Die Welle (Taschenbuch) / Morton Rhue Testbericht


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Erfahrungsbericht von dom1989
~das Experiment~ ~Die Welle~
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Preis 4,95 Euro.
Klappentext
Wie entsteht Faschismus? Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beweisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall vorhanden ist. Doch die >>Bewegung<<, die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle.
Inhalt des Buches:
Ben Ross, ist ein engagierter Geschichtslehrer an einer High School, er zeigt seiner Klasse einen Dokumentarfilm über die Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Die meisten Schüler sind betroffen, und einige fragen, weshalb die Deutsche, die keine Anhänger der Nationalsozialisten waren, nichts gegen diese Minderheit unternahm. Der Lehrer weiß nicht wirklich darauf zu Antworten.
Am selben Abend denkt Mr. Ross noch einmal über die offene gestellte Frage zum Nationalsozialismus nach und beschließt, die Klasse durch ein Experiment die Disziplinierung einer Gemeinschaft erleben zu lassen. Vor dem Unterricht schreibt er an die Wandtafel: "Macht durch Disziplin!" Ben verlangt von den Schülern, dass sie kerzengerade sitzen und bei jeder Wortmeldung aufspringen. Außerdem müssen sie jede Frage oder Antwort laut und zackig mit "Mister Ross" beginnen. Leider stellte er fest, dass die Schüler sich nicht gegen die neuen Vorschriften wehren, sondern nach kurzer Zeit begeistert mitmachen.
Vor dem Beginn der nächsten Geschichtsstunde rechnet Ben damit, dass die Schüler wie üblich zu spät kommen und er dann erst einmal für Ruhe sorgen muss. Doch sie sitzen vollzählig ohne ausnahme pünktlich, aufrecht und schweigsam an ihren Plätzen. Spontan setzt er das Experiment fort und schreibt an die Wandtafel: "Macht durch Gemeinschaft!"
Ein Schüler aus Mr. Ross Unterrichtsklasse, glaubt endlich ein Erfolgsrezept für das glücklose Footballteam gefunden zu haben: Disziplin und Gemeinschaft! Er will das Gruppengefühl, das er im Unterricht spürt auf die Sportmannschaft übertragen.
Für die neue Gemeinschaft führt Ben ein Symbol und einen speziellen Gruß ein: einen Kreis mit einer Welle im Zentrum und eine wellenförmige Handbewegung. Einige der Mitgliedskarten, die er verteilt, sind mit einem roten Kreuz verseheb. Die Besitzer dieser Karten, erläutert Ben, sind verpflichtet, ihm jede beobachtete Regelverletzung unverzüglich zu melden.
Der dritte Grundsatz lautet "Macht durch Handeln!" Und Ben fordert die Mitglieder der "Welle" auf, tätig zu werden und neue Mitglieder anzuwerben.
In der neuen Gemeinschaft sind alle gleich, ordnet er an. Tatsächlich rufen die Schüler in der Cafeteria sogar ihren Klassenkameraden Robert Billings (er ist vor beginn dieses Experiment ein Außenseiter gewesen) an den Tisch, denn er gehört wie sie zur "Welle".
Trotz ihrer Skepsis gegenüber den Neuerungen fühlt auch Laurie sich von der Bewegung mitgerissen und spürt die gemeinsame Kraft. Da möchte sie nicht mit kritischen Bemerkungen stören.
In der von Laurie geleiteten Schülerzeitung trifft ein anonymer Brief ein, in dem berichtet wird, dass jüngere Schüler von älteren gedrängt werden, Mitglied der "Welle" zu werden.
Als Laurie am Samstagnachmittag zum Footballspiel geht, wird sie von einem Mitschüler aufgehalten: Ohne den Gruß der "Welle" darf niemand auf die Tribüne.
In einer Sonderausgabe der Schülerzeitung berichtet Laurie über die Gründung der "Welle" und über die Vorfälle. In ihrem Leitartikel warnt sie vor der gefährlichen Bewegung, die jede Freiheit der Meinung und des Denkens unterdrückt wird. Die Schüler, die erst aus der Schülerzeitung erfahren, dass ein Mitschüler, der sich geweigert hatte, der "Welle" beizutreten, verprügelt wurde, stempeln die Berichte als Lügen ab.
Christy (die Ehegattin von Mr. Ben Ross) drängt ihren Mann, das Experiment abzubrechen, aber Ben weigert sich, denn das wäre seiner Meinung nach unverantwortlich.
Während Laurie noch weiter Artikel für die Schülerzeitung schreibt, so ist das Schulgebäude menschenleer, als sie zu ihrem Schrank geht. Erschrocken liest sie, was dort mit roter Farbe hingesprüht wurde: "Feindin". Panisch vor Angst rennt sie aus dem Schulgebäude. Draußen hat David auf sie gewartet. Er möchte sie von den Vorzügen der "Welle" überzeugen und sie von ihrer kritischen Haltung abbringen. Laurie bleibt jedoch bei ihrer Meinung standhaft. Ihre Hartnäckigkeit macht David so zornig, dass er sie an den Armen packt und zu Boden schleudert. Das bringt ihn schlagartig zur Vernunft, und er geht mit Laurie, die glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt wurde, zu Ben Ross, um die sofortige Auflösung der "Welle" zu fordern.
Ben hat bereits eingesehen, dass er das Experiment beenden muss, weil es sonst der von beunruhigten Eltern und Lehrern bedrängte Schuldirektor tun würde. Er weiß auch bereits, wie er das Ende herbeiführen wird. Um seinen Plan nicht zu gefährden, verrät er Laurie und David nicht, was er vorhat, sondern bittet sie, ihm zu vertrauen.
Am nächsten Tag beruft Ben eine Mitgliederversammlung der "Welle" in die Aula ein und behauptet, dass die Bewegung das ganze Land erfasst habe und für eine bessere Gesellschaft mit geringerer Arbeitslosigkeit, weniger Verbrechen und höherer Moral sorgen werde. Dann lässt er zwei auf dem Podium aufgestellte Fernsehgeräte einschalten und kündigt eine Ansprache des nationalen Führers der "Welle" an. Erwartungsvoll starren die Schüler auf die Mattscheiben. Die flimmern jedoch nur. Unvermittelt werden Dokumentaraufnahmen Adolf Hitlers auf die Leinwand übertragen. Ben macht den Schülern klar, dass sie genau wie die Deutschen in den Zwanzigern- und Dreißigerjahren bereit waren, unkritisch einem Führer zu folgen.
Hintergrund
Der Roman "Die Welle" basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich im Herbst 1968 an einer High School zutrug. Als Reaktion auf Aussagen in der Klasse, dass Verhaltensformen des Nationalsozialismus "bei uns nicht vorkommen könnten", stellte der Geschichtslehrer Ron Jones zusammen mit Schülern und Lehrern ein Experiment an. Die Schüler wurden in dem Experiment als The Third Wave (Die Dritte Welle) bezeichnet, bekamen Rollen zugewiesen und Verhaltensnormen wurden aufgestellt und streng durchgesetzt. Ursprünglich für einen Tag vorgesehen, lief das Experiment über fünf Tage. Aufgeschreckt durch die Leichtigkeit, mit der die Schüler sich vereinnahmen und manipulieren ließen, brach Ron Jones das Experiment ab indem er in einer Schulversammlung der begeisterten Anhänger der "Dritten Welle" einen direkten Vergleich mit Jugendorganisationen im "Dritten Reich" vorführte. Der Roman wurde auch verfilmt und geht ca. 50 Minuten.
Autor:
Morton Rhue ist am 5. Mai 1950 geboren. Mr. Rhue ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.In Deutschland wurde er durch das Buch Die Welle bekannt, das Hans-Georg Noack übersetzte. Dieser Roman ist mit der Zeit eine klassische Schullektüre geworden. Rhue greift in seinen Büchern kontroverse Themen für Jugendliche wie Nationalsozialismus, Gewalt an Schulen oder Obdachlosigkeit auf.
Fazit:
In Diesem Buch wird alles sehr detailliert beschrieben.
Desweiteren ist es für Jugendlichen meiner Meinung nach geeignet, da es simpel geschrieben wurde!
64 Bewertungen, 6 Kommentare
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21.08.2005, 23:56 Uhr von sape26
Bewertung: sehr hilfreichauch nachher noch ein paar mal...und jedes Mal war ich wieder erschüttert,wie schnell solch eine Situation entstehen kann!sehr sehr schöner Bericht,der mir auch sehr gut gefällt!Lg,Sandra
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16.08.2005, 01:30 Uhr von mami_online
Bewertung: sehr hilfreichgeschriebenes Buch und auch ein super Bericht! Ich fand es damals, als ich es gelesen habe, erschreckend, wie schnell man in diese "Hitler-Ansicht" fallen kann.
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15.08.2005, 22:58 Uhr von verbatim
Bewertung: sehr hilfreichdas mussten wir in der 7. Klasse in der Schule lesen, war ganz schön erschreckend...!
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15.08.2005, 17:41 Uhr von Tini84
Bewertung: sehr hilfreichals Schulkind gelesen. Schon ne krasse Geschichte. Schöner Bericht!
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15.08.2005, 01:19 Uhr von Jinxx
Bewertung: sehr hilfreichErschreckend,aber wahr und ziemlich gutes Buch. Lg
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02.08.2005, 02:28 Uhr von aswuermchen
Bewertung: sehr hilfreichfinde ich höchst interessant und möchte es eigentlich schon seit Jahren lesen. Danke für die Erinnerung. LG
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