Robin Hood - Legend of Sherwood (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 8,08
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Erfahrungsbericht von trampastheo

Strategie in Sherwood Forrest

Pro:

Grafische Finesse, Aktionsvielfalt, Taktikgefühl wird herausgefordert, tagelanger Spielspass, Spieltiefe, einstellbarer Schwierigkeitsgrad, niedrige Systemvoraussetzungen

Kontra:

Die Nebenmissionen mit den Attacken auf Geldtransporte wiederholen sich zu oft

Empfehlung:

Ja

Wie lange hatte ich nach einem ehrenwürdigen Nachfolger von Desperados gesucht? Das bekannte Taktikspiel, dass vor zwei Jahren erschien, hatte mir damals so gut gefallen! Ich hatte unendlich viele Stunden Spielspass damit. Mit Robin Hood, hat man es tatsächlich geschafft, ein ähnliches Spiel auf den Markt zu bringen, aber natürlich mit ganz anderen Helden, Waffen und vor allem einer vollkommen anderen Kulisse. Robin Hood spielt in Sherwood Forrest, von wo aus Robin auch in Wirklichkeit mit seinen Kumpanen den Kampf gegen den die Machenschaften des brutalen Regimes angegangen ist.

Gameplay
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Im Spiel hat man ganz am Anfang nur Robin Hood zur Verfügung. Er ist der Held unseres Spiels, der es sich vorgenommen hat England von der düsteren Macht des Sheriffs von Nottingham zu befreien. Dabei hat Robin zwei Waffen zur Verfügung: von der einen die Pfeile, mit denen er seine Gegner von sicherer Entfernung eliminieren kann und von der anderen hat er auch noch seine Faust, mit der er seine Gegner für kurze Zeit ausschalten kann. Er hat auch Geldsäckchen bei sich, mit denen er Bettler bezahlt, die ihm wiederum die wichtigen Karten der fünf Städte (Nottingham, Derby, Leicester, York, Lincoln) überreichen. Auf diesen Karten kann man genau die Gegner Robins sehen (sind mit roter Farbe zu sehen) und auch die Gegenstände, die Robin und später auch seine Freunde einsammeln können, um leichter die Missionen bestehen zu können (sie werden mit kleinengelben Kreuzchen symbolisiert).

In den Hauptmissionen wird man jeweils mit einer Auftragsliste konfrontiert. Meistens muss man weitere Helden, die sich gegen das Regime des Sheriffs gestellt haben und gefangenen genommen wurden, befreien. Manchmal muss man auch einfach nur einen silbernen Pfeil oder eine Trophäe einsammeln. Wenn einer der Hauptmissionen vorbei ist, darf man in sein Lager im Sherwood Forrest. Hier ist ein zentraler Punkt des Spiels, an dem man immer wieder zurückkommt und der den verschiedenen Helden Vorteile verschafft. Alle Helden, die man während der Hauptmission nicht mitgenommen hat, konnten in dieser Zeit, Pfeile, Heilmittel oder sogar Hirschkeulen fertig stellen. Stellt man die Helden an die richtige Stelle, z.B. vor dem Feuer, dann beginnen sie Hirschkeulen zuzubereiten, die für zwei der Helden wichtig sind, denn sie geben ihnen verlorenen Energie zurück. Das wichtigste ist die meisten der hinterbliebenen Männer in der Heilkräuterproduktion zu beschäftigen. Durch diese können die Wunden jedes Helden ganz verheilt werde, so dass er sich in das nächste Abenteuer stürzen kann. Da Robin Hood bei jeder der Missionen dabei ist, sollte man ihm die Priorität, was die Heilkräuterzunahme betrifft, geben. Zwischen den Hauptmissionen des Spiels, wird man sich immer wieder mit einigen anderen Aufgaben im Sherwood Forrest auseinandersetzen müssen. Da man Gold sammeln muss, um den wahren König zu befreien, ist man gezwungen Geldtransporte des Gegners anzugreifen. Dabei muss man erst die Wächter des Geldtransports beseitigen, bevor man an das Geld kommt. Manchmal wird es besonders schwierig, denn wenn Ritter oder Reiter mit in der generischen Truppe sind, muss man alle seine Kräfte zusammentun, um zu bestehen. Leider sind die Ritter und Reiter vor den Pfeilen Robins immun und müssen so durch geballte Kraft aller beteiligten Helden zu Fall gebracht werden. Nicht immer einfach!

Was mir am Gameplay des Spiels besonders gefällt ist die Anwendung der richtigen Taktik um Bestehen zu können. Stürzt man sich mit allen Männern auf des Gegners Truppen, dann endet das meistens tragisch. Setzt man jedoch Robin aus Entfernung mit seinen Pfeilen ein, so kann man leichter den Gegner eliminieren. Bei jedem Treffer, ob seiner eigenen Männer oder die des Gegners, sieht man eine Zahl über der getroffenen Figur emporsteigen. Sie zeigt den Energieverlust, bei der eben vollbrachten Aktion. Verluste mancher Helden machen nichts aus, denn sie werden im Lager von Sherwood wieder ersetzt. Sollte jedoch Robin im Kampf eliminiert werden, hat man das Spiel verloren. Hier bietet sich dann die Restarttaste an (der zuletzt gespielten Mission) oder eben des zuvor gespeicherten Spielmoments.

Vorteile des Spiels
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- Im Vergleich zu Desperados hat man vor allem die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad verbessert. Während es bei Desperados nur einen Schwierigkeitsgrad gab, sind es nun bei Robin Hood drei geworden. Damit kann sich jeder, ob Spielexperte oder eben Anfänger, seinen Schwierigkeitsgrad aussuchen. Ich bevorzuge bei meinem derzeitigen Spiel den mittelschweren und komme bereits dort sehr oft ins Wanken mit meinen Helden. Wie es mit dem schwierigsten Stufe aussieht, trau ich mich gar nicht erst zu testen. Es ist jedoch besser ein schwieriges Spiel zu spielen, welches einen herausfordert und für tagelangen Spielspass sorgt, als ein leichtes, welches bereits am ersten Tag durchgeschafft ist und man sich dann fragt, warum man die 50 Euro bezahlt hat.

- Das Spiel hat als weiteren Vorteil die vielen Helden vorzuweisen, Man beginnt zwar mit Robin Hood, der drei seiner Freunde befreien muss, aber es kommen immer weitere Helden hinzu. Little John zum Beispiel oder Marion kommen später hinzu, wenn man sie von den Truppen des Sheriffs befreit hat. Da jeder Held über individuelle Waffen und Fähigkeiten verfügt, beginnt das ganze in den Hauptmissionen interessant zu werden. Denn man kann zu jeder Mission meistens nur fünf der Helden mitnehmen. Dabei ist die richtige Taktik sehr wichtig, denn manchmal muss man auf Kraft setzen, manchmal aber auch auf die Fähigkeiten seiner Schützlinge, die sich eher durch Intelligenz auszeichnen. Unser dicke Priester z.B. kann die Gegner mit seinem Bier ablenken oder ihnen einen Bienenschwarm zukommen lassen. Andere wiederum können Netze werfen, um den Gegner einzufangen oder pfeifen um ihn abzulenken.

- Die grafische Finesse des Spiels ist beeindruckend. Die mittelalterlichen Burgen und Schlösser in England, wurden exakt nachgebildet. Wenn man sich so das Schloss von Nottingham oder Derby anschaut, dann kommt man durch die grafischen Details fast in die Atmosphäre von damals. Die Grafikdetails der Helden und der Umgebung (Wald, Fluss, Brücken) sind einzigartig!

- Obwohl das Spiel als noch recht neu gilt, kann es fast auf jedem Computer gespielt werden. Die Systemvoraussetzungen sind recht niedrig: Pentium II Prozessor mit 233 MHz, 64 MB Ram, 900 MB freier Festplattenspeicher, Windows 98/ME/2000/XP.

Nachteil
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Als einzigen Nachteil des Spiels sind mir die Spielrunden im Wald von Sherwood aufgefallen. Hier muss man immer wieder einen Hinterhalt (der wunderbar inszeniert wird) vollenden, in dem man das Geld des Sheriffs stiehlt. Man muss meistens alle Gegner eliminieren, um dem Steuersammler das Geld abzunehmen. Es wird schon etwas langweilig immer wieder diese Pisten, zwischen den Hauptmissionen in den fünf Städten, zu spielen. Es ändert sich lediglich nichts am Gameplay und an der Grafik dieser Nebenpisten, mit Ausnahme manchen Gegner, die mit der Spielentwicklung bessere Rüstungen tragen und so schwieriger zu eliminieren sind.

Fazit
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Robin Hood ist ein sehr vielfältiges Taktikspiel, welches ich seit Desperados gesucht habe. Die beeindruckende Szenerie von Sherwood Forrest, mit der mittelalterlichen Burgkulisse haben mich vom ersten Moment fasziniert. Die Herausforderung ist für jeden Spieler sehr groß, was natürlich auch vom einstellbaren Schwierigkeitsgrad definiert wird. Die grafische Finesse des Spiels zusammen mit den vielen Missionen, sorgen für einen wunderbaren Spielspass, der tagelang andauern wird.

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