Damals war es Friedrich (Taschenbuch) / Hans Peter Richter Testbericht

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Erfahrungsbericht von HEIDIZ
Friedrich und sein Freund ...
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe TExt
Empfehlung:
Ja
Es ist für viele von uns als Schullektüre bekannt. Ich schreibe diesen Bericht, weil ich dieses Buch unbedingt jedem empfehlen und ans Herz legen möchte, der es noch nicht gelesen hat.
Daten zum Buch:
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Taschenbuch: 141 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 36. Auflage (1. Oktober 1979)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423078006
ISBN-13: 978-3423078009
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,6 cm
PREIS: 5,95 Euro
Inhalt:
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Es sind zwei Jungen - zum einen Friedrich Schneider der Jude und zum anderen sein Freund. Friedrichs Freund erzählt aus seiner Sicht die Geschichte der aufkeimenden Freundschaft der beiden Nachbarsjungen und wie sie auf Grund der historischen Entwicklungen auseinander geht.
Die Juden werden nach und nach aus dem öffentlichen Leben herausgenommen und so also ausgegrenzt. Die Menschen und natürlich auch die beiden Freunde sind machtlos, auch wenn sie sich so lange wie möglich wehren.
Sowohl das alltägliche Leben, als auch die Gefühllswelt der beiden Kinder und deren Eltern, die ja auch ihre Probleme hatten (Arbeitslosigkeit usw.) werden sehr gut, bildhaft und eindringlich geschildert.
Ich finde, dass der Inhalt des Buches historisch und überhaupt sehr wertvoll ist.
Es ist optimal gelöst, wie der Autor die Zeit beschreibt, wie er den historischen Werdegang mit der Freundschaft der beiden Jungen und deren Familien und die damit verbundenen Probleme und alltäglichen Sorgen aus der Sicht des Kindes beschreibt.
Gliederung:
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Das Buch ist in 32 kurze Kapitel untergliedert. Diese sind mit Überschrift versehen und dem Jahr datiert. Das Buch beginnt im Jahr 1925 mit der Vorgeschichte, geht weiter über die Jahre 1929, 1930, 31, 33, 34, 35, 36, 38, 39, 40, 41 und endet im Jahre 1942.
Am Ende findet der Leser eine historische Zeittafel, um die Geschichte unter Zuhilfenahme der wahren historischen Fakten einzuordnen.
Die Autor:
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Dr. Hans Peter Richter ist 1926 in Köln geboren. Seine Arbeit ist vorwiegend wissenschaftlicher Natur. Das vorliegende Buch ist nicht sein einziges, aber bestimmt eines seiner besten. Es wurde mit dem Mildred-Batchelder-Award der American Librara Association für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nichtamerikanischen Autors ausgezeichnet. Es erhielt weiterhin den Sebaldus-Jugendbuch-Preis und den Woodward-School-Book-Award. Es war außerdem vorgeschlagen für den deutschen Jugendliteraturpreis und wurde in viele Sprachen übersetzt.
1993 starb Hans Peter Richter.
meine Meinung zum Buch:
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Ich finde es sehr schön, wie die Freundschaft der beiden Jungen erzählt wird, wie der Autor beschreibt, wie sich die beiden näher kommen und wie auch die Familien - zum Beispiel beim Jahrmarktausflug - etwas gemeinsam machen.
Auch die Unterschiede der Familien kommen sehr gut zur Geltung und besonders der historische Hintergrund mit dem Aufkeimen und der ständigen Erweiterung des Antisemitismus, der die Familien auseinanderbringt und die Freundschaft zerstört.
Die beiden Jungen wohnen im selben Haus und spielen oft gemeinsam. Sie besuchen auch die selbe Schulklasse.
Warum der ICH-Erzähler - also Friedrichs Freund - in keinem Moment beim Namen genannt wird, weiß ich nicht zu beurteilen, er erzählt halt die Geschichte von sich seinem Freund Friedrich ...
Die Zwänge, deren die Erwachsenen und bald auch die Kinder im Nationalsozialismus ausgesetzt waren, kommen sehr gut zum Ausdruck.
Der Autor beschreibt auf einfache aber eindringliche und zu Herzen gehende Art und Weise, wie eine Freundschaft, die so innig war auf Grund historischer Fakten und der politischen Lage eines Landes und einer Zeit auseinanderbrechen kann, wie sich Menschen einfach dem nicht entziehen können, wenn sie auch möchten.
Ich finde, dass man dieses Buch unbedingt gelesen haben sollte.
Eine heile Kindheit und das Unfassbare der damaligen zeit werden sehr gut gegenübergestellt und der Zeitraum von 1929 - 1942 wird hier im Buch nochmal aufleben gelassen.
Die Handlung ist sehr dicht und mit einem roten Faden durchzogen, der die Zeit und die damit zusammenhängende Forführung der Handlung widerspiegelt.
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an. Es ist spannend geschrieben und qualitativ inhaltlich sehr wertvoll zu bezeichnen.
Man kann sich sehr gut in die Zeit hineinversetzen und die Charaktere und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Es handelt sich zwar um ein Jugendbuch im empfohlenen Alter von 14 Jahren, aber ich habe es auch mit über 40 noch mit großem Interesse gelesen.
kurze Leseprobe:
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Vater war einverstanden. Er führte die beiden in unser Wohnzimmer. Herrn Schneider bot er einen Platz am Fenster an, Friedrich wies er zu mir. Friedrich und ich, wir spielten still Domino in der Ecke beim Ofen. Vater gab Herrn Schneider eine von den guten Sonntagszigarren, er selber zündete sich eine Zigarette an. Die beiden rauchten still eine Weile vor sich hin, ehe sie gegannen. "Es fällt mir schwer, Herr Schneider", murmelte Vater. Dann sagte er etwas leuter: "Darf ich frei und offen reden?" Dabei blickte er Herrn Schneider voll an. Das Gesicht von Herrn Schneider war sehr ernst geworden. Er zügerte erst. "Ich bitte darum!", antwortete er schließlich. Die Hand mit der Zigarre zitterte leicht; Aschenstäubchen schwebten auf hose und boden. Schuldbewusst senkte Vater den Blick auf den Boden. ...
50 Bewertungen, 7 Kommentare
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02.03.2011, 01:21 Uhr von leseflippi
Bewertung: besonders wertvollWow, ein echt klasse Bericht!
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28.06.2010, 16:13 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)
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26.06.2010, 15:54 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ein wunderschönes wochenende
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26.06.2010, 00:39 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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24.06.2010, 15:21 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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23.06.2010, 13:49 Uhr von senora
Bewertung: sehr hilfreichHurra, der Sommer ist da. Nun muss Schland nur noch gewinnen. LG
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23.06.2010, 12:14 Uhr von Pumasun
Bewertung: besonders wertvolltoller Bericht. Hört sich an als wäre das Buch lesenswert.
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