Resident Evil - Apocalypse (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von das-christian

Zombie-Plage in Racoon City!

Pro:

actionreiches Spektakel, sehr unterhaltsam

Kontra:

schlechte Synchronisation, misslungene Darstellung der Zombies

Empfehlung:

Ja

Einleitung

Freitag scheint sich zu unserem Kinotag zu entwickeln. So auch diesen Freitag als wir uns Resident Evil: Apocalypse ansahen. Die Mädels gingen zu Plötzlich Prinzessin 2 und die Jungs zu Resident Evil. Somit war das Problem der Filmauswahl schon zu Beginn geklärt. Resident Evil: Apocalypse ist der zweite Teil einer Reihe die einem bekannten Computerspiel nachempfunden wurde. Der Film lehnt sich dabei auch an den zweiten und dritten Teil des Computerspiels an. Ich selbst habe Teil 1 noch nicht gesehen, dieser hier war mein erster Resident Evil Film den ich mir ansehen wollte. Hier nun der Bericht über Resident Evil: Apocalypse.

Story

In einem unterirdischen Forschungslabor der Firma Umbrella Corporation, hat sich ein tödlicher Virus freigesetzt, welcher eigentlich für die Lebensverlängerung vorgesehen war. Dieser bewirkt jedoch das Gegenteil und macht Tote Menschen zu Zombies. Alice und ihr Partner überleben das Chaos in der unterirdischen Station. Sie werden zu Testzwecken in einem Labor festgehalten. Dies war das Hauptgeschehen im ersten Teil, der zweite Teil setzt nahtlos an.

In Racoon City ist ein sehr heißer Tag hereingebrochen. Die Zombies können aus ihrem unterirdischen Gefangenenlager entkommen und überfallen nun die Stadt. Die Seuche breitet sich sehr schnell aus, die wichtigsten Personen werden schnellstmöglich aus der Stadt gebracht. Die Umbrella Corporation will das ganze Geschehen vertuschen und hat die Stadt so abgeriegelt, dass keiner mehr hinaus oder rein kommt. Alice (Milla Jovovich) wacht in einem Labor auf, sie wird sich sehr schnell der Situation bewusst die in der Stadt herrscht. Sie versucht aus der Stadt zu fliehen, wobei sie auf das S.T.A.R.S.-Mitglied Jill Valentine (Sienna Guillory) und weitere Überlebende trifft. Darunter auch Carlos (Oded Fehr), der mit seiner Spezialeinheit für Ordnung in der von Zombies überfüllten Stadt sorgen will. Alle bekommen von Dr. Ashford (Jared Harris) den Auftrag seine Tochter zu suchen, sie befindet sich noch in der Stadt, sollten sie die Tochter finden, können sie aus der Stadt hinaus. Sie suchen die Tochter auch, nach Kämpfen mit zahlreichen Untoten Wesen, werden sie in ihrer Schule fündig. Aber die Rechnung wurde ohne Umbrella gemacht, Major Cain (Thomas Kretschmann) lässt die neue Wunderwaffe Nemesis (Matthew G. Taylor) auf Alice los. Beide, Nemesis und Alice, wurden in dem Labor verwandelt, Nemesis, früher der Partner von Alice, wurde zu einem Willenlosen Kampfmonster und Alice hat verbesserte körperliche Funktionen bekommen, somit kann sie unter anderem höher Springen und hat schnellere Reaktionszeiten. Cain will, dass beide gegeneinander kämpfen und der bessere dann als neue Wunderwaffe eingesetzt wird. Somit gibt es neben den Zombies noch ein weiteres Problem, die Firma Umbrella die für ihre Forschungszwecke über Leichen geht und die auch vor hat die ganze Stadt zu vernichten.

Schauspieler

Milla Jovovich ist die Hauptdarstellerin, sie spielte bereits schon im ersten Teil mit. Sie übernimmt die Rolle der Alice, die es im Spiel eigentlich nicht gibt. Milla Jovovich verkörpert die eigentliche Heldin des Films, aufgrund ihrer übernatürlichen Kräfte ist sie normalen Menschen überlegen und hilft den Menschen somit oftmals. Sie verkörpert die Rolle der Alice sehr glaubwürdig und gut, an ihr gibt es nichts auszusetzen. Milla Jovovich hat bereits in zahlreichen großen Hollywoodfilmen agieren können, unter anderem das fünfte Element oder eben dem ersten Teil von Resident Evil.

Sienna Guillory ist Jill Valentine. Der eigentliche weibliche Held aus den ersten beiden Resident Evil Teilen im Computerspiel. Im Film war sie beim ersten Teil jedoch gar nicht vertreten. Von der Person her ähnelt sie sehr Alice, auch sie ist eine weibliche Heldin, jedoch ohne übernatürliche Kräfte. Das Problem ist hier aber, dass es zwei sehr sich ähnliche Charaktere gibt mit Alice und Jill, aber schlecht hat keine von beiden agiert. Sienna Guillory war bereits in Filmen wie The Time Machine oder Three Kings zu sehen.

Auch ein deutscher Darsteller hat in diesem Film mitgespielt. Es handelt sich hierbei um Thomas Kretschmann der die Rolle des bösen Major Cain übernommen hat. Seine Synchronstimme war unter aller Sau und absolut unpassend. Er verkörperte zwar gut den Bösewicht, aber die Synchronstimme hat alles kaputt gemacht, diesen Nachteil konnte ich aber bei vielen Akteuren erkennen, nicht bei jedem hat die Synchronstimme auch zur Person gepasst. Thomas Kretschmann ist ein Name der vielleicht nicht vielen etwas sagen wird, aber auch er hat schon viele große Produktionen hinter sicht, wie zum Beispiel Blade II, U-571 oder auch im kürzlich erschienenen Film der Untergang.

Ansonsten waren weiterhin eher unbekanntere Leute am Werk. Oded Fehr hatte eine weitere größere Rolle, aber er konnte sich nicht gegen die beiden Damen durchsetzen. Matthew G. Taylor war Nemesis, aber viel konnte man von ihm nicht sehen, da er in einer doch sehr großen Maskerade steckte. Personen wie Zack Ward oder Jared Harris hatten Statistenrollen welche nicht weiter nennenswert oder wichtig gewesen sind.

Vergleich von Film mit Spiel

Namen wie Racoon City oder Umbrella wurden beibehalten. In diesem Teil ist auch der Star aus der Spieleserie hinzugekommen, Jill Valentine. Der Film hat viele visuelle und auch thematische Gemeinsamkeiten zu den ersten drei Resident Evil-Teilen. Unter anderem trägt Jill die gleiche Kleidung wie in Teil 3 des Spiels. Die Stadt kommt im Film jedoch etwas größer vor, der Film lehnt sich hauptsächlich an den zweiten und dritten Teil an, hat jedoch eine sehr eigenständige Story die dann sehr vom Spiel abschweift. Der dritte Teil des Spiels heißt ja schon Nemesis, die Figur die auch hier eine große Rolle spielt.

Meine Meinung

Die Story ist sehr actionreich. Sie wird keinesfalls langweilig, denn langatmige Szenen oder großartige Schwachpunkte gibt es nicht. Ich fand bloß schlecht, dass der Zuschauer am Anfang doch sehr hart in das Geschehen hineingeworfen wurde. Von der Verbreitung der Seuche, was sicherlich interessant gewesen wäre, hat man kaum etwas mitbekommen. Das Ende war dann zum Teil auch leider etwas vorhersehbar und stupide, zumindest hinsichtlich einiger Szenen. Aber an Unterhaltung hat es wirklich nicht gefehlt, es ist sehr viel geschehen im Film, die Hauptakteure waren immer in Bewegung und Explosionen gab es auch zahlreiche. Ich hatte aber keine Probleme mich in den Film hineinzufinden, obwohl ich den ersten Teil nicht sah, fand ich mich sehr gut im Geschehen zurecht. Es gab zahlreiche Rückblenden die über das Geschehene aufklärten, auch das Ende des Films ist sehr offen gehalten, was die Hoffnung auf einen dritten Teil sehr stärkt.

Die Action war in diesem Film mehr als ausreichend, dafür sorgten zahlreiche Schießereien wo den Zombies nach und nach das Lebenslicht ausgeblasen wurde. Es gab auch sehr viele Schock- und Spannungsmomente, viele von denen waren zum Glück auch nicht vorhersehbar. So konnte der Zuschauer oftmals in seinem Sessel zusammenzucken. Humor habe ich nicht erkennen können, bis auf den „Quotenschwarzen“, der hier und da mal einen lockeren Spruch zur Geltung brachte, aber ansonsten nicht auffiel. Erotik war nur teilweise vorhanden, wer sich nicht an Milla Jovovich satt sehen kann konnte dies hier tun, sie war oftmals nackt zu sehen, es war zwar nicht viel, aber zumindest einiges zu sehen. Der Film ist eine Mischung aus Horror und Science Fiction, was mehr überwiegt kann ich nicht sagen, beide Elemente tauchen oft auf.

Im Vergleich mit anderen Zombiefilmen ist dieser hier einer der wohl actionreicheren. Die Zombies spielen den ganzen Film über meist nur eine Nebenrolle, spätestens als Umbrella den teuflischen Plan bekannt gibt, sind die Zombies nur noch Mittel zum Zweck, dann kommt es zum Showdown zwischen Alice und Nemesis. Freunde des Genres werden aber trotzdem auf ihre Kosten kommen, wenn auch nicht ganz wie erwünscht. Auf Splatterszenen muss man im Grunde voll und ganz verzichten, Feindseligkeiten werden alle über die Waffe ausgetragen. Ein Zombiefilm wie man ihn sich als Kenner vorstellt ist es bestimmt nicht.

Die Zombies fand ich nicht so gelungen, eigentlich sollten sie ja Angst erzeugen, das war aber bei denen hier nicht der Fall. Sie sahen alles andere als gruselig aus. Die Zombies waren einfach da, von den Bewegungen her sicherlich gut, aber die Masken waren doch sehr armselig. Zudem hielt die Kamera nie richtig auf eines dieser Untoten Wesen drauf, es folgten sofort wieder Schnitte und Geschehnisse an anderen Positionen. Es gab viele Explosionen die natürlich zahlreiche Tricks aufbringen mussten. Die Explosionen und Special Effects sind alle sehr gelungen. Kamera- und Zeitlupenperspektiven konnten ebenfalls überzeugen, einzig manche Kampfszenen gingen mir zu schnell. Da kam man mit bloßem Auge gar nicht so richtig mit.

Der Film hat eine FSK 18 bekommen, ich fand aber nicht dass er sehr brutal oder blutig war. Außer den vielen Schießereien gab es im Grunde keine harten Szenen mehr die wirklich bedenklich gewesen wären. Im Vergleich mit Undead, welcher ab 16 ist, war dieser Streifen hier um einiges zahmer. Mit 95 Minuten wurden wir doch recht lange unterhalten, mir kam der Film aber etwas länger vor, ich hab mich schon gewundert welche Zeit es war als wir aus dem Kino raus gingen.

Fazit

Ich habe es keinesfalls bereut diesen zweiten Teil gesehen zu haben. Er hatte zwar einige kleine Patzer, aber von der Unterhaltung her konnte er mich wirklich überzeugen. Mir war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Somit kann ich diesen Film auch weiterempfehlen, bis auf die schlechten Synchronisationsstimmen und die Zombies, welche doch alles andere als gruselig aussahen gab es nichts zu beanstanden. Aufgrund dieser kleinen Nachteile kann ich dem Film nicht die volle Bewertung geben. Wer einen Film mit Zombies sehen will und dabei Spaß haben will und unterhalten werden möchte, der sollte sich Resident Evil antun, man sollte jedoch vorher sein Gehirn abgeben, dies wird nicht benötigt, denn sonst macht man sich vielleicht noch zu viele Gedanken wegen vieler kleiner logischer und primitiver Ungereimtheiten. Von denen die den ersten Teil bereits gesehen haben, habe ich gehört dass dieser zweite Teil besser sein soll. Auch die Bewertungen in Fernsehzeitungen oder Internetplattformen sprechen eindeutig für den zweiten Teil. Wer möchte kann sich diesen Film antun, mit verzogener Miene wird man anschließend bestimmt nicht das Kino verlassen.

25 Bewertungen