Robinson Club Nobilis Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2003
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Erfahrungsbericht von white.rose
Robinson - Zeit für Gefühle
Pro:
Service, unheimlich viele Möglichkeiten (bsw. Sport, Wellness etc.), man lernt leicht neue Leute kennen ...
Kontra:
(Zimmer) sehr laut!!! Preis
Empfehlung:
Ja
„Robinson - Zeit für Gefühle“
Diesem Motto hat sich Robinson voll und ganz verschrieben. Wie sie dies versuchen in die Tat umzusetzen und wie gut ihnen das gelingt, möchte ich euch anhand des Beispieles des noch recht neuen Robinson-Clubs „Nobilis“ in Belek (Türkei) veranschaulichen.
Hier habe ich nämlich gerade 10 Tage meiner Herbstferien verbracht… und diese werde ich wohl auch so schnell nicht mehr vergessen, aber seht – oder viel mehr lest - selbst:
DIE ANLAGE:
Zum Überblick
Die Anlage erstreckt sich auf ein riesiges Areal. Mit dem hauseigenen Golfplatz zusammengenommen, sind es unglaubliche 850.000m². Die Hotelanlage für sich allein genommen weist immer noch 85.000m² auf.
Auf dieser Fläche findet sich natürlich das eigentliche Hauptgebäude, aber auch das sog. „Village“.
Während im Haupthaus (ich will es ab jetzt der Einfachheit halber mit „HH“ abkürzen) außer den Hotelzimmern auch noch einiges anderes wie das Restaurant oder der WellFit-Bereich untergebracht sind, dient das Village einzig und alleine zum Wohnen.
Gestaltung & Aussehen
Sehr schön ist, dass sich weite Rasenflächen über die Anlage erstrecken, die durch einzelne Wege unterbrochen werden, über die man zu den verschiedenen Aktivitäten und Einrichtungen gelangt, bsw. vom Haupthaus zum Pool oder vom Village zum Restaurant. Außerdem spendet alter Pinien-Bestand Schatten und verstärkt das Bild einer Parklandschaft.
Parallel zum Hauptgebäude trennt ein Fluss die übrige Anlage vom Strand, der 20km lang sein soll. Er ist nur über eine große, hölzerne Brücke zu erreichen.
Des Weiteren finden sich auf der Anlage einige Swimmingpools. Zwischen Fluss und HH liegen die beiden Haupt-Pools mit Poolbar. Dann befindet sich ein weiterer Pool in der Ruhezone, direkt vor dem Gebäude des Indoor-Pools. Einen Kinderpool (mit großer Rutsche) gibt es selbstverständlich auch.
Während das Village v.a. in rostrot gehalten wurde, herrscht beim HH ein warmes ockergelb vor. Alles ist im römischen Stil gehalten. So fährt man bsw. beim Betreten des Clubs durch ein römisches Tor, auf der eine entsprechende Statue (passend mit Golfschläger ;-)…) in Positur steht.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass alles etwas kitschig anmutet.
Wohnmöglichkeiten
- Das Village besteht aus 5 zweigeschossigen Gebäudetrakten die sternförmig angeordnet wurden. Den einzelnen Gebäudetrakten wurden zur besseren Orientierung Namen, wie „Septimus“, „Brutus“ und „Caesar“ zugeordnet. Vom Eingang des HH aus gesehen, befindet sich das Village auf linker Seite – mit 200m Entfernung zum Haupgebäude im besten Fall, ist es also etwas abgeschieden (was natürlich auch –je nach genauer Position des Zimmers- längere Fußmärsche zur Folge haben kann).
Hier habe auch ich mit meiner Mutter ein Zimmer gehabt, zum Glück eines der am strategisch besten gelegenen. Darüber war ich teilweise heilfroh, z.B. bei Situationen wie in der letzten Woche, als es auf einmal anfing zu regnen und wir durch den Regen zum Essen laufen mussten… Auch ein Grund warum man im Winter nur im „HH“ wohnen kann.
- Dann gibt es noch die Bungalows (oder auch Villas). Diese stehen noch etwas weiter entfernt hinter der ganzen Anlage (250m vom HH), dafür aber in nächster Nähe zum Golfplatz- also ein Muss für alle etwas besser betuchten Golferfamilien… Diese zweigeschossigen Häuser sind sehr geräumig, natürlich ein ganzes Stück teurer, verfügen aber z.B. auch über einen eigenen Gemeinschaftspool.
- Fehlt nur noch das Haupthaus. Hier gibt es natürlich auch eine ganze Reihe an Zimmern. Das „HH“ ist 3- bis 5-geschossig. Den 5. Stock beanspruchen die beiden King-Suiten für sich allein.
DER CLUB
Einrichtungen
Der Robinson-Club Nobilis hat einiges zu bieten. Ich zähle zu nächst einmal auf, was alles für Einrichtungen vorhanden sind, später gehe ich auf einige genauer ein:
- mehrere Swimmingpools und Hallenbad
- Roby Club
- Jugendraum
- Nite Club
- Diskothek
- Theater
- WellFit-Ebene
- WellFit-Oase mit Fitnesscenter
- Verschiedene Läden (von Teppich bis Sonnenkrem)
- Konferenzeinrichtungen
- Frisör
- Fotografen
- Tennisplätze
- Golfplatz
- Atelier
- Inlineskate-Bahn
- Bogenschies-Anlage
- Spezialitätenrestaurant
- Und und und ……
- Nite Club/Disko :
Nun ja, im Sommer wird abends bis ca. 1:00 auf dem sog. Schachbrett an der Poolbar getanzt (Altersklasse: >30) und gegen 24:00 öffnet die Disko. Die Disko ist im Prinzip ganz nett eingerichtet: klein aber fein…wird aber leider nicht so richtig genutzt… auch wenn sich dort mal nen paar Jugendliche (oder auch Erwachsene) aufhalten, so sieht man auf der Tanzfläche doch meist nicht mehr als 8-10 Leute. Eigentlich etwas bedauerlich, da die Musik die dort aufgelegt wird gar nicht so schlecht ist.
- Konferenzeinrichtungen:
Es gibt 5 Seminarräume die mit allem ausgestattet sind, was man hierfür benötigt. Man sagte uns, dass die größte Gruppe die zu diesem Zweck anreiste 650 Leute umfasste…
-WellFit und Fitness:
Nobilis verfügt über einen gut ausgestatteten WellFit-Bereich. Genauer genommen ist dies ein eigenes Unternehmen, das sich den Robinson-Urlaubern verschrieben hat, abgerechnet wird also am Ende des Urlaubs auch nicht über die Hotelrechnung sondern dort.
Hier findet man/frau alles was das Herz begehrt! Das reicht von diversen Massagen zum Saunabesuch über Augenbrauenzupfen bis hin zum Hamam. Das gesamte Beautyprogramm (bsw. Epilieren etc.), die verschiedenen Massagen und die Hamambehandlung sind kostenpflichtig (bei Massage und Hamam wird pro Minute 1Euro bezahlt, möglich sind 20 und 40 min).
Die „WellFit-Oase“ ist sehr schön gestaltet: Marmor etc. Außerdem findet sich hier noch der Fitness-Bereich, welcher einen Aerobicraum, ein Raum fürs Indoor Cycling und einen gut ausgestatteten Fitnessraum umfasst. Diese sind von 8.00 bis 20.00 geöffnet. Es ist auch möglich sich einen Personal-Trainer zu buchen (hier gibt es mehrere packages von 1 Stunde bis 7,die auch dementsprechend effektiver sind und mehr kosten).
Für alle, die lieber in der Gruppe trainieren, gibt es die sog. WellFit-Ebene, diese befindet sich nicht im Haupthaus, sondern ist eine halbüberdachte Plattform, die über den Fluss hinausragt. Hier werden verschiedene Kurse angeboten wie Dance Aerobic, Hot Iron, Latino Aerobic, Bauch Pur, Bauch & Rücken Fit, Body & Mind und und und. Natürlich –wie hätte man es auch anders erwartet- gibt es noch weitere Angebote, z.B. Aqua-Fit unten am Strand, genauer genommen im Meer und ausgiebige Fahrradtouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Zimmer
Es gibt insgesamt 407 Zimmer (bzw. Wohnmöglichkeiten). Darunter fallen:
Doppel-, Deluxe- und Familienzimmer, die King-Suiten, die Zimmer im Village und die Bungalows. Unterschieden wird in 10 Kategorien. Alle verfügen über: Klimaanlage/Heizung, Bad (Dusche/WC mit Fön), entweder eigener Balkon oder Terrasse, Kühlschrank, Telefon, Fernseher und Safe.
Die Einrichtung war meinem Empfinden nach praktisch und (relativ) komfortabel.
ESSEN & Trinken:
Das Essen im Club hat mir größtenteils sehr gut geschmeckt. Man bucht Vollpension, das heißt Frühstück, Mittagessen, Snacks und Kuchen am Nachmittag und Abendessen sind im Preis enthalten.
Die Restaurants
Zuzüglich zum Hauptrestaurant gibt es noch vier weitere Spezialitätenrestaurants. Positiv überrascht hat mich hierbei, dass hier nicht draufgezahlt werden muss, man sollte sich lediglich einen Tag vorher schon mal dafür anmelden.
Frühstück und Mittagessen nimmt man im Hauptrestaurant ein. Dort wird generell ein sehr umfangreiches Buffet angeboten.
Hier kann man sowohl drinnen als auch draußen Essen. Zu diesem Zweck gibt es einen halbüberdachten Frühstücksbereich. Dieser ist aufgeteilt in einen Bereich für Erwachsene und einen allgemeinzugänglichen, in dem auch das Langschläferfrühstück eingenommen werden kann.
Gegessen wird im Hauptrestaurant an 8er- Tischen. Man setzt sich also zu anderen Leuten dazu und schließt somit nebenbei Bekanntschaften – Kommunikation und Bekanntschaften werden in Robinson-Clubs groß geschrieben und durch solche Umstände natürlich gefördert…
Das Abendessen kann man ebenfalls im Hauptrestaurant einnehmen, was auch eher die Regel ist, man kann aber auch, wie schon angedeutet in einem der Spezialitätenrestaurants essen. Der Unterschied besteht v.a. darin, dass dort ein festes Menü angeboten wird.
Zur Auswahl stehen zum einen das WellFit-restaurant, das „Melina“ (mit europäischer Küche), ein türkisches Spezialitätenrestaurant und ein Fischrestaurant. Bei letzterem speist man auf einem kleinen Schiff auf dem Fluss gegenüber des Strandes.
Beschämenderweise muss ich sagen, dass ich meistens im Hauptrestaurant gegessen habe und nur ein einziges Mal im WellFit-Restaurant. Hier hat mich zumindest die Atmosphäre vollstens überzeugt, das Essen eigentlich ebenfalls (auch wenn meine Mutter davon weniger angetan war)… Was mich hier vor allem gefreut hat war, dass es ohne größere Umstände möglich war für mich ein vegetarisches Menü zusammenzustellen (da ich, wie vielleicht ein paar Leute durch meinen entsprechenden Bericht schon wissen, Vegetarierin bin).
Trinken
Getränke wie Kaffe, Tee , Soft-Drinks, Bier und Wasser sind inklusive. Morgens gibt es darüber hinaus eine Vielzahl zum teil abenteuerlicher Milchshakes, wie Karotten- oder Mehrkorn-Shakes. Rot- und Weiswein stehen mittags und abends zusammen mit einer Wasserkaraffe auf den Tischen. Diese sind jedoch nicht wirklich genießbar, in dem Fall kann man aber auch einen Rose anfordern, der zumindest etwas besser schmeckt. Zusätzliche, bessere Weine von der Weinkarte kann man natürlich auch bestellen, das kann aber ziemlich ins Geld gehen…
abschließend…
Im Prinzip kann man im Nobilis annähernd rund um die Uhr essen. Ob dies nun das Frühstück, Langschläferfrühstück, Mittagessen, Kaffe & Kuchen, das Abendessen oder der Mitternachtssnack ist. Nebenbei steht ein extra Raum mit Kochmöglichkeit zur Verfügung, in dem gerade Ankommende Gäste zu jeder Tages- und Nachtszeit verköstigt werden können. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da uns bei unserer Anreise gegen 4:00 morgens sofort etwas zu Trinken und zu Essen bereit angeboten wurden.
SERVICE & ENTERTAINMENT
Der Service im Robinson-Club ist ausgezeichnet. Die Animateure, auch Robins genannt, sind in den meisten Fällen total lieb und wirklich engagiert.
Man sollte hinzufügen, dass sich hier jeder (!!) duzt.
Mottoabende & Shows
So ziemlich jeder Abend steht unter einem bestimmten Motto, das kann z.B. der Gala-Abend sein (der Abend vorm großen Abreisetag, an dem sich die Robins und der Club noch einmal kräftig ins Zeug legen, damit die Gäste den Club mit besonders gutem Erinnerungen verlassen) – hier werden die Gäste gebeten ihre Kleidung auf bestimmte Farben abzustimmen, in unserer 1. Woche war dies der weiße Abend und in der 2. wurde schwarz-weiß erwünscht (es kommt aber auch schon mal rot-schwarz o.ä. vor). Dementsprechend ist dann auch der Esssaal darauf abgestimmt und feierlich hergerichtet. Es gibt aber auch bsw. den türkischen Abend (das wirkt sich natürlich nicht nur auf die Dekoration sondern auch auf das Essen aus, welches angeboten wird). Als wir dort waren gab es dann noch einen afrikanisch angehauchten Abend, bei dem die Servietten und die Tischdekoration z.B. in Leoparden-Mustern gehalten waren und das Restaurant mit Palmenwedeln geschmückt war. Außerdem noch einen Abend unter dem Motto Fitness. Hier mussten sich dann zu Anfang die armen Robins vor dem Restaurant auf extra dort positionierten Fitnessgeräten abmühen *g*.
Meistens werden auch die Shows am Abend den Mottos angepasst. So wurde beim afrikanischen Abend im hauseigenen Theater „König der Löwen“ vorgespielt.
Bei den Shows treten vor allem die Robins auf, die tagsüber Aufgaben an der Rezeption, bei der Kinderbetreuung oder wo auch immer haben. Die meisten von ihnen haben natürlich keine richtige Tanz-, Gesang- oder Theaterausbildung, dafür machen sie ihre Sache aber ganz gut. Auch wenn die Koreographie nicht immer 100%ig sauber ist, so merkt man doch, dass sich viel Mühe gegeben wird, auch bei Kulissen und Kostümen.
Natürlich werden auch ab und zu von den Kindern (den Robys) oder von den Jugendlichen (den Robs) Shows aufgeführt, die recht lustig und nett gemacht sind.
An manchen Abenden jedoch gibt es gar keine Show. Dafür lassen sich die Hotelleute hier etwas anderes Besonderes einfallen. Bei uns war das in der 1. Woche eine Beachparty. Zuvor hatte das Personal Massen an Biertischen und –bänken über die Brücke zum Strand geschleppt. Dort wurde dann auch ein Buffet aufgebaut (vorzugsweise Gegrilltes) und man aß unter freiem Himmel und auf Sand. Nach dem Essen wurde Musik gespielt, Tanz und Kunststücke wie Feuerschlucken aufgeführt und getanzt: ein runder Abend.
In der 2.Woche hatte auf einmal jeder Gast ein zweites Bettlaken auf seinem Zimmer, der Grund wurde bald klar: es gab einen römischen Abend, bei dem auch draußen aber diesmal auf einer Wiese unter den Pinien gegessen wurde. Die Gäste wurden gebeten sich mit dem Bettlaken mottogerecht als Römer/in zu verkleiden und anschließend wurde das beste Kostüm gewählt. Eine lustige Idee wie ich finde.
KINDER & JUGENDLICHE
Robinson-Clubs sind dafür bekannt besonders kindgerecht zu sein.
Es gibt hier spezielle Altersklassen denen jeweils ein unterschiedliches Programm geboten wird. Da gibt es:
-das ROBY BABY: Kleinkinder bis 2 Jahre. Es gibt Spiel- und Wickelraum, Babyküche, Babynahrung ist erhältlich…
-der ROBY CLUB: Hier treffen sich Kinder von 3-12 Jahren. Aber hier gibt es auch noch mal spezielle Unterteilungen in die Super-Minis (3+4 Jahre), die Minis (5+6 Jahre), die Maxis (7-9 Jahre) und die Kids (10-12 Jahre). Der Club ist ganztägig geöffnet, von 9:00 morgens bis 21:00 wird sich um die Kinder gekümmert, hier wechseln sich jeweils Betreuung, Programm und Kinderessen ab (die Kinder müssen nicht an dem Programm teilnehmen und sie sind auch nicht gezwungen beim Kinderessen teilzunehmen). Der ROBY CLUB ist mit allem ausgestattet was das Kinderherz begehrt, es gibt sogar ein Kinder-Atelier und einen Kinder-Pool mit einer riesigen Rutsche.
-Zum Schluss haben wir da noch die ROBS: auch hier gibt es wieder eine Unterteilung für die 13-15-jährigen und die über 15-jährigen. Für sie gibt es das ROBS CAFE. Ein Jugendraum u.a. mit Kicker, Tischtennisplatte, Bar und Sitzecken.
Außerdem werden bsw. ROBY Tenniskurse angeboten, die Jugendshows veranstaltet oder Inlineskating -Kurse angeboten.
Es ist also eigentlich für Jeden etwas dabei. Und man kann gut neue Leute kennen lernen und Freundschaften schließen. Es sind vor allem auch sehr viele Kinder da, ich habe gehört, dass zu dem Zeitpunkt als wir da waren ein vorläufiger Rekord mit 102 Kindern aufgestellt wurde (der aber bestimmt bald wieder überholt ist).
Für Kinder ist erst einmal generell alles zugänglich, es gibt jedoch ein paar Zonen in die sie nicht gehen dürfen. Diese belaufen sich auf ca. 1000m², aber es bleiben ja immer noch 84.000 übrig. Das sind zum einen der Ruhe-Pool oder der Erwachsenenfrühstücks-Bereich. An anderen Stellen werden sie gebeten sich möglichst ruhig zu verhalten etc. (bsw. am Strand).
Das hört sich jetzt erst einmal so an, als wäre es kaum auszuhalten, wenn lauter Kleinkinder kreischend und kichernd um einen herumspringen, so ist das aber bei mir nicht rübergekommen, da ja die meisten Kinder in ihren festen Gruppen sind und sowieso ihr eigenes kleines Reich haben (Roby Club etc.).
SPORT:
Der Club bietet alle möglichen Arten von Sport an.
Für alle Tennis-spieler unter euch:
will gesagt sein, dass der Club 6 Quarzsandplätze (2 mit Flutlicht) und 2 Multipurpose-Plätze (einer davon in der Halle) sein Eigen nennt. Platzbenutzung und Schlägerverleih sind inklusive, richtige Tennis-kurse dagegen sind kostenpflichtig. Es werden Clubturniere veranstaltet und außerdem gibt es die sog. „Spielerbörse“. Im Prinzip läuft das so, dass man sich auf einer Tafel mit Namen und Zimmernummer sowie Spielstärke einträgt und dann darauf hofft, dass ein anderer Spieler mit ähnlicher Spielstärke darauf aufmerksam wird. In wie weit dieses Verfahren erfolgreich ist kann ich nicht sagen…
Reiten:
Nein einen Reitstall besitzt der Club nicht, aber wenn man die Fahrzeit von 15min. auf sich nimmt so kann man Reitmöglichkeiten fremder Unternehmen in Anspruch nehmen
Golf:
Wie bereits gesagt, verfügt der Club über einen eigenen 18-Loch Golf-Platz: den „Park Land Course“. Hier gibt es einen großzügigen Übungsbereich und ein Clubhaus im altrömischen Stil. Der Platz ist sehr schön gestaltet und erfreut ebenfalls mit altem Baumbestand. Ansonsten soll (ich kann es leider nicht aus eigener Erfahrung sagen) er recht leicht zu spielen sein. Vom Golf-Platz zum Eingang des Haupthauses, sind es ca. 500m. Wer diese (v.a. mi dem schweren Golfgepäck) nicht laufen möchte, der kann eins von mehreren Shuttles in Anspruch nehmen. Sollte jemand von euch in Erwägung ziehen dort Golfen zu gehen, sollte er sich auf jeden Fall rechtzeitig zu Hause schon um Startzeiten bemühen (diese werden teilweise ein halbes Jahr vorher schon gebucht). Die Benutzung des Golfplatzes ist auf jeden Fall recht teuer (auch wenn es bei Nobilis-Gäste einen kleinen Preisnachlass gibt): 59 Euro. Mann kann 3er-, 5er- und 8er – packages buchen, wirklich sparen tut man dabei aber auch nicht. Trainerstunden kann man ebenfalls nehmen und zwar für alle Spielstärken und sogar für Kinder (für diese speziell gibt es an zwei Tagen in der Woche auch das kostenlose „Schnuppergolfen“).
Sollte sich jemand nach ein wenig Abwechslung was den Golfplatz betrifft sehnen, so kann er zu einem der vielen Golfplätze in nächster Umgebung fahren. Direkt neben dem Nobilis befindet sich das Golfhotel Gloria mit Golfplatz, der Weg ist also wirklich nicht weit.
Wassersportarten:
Hier gibt es eine große Auswahl. Der Club verfügt über 35 Hilfy-Boards, Gaastra-Riggs, 10 Topcat Catamarane und 10 Optimisten (das sind Segelboote speziell für Kinder ab 8 Jahren). Man kann hier verschiedene Kurse belegen oder sich bsw. Jet-Skis ausleihen oder Banane fahren etc.
Weitere Sportmöglichkeiten:
Auf den Fitnessbereich und die WellFit-Ebene bin ich ja schon eingegangen, darüber hinaus gibt es aber auch noch eine Bogenschießanlage, eine Inlineskate-Bahn (es werden auch Kurse abgehalten, die Inliner kann man sich dort ausleihen), Möglichkeiten zum Beach-/Volleyball spielen und einen Sportplatz, auf dem Basketball, Fussball u.ä. gespielt werden können.
KULTUR:
Dies ist einer der wenigen Urlaube gewesen, in dem wir die Kultur völlig vernachlässigt haben und stattdessen mehr oder weniger reinen Strandurlaub gemacht haben…
Das einzige was wir in die Richtung unternommen haben, war die Fahrt nach Belek (es fährt ein Bus für 75Cent direkt vom Hotel aus dorthin). Wobei diese auch weniger dem Besichtigen der Stadt als einer ausführlichen Shoppingtour diente *g*.
Nebenbei sei gesagt, dass man sich in Belek (und wahrscheinlich nicht nur dort) ausnahmslos auf Deutsch unterhält, wer versucht jemanden auf Englisch anzuquatschen, trifft auf taube Ohren. Und auch gezahlt wird in Euros – was ich im Vergleich zur türkischen Währung mit den unheimlich vielen Nullen auch als sehr angenehm empfinde (auch wen nun 6 Nullen gestrichen werden sollen). So viel dazu…
Natürlich bietet Robinson aber auch für all jene die nicht gänzlich auf Kultur verzichten wollen etwas Passendes an: die Robinsonaden. Darunter versteht man entgeltliche vom Club organisierte Touren und Ausflüge aller Art. Ob dies nun ein Ausflug ins Taurusgebirge, River Rafting Touren oder der Besuch der Klassikfestspiele ist …
ZUM ABSCHLUSS:
Was íst mir negativ aufgefallen?
Sehr negativ habe ich empfunden, dass die Zimmer sehr geräuschempfindlich waren. Meine Mutter und ich, sind morgens meist schon gegen 8:00 Uhr aufgewacht, weil bsw. der Wagen der Putzfrau über die Backsteine gebrettert ist, Kinder gekreischt haben oder der Inline-Kurs gerade lautstark vorbeirollte. Ich hab teilweise das Gefühl gehabt eine Elefantenherde würde bei offener Tür direkt an unserem Zimmer vorbeitrampeln!!!
Wir haben wie gesagt im Village gewohnt, aber auch von anderen die im Haupthaus wohnten haben wir gehört, dass es ihre Zimmer auch sehr geräuschdurchlässig waren. Die hatten dann z.B. mit der lauten Musik zu kämpfen, die nachts beim Schachbrett gespielt wird. Wieder andere meinten, die Zimmer im HH die vom Meer wegzeigen wären um einiges leiser, andere wiederum widerlegten dies….
Unangenehm aufgefallen ist dies allemal!
Dann kommen vielleicht noch kleine negative, persönliche Erfahrungen hinzu (an denen ich mich aber keines Falls aufhängen will), wie die Tatsache dass mir der DJ in der Disco und der am Schachbrett gegen den Wunsch meiner Freunde kein Geburtstagslied spielen wollte ;-) … oder, dass bei uns wohl mit dem Transfer vom Flughafen zum Hotel irgendwas schief gelaufen sein muss, wir mussten dann erstmal gegen 3:30 morgens ca. eine halbe Stunde auf einen Bus warten der uns mitnimmt (wir konnten dann zum Glück bei ein paar Holländern mitfahren die zu anderen Hotels wollte), oder der Umstand, dass ein paar Leute bei der Golfeinweisung im Clubhaus weder Deutsch noch Englisch konnten …..
Fazit
Es war ein wunderschöner Urlaub, dass liegt nicht minder daran, dass der Club wirklich einiges zu bieten hat. Leider ist das Ganze auch recht teuer (ab 1165,-Euro/pro Person und Woche), sein Geld aber zumindest in meinen Augen auf jeden Fall wert.
Diesem Motto hat sich Robinson voll und ganz verschrieben. Wie sie dies versuchen in die Tat umzusetzen und wie gut ihnen das gelingt, möchte ich euch anhand des Beispieles des noch recht neuen Robinson-Clubs „Nobilis“ in Belek (Türkei) veranschaulichen.
Hier habe ich nämlich gerade 10 Tage meiner Herbstferien verbracht… und diese werde ich wohl auch so schnell nicht mehr vergessen, aber seht – oder viel mehr lest - selbst:
DIE ANLAGE:
Zum Überblick
Die Anlage erstreckt sich auf ein riesiges Areal. Mit dem hauseigenen Golfplatz zusammengenommen, sind es unglaubliche 850.000m². Die Hotelanlage für sich allein genommen weist immer noch 85.000m² auf.
Auf dieser Fläche findet sich natürlich das eigentliche Hauptgebäude, aber auch das sog. „Village“.
Während im Haupthaus (ich will es ab jetzt der Einfachheit halber mit „HH“ abkürzen) außer den Hotelzimmern auch noch einiges anderes wie das Restaurant oder der WellFit-Bereich untergebracht sind, dient das Village einzig und alleine zum Wohnen.
Gestaltung & Aussehen
Sehr schön ist, dass sich weite Rasenflächen über die Anlage erstrecken, die durch einzelne Wege unterbrochen werden, über die man zu den verschiedenen Aktivitäten und Einrichtungen gelangt, bsw. vom Haupthaus zum Pool oder vom Village zum Restaurant. Außerdem spendet alter Pinien-Bestand Schatten und verstärkt das Bild einer Parklandschaft.
Parallel zum Hauptgebäude trennt ein Fluss die übrige Anlage vom Strand, der 20km lang sein soll. Er ist nur über eine große, hölzerne Brücke zu erreichen.
Des Weiteren finden sich auf der Anlage einige Swimmingpools. Zwischen Fluss und HH liegen die beiden Haupt-Pools mit Poolbar. Dann befindet sich ein weiterer Pool in der Ruhezone, direkt vor dem Gebäude des Indoor-Pools. Einen Kinderpool (mit großer Rutsche) gibt es selbstverständlich auch.
Während das Village v.a. in rostrot gehalten wurde, herrscht beim HH ein warmes ockergelb vor. Alles ist im römischen Stil gehalten. So fährt man bsw. beim Betreten des Clubs durch ein römisches Tor, auf der eine entsprechende Statue (passend mit Golfschläger ;-)…) in Positur steht.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass alles etwas kitschig anmutet.
Wohnmöglichkeiten
- Das Village besteht aus 5 zweigeschossigen Gebäudetrakten die sternförmig angeordnet wurden. Den einzelnen Gebäudetrakten wurden zur besseren Orientierung Namen, wie „Septimus“, „Brutus“ und „Caesar“ zugeordnet. Vom Eingang des HH aus gesehen, befindet sich das Village auf linker Seite – mit 200m Entfernung zum Haupgebäude im besten Fall, ist es also etwas abgeschieden (was natürlich auch –je nach genauer Position des Zimmers- längere Fußmärsche zur Folge haben kann).
Hier habe auch ich mit meiner Mutter ein Zimmer gehabt, zum Glück eines der am strategisch besten gelegenen. Darüber war ich teilweise heilfroh, z.B. bei Situationen wie in der letzten Woche, als es auf einmal anfing zu regnen und wir durch den Regen zum Essen laufen mussten… Auch ein Grund warum man im Winter nur im „HH“ wohnen kann.
- Dann gibt es noch die Bungalows (oder auch Villas). Diese stehen noch etwas weiter entfernt hinter der ganzen Anlage (250m vom HH), dafür aber in nächster Nähe zum Golfplatz- also ein Muss für alle etwas besser betuchten Golferfamilien… Diese zweigeschossigen Häuser sind sehr geräumig, natürlich ein ganzes Stück teurer, verfügen aber z.B. auch über einen eigenen Gemeinschaftspool.
- Fehlt nur noch das Haupthaus. Hier gibt es natürlich auch eine ganze Reihe an Zimmern. Das „HH“ ist 3- bis 5-geschossig. Den 5. Stock beanspruchen die beiden King-Suiten für sich allein.
DER CLUB
Einrichtungen
Der Robinson-Club Nobilis hat einiges zu bieten. Ich zähle zu nächst einmal auf, was alles für Einrichtungen vorhanden sind, später gehe ich auf einige genauer ein:
- mehrere Swimmingpools und Hallenbad
- Roby Club
- Jugendraum
- Nite Club
- Diskothek
- Theater
- WellFit-Ebene
- WellFit-Oase mit Fitnesscenter
- Verschiedene Läden (von Teppich bis Sonnenkrem)
- Konferenzeinrichtungen
- Frisör
- Fotografen
- Tennisplätze
- Golfplatz
- Atelier
- Inlineskate-Bahn
- Bogenschies-Anlage
- Spezialitätenrestaurant
- Und und und ……
- Nite Club/Disko :
Nun ja, im Sommer wird abends bis ca. 1:00 auf dem sog. Schachbrett an der Poolbar getanzt (Altersklasse: >30) und gegen 24:00 öffnet die Disko. Die Disko ist im Prinzip ganz nett eingerichtet: klein aber fein…wird aber leider nicht so richtig genutzt… auch wenn sich dort mal nen paar Jugendliche (oder auch Erwachsene) aufhalten, so sieht man auf der Tanzfläche doch meist nicht mehr als 8-10 Leute. Eigentlich etwas bedauerlich, da die Musik die dort aufgelegt wird gar nicht so schlecht ist.
- Konferenzeinrichtungen:
Es gibt 5 Seminarräume die mit allem ausgestattet sind, was man hierfür benötigt. Man sagte uns, dass die größte Gruppe die zu diesem Zweck anreiste 650 Leute umfasste…
-WellFit und Fitness:
Nobilis verfügt über einen gut ausgestatteten WellFit-Bereich. Genauer genommen ist dies ein eigenes Unternehmen, das sich den Robinson-Urlaubern verschrieben hat, abgerechnet wird also am Ende des Urlaubs auch nicht über die Hotelrechnung sondern dort.
Hier findet man/frau alles was das Herz begehrt! Das reicht von diversen Massagen zum Saunabesuch über Augenbrauenzupfen bis hin zum Hamam. Das gesamte Beautyprogramm (bsw. Epilieren etc.), die verschiedenen Massagen und die Hamambehandlung sind kostenpflichtig (bei Massage und Hamam wird pro Minute 1Euro bezahlt, möglich sind 20 und 40 min).
Die „WellFit-Oase“ ist sehr schön gestaltet: Marmor etc. Außerdem findet sich hier noch der Fitness-Bereich, welcher einen Aerobicraum, ein Raum fürs Indoor Cycling und einen gut ausgestatteten Fitnessraum umfasst. Diese sind von 8.00 bis 20.00 geöffnet. Es ist auch möglich sich einen Personal-Trainer zu buchen (hier gibt es mehrere packages von 1 Stunde bis 7,die auch dementsprechend effektiver sind und mehr kosten).
Für alle, die lieber in der Gruppe trainieren, gibt es die sog. WellFit-Ebene, diese befindet sich nicht im Haupthaus, sondern ist eine halbüberdachte Plattform, die über den Fluss hinausragt. Hier werden verschiedene Kurse angeboten wie Dance Aerobic, Hot Iron, Latino Aerobic, Bauch Pur, Bauch & Rücken Fit, Body & Mind und und und. Natürlich –wie hätte man es auch anders erwartet- gibt es noch weitere Angebote, z.B. Aqua-Fit unten am Strand, genauer genommen im Meer und ausgiebige Fahrradtouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Zimmer
Es gibt insgesamt 407 Zimmer (bzw. Wohnmöglichkeiten). Darunter fallen:
Doppel-, Deluxe- und Familienzimmer, die King-Suiten, die Zimmer im Village und die Bungalows. Unterschieden wird in 10 Kategorien. Alle verfügen über: Klimaanlage/Heizung, Bad (Dusche/WC mit Fön), entweder eigener Balkon oder Terrasse, Kühlschrank, Telefon, Fernseher und Safe.
Die Einrichtung war meinem Empfinden nach praktisch und (relativ) komfortabel.
ESSEN & Trinken:
Das Essen im Club hat mir größtenteils sehr gut geschmeckt. Man bucht Vollpension, das heißt Frühstück, Mittagessen, Snacks und Kuchen am Nachmittag und Abendessen sind im Preis enthalten.
Die Restaurants
Zuzüglich zum Hauptrestaurant gibt es noch vier weitere Spezialitätenrestaurants. Positiv überrascht hat mich hierbei, dass hier nicht draufgezahlt werden muss, man sollte sich lediglich einen Tag vorher schon mal dafür anmelden.
Frühstück und Mittagessen nimmt man im Hauptrestaurant ein. Dort wird generell ein sehr umfangreiches Buffet angeboten.
Hier kann man sowohl drinnen als auch draußen Essen. Zu diesem Zweck gibt es einen halbüberdachten Frühstücksbereich. Dieser ist aufgeteilt in einen Bereich für Erwachsene und einen allgemeinzugänglichen, in dem auch das Langschläferfrühstück eingenommen werden kann.
Gegessen wird im Hauptrestaurant an 8er- Tischen. Man setzt sich also zu anderen Leuten dazu und schließt somit nebenbei Bekanntschaften – Kommunikation und Bekanntschaften werden in Robinson-Clubs groß geschrieben und durch solche Umstände natürlich gefördert…
Das Abendessen kann man ebenfalls im Hauptrestaurant einnehmen, was auch eher die Regel ist, man kann aber auch, wie schon angedeutet in einem der Spezialitätenrestaurants essen. Der Unterschied besteht v.a. darin, dass dort ein festes Menü angeboten wird.
Zur Auswahl stehen zum einen das WellFit-restaurant, das „Melina“ (mit europäischer Küche), ein türkisches Spezialitätenrestaurant und ein Fischrestaurant. Bei letzterem speist man auf einem kleinen Schiff auf dem Fluss gegenüber des Strandes.
Beschämenderweise muss ich sagen, dass ich meistens im Hauptrestaurant gegessen habe und nur ein einziges Mal im WellFit-Restaurant. Hier hat mich zumindest die Atmosphäre vollstens überzeugt, das Essen eigentlich ebenfalls (auch wenn meine Mutter davon weniger angetan war)… Was mich hier vor allem gefreut hat war, dass es ohne größere Umstände möglich war für mich ein vegetarisches Menü zusammenzustellen (da ich, wie vielleicht ein paar Leute durch meinen entsprechenden Bericht schon wissen, Vegetarierin bin).
Trinken
Getränke wie Kaffe, Tee , Soft-Drinks, Bier und Wasser sind inklusive. Morgens gibt es darüber hinaus eine Vielzahl zum teil abenteuerlicher Milchshakes, wie Karotten- oder Mehrkorn-Shakes. Rot- und Weiswein stehen mittags und abends zusammen mit einer Wasserkaraffe auf den Tischen. Diese sind jedoch nicht wirklich genießbar, in dem Fall kann man aber auch einen Rose anfordern, der zumindest etwas besser schmeckt. Zusätzliche, bessere Weine von der Weinkarte kann man natürlich auch bestellen, das kann aber ziemlich ins Geld gehen…
abschließend…
Im Prinzip kann man im Nobilis annähernd rund um die Uhr essen. Ob dies nun das Frühstück, Langschläferfrühstück, Mittagessen, Kaffe & Kuchen, das Abendessen oder der Mitternachtssnack ist. Nebenbei steht ein extra Raum mit Kochmöglichkeit zur Verfügung, in dem gerade Ankommende Gäste zu jeder Tages- und Nachtszeit verköstigt werden können. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da uns bei unserer Anreise gegen 4:00 morgens sofort etwas zu Trinken und zu Essen bereit angeboten wurden.
SERVICE & ENTERTAINMENT
Der Service im Robinson-Club ist ausgezeichnet. Die Animateure, auch Robins genannt, sind in den meisten Fällen total lieb und wirklich engagiert.
Man sollte hinzufügen, dass sich hier jeder (!!) duzt.
Mottoabende & Shows
So ziemlich jeder Abend steht unter einem bestimmten Motto, das kann z.B. der Gala-Abend sein (der Abend vorm großen Abreisetag, an dem sich die Robins und der Club noch einmal kräftig ins Zeug legen, damit die Gäste den Club mit besonders gutem Erinnerungen verlassen) – hier werden die Gäste gebeten ihre Kleidung auf bestimmte Farben abzustimmen, in unserer 1. Woche war dies der weiße Abend und in der 2. wurde schwarz-weiß erwünscht (es kommt aber auch schon mal rot-schwarz o.ä. vor). Dementsprechend ist dann auch der Esssaal darauf abgestimmt und feierlich hergerichtet. Es gibt aber auch bsw. den türkischen Abend (das wirkt sich natürlich nicht nur auf die Dekoration sondern auch auf das Essen aus, welches angeboten wird). Als wir dort waren gab es dann noch einen afrikanisch angehauchten Abend, bei dem die Servietten und die Tischdekoration z.B. in Leoparden-Mustern gehalten waren und das Restaurant mit Palmenwedeln geschmückt war. Außerdem noch einen Abend unter dem Motto Fitness. Hier mussten sich dann zu Anfang die armen Robins vor dem Restaurant auf extra dort positionierten Fitnessgeräten abmühen *g*.
Meistens werden auch die Shows am Abend den Mottos angepasst. So wurde beim afrikanischen Abend im hauseigenen Theater „König der Löwen“ vorgespielt.
Bei den Shows treten vor allem die Robins auf, die tagsüber Aufgaben an der Rezeption, bei der Kinderbetreuung oder wo auch immer haben. Die meisten von ihnen haben natürlich keine richtige Tanz-, Gesang- oder Theaterausbildung, dafür machen sie ihre Sache aber ganz gut. Auch wenn die Koreographie nicht immer 100%ig sauber ist, so merkt man doch, dass sich viel Mühe gegeben wird, auch bei Kulissen und Kostümen.
Natürlich werden auch ab und zu von den Kindern (den Robys) oder von den Jugendlichen (den Robs) Shows aufgeführt, die recht lustig und nett gemacht sind.
An manchen Abenden jedoch gibt es gar keine Show. Dafür lassen sich die Hotelleute hier etwas anderes Besonderes einfallen. Bei uns war das in der 1. Woche eine Beachparty. Zuvor hatte das Personal Massen an Biertischen und –bänken über die Brücke zum Strand geschleppt. Dort wurde dann auch ein Buffet aufgebaut (vorzugsweise Gegrilltes) und man aß unter freiem Himmel und auf Sand. Nach dem Essen wurde Musik gespielt, Tanz und Kunststücke wie Feuerschlucken aufgeführt und getanzt: ein runder Abend.
In der 2.Woche hatte auf einmal jeder Gast ein zweites Bettlaken auf seinem Zimmer, der Grund wurde bald klar: es gab einen römischen Abend, bei dem auch draußen aber diesmal auf einer Wiese unter den Pinien gegessen wurde. Die Gäste wurden gebeten sich mit dem Bettlaken mottogerecht als Römer/in zu verkleiden und anschließend wurde das beste Kostüm gewählt. Eine lustige Idee wie ich finde.
KINDER & JUGENDLICHE
Robinson-Clubs sind dafür bekannt besonders kindgerecht zu sein.
Es gibt hier spezielle Altersklassen denen jeweils ein unterschiedliches Programm geboten wird. Da gibt es:
-das ROBY BABY: Kleinkinder bis 2 Jahre. Es gibt Spiel- und Wickelraum, Babyküche, Babynahrung ist erhältlich…
-der ROBY CLUB: Hier treffen sich Kinder von 3-12 Jahren. Aber hier gibt es auch noch mal spezielle Unterteilungen in die Super-Minis (3+4 Jahre), die Minis (5+6 Jahre), die Maxis (7-9 Jahre) und die Kids (10-12 Jahre). Der Club ist ganztägig geöffnet, von 9:00 morgens bis 21:00 wird sich um die Kinder gekümmert, hier wechseln sich jeweils Betreuung, Programm und Kinderessen ab (die Kinder müssen nicht an dem Programm teilnehmen und sie sind auch nicht gezwungen beim Kinderessen teilzunehmen). Der ROBY CLUB ist mit allem ausgestattet was das Kinderherz begehrt, es gibt sogar ein Kinder-Atelier und einen Kinder-Pool mit einer riesigen Rutsche.
-Zum Schluss haben wir da noch die ROBS: auch hier gibt es wieder eine Unterteilung für die 13-15-jährigen und die über 15-jährigen. Für sie gibt es das ROBS CAFE. Ein Jugendraum u.a. mit Kicker, Tischtennisplatte, Bar und Sitzecken.
Außerdem werden bsw. ROBY Tenniskurse angeboten, die Jugendshows veranstaltet oder Inlineskating -Kurse angeboten.
Es ist also eigentlich für Jeden etwas dabei. Und man kann gut neue Leute kennen lernen und Freundschaften schließen. Es sind vor allem auch sehr viele Kinder da, ich habe gehört, dass zu dem Zeitpunkt als wir da waren ein vorläufiger Rekord mit 102 Kindern aufgestellt wurde (der aber bestimmt bald wieder überholt ist).
Für Kinder ist erst einmal generell alles zugänglich, es gibt jedoch ein paar Zonen in die sie nicht gehen dürfen. Diese belaufen sich auf ca. 1000m², aber es bleiben ja immer noch 84.000 übrig. Das sind zum einen der Ruhe-Pool oder der Erwachsenenfrühstücks-Bereich. An anderen Stellen werden sie gebeten sich möglichst ruhig zu verhalten etc. (bsw. am Strand).
Das hört sich jetzt erst einmal so an, als wäre es kaum auszuhalten, wenn lauter Kleinkinder kreischend und kichernd um einen herumspringen, so ist das aber bei mir nicht rübergekommen, da ja die meisten Kinder in ihren festen Gruppen sind und sowieso ihr eigenes kleines Reich haben (Roby Club etc.).
SPORT:
Der Club bietet alle möglichen Arten von Sport an.
Für alle Tennis-spieler unter euch:
will gesagt sein, dass der Club 6 Quarzsandplätze (2 mit Flutlicht) und 2 Multipurpose-Plätze (einer davon in der Halle) sein Eigen nennt. Platzbenutzung und Schlägerverleih sind inklusive, richtige Tennis-kurse dagegen sind kostenpflichtig. Es werden Clubturniere veranstaltet und außerdem gibt es die sog. „Spielerbörse“. Im Prinzip läuft das so, dass man sich auf einer Tafel mit Namen und Zimmernummer sowie Spielstärke einträgt und dann darauf hofft, dass ein anderer Spieler mit ähnlicher Spielstärke darauf aufmerksam wird. In wie weit dieses Verfahren erfolgreich ist kann ich nicht sagen…
Reiten:
Nein einen Reitstall besitzt der Club nicht, aber wenn man die Fahrzeit von 15min. auf sich nimmt so kann man Reitmöglichkeiten fremder Unternehmen in Anspruch nehmen
Golf:
Wie bereits gesagt, verfügt der Club über einen eigenen 18-Loch Golf-Platz: den „Park Land Course“. Hier gibt es einen großzügigen Übungsbereich und ein Clubhaus im altrömischen Stil. Der Platz ist sehr schön gestaltet und erfreut ebenfalls mit altem Baumbestand. Ansonsten soll (ich kann es leider nicht aus eigener Erfahrung sagen) er recht leicht zu spielen sein. Vom Golf-Platz zum Eingang des Haupthauses, sind es ca. 500m. Wer diese (v.a. mi dem schweren Golfgepäck) nicht laufen möchte, der kann eins von mehreren Shuttles in Anspruch nehmen. Sollte jemand von euch in Erwägung ziehen dort Golfen zu gehen, sollte er sich auf jeden Fall rechtzeitig zu Hause schon um Startzeiten bemühen (diese werden teilweise ein halbes Jahr vorher schon gebucht). Die Benutzung des Golfplatzes ist auf jeden Fall recht teuer (auch wenn es bei Nobilis-Gäste einen kleinen Preisnachlass gibt): 59 Euro. Mann kann 3er-, 5er- und 8er – packages buchen, wirklich sparen tut man dabei aber auch nicht. Trainerstunden kann man ebenfalls nehmen und zwar für alle Spielstärken und sogar für Kinder (für diese speziell gibt es an zwei Tagen in der Woche auch das kostenlose „Schnuppergolfen“).
Sollte sich jemand nach ein wenig Abwechslung was den Golfplatz betrifft sehnen, so kann er zu einem der vielen Golfplätze in nächster Umgebung fahren. Direkt neben dem Nobilis befindet sich das Golfhotel Gloria mit Golfplatz, der Weg ist also wirklich nicht weit.
Wassersportarten:
Hier gibt es eine große Auswahl. Der Club verfügt über 35 Hilfy-Boards, Gaastra-Riggs, 10 Topcat Catamarane und 10 Optimisten (das sind Segelboote speziell für Kinder ab 8 Jahren). Man kann hier verschiedene Kurse belegen oder sich bsw. Jet-Skis ausleihen oder Banane fahren etc.
Weitere Sportmöglichkeiten:
Auf den Fitnessbereich und die WellFit-Ebene bin ich ja schon eingegangen, darüber hinaus gibt es aber auch noch eine Bogenschießanlage, eine Inlineskate-Bahn (es werden auch Kurse abgehalten, die Inliner kann man sich dort ausleihen), Möglichkeiten zum Beach-/Volleyball spielen und einen Sportplatz, auf dem Basketball, Fussball u.ä. gespielt werden können.
KULTUR:
Dies ist einer der wenigen Urlaube gewesen, in dem wir die Kultur völlig vernachlässigt haben und stattdessen mehr oder weniger reinen Strandurlaub gemacht haben…
Das einzige was wir in die Richtung unternommen haben, war die Fahrt nach Belek (es fährt ein Bus für 75Cent direkt vom Hotel aus dorthin). Wobei diese auch weniger dem Besichtigen der Stadt als einer ausführlichen Shoppingtour diente *g*.
Nebenbei sei gesagt, dass man sich in Belek (und wahrscheinlich nicht nur dort) ausnahmslos auf Deutsch unterhält, wer versucht jemanden auf Englisch anzuquatschen, trifft auf taube Ohren. Und auch gezahlt wird in Euros – was ich im Vergleich zur türkischen Währung mit den unheimlich vielen Nullen auch als sehr angenehm empfinde (auch wen nun 6 Nullen gestrichen werden sollen). So viel dazu…
Natürlich bietet Robinson aber auch für all jene die nicht gänzlich auf Kultur verzichten wollen etwas Passendes an: die Robinsonaden. Darunter versteht man entgeltliche vom Club organisierte Touren und Ausflüge aller Art. Ob dies nun ein Ausflug ins Taurusgebirge, River Rafting Touren oder der Besuch der Klassikfestspiele ist …
ZUM ABSCHLUSS:
Was íst mir negativ aufgefallen?
Sehr negativ habe ich empfunden, dass die Zimmer sehr geräuschempfindlich waren. Meine Mutter und ich, sind morgens meist schon gegen 8:00 Uhr aufgewacht, weil bsw. der Wagen der Putzfrau über die Backsteine gebrettert ist, Kinder gekreischt haben oder der Inline-Kurs gerade lautstark vorbeirollte. Ich hab teilweise das Gefühl gehabt eine Elefantenherde würde bei offener Tür direkt an unserem Zimmer vorbeitrampeln!!!
Wir haben wie gesagt im Village gewohnt, aber auch von anderen die im Haupthaus wohnten haben wir gehört, dass es ihre Zimmer auch sehr geräuschdurchlässig waren. Die hatten dann z.B. mit der lauten Musik zu kämpfen, die nachts beim Schachbrett gespielt wird. Wieder andere meinten, die Zimmer im HH die vom Meer wegzeigen wären um einiges leiser, andere wiederum widerlegten dies….
Unangenehm aufgefallen ist dies allemal!
Dann kommen vielleicht noch kleine negative, persönliche Erfahrungen hinzu (an denen ich mich aber keines Falls aufhängen will), wie die Tatsache dass mir der DJ in der Disco und der am Schachbrett gegen den Wunsch meiner Freunde kein Geburtstagslied spielen wollte ;-) … oder, dass bei uns wohl mit dem Transfer vom Flughafen zum Hotel irgendwas schief gelaufen sein muss, wir mussten dann erstmal gegen 3:30 morgens ca. eine halbe Stunde auf einen Bus warten der uns mitnimmt (wir konnten dann zum Glück bei ein paar Holländern mitfahren die zu anderen Hotels wollte), oder der Umstand, dass ein paar Leute bei der Golfeinweisung im Clubhaus weder Deutsch noch Englisch konnten …..
Fazit
Es war ein wunderschöner Urlaub, dass liegt nicht minder daran, dass der Club wirklich einiges zu bieten hat. Leider ist das Ganze auch recht teuer (ab 1165,-Euro/pro Person und Woche), sein Geld aber zumindest in meinen Augen auf jeden Fall wert.
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