Damals war es Friedrich (Taschenbuch) / Hans Peter Richter Testbericht

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Erfahrungsbericht von lizbiz
Damals war es Friedrich - beeindruckend und ergreifend
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo Yopianer,
Ich möchte euch heute mal ein Buch vorstellen, das ich damals in der 7. Klasse leben musst und welches mir immer noch im Kopf herumschwebt.
Es geht um den jüdischen Jungen Friedrich, der 1925 in Deutschland geboren wird. Seine Familie freundet sich mit einer Nachbarsfamilie an, die ebenfalls einen Sohn in Friedrichs Alter hat.
Friedrich und Hans werden die besten Freunde. Sie spielen zusammen wann sie nur können.
Es gibt allerdings einen Nachbarn, Herr Resch, der Friedrich immer wieder als “Judenbengel” beschimpft, ein Mann, der der Ideologie des Nationalsozialismus unterworfen war.
1930 besucht der Großvater von Hans seine Familie. Von nun an verbietet er ihnen den Umgang mit der Nachbarsfamilie, den Juden. Es sei gefährlich sich mit ihnen abzugeben und deshalb besser, den Kontakt zu meiden.
Natürlich kann Hans nicht einfach seinen besten Freund von heute auf morgen meiden. Er geht immer noch bei ihm ein und aus, allerdings mit mehr Vorsicht.
Auch beim Sabbat, der in dem Buch beschrieben wird, ist Hans dabei.
Die Mutter Friedrichs wäscht für fremde Leute um sich etwas zu verdienen, sein Vater sucht Arbeit.
1931 kommen die beiden Kinder in die Schule. Sie sitzen nebeneinander. Beide Familien sind immer noch befreundet, gegen des Rates des Großvaters. Da die deutsche Familie Richter nur 2,70DM werden sie von den jüdischen Schneiders auf dem Rummel eingeladen. Familienfotos werden gemacht.
1. April 1933.
Friedrich erzählt seinem Freund von seinem Arzt, Dr. Askenase. Als sie bei ihm vorbeigehen, sehen sie das über sein Arztschild “Jude” geschmiert worden war. Daraufhin geben sie dem Doktor bescheid.
Aber damit war es noch nicht genug. Vor einem Schreibwarengeschäft mit jüdischem Besitzer haben sich Leute mit dem Schild “Kauft nicht beim Juden” versammelt. Sie sehen wie eine ältere Frau trotzdem eintritt und dort kauft. Friedrichs Vater führt die beiden Jungs nach Hause.
Hans ist nun bei der Hitlerjugend. In seiner kindlichen Naivität lädt er seinen Freund Friedrich, ohne des Wissens der Familie, zum Heimabend ein. Friedrich ist überglücklich, dass er mitkommen darf, aber er muss verschweigen, dass er Jude ist. Als dort ein Sonderbeauftragter der Gauleitung eine Rede hält, werden die Juden beschimpft. Jedes Kind muss nachsprechen: “Die Juden sind unser Unglück”. Friedrich sagt schließlich: “Die Juden sind euer Unglück” und läuft davon. Hans bleibt sitzen.
Friedrich bemerkt zunehmend, dass er in jener Welt einfach nicht willkommen ist. Als Hans aus Versehen beim Ball spielen eine Scheibe einschießt, wird Friedrich beschuldigt, obwohl Hanse zugibt es gewesen zu sein. Nicht einmal der Wachtmeister glaubt ihnen. Schneiders bezahlen den Schaden.
Herr Resch, der Besitzer des Hauses kündigt Schneiders die Wohnung, er keine Juden in seinem Haus wünscht.
Die Familie leidet, nun hat Hr.Schneider seine neue Arbeit verloren......weil er Jude ist.
Wegen der Wohnung kommt es sogar zu einer Gerichtsverhandlung, Reschs wollen die Schneiders aus der Wohnung klagen. Schneiders dürfen bleiben.
Hr. Schneider bekommt einen neuen Job als Abteilungsleiter in einem Judenkaufhaus.
Hans’ Vater ist bei der NSDAP.
Friedrich muss nun in eine jüdische Schule.
Die Putzfrau von Richters und Schneiders kündigt bei Schneiders aus Zeitmangel, wie sie vorgibt. In Wahrheit wollte sie sich mit der Arbeit bei Juden nicht in Gefahr begeben.
Nun rät Herr Richter der Familie, besser aus dem Land zu verschwinden. Doch Schneiders wollen bleiben.
Friedrich muss nun feststellen, dass er nirgends erwünscht ist. Im Schwimmbad wird er vor allen vom Bademeister bloßgestellt und muss sich draußen wieder ankleiden.
1938 begegnen sich die beiden Schulklassen, die alte und die neue, jüdische Klasse Friedrichs. Die “deutschen” Kinder müssen ein Lied über die Juden singen: “Krumme Juden ziehn dahin, daher; sie ziehn durchs Rote Meer. Die Wellen schlagen zu, die Welt hat Ruh!”
In der Pogromnacht hilft Hans nach anfänglichem Zögern, die Häuser der Juden zu verwüsten, auch die Wohnung der Schneiders...
Frau Schneider stirbt. Ihr ging es sehr schlecht.
Schließlich kündigt Hr. Resch die Wohnung, doch lässt ihnen diese, bis sie eine andere gefunden haben.
Es kommt die Zeit, in der sich die beiden Freunde nur an versteckten Orten treffen konnten.
Während Hr. Schneider und ein bei ihnen versteckter Rabbi verhaftet wurden, übernachtete Friedrich bei Bekannten.
Friedrich muss nun im Versteck wohnen. Er bekommt von Richters neue Sachen und etwas zu Essen. Plötzlich gehen die Sirenen los. Richters verschwinden in den Luftschutzkeller. Das war 1942. Friedrich versucht aus Angst doch noch in den Keller zu gelangen. Er hämmert gegen die Tür, doch Hr. Resch lässt ihn nicht hinein. Von den anderen wird er gebeten zu gehen.
Als der Alarm vorbei war. Finden sie Friedrich vor der Haustür sitzend. Hr. Resch schickt ihn weg, als Friedrich nicht reagiert, tritt ihn Herr Resch. Nun bemerken alle, dass er durch einen Schuss in die Schläfe getötet worden war.
Am Ende des Buches findet man im Anhang leicht erklärte Informationen über die jüdische Religion und Anmerkungen zu den auf manchen Seiten erwähnten Fremdwörtern, die das Judentum betreffen. Aber auch geschichtliche Hintergründe werden aufgeführt. Am Ende kann man sich noch einmal durch eine Zeittafel der geschichtlichen Daten einen Überblick verschaffen.
Wie gesagt musste ich dieses Buch mit ca. 12 oder 13 in der Schule lesen. Es ist sehr einfach geschrieben und ich finde diese Thematik kann so auch sehr jungen Menschen nahegebracht werden.
Man lernt etwas über die jüdische Religion und einige deren Praktiken. Aber auch geschichtlich lernt man viel.
Dieses Buch ist also perfekt für ab 12Jährige. Es ist ein sehr bewegendes Buch. Es wird an mehreren Beispielen deutlich gezeigt, was der Nationalsozialismus mit den Menschen angerichtet hat und welchen Hass die jüdische Bevölkerung spüren musste.
Ich empfehle dieses Buch weiter, an alle! Eltern können es mit ihren Kindern zusammen lesen oder aber auch allein. Für jedes Alter geeignet.
Ich möchte euch heute mal ein Buch vorstellen, das ich damals in der 7. Klasse leben musst und welches mir immer noch im Kopf herumschwebt.
Es geht um den jüdischen Jungen Friedrich, der 1925 in Deutschland geboren wird. Seine Familie freundet sich mit einer Nachbarsfamilie an, die ebenfalls einen Sohn in Friedrichs Alter hat.
Friedrich und Hans werden die besten Freunde. Sie spielen zusammen wann sie nur können.
Es gibt allerdings einen Nachbarn, Herr Resch, der Friedrich immer wieder als “Judenbengel” beschimpft, ein Mann, der der Ideologie des Nationalsozialismus unterworfen war.
1930 besucht der Großvater von Hans seine Familie. Von nun an verbietet er ihnen den Umgang mit der Nachbarsfamilie, den Juden. Es sei gefährlich sich mit ihnen abzugeben und deshalb besser, den Kontakt zu meiden.
Natürlich kann Hans nicht einfach seinen besten Freund von heute auf morgen meiden. Er geht immer noch bei ihm ein und aus, allerdings mit mehr Vorsicht.
Auch beim Sabbat, der in dem Buch beschrieben wird, ist Hans dabei.
Die Mutter Friedrichs wäscht für fremde Leute um sich etwas zu verdienen, sein Vater sucht Arbeit.
1931 kommen die beiden Kinder in die Schule. Sie sitzen nebeneinander. Beide Familien sind immer noch befreundet, gegen des Rates des Großvaters. Da die deutsche Familie Richter nur 2,70DM werden sie von den jüdischen Schneiders auf dem Rummel eingeladen. Familienfotos werden gemacht.
1. April 1933.
Friedrich erzählt seinem Freund von seinem Arzt, Dr. Askenase. Als sie bei ihm vorbeigehen, sehen sie das über sein Arztschild “Jude” geschmiert worden war. Daraufhin geben sie dem Doktor bescheid.
Aber damit war es noch nicht genug. Vor einem Schreibwarengeschäft mit jüdischem Besitzer haben sich Leute mit dem Schild “Kauft nicht beim Juden” versammelt. Sie sehen wie eine ältere Frau trotzdem eintritt und dort kauft. Friedrichs Vater führt die beiden Jungs nach Hause.
Hans ist nun bei der Hitlerjugend. In seiner kindlichen Naivität lädt er seinen Freund Friedrich, ohne des Wissens der Familie, zum Heimabend ein. Friedrich ist überglücklich, dass er mitkommen darf, aber er muss verschweigen, dass er Jude ist. Als dort ein Sonderbeauftragter der Gauleitung eine Rede hält, werden die Juden beschimpft. Jedes Kind muss nachsprechen: “Die Juden sind unser Unglück”. Friedrich sagt schließlich: “Die Juden sind euer Unglück” und läuft davon. Hans bleibt sitzen.
Friedrich bemerkt zunehmend, dass er in jener Welt einfach nicht willkommen ist. Als Hans aus Versehen beim Ball spielen eine Scheibe einschießt, wird Friedrich beschuldigt, obwohl Hanse zugibt es gewesen zu sein. Nicht einmal der Wachtmeister glaubt ihnen. Schneiders bezahlen den Schaden.
Herr Resch, der Besitzer des Hauses kündigt Schneiders die Wohnung, er keine Juden in seinem Haus wünscht.
Die Familie leidet, nun hat Hr.Schneider seine neue Arbeit verloren......weil er Jude ist.
Wegen der Wohnung kommt es sogar zu einer Gerichtsverhandlung, Reschs wollen die Schneiders aus der Wohnung klagen. Schneiders dürfen bleiben.
Hr. Schneider bekommt einen neuen Job als Abteilungsleiter in einem Judenkaufhaus.
Hans’ Vater ist bei der NSDAP.
Friedrich muss nun in eine jüdische Schule.
Die Putzfrau von Richters und Schneiders kündigt bei Schneiders aus Zeitmangel, wie sie vorgibt. In Wahrheit wollte sie sich mit der Arbeit bei Juden nicht in Gefahr begeben.
Nun rät Herr Richter der Familie, besser aus dem Land zu verschwinden. Doch Schneiders wollen bleiben.
Friedrich muss nun feststellen, dass er nirgends erwünscht ist. Im Schwimmbad wird er vor allen vom Bademeister bloßgestellt und muss sich draußen wieder ankleiden.
1938 begegnen sich die beiden Schulklassen, die alte und die neue, jüdische Klasse Friedrichs. Die “deutschen” Kinder müssen ein Lied über die Juden singen: “Krumme Juden ziehn dahin, daher; sie ziehn durchs Rote Meer. Die Wellen schlagen zu, die Welt hat Ruh!”
In der Pogromnacht hilft Hans nach anfänglichem Zögern, die Häuser der Juden zu verwüsten, auch die Wohnung der Schneiders...
Frau Schneider stirbt. Ihr ging es sehr schlecht.
Schließlich kündigt Hr. Resch die Wohnung, doch lässt ihnen diese, bis sie eine andere gefunden haben.
Es kommt die Zeit, in der sich die beiden Freunde nur an versteckten Orten treffen konnten.
Während Hr. Schneider und ein bei ihnen versteckter Rabbi verhaftet wurden, übernachtete Friedrich bei Bekannten.
Friedrich muss nun im Versteck wohnen. Er bekommt von Richters neue Sachen und etwas zu Essen. Plötzlich gehen die Sirenen los. Richters verschwinden in den Luftschutzkeller. Das war 1942. Friedrich versucht aus Angst doch noch in den Keller zu gelangen. Er hämmert gegen die Tür, doch Hr. Resch lässt ihn nicht hinein. Von den anderen wird er gebeten zu gehen.
Als der Alarm vorbei war. Finden sie Friedrich vor der Haustür sitzend. Hr. Resch schickt ihn weg, als Friedrich nicht reagiert, tritt ihn Herr Resch. Nun bemerken alle, dass er durch einen Schuss in die Schläfe getötet worden war.
Am Ende des Buches findet man im Anhang leicht erklärte Informationen über die jüdische Religion und Anmerkungen zu den auf manchen Seiten erwähnten Fremdwörtern, die das Judentum betreffen. Aber auch geschichtliche Hintergründe werden aufgeführt. Am Ende kann man sich noch einmal durch eine Zeittafel der geschichtlichen Daten einen Überblick verschaffen.
Wie gesagt musste ich dieses Buch mit ca. 12 oder 13 in der Schule lesen. Es ist sehr einfach geschrieben und ich finde diese Thematik kann so auch sehr jungen Menschen nahegebracht werden.
Man lernt etwas über die jüdische Religion und einige deren Praktiken. Aber auch geschichtlich lernt man viel.
Dieses Buch ist also perfekt für ab 12Jährige. Es ist ein sehr bewegendes Buch. Es wird an mehreren Beispielen deutlich gezeigt, was der Nationalsozialismus mit den Menschen angerichtet hat und welchen Hass die jüdische Bevölkerung spüren musste.
Ich empfehle dieses Buch weiter, an alle! Eltern können es mit ihren Kindern zusammen lesen oder aber auch allein. Für jedes Alter geeignet.
20 Bewertungen, 4 Kommentare
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02.07.2007, 22:05 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichBisschen wenig eigene Meinung, aber das kann man ja noch nachholen. ansonsten hilfreich. :) Gruß, Karin
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13.02.2006, 23:07 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichklasse Bericht
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29.03.2005, 22:05 Uhr von gangster09
Bewertung: sehr hilfreich..musste ich nciht lesen! ;) lg rene
-
29.03.2005, 21:49 Uhr von Artatius
Bewertung: weniger hilfreichdas ist mehr eine Nacherzählung, die Meinung kommt viel zu kurz
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