Requiem for a Dream (DVD) Testbericht

Requiem-for-a-dream-dvd-drama
ab 12,97
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Erfahrungsbericht von Selbsthilfegruppe

Totenmesse für einen Traum

Pro:

Realistisch, in seiner Wirkung unerreicht, Schauspieler...

Kontra:

Verstörend

Empfehlung:

Ja

\"Requiem for A Dream\"
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1. Einleitung/Produkt
2. Cast & Crew
3. Inhalt/Aufmachung
4. Bewertung/Fazit

Dieser Bericht enthält viele Spoiler zum Film!
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***Einleitung/Produkt***

Guten Abend liebe LeserInnen!
Heute möchte ich einen Bericht zum Film \"Requiem for A Dream\" schreiben, was sich teilweise als schwer, teilweise als leicht erweisen dürfte. Denn dieser Film gehört definitiv zu den erdrückensten Filmen die ich kenne, wenn es nicht sogar DER beklemmendste ist. Warum ich über diesen Film schreibe? Das ist gar nicht schwer zu begründen, denn zu diesem Streifen fällt mir vieles ein: Gedanken, Gefühle und vor allen Dingen jede Menge Nachdenklichkeit. Thematisch ist der Film nicht nur hochgradig intelligent sondern in seiner Art und Weise der Darstellung von Sucht und ihren Folgen auch noch ein Unikat. An sich ist das ja ein ausgelutschtes Thema in der Filmindustrie (man denke an \"Trainspotting\") und wurde auch schon öfters eher schlecht als recht verfilmt, doch \"Requiem for A Dream\" ist da anders. Und zwar gänzlich.

Nun erstmal einige Fakten zur DVD:

\"Requiem for A Dream\" (2000)
Genre: Drama/Anti-Drogenfilm

-Bildformat: 16:9
-Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo, Dolby Digital 5.1)
-Format: Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound, PAL
-Laufzeit: 97 Minuten
-FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Extras fehlen bis auf ein paar mickrige Trailer eigentlich völlig, und warum sie nicht wenigstens eine englische Tonspur draufgetan haben ist mir nicht erklärlich - einen Kauf ist die DVD aber allein für den Film völlig wert. Bei Amazon gibt es die DVD für 14,99€, was in meinen Augen noch akzeptabel ist, da man soviel Geld für diesen Hightlight-Streifen ruhig ausgeben kann. Hoffen tue ich auf eine Special Edition oder Neuauflage, da auf der englischen DVD ja Extras vorhanden sind die auch interessieren und vielleicht noch mehr für den Kontext des Filmes tun.

***Cast & Crew***
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~~Regie: Darren Aronofsky~~

Nun, was die Regie angeht, weiß ich immer nicht sehr viel zu sagen. Trotzdem möchte ich mich dazu äußern: Die Regie in diesem Film ist eine Glanzleistung. Das, was der Sache an sich (Sucht; Drogenkonsum) an Schönheit fehlt wird in diesem Film durch eine gewisse Perfektion in der Darstellung heftig inszeniert. Bei den Dreharbeiten wurden schätze ich kaum oder gar keine Improvisationen mit eingezogen, da die Regie und der Stil des Films ausreichen, um die schockierende und geradezu betäubende Wirkung zu erzielen. Sparen tut Aronofsky mit blanker Wahrheit nicht, er zeigt dem Zuschauer nur eins: Wie es aussieht. Wie es aussieht, ein Junkie zu werden. Wie es aussieht, Träume zu haben, die in einem Schreckensszenario der Realität enden.

Weitere Filme:
-\"Pi\" (1998)
-\"Protozoa\" (1993)
-\"Supermarkt Sweep\" (1991)

~~Drehbuch: Hubert Selby Jr.~~

Einen Einblick in das Drehbuch an sich bekommt man natürlich nicht. Nichtsdestrotrotz kann ich ja doch was dazu sagen, nämlich dass es genial ist. Sicher hätten Aronofsky und die Schauspielertruppe aus dem Film was machen können wenn ein anderes Drehbuch vorgelegen hätte, aber nur so konnte \"Requiem for A Dream\" zu dem Meisterwerk werden, dass es ohne Zweifel ist. Die Dialoge sind intelligent und nicht überzogen - ich habe bemerkt, dass die Sprache natürlich der Situation angepasst wurde, aber ein gewisses Niveau ist trotzdem immer vorhanden. Über die Storyline schreibe ich zu späterem Zeitpunkt noch mehr, ich kann erstmal nur soviel sagen: Die Handlung ist ein Reigen der Dramatik.

Weitere Drehbücher zu:
-\"Fear X\" (2003)
-\"Letzte Ausfahrt Brooklyn\" (1993)

Das sind für mich die beiden wichtigsten Cast-Persönlichkeiten, solche Dinge wie Produzenten etc. möchte ich hier nicht weiter aufzählen.

~~Ellen Burstyn als Sara Goldfarb~~

Sie spielt eine der vier Schlüsselrollen in diesem Film. Als Sara Goldfarb verkörpert Ellen Burstyn eine ganz spezielle Süchtige: Sie nämlich ist nicht nur nach einer Sache süchtig sondern gleich für mehreres anfällig. Zum Einen wäre da ein Problem was wohl auch eher die Jugend betrifft. Sara Goldfarb hat ihren Mann verloren und ihr Sohn ist kaum noch da, weshalb sie sich fast den ganzen Tag vor den Fernseher setzt und sich immer nur Gewinnshows und Diätsendungen anschaut. Als sie meint, in eine Fernsehshow eingeladen zu sein, will sie unbedingt ihr altes rotes Kleid anziehen, was sie auch beim Highschoolabschluss ihres Sohnes getragen hat. Jedoch passt es ihr nicht mehr - sie muss abnehmen. Ihre erste Eier-Grapefruit-Diät gefällt ihr nicht mehr, weshalb sie auf Tabletten, die ihr flüchtig von einem Arzt verschrieben wurden um. Man erfährt im Film, dass es sich bei diesen Diät-Pillen, die den Appetit mindern sollen, um Speed handelt. Sara wird logischerweise süchtig von den Dingern und verfällt in den totalen Wahnsinn, der sie immer weiter anspornt, noch mehr Tabletten in sich reinzustopfen. Die Sucht nimmt katastrophale Ausmaße an und man darf mitverfolgen, wie Wahnanhfälle, Schizophrenie und Paranoia langsam aber sicher Sara\'s Gehirn zermadern.

Über die schauspielerische Leistung braucht man sich nicht zu streiten: Ellen Burstyn verschafft der Sara Goldfarb anfänglich die nötige Substanz, um sie als einen liebenswürdigen Charakter mit dem typischen Oma-Charme erscheinen zu lassen. Ihr weiteres Spiel demonstriert die Entwicklung zu einer verrückten alten Frau mit einer Intensität, die kaum ein Schauspieler der heutigen Zeit auf die Beine stellt. Ich habe eigentlich keine Sekunde darüber nachgedacht beim Sehen, dass sie ihre Sache gut macht - ich habe es von Anfang an mitbekommen und ihre fantastische Arbeit abgekauft, und dass, obwohl ich normalerweise schon darüber grüble ob ich die Verkörperung einer Rolle jetzt gut fand oder nicht. Für mich ist das ein Zeichen, dass Ellen Burstyn zumindest in diesem Film über jeden Zweifel erhaben ist.

Ein Auszug aus der langen Filmographie:
-\"Cross the Line\" (2002)
-\"Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern\" (2002)
-\"Ein amerikanischer Quilt\" (1995)
-\"Traum einer Leidenschaft\" (1975)

Und hier ihre vielleicht wichtigste Rolle:
-\"Der Exorzist\" (1973)

~~Jared Leto als Harry Goldfarb~~

Jared Leto spielt den Sohn von Sara Goldfarb und steht gleich am Anfang im Zentrum des Films. Er klaut seiner Mutter nämlich laufend den Fernseher, bringt ihn zu einem Pfandleiher, kassiert Geld - dann kauft seine Mutter ihn zurück und so weiter. Was kauft sich Harry von dem Geld? Drogen. Natürlich erstmal nur so zum Spaß. Es ist ja nicht so, dass Harry keine Träume von einem schönen Leben hat, jedoch benötigt er erstmal Geld um seinen Träumen Leben einzuhauchen. Was tut er dafür? Er plant mit seiner Freundin Marion und seinem besten Kumpel Tyrone, sich Stoff zu kaufen und diesen dann zu strecken um ihn dann für massig Geld unters Volk zu bringen. Wofür ist das Geld? Für die Träume, die die vier haben. Harry\'s Charakter definiert sich mir als ein auch liebenswerter aber recht verschlossener Typ, im Film erfährt man über seine Gedanken meiner Meinung nach am Wenigsten, was aber auch seinen Reiz hat, umso mehr wird die Nachdenklichkeit gefördert. Harry liebt seine Mutter, liebt seine Freundin und liebt seinen besten Kumpel - wie zu erwarten machen die Drogen aber alles kaputt.

Für mich war Jared Leto vor diesem Film immer ein guter Schauspieler, der solide Leistungen bringt, aber nicht unbedingt allzu sehr auffällt. In \"Requiem for A Dream\" fällt aber auch er auf und beweist, dass er die ganze Palette draufhat: Die Euphorie der Hoffnung, die Liebe vor dem Fall, die Angst und der Schmerz beim Fall, die Hoffnungslosigkeit nach dem Fall. Ich finde seine schauspielerische Leistung die er in diesem Film erbringt beeindruckend und würde sagen, dass er noch öfters solche Rollen spielen sollte, da ihm das liegt.

Weitere Filme (Auszug)
-\"Panic Room\" (2002)
-\"American Psycho\" (2000)
-\"Düstere Legenden\" (1999)

~~Jennifer Connelly als Marion Silver~~

Marion ist die Freundin von Harry und hat Tyrone ebenfalls als besten Kumpel. Sie ist diejenige, über deren Ziel man am meisten erfährt: Zusammen mit Harry kommt sie nämlich auf den Gedanken, mit ihren Modeentwürfen einen Laden aufzumachen, das sie Talent hat, wird ihr regelmäßig bestätigt. Marion hat anfangs noch Kontakt mit ihren Eltern, jedoch verliert sie diesen, als sie immer tiefer abrutscht. Als Harry feststellt, dass kein Geld mehr da ist, muss Marion ihren Körper verkaufen. Dieses setzt sie später immer weiter fort, bis sie vollends im Prostitutionssumpf landet und sich vor etlichen notgeilen Männern zur Schau stellen muss.

Jennifer Connelly\'s Schauspieltalent ist umstritten. Manche halten sie für eine grandiose Schauspielerin, die anderen sehen in ihr den Hollywood-Stereotyp. Ich gestehe dass dieses der erste Film ist, wo mir bewusst klar war, dass sie mitspielt, doch wie eigentlich alle Hauptdarsteller von \"Requiem for A Dream\" weiß auch sie die bedrückende Atmosphäre zu unterstreichen. Als Marion steht sie besonders für die Entzugserscheinungen von Drogen, da sie diejenige ist, die nichts anderes mehr hat um an Stoff zu kommen als ihren Körper - den sie wie gesagt auch verkauft. In der letzten Szene von ihr sieht man sie verkrampft lachen - ein Lachen, dass für alles steht. Nur nicht für Freude, Glück und erst recht nicht Spaß. Jennifer Connelly wurde bereits mit einem Oscar ausgezeichnet für ihre Nebenrolle in \"A Beautiful Mind\".

Weitere Filme (Auszug):
-\"House of Sand and Fog\" (2003)
-\"Hulk\" (2003)
-\"A Beautiful Mind\" (2001)

~~Marlon Wayans als Tyrone C. Love~~

Die für mich definitiv am krassesten beeindruckendste Rolle war diese, auch wenn sie schauspielerisch nicht die beste war. Marlon Wayans ist nämlich kein Geringerer als der Miterfinder von \"Scary Movie\" und in diesen Filmen Shorty. Wer die Filme kennt, weiß, dass man ihm vielleicht nicht so großes dramatisches Talent zutraut. Voilá: In \"Requiem for A Dream\" ist er das Aushängeschild für den Insider-Junkie. Er hat die \'Connections\' in der Szene und weiß eigentlich immer, wo es weiteren Stoff gibt. Als er mit Harry nach Florida fährt, weil es in ihrer Heimatstadt kaum noch Stoff gibt, muss er wegen Harry\'s Arm ins Krankenhaus und wartet dort. Er schaut sich regelmäßig um, weil er schon bemerkt hat, dass er beobachtet wird - schließlich nimmt ihn die Polizei fest und er muss ein hartes Leben im Knast führen, wo er ununterbrochen angestachelt wird. Von den vier Fokuscharakteren ist er aber immer noch derjenige der das beste Los zieht...

Mein Vorurteil nach seiner \"Scary Movie\" - Rolle war nicht so groß, ich hatte nur nicht erwartet, dass Marlon Wayans eine Rolle in einem solch ernsten Filmen so gut rüberbringen könne. Für mich steht er jetzt in einem anderen Licht und bringt wenigstens etwas Humor in den Film, wo es ja insgesamt höchstens am Anfang mal was zu lachen gibt.

Weitere Filme (Auszug):
-\"Scary Movie 2\" (2001)
-\"Dungeons and Dragons\" (2000)
-\"Senseless\" (1998)

Diese vier Rollen werden hier fast ausschließlich gezeigt, nur sehr selten sieht man andere Charaktere die auch eine Bedeutung für den Film haben. Alle vier genannten Schauspieler haben mich in diesem Film überzeugt und bringen glaube ich mit maximaler Kraftaufwendung maximale Wirkung. Wie schon gesagt - kaum ein Film hat mich je so verstört und das soll bei der Menge Filme, die ich schon gesehen habe, was heißen. Natürlich sind auch die restlichen Darsteller sehr gut (zum Beispiel der Psychiater von Marion wurde als schleimiges Ekelpaket prima rübergebracht). Alles in allem würde ich sagen, dass Aronofsky sein Team perfekt ausgewählt hat - Schachzug Nummero 1 für ein Glanzstück der Filmgeschichte.

***Inhalt/Aufmachung***
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Nicht nur Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler benötigt man, um einen guten Film zu machen, auch wenn das schon eine wesentliche Aufgabe übernimmt. Um das Thema und die Thesen, die ein Film aufstellt, realistisch zu demonstrieren bedarf es mehr. So ist es unter anderem die geniale Kameraführung, die die Spannung der einzelnen Szenen noch mehr hervorhebt. So zum Beispiel finde ich es genial, wie Sara von vorne gezeigt wird, wenn sie einen ihrer Ausbrüche hat oder wie Marion gezeigt wird als sie sich ihr Geld von ihrem Psychiater \'besorgt\' hat. Hinzu kommen diese interessanten immer wiederkehrenden Situationen, z.B. die Vergrößerung der Pupillen nach einem Schuss oder wie Sara den Fernseher an- und ausstellt oder ihre Pillen nimmt. Die größte Auswirkung auf die Atmosphäre hatte für mich aber eindeutig die Musik.

Verantwortlich dafür zeichnet sich Clint Mansell, der für den Soundtrack Kronos Quartett zusammenarbeitete. Auf dem Soundtrack, den es bei Amazon für 17,99€ zu erstehen gibt, finden sich die ganzen Kompositionen wieder, die wie der Film auch in 4 Teile aufgegliedert sind: Sommer (welcher für die anfängliche Vorfreude steht), der Fall (welcher für den Abstieg steht) und der Winter (welcher für das symbolische Ende aller Tage steht). Die verschiedenen szenenangepassten Stücke klingen spannend und bringen immer noch mehr Elektrizität in die Szenen als ohnehin schon vorhanden ist. Clint Mansell zeichnet sich übrigens auch für die Titelmusik von Aronofsky\'s \"Pi\" verantwortlich.

Die wichtigsten Orte im Film sind ebenso wenig wie es Hauptrollen gibt: Sara Goldfarb sieht man sogut wie immer in ihrer Wohnung, in der sie ihren Verstand verliert. Harry, Marion und Tyrone sieht man meistens in ihren Wohnungen, zum Ende hin wechseln dann alle ihre Zentren: Sara in die Irrenanstalt, Harry ins Krankenhaus, Marion zu ihrem neuen Dauerfreier und seinen Freunden und Tyrone ins Gefängnis. Die Orte an denen sich die 4 meistens aufhalten machen die Veränderungen natürlich auch mit: Sara\'s Wohnung verkümmert immer mehr, bei Harry und Marion sieht es auch mit der Zeit immer schlimmer aus. Ein Spiel mit den Farben ist vorhanden, am Anfang wird viel Sonne gezeigt, bis sich fast alles nur noch in der Dunkelheit abspielt. Bei Marion\'s entscheidender Endszene besteht die Beleuchtung sogar nur noch aus Taschenlampenlicht. Wie die helle Beleuchtung bei Sara am Ende zu deuten ist, kann ich mir nur so erklären: Vielleicht wollte Aronofsky noch ein letztes Mal zeigen, dass es irgendwo noch Hoffnung gibt, für alle die, die einer Sucht verfallen und Opfer der Folgen werden.

Nun möchte ich aber mal direkt auf den Inhalt zu sprechen kommen, denn dieser hat es in sich. Die folgenden Sätze verraten übrigens wie es ausgeht, also nur weiterlesen, wenn euch das egal ist oder ihr den Film kennt! Womit der Film mänlich arbeitet um eine Abschreckung zu erzeugen:

-das Verrücktwerden
-Sex
-die Zerstörung des Körpers (siehe was mit Harry passiert)
-Gefängnis

Ich habe bis auf ab und zu ein wenig Alkohol mein Leben bisher ohne jede Droge überstanden und habe das auch weiterhin vor, aber nach diesem Film ist es mir wirklich 100% vergangen. Selbst jede noch so fröhliche Junkieparty könnte man denke ich mit dem Streifen sprengen, denn die simple Grausamkeit der Bilder bleibne einem noch Stunden nach dem Anschauen im Gedächtnis haben. Bei mir ist die Wirkung erst nach Tagen einigermaßen verflogen, bis dahin musste ich sehr häufig an den Film denken und habe mich auch in meiner Freizeit viel damit auseinandergesetzt (tue ich ja mit diesem Bericht auch). Leider sind es ja eher wenige, die in den filmischen Genuss und den seelischen und geistigen Masochismus dieses Filmes gekommen sind, was ich persönlich schade finde. Jemand, mit dem ich den Film gesehen habe, meinte: \"Diesen Film sollte man in Schulklassen mit 13-jährigen zeigen\" - so unrecht hat derjenige meiner Meinung nach nicht. Die Szenen würden dann vielleicht nur schwer verarbeitet werden, aber ich wette, dass das bei potenziellen Suchtopfern eine positive Auswirkung hätte.

Ohnehin ist es fraglich, ob dieser Film schlecht für Jüngere ist. Gewiss, etliche jüngere Personen könnten an dem knallharten Stoff hart zu knabbern haben, aber letzten Endes zeigt der Film nichts anderes als die Wahrheit, die viele nicht wahrhaben wollen. Täglich laufen in den Nachrichten Kriegsgeschichten, Morde, Vergewaltigunsnachrichten. Ob ein Anti-Drogen-Film da was ändert? Wer weiß.

***Bewertung/Fazit***
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Ich bin, wie einige sicher bemerkt haben, begeistert von dem Film. Die Schauspieler, die Musik, die Stimmung. All das hat hier zusammengepasst und eine letztendlich perfekte Wirkung hervorgerufen. Aronofsky und alle anderen die an diesem Film mitgewirkt haben, haben nämlich eine Regel beachtet, die wohl in 80% der Filmindustrie missachtet wird: Filme sind nicht nur dazu da, um zu unterhalten. Mainstream ist gelegentlich ganz ok, aber nicht wenn solche Filmperlen wie \"Requiem for A Dream\" dabei so unter den Tisch fallen. Jeder sollte den Film mal gesehen haben und sich dann selbst davon überzeugen, dass dies erste Klasse ist. Viel besser kann man es nicht machen.

Da ich einige Stunden für diesen Bericht gebraucht habe freue ich mich natürlich fürs Lesen, Bewerten und Kommentare bekommen. Danke!

---Dieser Bericht ist auch bei Ciao existent, stellt allerdings mein geistiges Eigentum dar.---

19 Bewertungen, 3 Kommentare

  • robreg

    26.07.2004, 09:04 Uhr von robreg
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz toller Bericht, super.

  • AnnaH

    26.07.2004, 08:29 Uhr von AnnaH
    Bewertung: sehr hilfreich

    ,,,daß dieser Bericht besonders hilfreich verdient hätte. Vielleicht führt Yopi diese Form der Wertung auch mal ein. Liebe grüße Sabine

  • sebbelino

    26.07.2004, 04:47 Uhr von sebbelino
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sehr schöner Bericht!!!