Island: Reykjavik Testbericht

No-product-image
ab 9,84
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Qualle

Reykjavik und das Hauptstadtgebiet

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eine Hauptstadt, fern von Hektik
Fast zwei Drittel der Menschen von Island leben in der Hauptstadt Reykjavik und den angrenzenden großen Gemeinden.
Mit fast 180 000 Einwohnern ist es eine sehr große Stadt. Viele Gemeinden, die wir besuchten, hatten man gerade 300 bis 500 Einwohner. Es waren für das Land schon fast Zentren von Kultur und Wirtschaft.

Doch darüber habe ich schon in anderen Berichten geschrieben. Heute möchte ich ein paar Worte über Reykjavik schreiben. Wir verbrachten zwei Tage in der Hauptstadt und deren Umgebung.
Als wir im Hauptstadtgebiet ankamen, fuhren wir mit dem Auto ins Zentrum und erkundeten von hier zu Fuß den Stadtkern. Die Stadt ist hüglig und wir liefen hinauf zur Kirche, einem großen hohen Gebäude, von dessen Turm man einen herrlichen Blick über die Stadt hat. Auf dem Weg dahin passierten wir eine Baustelle, wo gerade in die Straße und den Fußweg Rohre für die Heizung (Erdwärme) im Winter verlegt wurden. Das Gebiet um die Stadt ist noch sehr aktiv und auch hier gibt es genügend warmes Wasser in der Erde um zu heizen.

Für 300 Isländische Kronen pro Person durften wir auf den Kirchturm hoch fahren. Da oben ist alles offen und es blies ein kräftiger Wind. Als zur halben Stunde die Glocke erklang, erschraken wir mächtig, denn diese Glocken hängen unmittelbar da, wo der Besucher ist. Das Gebäude an sich ist ein moderner Bau, etwas anders gestaltet als eine Kirche in Mitteleuropa. Doch das sind wir von Island schon gewöhnt, das die Kirchenbauten von Außen oftmals nur durch ihr Kreuz an einen Gottesbau erinnern.

Nach einen Imbiss zu erschwinglichen Preisen (nach 18 Uhr erhöhen sich die Preise in den Gaststätten in Island um etwa ein Drittel - Eine Suppe mit Brot kam bis 18 Uhr etwa 650 Kronen und nach 18 Uhr kam das gleiche Gericht 1000 Kronen) suchten wir eine Informationsstelle auf. Wir hatten eigentlich eine Flugreise nach Grönland geplant. Diese hätten wir auch für den nächsten Tag buchen können, aber die ist uns doch etwas zu teuer gewesen. Fast 400 Euro pro Person und für einen Tag, das wollten wir nicht ausgeben. Und außerdem war das Wetter etwas unbeständig. Die Flüge werden mit kleinen Maschinen durchgeführt. Diese starten bei schlechtem Wetter auch nicht. Selbst, wenn wir gebucht hätten, wäre aus der Fahrt nichts geworden, denn der folgende Tag war im Nebel versunken.

Nun am späten Nachmittag ging es auf Zeltplatzsuche. Anhand eines Stadtplanes fanden wir auch schnell einen Platz. Er kostete pro Person und Tag 700 Kronen. (Für 1 Euro bekommt man etwa 84 isländische Kronen. Das ist das Geld mit den Fischen) Es ist ein sehr schöner Platz mit Warmen Wasser Duschen, Kochgelegenheit und vielen mehr. Das Schwimmbad in Sichtweite vom Zeltplatz war leider geschlossen. Und des Geschäft, was auch nur wenige Minuten neben dem Platz sein sollte, fanden wir auch nicht.

Nachdem das Zelt eingeräumt war, zogen wir noch einmal los, in die Stadt. Statt in einem Park, wo ein interessantes Bad sein soll, landeten wir auf dem Friedhof. Hier fährt man mit dem Auto durch die Gräberreihen.
Aber den erwähnten Park mit dem Bad fanden wir etwas später auch noch.
Das oben erwähnte Bad wird mit kaltem Meerwasser und heißem Quellwasser auf angenehme etwa 25 °C Badetemperatur gebracht. Es ist wie die meisten Bäder in Island ein Freibad.

Ein interessantes Bauwerk in Reykjavik ist die Perle. Wer Zeit hat sollte sich diesen Warmwasserspeicher mit Aussichtsplattform, Kaffee und Drehrestaurant schon einmal ansehen. Die Perle wurde auf einem Berg errichtet. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, den kleinen Flugplatz für Inlandsflüge und nach Grönland und auf das Meer. Wer mehr über dieses imposante Bauwerk erfahren möchte, sollte hier nachsehen.
www.perlan.is

Mann könnte noch vieles über diese Stadt schreiben, aber ich mag keine überlangen Berichte und so möchte ich hier noch kurz ein paar interessante Ausflugsziele in der Umgebung von Reykjavik nennen.

In Mosfellsbär befindet sich das Freizeitparadies Varma.

In der Nähe von Hafnarfjördur werden interessante Spaziergänge zur größten Elfensiedlung zum Hügel Hamar angeboten.

In einer guten halben Stunde mit dem Auto erreicht man die berühmte blaue Lagune bei Grindavik. Hier kann man in dem warmen blauen Wasser mit heilendem Schlamm im Sommer wie Winter unter freien Himmel baden. Die blaue Lagune liegt etwas abseits von einer Ortschaft neben einem Kraftwerk. Der Eintritt kostete uns pro Person 880 Kronen. Man kann unbegrenzte Zeit darin Baden.

Etwa so weit ist auch der Weg bis nach Keflavik, dem internationalen Flugplatz Islands.

Fährt man von Reykjavik auf der Ringstraße in den Süden so ist es nicht sehr weit bis zu der Gewächshausstadt Hveragerdi. Ich schrieb in einem anderen Bericht darüber.

Und erwähnen möchte ich hier noch die Lavafelder mit den Geysiren von Krisuvik. Leider lohnte sich für uns da ein Stopp nicht, denn es lag das gesamte Land im Nebel, als wir es besuchten. Da die Ausschilderung nicht die allerbeste ist, haben wir auf einen Spaziergang verzichtet.

Außerdem werden von Reykjavik auch Tagesflugreisen in viele Landesteile Islands angeboten. Hier möchte ich nur erwähnen
das Myvatn Gebiet,
Die Insel im Süden, wo vor wenigen Jahren noch der Vulkan ausbrach, und wo viele Vögel ihr zu Hause haben – Insel Vestmannaeyar,
Die Insel Grimsey, die am Polarkreis liegt und
Isafjördur, eine sehr schöne Stadt auf den Westfjorden (hier folgt noch ein letzter Bericht über Island).

Ich hoffe ihr habt ein paar Eindrücke von der Hauptstadt dieses Landes im Atlantik- Island - gewonnen. Leider ist der Weg bis dahin etwas umständlich. Aber irgendwann, so ich gesund bleibe, werde ich da noch einmal hinfahren.

Nun werde ich noch einen letzten Bericht über die einsamste Gegend von Island schreiben.

Bis bald.

12 Bewertungen