Ausweg aus dieser Einöde: Der stetige Fernsehkonsum - der durch das ewige Zurückholen des Apparates vom Pfandleiher erschwert wird - und die Hoffnung einmal in der "Tappy Tibbons Show" aufzutreten. Wie eine Erlösung erscheint da der Anruf ihrer Lieblingsshow, sie soll Bewerbungsunterlagen zugeschickt bekommen. Ein Traum wird Wirklichkeit.

Jedoch will Sara bis zu ihrem Auftritt vor laufender Kamera wieder in ihr geliebtes rotes Kleid passen. Die ersten Diätversuche schlagen fehl, der Magen knurrt stetig - Sara sieht in dem Tipp einer Nachbarin den einzigen Ausweg: von einem vertrauenswürdigen Doktor verschriebene Diät-Pillen! Und so sitzt Sara die nächsten Wochen vor ihrem Fernseher, konsumiert weiterhin "Tappy Tibbons", schmeißt sich morgens eine lila, mittags eine blaue und abends eine orange Pille ein. Sie scheint glücklich, wartet gespannt auf die Bestätigung ihrer Bewerbung - doch die Abfahrt in der (Pillen-)Suchtspirale zeigt eindeutig nach unten...

Harry - der Junkie-Sohn von Sara - hegt hingegen mit seiner hübschen Freundin Marion und seinem besten Freund Tyron einen Plan: Sie wollen aus der Drogenhölle heraus. Und wieso nicht mit der Sucht der anderen Kohle machen? Also wird mit dem Dealen angefangen. Zunächst noch im kleinen Stile - doch für die Erfüllung der großen Träume müssen immer größere Drogenmengen an den Mann gebracht werden. Bis dann der Super-Gau eintritt und Tyron im Gefängnis landet. Fast das ganze Ersparte geht für die Kaution drauf. Erneut sind sie gefangen in Coney Island, in ihrer beschissenen Umgebung. Geld muss her - Drogen müssen gekauft werden - Geld muss her - Drogen müssen konsumiert werden - Geld muss her - Drogen müssen verkauft werden - Geld muss her - ein Teufelskreis, aus dem es wohl kein Entrinnen geben wird...


Die Inszenierung - No refined sugar

Eigentlich implizieren wir mit dem Wort "Traum" etwas Schönes oder zumindest etwas Surreales. Zwar erscheinen einige Szenen in "Requiem for a dream" äußerst surreal - schön sind sie aber bei weitem nicht. Eher gleichen sie einem Albtraum. Dem Albtraum der Drogensucht. Darren Aronofsky macht keinen Halt, lässt seine Figuren in ein Fass ohne Boden stürzen. Immer tiefer in die Sucht bis sie zu guter letzt nur noch ein Wrack ihrer selbst sind.

Schon zu Beginn macht die Geschichte klar, dass Harry eigentlich keine liebenswerte Person sein kann. Er und Ty holen den Fernseher ab und zwischen Harry und seiner Mutter fängt ein heftiger Streit an. Sie hatte den TV-Wagen an der Heizung angekettet, schließt sich nun selber in einem Zimmer ein, um ihrem aufbrausenden Sohn zu entkommen. Wütend redet er auf sie ein - bis sie letztlich nachgibt und den Schlüssel unter der Tür hindurch schiebt. Mit sich selbst redend rechtfertigt sie ihr Handeln. Stellt dar, dass Harry doch ihr einziger Sohn sei und das letzte was sie habe.

Scheinbar will es einem das Drehbuch leicht machen, den Drogen-Junkie und seine Taten zu hassen - doch weit gefehlt. Nicht nur im Verhältnis zu seiner Freundin Marion ist Harry zuvorkommend, auch durch den aufkommenden Erfolg als Drogendealer bessert sich sein Verhalten zu seiner Mutter. Will sie gar von ihrer aufkommenden Pillensucht abbringen. Er wandelt sich - zwingt so dem Zuschauer eine gewisse Sympathie ab.

Ähnlich ergeht es diesem mit den anderen Figuren. Sie scheinen eigentlich gar nicht in das Bild der üblichen Süchtigen zu passen. Sind schon im Rentenalter, haben ihre Träume und sind auf der Suche nach Zuneigung - eigentlich Menschen, denen man den Missbrauch von Drogen nicht ansehen möchte.

Dass es aber für die Charaktere wohl keinen Ausweg aus ihrem Dilemma geben wird, erkennt man spätestens nach der Exposition. Aronofsky unterteilt wie auch schon Hubert Selby Jr. - der auch einen Gastauftritt hat - den zugrundeliegenden Roman in Akte. Benennt diese nach den Jahreszeiten. Beginnend im "Sommer" scheint das Leben der Figuren noch gänzlich im Lot, sie haben ihre Träume - und können diese scheinbar auch verwirklichen. Doch schon im "Herbst" ziehen dunkle Wolken auf. Die Süchte werden stärker, die Träume rücken in weite Ferne. Noch steht ihnen jedoch mindestens der "Winter" bevor - ob es für die vier noch einen "Frühling" geben wird?


SPOILER
Ohne das Geschehen des Schlussaktes aufbauschen zu wollen, muss man wohl gestehen, dass die finalen Momente eine enorme psychische Stärke erfordern. In vier Teile splittet sich das Geschehen. Harrys linker Arm entzündet sich, muss letztlich amputiert werden. Tyrone landet im Knast, wird von den Gefängnisaufsehern fertiggemacht. Sara verliert endgültig ihren Halt in der Realität, landet in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses, wird künstlich ernährt, spricht nur noch wirre Sätze vor sich. Marion letztlich verkauft ihren Körper, ist eine der Attraktionen auf einer Sex-Party. Treibt es vor den geifernden Augen zahlloser Männer mit einer anderen Frau.

Gerade die Bebilderung des Finales ist in ihrer drastischen Wirkung kaum zu überbieten. Es wird zwischen den Personen hin- und hergeschnitten. Alles untermalt von der dramatisch-verstörenden Musik des Kronos Quartets. Eine Säge schneidet in Harrys Arm. Blut spritzt. Man sieht die Anwendung eines Doppeldildos. Die brutale Elektroschock-Therapie an Sara. Tyron, wie er sich übergibt. Wild und in einer für das normale Auge kaum verfolgbaren Geschwindigkeit, wechseln die Szenen. Es wird (nahezu) kein Detail ausgelassen. Alles muss der Zuschauer miterleben. Eine schwere Herausforderung - die brillanter nicht sein kann.

Doch gerade mit dieser harten Darstellung der Folgen hätte Aronofsky sich sein eigenes Grab schaufeln können. Hätte seinen Film als einen Lehrfilm der übelsten Sorte ausklingen lassen können. Doch nach dieser Tortur ist der Film noch nicht beendet. In kurzen Szenen sieht man die vier Charaktere, wie sie alleine in ihrem Bett liegen. Auf der Suche nach Schutz ziehen sie ihrer Beine an. Liegen in der Fötusstellung. Verloren. Zuneigung und Geborgenheit in weite Ferne gerückt. Unsere Gesellschaft ist abgestumpft, eiskalt - scheinbar sind Drogen für viele Mitmenschen so nur noch der Ausweg. Ein Ausweg in eine scheinbar bessere Welt.

Während die drei anderen Charaktere in diesen finalen "Bettszenen" in gewisser Weise von ihrer Sucht entkommen (Sara durch die Zwangstherapie; Tyrone durch den Knastaufenthalt; Harry durch die Amputation seines Armes) zu sein scheinen, stürzt Marion noch tiefer. Sie hat ihren Körper verkauft und konnte sich so ihre nächsten Drogen kaufen. Mit einem zufriedenen Lächeln liegt sie auf ihrer Couch, presst ihren Stoff an ihre Brust, zieht ihre Beine an. Sie hat ihren Seelenfrieden gefunden. Drogen bieten ihr Geborgenheit, Schutz.

Sara driftet hingegen bei dieser "Schlafszene" in einen abschließenden Traum ab. Einen Traum, in dem sie umjubelt in ihrer heißgeliebten Fernsehshow auftritt. Sie lächelt zufrieden in ihrem Krankenbett liegend. Und zur Krönung findet auch Harry den Weg in die Show - mit einem penetranten Seitenscheitel auf erfolgreichen Sohnemann getrimmt. Das Fernsehen gaukelt uns ein weiteres Mal eine heile und glückliche Familie vor. Willkommen in der "realen Welt".

SPOILER-ENDE


Nicht nur auf inhaltlicher Seite ist Aronofskys Abrechnung mit unserer seelenlosen Gesellschaft eine wahre Offenbarung. Vor allem visuell katapultiert sich "requiem for a dream" in ungeahnte Dimensionen. Mit über 2000 Schnitten [ein normaler Film dürfte mit 600 bis 700 Schnitten auskommen] und einer agil von Matthew Libatique geführten Kamera ist der Film wahrlich die Perfektion der Videoclip-Ästhetik. Besonders genial hierbei die immer wiederkehrende Visualisierung des Drogenkonsums: Schnell zusammengeschnitten sieht man das Streuen einer Kokain-Linie. Das Zusammenrollen eines Geldscheines. Das Schniefen. Die Erweiterung der Pupillen. Oder das Aufmachen der Pillendose. Die Pille auf der Hand. Das "Einwerfen" der Pille in den Mund. Das Verschließen der Pillendose. Oder das Aufreißen des Heroin-Päkchens. Das Aufwärmen des Stoffes. Ein angespannter Arm. Die Erweiterung der Pupillen. Kurze Bilderabfolgen, die während des gesamten Filmes immer wieder auftauchen - und von einer brillanten Soundkulisse untermalt werden. Man hört das "Aufploppen" der Pillendose. Das Schniefen des Kokses. Ein zufriedenes Seufzen wenn die Wirkung einsetzt. Sound- und Bildeffekte, die schon ihre Wirkung auf nachfolgende Drogenfilme gezeigt haben - und im letzten Jahr von Jonas Åkerlund in seiner Drogensatire "Spun" kopiert worden sind.

Ansonsten führt "Requiem for a dream" die von Danny Boyle in "Trainspotting" begründete Bebilderung konsequent weiter - und wächst dabei über sich hinaus. Ein Fall wird durch eine Kamera, die an einem Bungee-Seil befestigt worden ist und dem Erdboden entgegenrast, visualisiert. 180°-Drehungen beleben die Dialoge der Akteure. Immer wieder ermöglichen Split-Screens zusätzliche Einblicke. Und zur zusätzlichen Dramatisierung wird bei jedem der vier Hauptfiguren in einer Szene eine Bauchkamera (snorry-cam) eingesetzt. Direkt ist diese entweder auf ihr Gesicht gerichtet oder bietet einen Einblick aus der wackeligen Ego-Perspektive. So sieht der Betrachter letztlich jegliche Emotionen und muss zwangsweise feststellen, dass aus dieser Sichtweise einige Einzelheiten noch viel verstörender wirken.

Die eingesetzte Musik unterstützt den bizarren Charakter des Filmes ebenso. Schrille Saiteninstrumente - gespielt vom Kronos Quartet - gepaart mit düsteren Elektrokompositionen. Clint Mansell kreiert nach seiner Arbeit für Aronofskys Debütwerk "Pi" erneut eine Score, die aufwühlender nicht sein könnte. Vor allem im Finale zehrt das Kronos Quartet mit seinen Instrumenten derartig an den Nerven des Zuschauers, dass man - in Kombination mit den Bildern - wie die Figuren psychisch zu zerbrechen droht.


Die Schauspieler - No orgasm

Dass eine derartig bitterböse und desillusionierende Story bei den Preisverleihern zumeist auf wenig Gegenliebe stößt, sollte nicht verwundern - dass aber auch noch die brillant agierenden Darsteller gänzlich übersehen worden sind, ist wahrlich nicht nachzuvollziehen. Im Golden Globe- bzw. Oscar-Rennen hielten es die Jurys nur für notwendig eine der Darstellerinnen für eine mögliche Auszeichnung zu nominieren. Eine Frechheit! Dass aber Ellen Burstyn (Oscar-honoriert für "Alice doesn't live here anymore / Alice lebt hier nicht mehr"; ansonsten: "the exorcist / der Exorzist") auch noch leer ausgegangen ist - gänzlich unverständlich. Zwar war Julia Roberts als "Erin Brokovich" brillant, aber von Ellen Burstyn wird sie noch in die Tasche gesteckt. Diese spielt sich die Seele als pillensüchtige Sara Goldfrab aus dem Leib. Verwirrt blickt sie in die Kamera, verliert immer mehr den Halt - lächelt geistesabwesend vor sich hin, ist fast schon zu glaubhaft als Drogensüchtige. Doch ihr größter Moment ist ein Monolog, in dem sie über die Einsamkeit im Alter redet. Kraftvoll gibt sie die Zerbrechlichkeit Saras wieder. Eine Szene, die bedrückt ohne falsche Emotionen zu schüren.

Die größte Überraschung ist jedoch Marlon Wayans, den man eigentlich nur als dauerbekifften Volldeppen aus "Scary Movie" kannte. Nie hätte man es für möglich gehalten, dass er sich nicht durch einen Film grimassiert. Nie hätte man auch nur annähernd vermutet, dass er ein Funken Talent besitzen würde. Doch als Ty widerlegt er alle Mutmaßungen - er ist eine Wucht! Ungewohnt zurückhaltend, mit den Augen agierend. Glaubwürdig, fernab jeder überzogenen Grimasse. Und wenn er in Panik und blutüberströmt vor den Folgen einer beigewohnten Schießerei flüchtet, dann erkennt man in seinem Gesicht (das von einer snorry cam gefilmt wurde) wahrlich die Panik. Als wäre all dies kein Kunstblut, sondern Wirklichkeit. Unbeschreiblich brillant!

Und auch Jared Leto (Harry; u.a. "Fight Club" und die TV-Serie "my so-called live / Willkommen im Leben") und die spätere Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly (Marion; Oscar für "a beautiful mind"; ansonsten: "Hulk") stehen dem in nichts nach. Leto vollführt eine hervorragende Gratwandlung zwischen Widerling und Sympathiefigur. Connelly verfallt erschreckend glaubhaft ihrer Sucht. Bietet vor allem im "winterlichen Finale" eine grandiose Vorstellung.

Obendrein fallen auch die Nebendarsteller nicht negativ auf. Runden das hervorragende Gesamtbild des Ensembles ab. Besonders interessant fällt hierbei Sean Gullettes (der Hauptdarsteller aus "Pi") Auftritt als Widerling Arnold auf. Er teilt insgesamt zwei Szenen mit Jennifer Connelly vor der Kamera. Doch diese Momente reichen gänzlich aus, um den Hass des Zuschauers auf sich zu ziehen. Er ist schmierig, nutzt die Hilflosigkeit Connellys zur Befriedigung seines sexuellen Triebes aus. Abstoßend gespielt - und ein sehr gutes Zeugnis für einen Akteur, der hoffentlich auch bald von weiteren Regisseuren entdeckt wird.


Fazit - Fear and loathing in Coney Island

"Requiem for a dream" macht süchtig. Die "Exposition" spielt zwar mit surrealen Momenten, die scheinbar in ihrer Abgedrehtheit nur auf einem erstklassigen Drogentrip passieren können. Doch dann muss der Betrachter notgedrungen aufwachen. Die Figuren verlieren sich immer mehr in ihrer Sucht, verkaufen sich nur um den nächsten Höhepunkt in greifbare Nähe zu bekommen. Verlieren den Halt in der "Realität". Darren Aronofsky macht dabei keinerlei Kompromisse, Hoffnung oder ein Auskommen gibt es nicht. Pessimismus herrscht. Es geht immer tiefer - abwärts.

Aber trotz aller Schwarzmalerei ist "requiem for a dream" mehr als nur ein simpler Lehrfilm über Drogen - er demontiert den "American dream" aufs Gründlichste. Er lässt keinen Stein mehr auf dem anderen, hält der gefühls- und teilnahmslosen Gesellschaft einen Spiegel vors Gesicht, spart nicht an erschreckenden Bildern.

So dürfte verständlich sein, dass Aronofskys Zweitwerk kein Film für die Masse ist. Zu verstört wird man aus dem Albtraum der Drogensucht wieder weggestoßen. "Requiem for a dream" ist eine Bilderflut die einem zeitweise den Magen umkehren kann. In Kombination mit den hervorragend (verstörend) aufspielenden Schauspielern und der nervösmachender Musik sorgt die drastischer Geschichte so dafür, dass "Requiem for a dream" in den Filmolymp aufsteigt. Vermutlich von vielen aufgrund der Ausweglosigkeit gehasst - an dem Status eines Meisterwerks, das gänzlich bei den wichtigen Preisverleihungen übergangen worden ist, kann diese Spaltung der Masse aber nichts ändern. Brillanter und schwerverdaulicher Pflichtstoff.

Wertung: Die Höchstwertung von 10 halluzinierenden Punkten
Internet: http://www.requiemforadream.com/

In der Bestenliste der imdb.com rangiert "Requiem for a dream" derzeitig (27. Februar 2005) auf Platz 55!

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Ob jedoch die FSK mit der Freigabe ab 16 einen derartig gelungenen Zug getätigt hat, erscheint mehr als fraglich. Sicherlich schreckt "Requiem for a dream" vor dem Drogenkonsum ab - aber gerade das Finale dürfte wohl von einem Großteil der Sechzehnjährigen noch nicht verarbeitet werden können.

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Abschließend nur ein paar flüchtige Worte zur DVD: Die deutsche Variante ist äußerst lieblos zusammengestellt worden, bietet weder Extras noch Original-Ton - hingegen ist die britische Version eine kleine Offenbarung. Sehr gute Bild- [Format: 2.35:1] und Tonqualität [Dolby Digital 5.1]. Qualitativ hochwertige Extras im Überfluss [Cut-Scenes, Audiokommentar von Darren Aronofsky, Making-of, Interviews (etc.)], verständlicherweise aber keine deutsche Synchronisation. Wer aber dem Englischen mächtig ist (notfalls gibt es zur Unterstützung noch eine englische Untertitel-Spur), sollte zugreifen - und der zeitweise äußerst niedrige Preis bei cd-wow lädt dazu natürlich ein!

Als erfreulich ist jedoch zu erwähnen, dass für den deutschen Markt eine Premium-Edition [VÖ: Ende April 2005] geplant ist, welche mit einer Bonus-DVD ausgestattet, dem Film durchaus gerecht werden könnte. Bisher konnten aber noch keine näheren Angaben zu dieser geplanten Veröffentlichung gesammelt werden.

35 Bewertungen, 3 Kommentare

  • MikeAdvert

    11.06.2006, 19:48 Uhr von MikeAdvert
    Bewertung: sehr hilfreich

    VG Mike.

  • pegafli

    12.03.2005, 20:19 Uhr von pegafli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein erstklassiger Bericht von dir. Jetzt bin ich neugierig geworden und werde mich mal auf die suche nach der DVD begeben. lg pega

  • Lisolotto

    27.02.2005, 18:43 Uhr von Lisolotto
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für diesen super Bericht,werde mal meine Fühler ausstrecken, um die DVD zu bekommen,bin recht neugierig geworden