Rock in Rio (Livealbum) - Iron Maiden Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von helden_gesucht

Scream for me Brazil!

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

geile Atmosphäre, 19 fette Tracks, super Publikum, die Videos, diese sympathische Band

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Am 19. Januar 2001 bebte wiedereinmal die Erde in Brasiliens größter Stadt. Eine Band war nach etlichen Jahren wieder zum Zuckerhut zurückgekehrt und hier die Südamerikanischen Fans in Ekstase zu versetzen. Iron Maiden war in der Stadt und mit ihnen feierten Tausende fanatischer Anhänger ein Musikfest der Extraklasse.

Die Band
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Die Geschichte der „eisernen Jungfrau“ geht zurück bis ins Jahre 1976. Gründungsmitglieder waren Steve Harris, Paul Di’Anno, Dennis Stratton, Dave Murray und Clive Burr. Das erste und gleichnamige Album datiert aus dem Jahre 1979. Seitdem sind sage und schreibe 15 Studioalben erschienen. Hinzu kommen noch massenweise Live-Alben aus fast jedem Jahr.
Die komplette Geschichte der Band aufzeigen zu wollen, wäre ein mühseliges Unterfangen und wäre sicherlich nur für die Hardcore-Fans, die die Band eh in- und auswendig kennen, interessieren.
Hier das Line-Up (das Beste überhaupt in der über 20jährigen Geschichte):

Bruce Dickinson (Vocals)
Steve Harris (Bass)
Adrian Smith (Gitarre)
Janick Gers (Gitarre)
Dave Murray (Gitarre)
Nicko McBrain (Schlagzeug)

Das Album
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Wie gesagt „Rock In Rio“ ist ein Live – aber auch zugleich ein Doppelalbum. Schon das Cover ist genial gemacht. Die Standardplastejuwelbox steht hier noch in einer kleinen Pappummantelung, auf der ein Holobild des richtigen Covers angebracht ist. Es zeigt die Bühne und im Hintergrund – na wen schon – Eddy!
Das Booklet zur CD ist auch stark geworden. Auf 22 Seiten findet man die Texte zu allen Songs, Widmungen, Danksagungen und schöne Bilder der Band. Die Band hat auch nach 28 Jahren Bandgeschichte immer noch einen riesen Spaß daran Konzerte zu machen und das zeigen einfach die Bilder. Auf der Rückseite gibt es, sehr dezent gehalten, die Tracklist.

Tracklist
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++ CD I ++
#1 Intro
#2 The Wicker Man
#3 Ghost Of The Navigator
#4 Brave New World
#5 Wrathchild
#6 2 Minutes to Midnight
#7 Blood Brothers
#8 Sign Of The Cross
#9 The Mercenary
#10 The Trooper

#11 Brave New World (enhanced Video)

++ CD II ++
#1 Dream Of Mirrors
#2 The Clansman
#3 The Evil That Men Do
#4 Fear Of The Dark
#5 Iron Maiden
#6 The Number Of The Beast
#7 Hallowed Be Thy Name
#8 Sanctuary
#9 Run To The Hills

#10 A Day in The Life (enhanced Video)

…und die Tracks im Einzelnen
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++ CD I ++
> Intro < - Man hört natürlich die Fans kreischen und dann folgt ein klassischer Einstieg à la „O Fortuna“. Auch wenn es komisch im Kontrast zu Metal klingt, so bildet es doch ein schönes Kontrastbild zum zweiten Track. Schon nach der ersten Note sind die Fans am Ausrasten. Super Beginn.
(5/5) -> (1:55)

> The Wicker Man < - Bruce hatte das 2000er Album „Brave New World“ als Übergangslösung bezeichnet. Wenn die Jungs doch immer solche Übergangslösungen parat hätten. Dieser Track stammt mit vom Album und war auch dort die erste Single. Gleich von der ersten Sekunde schnurren und fauchen die Gitarren. Nicko hämmert geradezu die Töne einem ins Gehirn. Treibender Schlagzeugbeat ist ebenso ein Markenzeichen der eisernen Jungfrau wie etwa der metallisch brummende Bass. Bruce packt gleich beim ersten Track seine ganze Klasse aus. Von hartem Gegröle bis hin zu den fast kastriert hohen Tönen – alles bringt er. Ein Solo versteht sich. Lang und genial. Gut, Bruce hat anfangs vielleicht kleine Schwierigkeiten mit der Technik, der er aber doch recht gut kaschieren kann.
(5/5) -> (4:41)

> Ghost Of The Navigator < - Fast sanfte Töne eröffnen den Track und das aus gutem Grund. Dieser Track ist das krasse Gegenteil vom Vorgänger. Es ist eher eine Art Ballade, eine Art episches Meisterwerk. So geben die ersten Klänge dem Hörer Zeit sich in die Szenerie einzugewöhnen, doch schon nach den ersten Sekunden merkt man, dass sich das Tempo unaufhaltsam steigert. Wenn dann das Schlagzeug mit von der Partie ist, ist eh alles zu spät. „Ghost Of The Navigator“ – schon der Titel lässt es irgendwie erahnen, dass es irgendwie mit der Urgewalt des Meeres zu tun haben muss und die Musik unterstreicht dies nochmals kräftig. Das Publikum ist außer Rand und Band.
(5/5) -> (6:48)

> Brave New World < - Auch der Titelsong des 2000er Albums begeistert mit einem verträumten Anfang. Auch das Schlagzeug hat eine gewisse sanfte Note. Bruce holt das Sanfteste aus seiner Stimme heraus. Alles wirkt wie die Ruhe vor dem Sturm. Und spätestens als der galoppierende Schlagzeug-Bass-Rhythmus einsetzt, wird auch dem letzten Träumer klar, dass das hier kein langsamer Song sein wird. Diese 3 Tracks sind eigentlich der ideale Beginn für dieses Live-Spektakel.
(5/5) -> (6:06)

> Wrathchild < - “Something old, something new” die letzten Worte von Bruce und dann geht die Post am. Tief blubbernder Bass, dazu ausladende Gitarrenriffe und eine Stimmführung, die einfach nur einzigartig ist. Ein großartiger Song, der die Massen nochmals anpeitscht.
(5/5) -> (3:05)

> 2 Minutes to Midnight < - Der Track ist auch einer von den guten, alten Teilen und den gleichnamigen Tagen: „Scream for me Brazil!“ fordert Bruce abermals und das Publikum erfüllt ihm seinen Wunsch. Der Chor im Refrain klingt einfach genial. Da kann kein Mikro mithalten. Die Mischung aus alt und neu ist einfach genial und wenn das Publikum noch so mitzieht. Eine geniale Show.
(5/5) -> (6:26)

> Blood Brothers < - Hm… älterklingende, vielleicht schottische Rhythmen und Klänge mit starker Bassbegleitung, dazu der ruhige, sanfte Charakter, den man eigentlich von „Clansman“ kennt, welcher sich ja bekanntlich um die schottische Geschichte dreht, so präsentiert sich dieser Track. Bruce’s Stimmchen geht wunderbar mit der 4-Gitarrerobegleitung mit und gibt dem Song noch den letzten Kick. Teils zum Mitgrölen gedacht, allerdings auch wieder nicht. Schon genial zu hören, wie Bruce bei jedem Song von einem grandiosen Chor begleitet wird.
(5/5) -> (7:15)

> Sign Of The Cross < - Zunächst hört man kaum etwas. Pfeifende Fans und das war’s dann schon auch, aber war da nicht doch was? Im Hintergrund hört man geistliche Gesänge, wenn auch sehr ruhig gehalten. Dann eine dunkle Bassmelodie und Bruce legt seine Stimme sehr ruhig und auch leicht diabolisch darüber. Dann steigert der Schlagzeugbeat das Stück zum Akkordsturm, jedoch ist der Track eher ruhig gehalten und wieder zum Mitgrölen geeignet.
(5/5) -> (10:49)

> The Mercenary < - Ein fettes Riff eröffnet auch den nächsten Track, nachdem Bruce seine Ansage gemacht hat. Flott und zügig geht es durch die Strophe und der Refrain ist wieder stadiontauglich mit Mitgrölcharakter. Das Publikum ist auch hier einfach eine Wucht.
(5/5) -> (4:42)

> The Trooper < - Die erste Halbzeit wird abgeschlossen von einem Maiden-Klassiker – The Trooper. Speedachtelriff am Anfang und dann geht es per treibendem Beat direkt kopfüber in die Metal-Hölle. Schnell ist für den Track kein Ausdruck. Schnell ist noch untertrieben und viel zu langsam. Auch das Publikum ist noch lang nicht müde und geht bei jeder Note voll mit.
(5/5) -> (4:45)

>Brave New World (enhanced Video) < - Dies ist der Video-Live-Mitschnitt vom Konzert zum Song „Brave New World“. Dieses kleine Boni bringt die Stimmung vom Konzert noch besser rüber und trägt außerdem zum Gesamteindruck der CD viel bei. Find’s super, dass die Jungs einen Voreinblick in die fertige DVD gewährt haben.

++ CD II ++
> Dream Of Mirrors < - Und wieder ein neuer Track eröffnet die zweiten Halbzeit. Bruce legt sogleich los, doch dann wird es erst einmal ruhiger. Ein ruhige Begleitung und eher ruhige Vocals machen hier den Klang aus und auch das Publikum steht wieder in den Startlöchern. Auf die kurze Anfrage von Bruce, singen die sich wieder die Seele aus dem Leib.
(5/5) -> (9:38)

> The Clansman < - Einer meiner persönlichen Lieblingssongs. Ich finde es klasse, dass der live performed wird. „Clap for the clansman! The song is about freedom.” So die kurze Ansage von Bruce. Der Song ist anfangs ganz ruhig gehalten und wird immer wieder durchkreuzt von wiederkehrenden, kleinen Rifffetzen. Im Refrain bricht ein richtiger Orkan los und die ruhige Melodie war mal. Das Publikum steht wieder geschlossen hinter der Band und kreischt, grölt und singt sich halbtot.
(5/5) -> (9:19)

>The Evil That Men Do < - Wieder einer der Maiden-Klassiker. Der zweite Teil der Scheibe wird sowieso stark dominiert von den alten Tagen. Nach einer ruhigen, getragenen Einleitung geht es im Speedgalopp durch die erste Strophe. Der Refrain ist wieder zum Mitgrölen und das den jeder auf dem Konzert kann, versteht sich von selbst.
(5/5) -> (4:40)

> Fear Of The Dark < - “A light in the black? Or just a fear of the dark…?” schon bei dieser Ansage hört man jeden im Stadion kreischen und als dann noch das Introriff zu vernehmen ist, wird mitge”oht” was auch nur geht. Klingt einfach genial, wenn tausende Menschen gleichzeitig in die Hände klatschen. Bruce liebt diesen Song auch über alle Maßen, denn sonst wäre die Stimmvariation wohl nicht so umfangreich geworden. Nach dem „Yeah!“ geht es wieder im härtesten Speedtempo per Schlagzeugbeat Richtung Extase.
(5/5) -> (7:40)

> Iron Maiden < - “Scream for me Brazil!” fordert Bruce abermals und die Fans tun ihm den Gefallen. „Iron Maiden“ ist der mit Abstand älteste Song bei diesem Konzert, doch er haut einfach rein und auch den Leuten macht es Spaß, den alten Gassenhauer zum Besten zu geben.
(5/5) -> (5:51)

> The Number Of The Beast < - Ein weiterer Klassiker. Die für den Song typischer Ansage (vom Band) ertönt und schon nach dem ersten Wort beginnt das Gekreische. Jeder weiß, was kommt, jeder will endlich losgrölen. Und dann geht es los... Die quintenlastige Einleitung und Bruce dünne Vocals. Dann kommt nur langsam das Schlagzeug dazu. Dieser Song ist ein Paradebeispiel für die Klasse von Iron Maiden. Melodie, die ins Blut und ins Ohr geht und dazu Vocals, die jeder auf der Welt singen kann.
(5/5) -> (5:00)

> Hallowed Be Thy Name < - Anfangs schlägt die Turmuhr und verbreitet Friedhofsstimmung Im Hintergrund hört man nur schwach die Gitarre. Bruce spielt den Einzelkämpfer im Vordergrund, doch das Publikum ist sofort bei ihm. Und eher unharmonisch geht es hier in den schnellen Teil des Songs, dennoch klingt es einfach genial. Es ist eben ein Klassiker.
(5/5) -> (7:23)

> Sanctuary < - Dieser Song war mir vorher gänzlich unbekannt. Scheint auch ein älteres Stück zu sein, doch besonders gut ist es auch nicht. Nur mach Bruce jede Menge drauß. Er feuert das Publikum richtig an, dass es richtig mitgeht. Solo und sonstige Musik ist recht gut gelungen.
(4/5) -> (5:17)

> Run To The Hills < - Und zum Abschluss des Abends der Hammer schlechthin. Der Track beginnt mit dem typischem Schlagzeugrhythmus. Jeder klatscht mit. Dann die Akkorde, jedoch in Staccatoform und Bruce im Duett mit den Fans. Und dann geht’s es richtig ab. Ein letztes Mal lassen die 6 es auf der Bühne krachen. Hier ist sogar das Publikum viel lauter als Bruce mit Mikro! Es ist einfach geil...
(5/5) -> (4:46)

> A Day in The Life (enhanced Video) < - Dies ist ein Backstage-Video, welches kurz vor dem “Rock-In-Rio” – Konzertes entstand. Die Jungs zeigen mal wieder wie sympathisch sie sind. Egal ob sie gerade aufstehen, ob sie unermüdlich Autogramme schreiben, ob sie gerade auf einer Pressekonferenz Journalisten alle Fragen beantworten oder sie sich massieren lassen, die Jungs sind einfach Jungs von nebenan. Das Video ist einfach lustig, wenn man bedenkt, dass Bruce aus bloßer Blödelei eine Stuhl durch einen Glastisch haut und das mit den Worten: „Rock’n’Roll“. Schon dieser Mitschnitt war die CD wert.

Fazit
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Wow... also dieses Konzert ist eine einzige große Party. Und mit dieser CD hat man die Möglichkeit dabei zu sein. Fast zwei Stunden liefern die 6 Jungs der eisernen Jungfrau Musik vom Feinsten quer durch die Bandgeschichte. Das Publikum ist auch noch ein genialer Faktor. Selten hat man solche treue und „singgeile“ Fans wie hier auf dem Konzert. Jeder Song wird zum Fest, jede Ansage zu einer kleinen Rede. Für Maiden-Fans ein Muss für Nicht-Fans kann es einen Einstieg ins Maiden-Genre bedeuten. 19 Tracks und 2 Videos – was könnte schöner sein? Und wer dann immer noch nicht genug hat, sollte sich die DVD zulegen.

25 Bewertungen, 4 Kommentare

  • misscindy

    22.12.2008, 22:32 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima geschrieben, lg Sylvia

  • Jerry525

    13.12.2008, 13:18 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende, lg vom JERRY

  • Baby1

    24.09.2008, 23:17 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Mondlicht1957

    15.08.2008, 21:15 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und schönes Wochenende