Britax Römer PRINCE Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Design:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von schorschl

Für zwischendurch o.k.

  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Design:  durchschnittlich

Pro:

leichter Kindersitz, relativ günstig, Entlastung beim Crash des Kopfes dadurch das die Schulter nicht gehalten wird

Kontra:

Tisch kann auf längeren Fahrten unangenehm werden, einfaches Sicherheitskonzept

Empfehlung:

Ja

0. Einleitung
1. Beschreibung des ‚Römer Prince’
2. Sicherheit
3. Fazit



0. Einleitung

Als wir unseren Kindersitz ‚Römer King Quickfix’ angeschafft haben, statt auch der ‚Prince’ zur Auswahl. Zwischen dem Römer King, ob Quickfix-Befestigung oder die inzwischen bekannte Standardbefestigung, und dem Prince besteht ein grundsätzlicher Unterschied bzgl. des Sicherheitsaspektes. Während im King das Kleinkind in Form von Schultergurten angeschnallt ist, hält der Prince den Fahrgast durch einen ausgedehnten und ausgepolsterten Tisch in der Sitzposition.


1. Beschreibung des ‚Römer Prince’

Der Römer Prince ist in der ECE-Gruppe I für Kinder ab einem Jahr bis 4 Jahre eingeteilt. Dies entspricht in etwa einem Körpergewicht von 9-18 kg. Der Prince ist eine Sitzschale mit Fangkörper und wird in Fahrtrichtung kann sowohl auf dem Beifahrersitz als auch auf den hinteren Sitzen montiert werden. Die Befestigung erfolgt mittels Beckengurt oder einem inzwischen als Standard vorhandenen 3-Punkt-Gurtes.

Preis etwa 75, Euro


2. Sicherheit

Zunächst einmal erscheint durch den unterschiedlichen Sicherheitsaspekt, bei einem Unfall, der Kopf des Kindes nicht unabhängig vom Rumpf nach vorne geschleudert werden, vielmehr ‚federt’ der gesamte Oberkörper inkl. Kopf den plötzlichen Richtungswechsel auf und wird dann durch den gepolsterten Tisch ‚gebremst’. Je jünger das Kleinkind ist, des do weniger Nackenmuskulatur hat dieses entwickelt, so ist dieser Ansatz wohl sicher positiv zu werten, da bei diesem Klientel der Kopf nicht zu sehr bewegt wird. Mit zunehmenden Alter des Kindes wird dieses Argument allerdings entkräftet, da dieses dann eben eine ausgeprägtere Nackenmuskulatur hat und bei Halten durch die Schultergurte den Kopf selbst besser unter Kontrolle hat, auch wenn man hier nicht von Kontrolle reden kann.

Die ADAC und der ÖAMTC hat den Prince mit Testurteil ‚empfehlenswert’ getestet (Stand 6/2001). In der Gesamtübersicht von 23 getesteten Kindersitzen (2x sehr empfehlenswert, 13x empfehlenswert, 7x bedingt empfehlenswert und 1x nicht empfehlenswert), darf man von einem guten Platz im Mittelfeld reden, auch wenn dies kein sportlicher Wettbewerb sein soll. Als Schwachpunkt wurde, wie bei vielen anderen Kindersitzen) mangelnder Schutz bei einem Seitenaufprall erkannt. Da es hier keinen wirklich Schutz gibt, sollte man hier diesen Schutz eher beim Kauf des Fahrzeuges mit berücksichtigen.


3. Fazit

Wir haben uns seinerzeit für den Römer King Quickfix entschieden, weil dieser im Autositz wesentlich besser befestigt ist. Weiter war auch der 5-Punkt-Gurt beim King als deutlich sicher zu bewerten, als der Fangkörper (Tisch) beim Prince. Gegen eine Anschaffung des King Quickfix spricht das relativ hohe Gewicht, beim häufigen Wechsel des Sitzes, kann dies schon zur Belastung werden. Der Fangkörper kann vom Fahrgast auch als störende empfunden werden, da wohl besonders bei langer Fahrt die Einengung den Kind nicht gefällt. Weiter fehlt dem Prince gegenüber dem King Quickfix die Möglichkeit eine Schlafposition einzurichten. Mit einem Preis von etwa 75,- Euro ist der Prince allerdings deutlich günstiger in der Anschaffung, aber Sicherheit in Form des King Quickfix hat eben auch seinen Preis.

Unterm Strich kann ich den Prince als Zweitsitz empfehlen, soweit die Eltern überhaupt eine Neigung verspüren 2 Kindersitze anzuschaffen. Die Sicherheit sollte man nicht zu Gunsten des Preises und dem einfacheren Handling aufgeben.

Vielen Dank fürs Lesen und ggf. fürs Kommentieren und Bewerten.

Gruß Michael

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • AnnaH

    02.07.2004, 08:50 Uhr von AnnaH
    Bewertung: sehr hilfreich

    da hast Du Recht der Sicherheitsaspekt ist das wichtigste. Liebe Grüße Sabine