Hasbro Risiko Deluxe Testbericht

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ab 30,38
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Marc1977

Risiko "Super Deluxe" - eigene Kreation

Pro:

Ein fantastisches Spiel ohne Grenzen. Einfach alles ist möglich.

Kontra:

Man muss Leute zum Spielen haben!

Empfehlung:

Ja

Risiko Super Deluxe (nähere Infos siehe unten)

ANMERKUNG:
DIES IST KEINE BESCHREIBUNG ÜBER DEN SPIELABLAUF ODER DAS REGELWERK. Es ist eine von uns neue Variante. Zuvor aber noch einige Einsteigertipps zum herkömmlichen Spiel.

Ein Spiel für bis zu 6 Spielern. Wer Risiko noch nicht kennt, dem wird an dieser Stelle schleunigst empfohlen es sich anzueignen. Risiko ist eines der besten Strategiespiele die ich kenne.

Es gibt wie bei manchen anderen Spielen auch, zwei unterschiedliche Ausgaben. Einmal die Normalversion und zum anderen die Deluxe Ausgabe. Der Unterschied, das Spielbrett bei der Deluxe ist etwas größer und man hat anstelle von normalen Spielsteinen Figuren. Damit wird das Spiel noch etwas realistischer und aufregender. Ich selbst habe die Deluxeversion und die alte herkömmliche zu Hause.
Ich bezeichne mich sozusagen als begeisterten Fan und spiele schon seit einigen Jahren. Langweilig wird es nie. Ich habe schon alle möglichen Spielvarianten durchgemacht und bin einfach nur begeistert.

Aber kommen wir erst einmal zum eigentlichen Spiel:

°°°° Thema °°°°

Worum geht es?
Ganz einfach. Es gibt mehrere Varianten, nach denen man das Spiel spielen kann. Ziel ist es, die Weltherrschaft zu übernehmen, einen Gegner zu vernichten oder verschieden Länder zu befreien. Richtig Spaß macht es erst, wenn man mit mindestens vier Leuten Spielt. Dann kommen auch Packte und Bündnisse mit ins Spiel und dann fliegen unweigerlich irgendwann die Fetzen. Alle hetzen gegeneinander auf, jeder versucht den andern in eine Falle zu locken, aber gewinnen tut nur der, der die anderen durchschaut und von Anfang an seine Strategie immer weiter verfeinert.
Freunde gibt es bei diesem Spiel keine. Darüber muss man sich im Klaren sein. Feind ist jeder der mitspielt, ob Vertrag, Packt, Abmachung oder sonst was. Er kann jeder Zeit den Vertrag brechen und angreifen. Nebenbei bemerkt, man selber sollte das in dem richtigen Moment auch tun.


°°°° Der Aufbau des Spielbrettes °°°°

Das Brett zeigt die Erde mit den einzelnen Kontinenten. Die Kontinente, wie sie hier im Spiel bezeichnet werden, stimmen jedoch nicht mit denen in der Realität überein. Folgende Aufteilung ergibt sich daraus

Kontinente: Nordamerika, Südamerika, Afrika, Europa, Asien und Australien.

Jeder einzelne Kontinent ist wiederum in Länder aufgeteilt.


°°°° Zum Spielaufbau °°°°

Das Spiel eignet sich für 3 bis 6 Spieler, allerdings gibt es auch eine 2 Spieler Variante, die nicht zu empfehlen ist. Das macht einfach keinen Spaß, ist aber zum lernen recht gut geeignet.
Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spieles seine Armeen. Es gibt dabei drei verschiedene Figuren.
Die Infanterie: 1 Soldat
Die Kavallerie: 1 berittener Soldat = 5 Soldaten wert
Die Artillerie: 1 Kanone = 2 berittene Soldaten wert = 10 Soldaten wert

Je nach Anzahl der Spieler bekommt man unterschiedlich viele Armeen, je mehr Spieler desto weniger Armeen. Allerdings empfiehlt es sich hier auch vom Regelwerk abzuweichen und sich seine eigenen Regeln zu machen. Damit das ganze noch etwas interessanter wird. Allerdings sollte man das erst als erfahrener Spieler tun.
Jedes Land, hat eine sogenannte Länderkarte, eine Spielkarte auf der der Name des Landes und ein Infanteriesoldat, ein Reiter oder eine Kanone abgebildet sind. Diese werden gleichmäßig verteilt. Jeder Spieler muss dann mindestes 2 Infanterieeinheiten auf die Länder stellen, deren Namen auf den Karten stehen. Die Übrigen Einheiten kann er nach Belieben verteilen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten seine Taktik aufzubauen: Die einen bunkern sozusagen ihre Armeen und walzen den Gegner auf die Gallische Art einfach platt, die anderen spielen mehr auf Risiko und verteilen ihre Kräfte einheitlich um die Grenzen ihres Herrschaftsgebietes zu sichern und wiederum andere hauen bereits zu Spielbeginn in die Vollen und wollen gleich beim ersten Mal die ganze Welt einnehmen. Es gibt hierbei kein richtig oder falsch, denn es spielt auch eine gehörige Portion Glück mit. So kann auch mal eine größere Armee gegen eine paar Infanteriesoldaten verlieren. Das ist mir auch schon öfter passiert, ganz nach dem Motto: Ich kam, sah ... und schüttelte den Kopf! Das kann es nicht sein 17 Soldaten gegen 3! Ich hatte von den 17 noch 2 übrig!

So, ich will aber hier nicht das gesamte Regelwerk hinunterbeten, denn das kann man sich auch selber durchlesen. Viel interessanter sind eventuell ein paar Tricks und Tipps. Einiges habe ich am Anfang ja bereits erwähnt.

WICHTIGES:
Man sollte, wenn man richtig Spaß haben will, mit mindestens 4 Personen spielen. Bei 6 Personen wird es unter Umständen langweilig für diejenigen, die schon frühzeitig ausscheiden. Von daher sind 4 Personen die Idealbesetzung.
Variationen: denen sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann mit Aufträgen oder ohne spielen. Ich bevorzuge in der Regel die Variante ohne Aufträge. Das dauert länger und man kann seine Taktik entsprechend ausbauen.
Eine andere Möglichkeit wäre allerdings, bei einem missglückten Angriff, den Angreifer zusätzlich eine vorher festgelegte Anzahl seiner Armeen zusätzlich als Strafpunkte zu entziehen (für die Dauer einer Runde, sozusagen kampfunfähige Verletzte). Oder aber anstelle der Armeen eine Karte eines vorher gewonnenen Kampfes in den Stapel zurück zu legen.
Vertragsbruchvariante: Ganz fies ist auch diese Version. Wenn ein Spieler einen Nichtangriffspakt mit einem anderen Spieler geschlossen hat (z.B. über die Dauer von 10 Runden), diesen jedoch bricht (z.B. nach der 4. Runde) so darf er bei einem Angriff nur noch mit max. 2 Würfeln (ganz fies wäre 1 Würfel) werfen, und das so lange, bis der eigentliche Vertrag ausgelaufen ist! Dann überlegt man sich das ganze schon zweimal, oder muss sich wirklich sicher sein.

!!! °°° !!! RISIKO SUPER DELUXE !!! °°° !!!

Wer es dann ganz übertreiben will, der sollte unserem folgenden Beispiel folgen. Eine Version für die komplett Durchgeknallten.
Irgendwann haben wir uns gedacht (wir sind eine Gruppe von 4 Personen), muss mal was Neues her. Und so sollte es sein. Wir haben das Risikospiel kurzum erweitert. Es war einfach zu klein und uns vielen keinen neuen Versionen mehr ein. Zudem kannte jeder den anderen zu gut. Also, was haben wir gemacht. Wir haben mit dem Computer eine neue Weltkarte erstellt und diese dann über einen DIN A1 Plotter ausgedruckt. Das besondere hieran: Sie war wesentlich größer und viel detaillierter. Größe: 1,50m Länge und 1,10m Breite. Darin waren wesentlich mehr Länder vorhanden. Die Meere haben wir gerastert. Die eigentlichen Armeen blieben bestehen, allerdings kamen noch Schiffe hinzu (Fähren, Kriegsschiffe) und auf jeder Seite einen Spion. Dieser wurde verdeckt gezogen, so dass die anderen Mitspieler nicht wussten wo er sich gerade aufhält (ähnlich wie bei dem Spiel Scottland Yard). Hin und wieder musste er allerdings aufgedeckt werden. Dieser Spion hatte den Vorteil, dass er eine gegnerische Armee schwächen konnte (Verluste wurden mit einem vierseitigen Würfel ausgezählt). Jeder Spion konnte allerdings auch abgewehrt werden durch den sogenannten Geheimdienst. Die Erklärung an dieser Stelle spare ich mir, denn sonst werde ich nie fertig mit schreiben.
Die Schiffe wurden entsprechend der Rasterung auf dem Spielbrett gezogen und unterlagen den selben Kampfregeln. Zudem kam noch ein 20-Seitiger Würfel ins Spiel, der die Überfahrt über die Meere regelte. Für jede gewürfelte Zahl, gab es zudem einen entsprechenden Text.
Beispiel: 7 mal ergab der Würfel freie Fahrt
Bei einer 20 und einer 1: Schweres Unwetter, Schiff sinkt.
Bei einer 6 Segel gerissen, halbe Geschwindigkeit

So ging es weiter von Kampfunfähigkeit über eine Runde Stillstand, Krankheit der Besatzung bis hin zur doppelten Fahrt.

So, das war es auch schon. Ich hoffe ich konnte einige Anreize geben und dem ein oder anderen auch auf den Geschmack dieses Spiels zu verhelfen. Man muss es nicht gleich so übertreiben wie wir. Wir spielen auch heute noch die einfache Version (Deluxe). Wir haben unsere Version die „Super Delux“ getauft. Allerdings sollte man dazu sagen, dass wir die Schlacht nicht an einem Tag hinter uns gebracht haben. Das dauert schon etwas länger. Ist aber damit auch wesentlich interessanter, da man seine Armee im Laufe der Zeit weiter entwickeln kann. Wir sind zum Schluss noch dazu übergegangen Bauten, also Festungen hinzuzuziehen.
Hier bleibt eigentlich jede Fantasie offen.

Ich wünsche noch viel Spaß und Freude beim Spielen oder Entwickeln.

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