Hasbro Risiko Deluxe Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von EtogTheOne
Risiko spielen Sie auf eigenes Risiko
Pro:
Strategie, Mut zum Risiko, Langzeitspaß
Kontra:
kann sehr lange dauern, Würfelglück steht manchmal über strategischem Können
Empfehlung:
Ja
Es ist heiß heißer, am heißesten in Deutschland, die Welt (bzw. die Menschen) gehen ins Freibad oder vergnügen sich in ihrem eigenen Pool. Manch armes Schwein darf vielleicht auch zur Arbeit gehen und kommt so nicht in den Genuss des kühlen Nasses. Während ich diesen Bericht schreibe herrschen in meinem Zimmer bestimmt 25-30° C ich schwitze total und kann dabei an doch nichts anderes denken, als wieder einmal einen Bericht für meine Gesellschaftsspielreihe zu schreiben.
In meinem letzten und ersten Bericht zu diesem Thema schrieb ich ja noch über die eher regnerischen, kühlen Tage, die uns der Juli 2004 gebracht hat, doch August 2004 möchte gerne an Sommer 2003 anschließen und so ist sie da, die große Hitze. Trotzdem kein Grund auf Gesellschaft und lustige Spiele zu verzichten, zumindest wenn man einen Garten oder zumindest einen Balkon hat. In diesem Fall verlagert man seinen Spieleabend einfach nach draußen und hat dort bei einem Gläschen Wein oder einer Flasche Bier (aber nicht übertreiben) oder auch einem nicht alkoholischen Getränk seinen Spaß.
Mein heutiger Bericht geht über ein Spiel, welches wir auch immer sehr gerne spielen, ein Spiel aus dem Hause Parker. Ein Spiel bei dem man sowohl strategisches Geschick, als auch eine gehörige Portion Würfelglück braucht. Ein Spiel, für „Risko“freudige. Genau, es geht um das Spiel Risiko.
..:::.. Spielidee ..:::..
Geld regiert die Welt, Geld und eine gehörige Portion Macht. Macht über Truppen einzelner Länder, macht über Krieg und Frieden, Macht in einzelnen Staaten und vielleicht sogar auf ganzen Kontinenten. In Risiko müsst ihr eure Armeen anführen und diese möglichst zum Siege bringen.
Ihr seid Anführer großer Armeen und euer Ziel ist es einen gewissen Auftrag zu erfüllen. Dieser kann unterschiedlicher Natur sein. So müsst ihr zum Beispiel Länder von anderen feindlichen Armeen befreien oder vielleicht gewisse Kontinente einnehmen.
Dafür müsst ihr geschickt eure Truppen verstärken, führen und verteidigen. Ihr greift von Land A nach Land B an und schafft es so ein Imperium aufzubauen, welches die anderen Mitspieler erzittern lässt, doch auch Rückschläge müsst ihr verkraften können und Niederlagen einstecken.
..:::.. Spielvorbereitung ..::::...
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler zuerst die Truppen seiner Armeen. Dabei gibt es Spielfiguren, die für eine, fünf oder zehn Einheiten stehen. Anschließend werden die Länderkarten gemischt und unter den Spielern aufgeteilt, zusätzlich muss jeder Spieler eine Auftragskarte ziehen.
Nun muss jeder Spieler auf jedes seiner Länder (wurden vorher mit ziehen der Länderkarten bestimmt) eine Spielfigur der Stärke „eine Einheit“ stellen. Anschließend muss bestimmt werden, wer das Spiel beginnt, hierbei kann ein Würfel sehr von Vorteil sein.
Die Länderkarten werden wieder zurückgegeben, da sie später noch gebraucht werden. Die Aufträge werden von dem jeweiligen Spieler gelesen und von dort an geheimgehalten. Die Karte behält er allerdings. Nun kann es auch schon losgehen.
..:::.. Spielverlauf ..:::..
Der vorher ermittelte Spieler beginnt das Spiel, er erhält zunächst neue Einheiten und zwar Länder durch 4, jedoch mindestens 3. Diese Einheiten darf er frei auf seine Länder verteilen und anschließend ein Land seiner Wahl angreifen, dieses muss jedoch an dem Land, von dem der Angriff stattfindet anliegen.
Beim Angreifen darf der Angreifer mit so vielen Würfeln würfeln, wie Truppen angreifen, jedoch mit maximal 3 Stück, der Verteidiger darf mit seinen Einheiten verteidigen, hierbei jedoch maximal mit 2 Stück. Zunächst würfelt der Angreifer, dann der Verteidiger. Der Angreifer muss mit seinen Augenzahlen der verschiedenen Würfel (jeder Würfel zählt extra) die Würfel seines Gegners übertreffen, gelingt ihm dies, so verliert dieser die besiegten Truppen, gelingt ihm dies jedoch nicht, so verliert er seine eigenen Truppen.
Ein Land wurde übernommen, wenn alle Einheiten des zu verteidigenden Spielers geschlagen wurden, der Angreifer muss nun mit mindestens der Anzahl an Einheiten, mit denen er auch Angegriffen hat auf das neu besetzte Land ziehen, muss dabei aber immer mindestens eine Truppe auf dem alten Land lassen (das bedeutet, dass man immer nur mit einer Einheit weniger angreifen kann, als auf dem angreifenden Land sind).
Der Spieler darf nun entweder noch weitere Länder angreifen, seine Truppen verschieben (jedoch nur einmal pro Spielzug von einem anliegenden Land aufs andere) und, falls er mindestens ein Land erobert hat, eine Karte von den Länderkarten ziehen, diese sind im späteren Spielverlauf noch von Bedeutung. Mit dem ziehen der Karte beendet der Spieler automatisch seinen Zug und der nächste Spieler ist an der Reihe, der die gleichen Aktionen durchzuführen hat.
Während des Spiels kann man zu seinen Einheiten, die man durch die Anzahl der Länder, die man besitzt, noch zusätzliche Einheiten bekommen. Diese kriegt man zum Einen wenn man ganze Kontinente in seinem Besitz hat, zum anderen durch eintauschen der Länderkarten. Auf diesen sind nämlich einzelne Symbole (es gibt 3 verschiedene) abgebildet, sollte man 3 von der gleichen Sorte oder 3 verschiedene haben, so kann man diese eintauschen und erhält somit zusätzliche Einheiten.
Gewonnen hat der Spieler, der als erstes seinen Auftrag erfüllt hat, das Spiel endet dann sofort und die anderen Spieler verlieren im Kampf um die Erde.
..:::.. Meinung zum Spiel ..:::..
Auch Risiko ist ein Spiel, welches viel taktisches Geschick benötigt. Nur wenn man seine Truppen gut platziert und gezielt angreift, hat man in diesem Spiel auch eine Chance. Neben diesem strategischen Können, spielt allerdings auch das Glück eine entscheidende Rolle. Dies beginnt schon bei der Ziehung der Länder und des Auftrages und nimmt seinen Höhepunkt beim Angreifen und Verteidigen einzelner Länder. Hier ist pures Würfelglück gefragt, so kann man auch gegen ein eher schwach mit Einheiten besetztes Land verlieren oder auch andersrum gegen ein stärkeres gewinnen.
Zwar sind die Wahrscheinlichkeiten eher geringer, dass dies eintrifft, passiert aber auch immer häufiger, wodurch manchmal noch die beste Taktik kaputt gemacht werden kann, aber dieser Zufall muss nun mal auch in seine Züge mit eingeplant werden und kann das Spiel somit interessant machen.
Ebenso wird dadurch das Risiko, welches ja bereits in dem Namen des Spieles steht, gefördert. Denn vor einem Angriff weiß man so nie so recht, ob er auch wirklich gelingen wird und so kann man sich auch eine vermeidlich gute Situation verspielen und deutlich geschwächt werden. Ob es dieses Risiko wert ist, muss der Spieler somit immer selbst abschätzen.
Durch das Eintauschen von Länderkarten kommt ein weiterer Zufall mit ins Spiel, denn man kann nie genau sagen, wann man eintauschen kann und auch nie, wann der Gegner eintauschen kann. Dies muss man immer in seinen Angriffsbemühungen beachten, denn was nutzt es einen, wenn man viele Länder eines Gegners einnimmt, dieser allerdings diese Länder durch zusätzliche Truppen gleich zurück erobern kann? Auch dies muss in seine Taktik mit eingeplant werden.
Ebenfalls von Bedeutung in diesem Spiel kann die sogenannten Diplomatie stehen. Manchmal hilft es einem Spieler ungemein, wenn er mit einem anderen Spieler einen Nichtangriffspakt abschließt, zum Beispiel um das Behalten einzelner Kontinente zu garantieren (und die damit verbundenen Zusatztruppen). Diese NAPs können jederzeit während des Spiels durch mündliche Absprachen geschlossen werden.
Die Dauer einer Risikopartie dauert ungefähr 45-90 Minuten und nimmt somit doch etwas mehr Zeit in Anspruch und kann nicht nur eben mal Nebenbei gespielt werden. Es sollte schon in Verbindung mit einem richtigen Spieleabend gespielt werden und wird vermutlich auch nur mit 1-2 Spielen zusätzlich gespielt werden.
Durch das ständige Angreifen und Verteidigen sind eigentliche alle Spieler ohne große Pausen gefordert, ihnen wird somit nicht so schnell langweilig. Das Würfelglück (bzw. Pech) fordert Nervenkitzel, kann allerdings auch für Verzweiflung sorgen, somit ist dieser doch eher großer Zufallsanteil ein Negativfaktor, der sich bei Risiko bemerkbar macht.
..:::.. Tipps und Trick ..:::..
Wie bereits erwähnt spielt das Glück, sowie der Mut zum Risiko eine gewisse Rolle in diesem Spiel, jedoch kann gerade zweiterer auch zum Verhängnis werden. Man sollte sich immer überlegen, ob sich ein Angriff, welcher mit einem Risiko verbunden ist wirklich lohnt oder ob man nicht erstmal eine Runde warten sollte um dann mit mehr Einheiten anzugreifen.
Auch sollte man, falls man mal einen Kontinent erobert hat, dafür sorgen, dass dieser ausreichend verteidigt werden kann. Hierfür sollte man also gerade Randbereiche von diesem mit möglichst vielen Truppen besetzten. Dies garantiert zwar nicht, dass man ihn halten kann, aber die Chancen sind dann doch deutlich größer.
Ebenfalls sollte es meistens im Interesse der anderen Spieler sein, zu verhindern, dass ein Spieler einen ganzen Kontinent besetzen kann, da dieser dadurch zusätzliche Truppen erhält und somit stärker und gefährlicher werden kann. Sollte man allerdings kein wirkliches Interesse an dem Kontinent haben und vielleicht bereits einen anliegenden Kontinent besitzen kann man einen NAP mit dem entsprechenden Spieler schließen, dieser bringt dann meistens beiden Seiten etwas.
Ebenfalls sollte man nicht zu offensichtlich spielen, sprich man sollte durch seine Spielweise nicht gleich seinen Auftrag bekannt geben. Manchmal sollte man somit also auch Angriffe tätigen, die den Auftrag nicht gerade fördern, jedoch für Verwirrung bei den anderen Mitspielern sorgen. Somit kann man sich dann später in Ruhe langsam um diesen kümmern.
..:::.. Fazit ..:::..
Risiko macht einfach Spaß. Es fordert viel taktisches Geschick, aber auch eine gehörige Portion Glück. Wobei gerade in diesem Glück auch ein Negativpunkt liegt, da es manchmal über die Taktik steigt und somit einen Spieler zum Verzweifeln bringen kann.
Dennoch oder gerade deswegen wird Risiko auch nie langweilig und bietet von Partie zu Partie neuen Spaß und am Ende gewinnt doch meistens der beste Stratege. Somit kann man mit Risiko gut einen Spieleabend füllen, was durch die lange Spielzeit von 45-90 Minuten noch verstärkt wird.
Dieses Spiel bekommt von mir, wenn auch knapp, die volle Punktzahl, sprich 5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung. Viel Spaß beim nächsten Spieleabend.
..:::.. Infos ..:::..
Spielname: Risiko
Verlag: Parker
Escheinungsjahr: 1975
Spieleranzahl: 2-6
empf. Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45-90 Minuten
Preis: ca. 35€
P.S. Ich schreibe meine Berichte sowohl für ciao (Etog) als auch für yopi (EtogTheOne)
In meinem letzten und ersten Bericht zu diesem Thema schrieb ich ja noch über die eher regnerischen, kühlen Tage, die uns der Juli 2004 gebracht hat, doch August 2004 möchte gerne an Sommer 2003 anschließen und so ist sie da, die große Hitze. Trotzdem kein Grund auf Gesellschaft und lustige Spiele zu verzichten, zumindest wenn man einen Garten oder zumindest einen Balkon hat. In diesem Fall verlagert man seinen Spieleabend einfach nach draußen und hat dort bei einem Gläschen Wein oder einer Flasche Bier (aber nicht übertreiben) oder auch einem nicht alkoholischen Getränk seinen Spaß.
Mein heutiger Bericht geht über ein Spiel, welches wir auch immer sehr gerne spielen, ein Spiel aus dem Hause Parker. Ein Spiel bei dem man sowohl strategisches Geschick, als auch eine gehörige Portion Würfelglück braucht. Ein Spiel, für „Risko“freudige. Genau, es geht um das Spiel Risiko.
..:::.. Spielidee ..:::..
Geld regiert die Welt, Geld und eine gehörige Portion Macht. Macht über Truppen einzelner Länder, macht über Krieg und Frieden, Macht in einzelnen Staaten und vielleicht sogar auf ganzen Kontinenten. In Risiko müsst ihr eure Armeen anführen und diese möglichst zum Siege bringen.
Ihr seid Anführer großer Armeen und euer Ziel ist es einen gewissen Auftrag zu erfüllen. Dieser kann unterschiedlicher Natur sein. So müsst ihr zum Beispiel Länder von anderen feindlichen Armeen befreien oder vielleicht gewisse Kontinente einnehmen.
Dafür müsst ihr geschickt eure Truppen verstärken, führen und verteidigen. Ihr greift von Land A nach Land B an und schafft es so ein Imperium aufzubauen, welches die anderen Mitspieler erzittern lässt, doch auch Rückschläge müsst ihr verkraften können und Niederlagen einstecken.
..:::.. Spielvorbereitung ..::::...
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler zuerst die Truppen seiner Armeen. Dabei gibt es Spielfiguren, die für eine, fünf oder zehn Einheiten stehen. Anschließend werden die Länderkarten gemischt und unter den Spielern aufgeteilt, zusätzlich muss jeder Spieler eine Auftragskarte ziehen.
Nun muss jeder Spieler auf jedes seiner Länder (wurden vorher mit ziehen der Länderkarten bestimmt) eine Spielfigur der Stärke „eine Einheit“ stellen. Anschließend muss bestimmt werden, wer das Spiel beginnt, hierbei kann ein Würfel sehr von Vorteil sein.
Die Länderkarten werden wieder zurückgegeben, da sie später noch gebraucht werden. Die Aufträge werden von dem jeweiligen Spieler gelesen und von dort an geheimgehalten. Die Karte behält er allerdings. Nun kann es auch schon losgehen.
..:::.. Spielverlauf ..:::..
Der vorher ermittelte Spieler beginnt das Spiel, er erhält zunächst neue Einheiten und zwar Länder durch 4, jedoch mindestens 3. Diese Einheiten darf er frei auf seine Länder verteilen und anschließend ein Land seiner Wahl angreifen, dieses muss jedoch an dem Land, von dem der Angriff stattfindet anliegen.
Beim Angreifen darf der Angreifer mit so vielen Würfeln würfeln, wie Truppen angreifen, jedoch mit maximal 3 Stück, der Verteidiger darf mit seinen Einheiten verteidigen, hierbei jedoch maximal mit 2 Stück. Zunächst würfelt der Angreifer, dann der Verteidiger. Der Angreifer muss mit seinen Augenzahlen der verschiedenen Würfel (jeder Würfel zählt extra) die Würfel seines Gegners übertreffen, gelingt ihm dies, so verliert dieser die besiegten Truppen, gelingt ihm dies jedoch nicht, so verliert er seine eigenen Truppen.
Ein Land wurde übernommen, wenn alle Einheiten des zu verteidigenden Spielers geschlagen wurden, der Angreifer muss nun mit mindestens der Anzahl an Einheiten, mit denen er auch Angegriffen hat auf das neu besetzte Land ziehen, muss dabei aber immer mindestens eine Truppe auf dem alten Land lassen (das bedeutet, dass man immer nur mit einer Einheit weniger angreifen kann, als auf dem angreifenden Land sind).
Der Spieler darf nun entweder noch weitere Länder angreifen, seine Truppen verschieben (jedoch nur einmal pro Spielzug von einem anliegenden Land aufs andere) und, falls er mindestens ein Land erobert hat, eine Karte von den Länderkarten ziehen, diese sind im späteren Spielverlauf noch von Bedeutung. Mit dem ziehen der Karte beendet der Spieler automatisch seinen Zug und der nächste Spieler ist an der Reihe, der die gleichen Aktionen durchzuführen hat.
Während des Spiels kann man zu seinen Einheiten, die man durch die Anzahl der Länder, die man besitzt, noch zusätzliche Einheiten bekommen. Diese kriegt man zum Einen wenn man ganze Kontinente in seinem Besitz hat, zum anderen durch eintauschen der Länderkarten. Auf diesen sind nämlich einzelne Symbole (es gibt 3 verschiedene) abgebildet, sollte man 3 von der gleichen Sorte oder 3 verschiedene haben, so kann man diese eintauschen und erhält somit zusätzliche Einheiten.
Gewonnen hat der Spieler, der als erstes seinen Auftrag erfüllt hat, das Spiel endet dann sofort und die anderen Spieler verlieren im Kampf um die Erde.
..:::.. Meinung zum Spiel ..:::..
Auch Risiko ist ein Spiel, welches viel taktisches Geschick benötigt. Nur wenn man seine Truppen gut platziert und gezielt angreift, hat man in diesem Spiel auch eine Chance. Neben diesem strategischen Können, spielt allerdings auch das Glück eine entscheidende Rolle. Dies beginnt schon bei der Ziehung der Länder und des Auftrages und nimmt seinen Höhepunkt beim Angreifen und Verteidigen einzelner Länder. Hier ist pures Würfelglück gefragt, so kann man auch gegen ein eher schwach mit Einheiten besetztes Land verlieren oder auch andersrum gegen ein stärkeres gewinnen.
Zwar sind die Wahrscheinlichkeiten eher geringer, dass dies eintrifft, passiert aber auch immer häufiger, wodurch manchmal noch die beste Taktik kaputt gemacht werden kann, aber dieser Zufall muss nun mal auch in seine Züge mit eingeplant werden und kann das Spiel somit interessant machen.
Ebenso wird dadurch das Risiko, welches ja bereits in dem Namen des Spieles steht, gefördert. Denn vor einem Angriff weiß man so nie so recht, ob er auch wirklich gelingen wird und so kann man sich auch eine vermeidlich gute Situation verspielen und deutlich geschwächt werden. Ob es dieses Risiko wert ist, muss der Spieler somit immer selbst abschätzen.
Durch das Eintauschen von Länderkarten kommt ein weiterer Zufall mit ins Spiel, denn man kann nie genau sagen, wann man eintauschen kann und auch nie, wann der Gegner eintauschen kann. Dies muss man immer in seinen Angriffsbemühungen beachten, denn was nutzt es einen, wenn man viele Länder eines Gegners einnimmt, dieser allerdings diese Länder durch zusätzliche Truppen gleich zurück erobern kann? Auch dies muss in seine Taktik mit eingeplant werden.
Ebenfalls von Bedeutung in diesem Spiel kann die sogenannten Diplomatie stehen. Manchmal hilft es einem Spieler ungemein, wenn er mit einem anderen Spieler einen Nichtangriffspakt abschließt, zum Beispiel um das Behalten einzelner Kontinente zu garantieren (und die damit verbundenen Zusatztruppen). Diese NAPs können jederzeit während des Spiels durch mündliche Absprachen geschlossen werden.
Die Dauer einer Risikopartie dauert ungefähr 45-90 Minuten und nimmt somit doch etwas mehr Zeit in Anspruch und kann nicht nur eben mal Nebenbei gespielt werden. Es sollte schon in Verbindung mit einem richtigen Spieleabend gespielt werden und wird vermutlich auch nur mit 1-2 Spielen zusätzlich gespielt werden.
Durch das ständige Angreifen und Verteidigen sind eigentliche alle Spieler ohne große Pausen gefordert, ihnen wird somit nicht so schnell langweilig. Das Würfelglück (bzw. Pech) fordert Nervenkitzel, kann allerdings auch für Verzweiflung sorgen, somit ist dieser doch eher großer Zufallsanteil ein Negativfaktor, der sich bei Risiko bemerkbar macht.
..:::.. Tipps und Trick ..:::..
Wie bereits erwähnt spielt das Glück, sowie der Mut zum Risiko eine gewisse Rolle in diesem Spiel, jedoch kann gerade zweiterer auch zum Verhängnis werden. Man sollte sich immer überlegen, ob sich ein Angriff, welcher mit einem Risiko verbunden ist wirklich lohnt oder ob man nicht erstmal eine Runde warten sollte um dann mit mehr Einheiten anzugreifen.
Auch sollte man, falls man mal einen Kontinent erobert hat, dafür sorgen, dass dieser ausreichend verteidigt werden kann. Hierfür sollte man also gerade Randbereiche von diesem mit möglichst vielen Truppen besetzten. Dies garantiert zwar nicht, dass man ihn halten kann, aber die Chancen sind dann doch deutlich größer.
Ebenfalls sollte es meistens im Interesse der anderen Spieler sein, zu verhindern, dass ein Spieler einen ganzen Kontinent besetzen kann, da dieser dadurch zusätzliche Truppen erhält und somit stärker und gefährlicher werden kann. Sollte man allerdings kein wirkliches Interesse an dem Kontinent haben und vielleicht bereits einen anliegenden Kontinent besitzen kann man einen NAP mit dem entsprechenden Spieler schließen, dieser bringt dann meistens beiden Seiten etwas.
Ebenfalls sollte man nicht zu offensichtlich spielen, sprich man sollte durch seine Spielweise nicht gleich seinen Auftrag bekannt geben. Manchmal sollte man somit also auch Angriffe tätigen, die den Auftrag nicht gerade fördern, jedoch für Verwirrung bei den anderen Mitspielern sorgen. Somit kann man sich dann später in Ruhe langsam um diesen kümmern.
..:::.. Fazit ..:::..
Risiko macht einfach Spaß. Es fordert viel taktisches Geschick, aber auch eine gehörige Portion Glück. Wobei gerade in diesem Glück auch ein Negativpunkt liegt, da es manchmal über die Taktik steigt und somit einen Spieler zum Verzweifeln bringen kann.
Dennoch oder gerade deswegen wird Risiko auch nie langweilig und bietet von Partie zu Partie neuen Spaß und am Ende gewinnt doch meistens der beste Stratege. Somit kann man mit Risiko gut einen Spieleabend füllen, was durch die lange Spielzeit von 45-90 Minuten noch verstärkt wird.
Dieses Spiel bekommt von mir, wenn auch knapp, die volle Punktzahl, sprich 5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung. Viel Spaß beim nächsten Spieleabend.
..:::.. Infos ..:::..
Spielname: Risiko
Verlag: Parker
Escheinungsjahr: 1975
Spieleranzahl: 2-6
empf. Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45-90 Minuten
Preis: ca. 35€
P.S. Ich schreibe meine Berichte sowohl für ciao (Etog) als auch für yopi (EtogTheOne)
5 Bewertungen, 1 Kommentar
-
12.08.2004, 00:53 Uhr von lilly
Bewertung: sehr hilfreichIch bin ja so süchtig nach diesem Spiel. Ich finde es einfach fantastisch! LG, Steffi
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