Damals war es Friedrich (Taschenbuch) / Hans Peter Richter Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kuchenkruemel
Spannende Schulstunden
Pro:
sehr interessant und spannend
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser
Am Anfang der 7. Klasse lasen wir mal wieder eine Lektüre. Von dieser Nachricht war ich nicht sehr begeistert, da wir ungefähr ein Jahr davor auch schon mal eine gelesen hatten,
die so langweilig war, dass man kurz davor war, einzuschlafen. Also musste ich mich schon mal auf ein paar langweilige Deutschstunden gefasst machen. Doch als wir mit dem Buch anfingen, merkte ich schon nach kurzer Zeit, dass dieses Buch doch wirklich sehr interessant war.
~ ~ ~ ~ Kurzbeschreibung ~ ~ ~ ~
Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg in der Nazizeit. Sie beginnt
1925, endet 1942 und wird von Hans Peter Richter in der Ich-Form
erzählt.
Friedrich wohnt mit seinen Eltern, die ihn verständnis- und liebevoll erziehen,
in einem Mehrfamilienhaus. Dort lernt er einen gleichaltrigen Jungen kennen,
mit dem er sich anfreundet und mit ihm in die gleiche Schulklasse geht. Die beiden
sind bis zu ihrem 17. Lebensjahr befreundet. Jeder der beiden ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist anders. Er und seine Eltern sind Juden. Allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über Friedrich, und er muss einiges über sich ergehen lassen. Sein Freund, der zwar bis zuletzt an ihm hängt,
kann Friedrich immer weniger zur Seite stehen, da er selbst dem Zwang seiner
Zeit ausgeliefert ist.
Im mittleren Teil des Buches stirbt Friedrichs Mutter und am Ende des Buches stirbt auch Friedrich.
Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein
unfassbares Dunkel.
Die Geschichte geht über 159 Seiten. Insgesamt beinhaltet das Buch 171 Seiten.
Im hinteren Teil des Buches gibt es noch einen Anhang und eine Zeittafel.
Das Buch ist in 32 kleine Kapitel eingeteilt.
~ ~ ~ ~ Leseprobe ~ ~ ~ ~
...
Ich verriet nicht, wo ich mich herumgetrieben hatte .Mutter holte die Suppe und tischte auf. Ich begann zu essen. In diesem Augenblick johlte es vor unserem Haus .Polternd wurde die Tür aufgestoßen .Herr Resch schimpfte kläffend .Lärmend stiegen viele Menschen die Treppe hoch, an unserer Tür vorbei, höher.
Schneiders Tür brach krachend auf.»Was ist das?«, fragte Mutter blass und entsetzt. »Wir müssen die Polizei rufen!«»Die Polizei tut nichts, sie schaut zu«, entgegnete ich. Wir hörten einen Schrei - Frau Schneider! Dumpf fiel etwas zu Boden. Eine Männerstimme fluchte. Friedrich brüllte, dann heulte er verzweifelt. Ich warf den Löffel hin und rannte zur Tür.»Bleib hier!«, jammerte Mutter. Ich stürmte die Treppe empor. Schneiders Tür pendelte in einer Angel. Die Glasfüllung war ausgesplittert .In der Küche lag Frau Schneider mit blauen Lippen schwer atmend auf dem Fußboden. Friedrich hatte eine Beule an der Stirn. Er beugte sich über seine Mutter. Flüsternd redete er ihr zu. Mich bemerkte er gar nicht .Ein Mann schritt über Frau Schneiders Füße hinweg ohne hinzuschauen. Er kippte einen großen Besteckkasten aus dem Fenster. Im Wohnzimmer zerschlug eine Frau Porzellanteller.»Meißner!«, nickte sie anerkennend, als sie mich sah .Eine andere zerfetzte mit Herrn Schneiders Brieföffner alle Bilder in der Wohnung. Neben Herrn Schneiders Bücherschrank stand ein dunkelhaariger Riese. Band für Band nahm er vom Bord. Jedes Buch packte er bei den Einbanddeckeln und riss es in der Mitte auseinander. »Mach das mal nach!«, lachte er prahlend. In Friedrichs Zimmer versuchte ein Mann das Bettgestell als Ganzes durch das Fenster zu schieben. »Komm«, forderte er mich auf, »tu mit!«Ich schlich wieder hinunter. Mutter spähte zitternd durch einen Türspalt. Ängstlich zog sie mich in die Wohnung. Sie schob mich schweigend in das Wohnzimmer. Wir stellten uns an das Fenster und blickten auf die Straße. Über uns tobte und stampfte es noch immer.»Juda verrecke!«, kreischte eine Frau draußen; es war unsere Zeitungsfrau .Ein Sessel rauschte am Fenster vorbei und plumpste in die Rosenstöcke des Vorgartens. Da begann Mutter laut zu weinen. Ich weinte mit.
S. 111 - 113
~ ~ ~ ~ Der Autor ~ ~ ~ ~
Dr. Hans Peter Richter ist 1926 in Köln geboren und arbeitete vorwiegend wissenschaftlich. Nebenbei schrieb er zahlreiche Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Zweimal erhielt er für seine Arbeiten ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Der Autor starb im November 1993
~ ~ ~ ~ dtv junior ~ ~ ~ ~
Deutscher Taschenbuch Verlag,
dtv junior 7800,
München 2001
46. Auflage;
Infos unter:
www .dtvjunior .de
~ ~ ~ ~ Der Preis ~ ~ ~ ~
Also, wie schon gesagt haben wir dieses Buch in der Schule
gelesen und mussten dafür 5,50 Euro bezahlen.
Meiner Meinung nach ist es das auf jeden Fall wert .
~ ~ ~ ~ Meine Meinung ~ ~ ~ ~
Ich bin von diesem Buch richtig begeistert, weil ich mich super in die Lage
von Friedrich hineinversetzen konnte. Es ist gut geschrieben und leicht
verständlich. Ich finde es aber auch ein bisschen traurig, dass Friedrich
und seine Mutter sterben.
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen und ich konnte euch
genügend Auskunft geben.
Eure Kathrin
Am Anfang der 7. Klasse lasen wir mal wieder eine Lektüre. Von dieser Nachricht war ich nicht sehr begeistert, da wir ungefähr ein Jahr davor auch schon mal eine gelesen hatten,
die so langweilig war, dass man kurz davor war, einzuschlafen. Also musste ich mich schon mal auf ein paar langweilige Deutschstunden gefasst machen. Doch als wir mit dem Buch anfingen, merkte ich schon nach kurzer Zeit, dass dieses Buch doch wirklich sehr interessant war.
~ ~ ~ ~ Kurzbeschreibung ~ ~ ~ ~
Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg in der Nazizeit. Sie beginnt
1925, endet 1942 und wird von Hans Peter Richter in der Ich-Form
erzählt.
Friedrich wohnt mit seinen Eltern, die ihn verständnis- und liebevoll erziehen,
in einem Mehrfamilienhaus. Dort lernt er einen gleichaltrigen Jungen kennen,
mit dem er sich anfreundet und mit ihm in die gleiche Schulklasse geht. Die beiden
sind bis zu ihrem 17. Lebensjahr befreundet. Jeder der beiden ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist anders. Er und seine Eltern sind Juden. Allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über Friedrich, und er muss einiges über sich ergehen lassen. Sein Freund, der zwar bis zuletzt an ihm hängt,
kann Friedrich immer weniger zur Seite stehen, da er selbst dem Zwang seiner
Zeit ausgeliefert ist.
Im mittleren Teil des Buches stirbt Friedrichs Mutter und am Ende des Buches stirbt auch Friedrich.
Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein
unfassbares Dunkel.
Die Geschichte geht über 159 Seiten. Insgesamt beinhaltet das Buch 171 Seiten.
Im hinteren Teil des Buches gibt es noch einen Anhang und eine Zeittafel.
Das Buch ist in 32 kleine Kapitel eingeteilt.
~ ~ ~ ~ Leseprobe ~ ~ ~ ~
...
Ich verriet nicht, wo ich mich herumgetrieben hatte .Mutter holte die Suppe und tischte auf. Ich begann zu essen. In diesem Augenblick johlte es vor unserem Haus .Polternd wurde die Tür aufgestoßen .Herr Resch schimpfte kläffend .Lärmend stiegen viele Menschen die Treppe hoch, an unserer Tür vorbei, höher.
Schneiders Tür brach krachend auf.»Was ist das?«, fragte Mutter blass und entsetzt. »Wir müssen die Polizei rufen!«»Die Polizei tut nichts, sie schaut zu«, entgegnete ich. Wir hörten einen Schrei - Frau Schneider! Dumpf fiel etwas zu Boden. Eine Männerstimme fluchte. Friedrich brüllte, dann heulte er verzweifelt. Ich warf den Löffel hin und rannte zur Tür.»Bleib hier!«, jammerte Mutter. Ich stürmte die Treppe empor. Schneiders Tür pendelte in einer Angel. Die Glasfüllung war ausgesplittert .In der Küche lag Frau Schneider mit blauen Lippen schwer atmend auf dem Fußboden. Friedrich hatte eine Beule an der Stirn. Er beugte sich über seine Mutter. Flüsternd redete er ihr zu. Mich bemerkte er gar nicht .Ein Mann schritt über Frau Schneiders Füße hinweg ohne hinzuschauen. Er kippte einen großen Besteckkasten aus dem Fenster. Im Wohnzimmer zerschlug eine Frau Porzellanteller.»Meißner!«, nickte sie anerkennend, als sie mich sah .Eine andere zerfetzte mit Herrn Schneiders Brieföffner alle Bilder in der Wohnung. Neben Herrn Schneiders Bücherschrank stand ein dunkelhaariger Riese. Band für Band nahm er vom Bord. Jedes Buch packte er bei den Einbanddeckeln und riss es in der Mitte auseinander. »Mach das mal nach!«, lachte er prahlend. In Friedrichs Zimmer versuchte ein Mann das Bettgestell als Ganzes durch das Fenster zu schieben. »Komm«, forderte er mich auf, »tu mit!«Ich schlich wieder hinunter. Mutter spähte zitternd durch einen Türspalt. Ängstlich zog sie mich in die Wohnung. Sie schob mich schweigend in das Wohnzimmer. Wir stellten uns an das Fenster und blickten auf die Straße. Über uns tobte und stampfte es noch immer.»Juda verrecke!«, kreischte eine Frau draußen; es war unsere Zeitungsfrau .Ein Sessel rauschte am Fenster vorbei und plumpste in die Rosenstöcke des Vorgartens. Da begann Mutter laut zu weinen. Ich weinte mit.
S. 111 - 113
~ ~ ~ ~ Der Autor ~ ~ ~ ~
Dr. Hans Peter Richter ist 1926 in Köln geboren und arbeitete vorwiegend wissenschaftlich. Nebenbei schrieb er zahlreiche Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Zweimal erhielt er für seine Arbeiten ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Der Autor starb im November 1993
~ ~ ~ ~ dtv junior ~ ~ ~ ~
Deutscher Taschenbuch Verlag,
dtv junior 7800,
München 2001
46. Auflage;
Infos unter:
www .dtvjunior .de
~ ~ ~ ~ Der Preis ~ ~ ~ ~
Also, wie schon gesagt haben wir dieses Buch in der Schule
gelesen und mussten dafür 5,50 Euro bezahlen.
Meiner Meinung nach ist es das auf jeden Fall wert .
~ ~ ~ ~ Meine Meinung ~ ~ ~ ~
Ich bin von diesem Buch richtig begeistert, weil ich mich super in die Lage
von Friedrich hineinversetzen konnte. Es ist gut geschrieben und leicht
verständlich. Ich finde es aber auch ein bisschen traurig, dass Friedrich
und seine Mutter sterben.
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen und ich konnte euch
genügend Auskunft geben.
Eure Kathrin
39 Bewertungen, 4 Kommentare
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02.07.2007, 22:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh! Schöner Bericht, vielleicht solltest du nur das Ende nicht verraten? Viele Grüße, Karin
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20.04.2005, 02:31 Uhr von antjeeule
Bewertung: sehr hilfreichKathrin, dieses Buch habe ich auch gelesen. Es hat mich auch sehr beschäftigt. Du hast es gut rübergebracht. LG, Antje
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01.04.2005, 20:20 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichhast du dich sehr gut mit dem Buch beschäftigt - obwohl es ein 'Schulbuch' ist ;-) Gruß vom Feldhasen
-
29.03.2005, 23:58 Uhr von broadwinn
Bewertung: sehr hilfreichhat mir gefallen
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