Rossmann Kirschkernkissen Testbericht

Rossmann-kirschkernkissen
ab 17,08
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Erfahrungsbericht von Anonym114

Kirschkerne im Schottenrock

Pro:

wärmend und kühlend, entspannt Muskeln

Kontra:

Kerne verteilen sich nicht optimal, daher keine gleichmäßige Wärme

Empfehlung:

Ja

Ja, ich bin eine echte Frostbeule. Kalte Hände, kalte Nase, kalte Füße, bei mir ist das alles keine Seltenheit. Da ist ab und an schon eine Wärmflasche oder etwas ähnliches nicht verkehrt. Bei meinen Eltern gab es mal eine, die nur im Handtuch verpackt war, ich selber habe eine in Tigerentenplüschhülle. Jetzt habe ich aber zuerst mal eine geliehene aus Kernen ausprobiert und mir dann bei der Drogeriemarktkette Rossmann ein Kirschkern-Kissen selber geholt.

VERPACKUNG:
Die ist an sich vielleicht nicht das wichtigste. Ich finde sie aber deshalb nicht uninteresant, weil durch sie ja gewährleistet werden soll, da hygienisch-sauber bleibt. Das ist bei der Rossmann-Vairante so einigermaßen gewährleistet. Denn das Kissen wird in einem flachen, rechteckige Karton aus stabiler Pappe verkauft. Doch ein kleines Fenster ist offen, so dass auch jeder Kunde schon mal hindurch fassen kann, aus meiner Sicht keine ganz optimale Lösung. Man erkennt diese Verpackung an einer hellblau-weißlichen Grundfarbe. Deutlich ist in dunkelblauen Buchstaben dann auch Kirschkern-Kissen zu lesen. Kirschen daneben machen das einmal mehr klar.

DAS KISSEN: OPTIK:
Da kommt dann wieder der Titel dieses Beitrags zum Tragen: Die Kirschkerne im Schottenrock: Denn der Stoff, der die Kerne umhüllt, ist rot, mit bläulichen und grünlichen Vierecken, die sich auf die Weise überschneiden, wie man es ansatzweise von Schottenröcken her kennt. Farblich wirkt das Kissen so erst einmal unempfindlich und wird von der Gestaltung sowohl Männern als auch Frauen gerecht. Das Format ist auch nicht unwichtig, denn das ist ja die Fläche, die gewärmt werden kann: 20 mal 30 Zentimeter. Das ist nun nicht wirklich riesig, entspricht aber in etwa auch den Ausmaßen von den alt bekannten Wärmflaschen.

WIE ES SICH ANFÜHLT:
Zunächst einmal habe ich den Stoff in der Hand. Er ist glatt und relativ dünne. Durch ihn hindurch spüre ich sofort den Inhalt, der hart und fest wirkt. Da es sich ja um Kirschkerne handelt, ist die Form, die ich mit meinen Fingerspitzen spüre, relativ rund, klein und auch eher leicht. Insgesamt bietet sich ein ungewohntes, aber nicht unangenehmes Gefühl.

UND DAS KISSEN WIRD ZUR WÄRMFLASCHE:
Dazu lege ich es nun auf den Rost, werfe den Herd bei 130 Grad an und lasse das Kirschkerne im Schottenrock etwa zehn Minuten lang warm werden. Eine kleine Warnung: Es macht keinen Sinn, die Temperatur höher zu stellen, um schneller fertig zu werden: Meine Ma hat das mal unabsichtlich gemacht, indem sie ihr Kissen eines anderen Herstellers in den Herd gesteckt hat, in dem vorher eine Pizza gemacht wurde. Kurze Zeit später breitete sich im Raum ein unangenehmer Gestank aus ... Das Kissen hat zwar überlebt, der Inhalt roch aber eine Zeit lang etwas angekohlt ...
Alternativ kann man das Kissen auch auf die Heizung legen und dort warm werden lassen. Das lohnt jetzt grade im Winter, wenn man nur für ein paar Minuten die wärmenden Kirschkerne auflegen will. Recht schnell warm wird es, wenn man eine Mikrowelle hat. 600 Watt sind dann gefragt und nach ein bis zwei Minuten ist das Kissen fertig.

WOZU DENN DAS?
Aufgewärmt sollen die Kirschkerne im Kissen Muskeln entspannen, durch die Temperatur die Beweglichkeit der Gelenke stärken oder bei Magen- und Darmbeschwerden helfen.

MEINE ERFAHRUNGEN:
Klar, Wärme ist immer angenehm. Zunächst habe ich das Gefühl des Kissens als ungewohnt erlebt. Denn man hat ja nicht (wie bei einer Wärmflasche) eine relativ ebene Fläche, sondern die Kerne verteilen sich ganz unterschiedlich in der Stoffhülle. Dadurch können sie sich zwar besser an den Körper anpassen, es entstehen aber auch Lücken. Das wird dann auch in der Gesamtwertung einen kleinen Minuspunkt ausmachen.
Frisch aus dem Herd, tut die Wärme den verspannten Muskeln tatsächlich gut, die Temperatur scheint mir recht hoch. Doch im Vergleich mit der Wärmflasche hält sie sich nicht so lange in den Kernen. Nach schätzungsweise zwei Stunden ist sie weitgehend verschwunden.

EISGEKÜHLTE KIRSCHEN ODER WENIGSTENS IHRE KERNE:
Was sich mit den frischen Früchten lecker anhört, klingt zunächst einmal mit den Kirschkernen für mich als noch relativ ungeübte komisch und auch ein wenig unangenehm: Das Kissen als Kaltkompresse. Damit die Hülle nicht beschädigt wird, steckt man es dazu in eine Plastiktüte und legt es ins Gefrierfach! Gedacht ist diese Anwendung bei Krampfadern und Venenleiden (die ich zum Glück nicht habe), zur Entspannungs- und Durchblutungsförderung und zur Abschwellung bei Prellungen. Das kennt man ja vom Icepack, das aus Plastik ist, mit Gelfüllung und ebenfalls im Kühlschrank kalt gestellt wird. Als ich neulich mal umgeknickt bin, habe ich testweise die letzte Methode ausprobiert. Tatsächlich können die Kerne ähnlich wie die Wärme auch Kälte speichern. Gerade an den schmalen Stellen (wie am Fußgelenk) finde ich diese Anwendung aber nicht optimal: Denn auch hier kugeln die Kerne schnell nach unten, bleiben nicht so ideal an der gewünschten Stelle. Für diesen Zweck werde ich künftig lieber auf den bewährten Kältepack zurück greifen.

HERSTELLER:
Tja, den verrät man mir auf dem Karton dann doch nicht ... Schade auch, denn ich hätte ganz gern gewußt, woher Kissen und Kerne kommen. Der einzige Hinweis, den ich hier geben kann, ist Rossmann, die Drogeriemarktkette.

PREIS:
Ich habe für das Kissen mit den Maßen 20 mal 30 Zentimeter 4,49 Euro bezahlt. Soweit ich das sehe, ist der Kurs recht gut.

FAZIT:
Tja, da bin ich dann doch etwas unentschlossen und wiege zu guter letzt nochmal Plus- und Minuspunkte gegeneinander auf. Positiv finde ich, dass das Kissen sowohl warm als auch kalt gut ist. Denn die Kerne speichern tatsächlich heiße wie auch sehr kühle Temperaturen. Die Wärme, die sie dann wieder ausstrahlen, wirkt tatsächlich angenehm und entspannend. Der Preis ist günstiger als der der meisten Wärmflaschen.
Allerdings hat das Kirschkern-Kissen auch ein paar gravierende Nachteile: Es speichert die Temperatur nicht so gut, wie das etwa in der Wärmflasche geschieht. Außerdem verteilen sich die Kerne nie gleichmäßig. Das liegt unter anderem daran, weil das Kissen nicht in Kammern unterteilt ist. Die eine oder der andere kennt das vielleicht z.B. von der Bettdecke: Dort sind kleine Bereiche abgeteilt, so dass die Füllung sich nicht auf eine Ecke konzentriert.
Die Vor- und Nachteile finde ich etwa gleich gewichtig. Daher gibt es von mir insgesamt eine mittlere Wertung, bei der Empfehlung würde ich am liebsten Jein sagen, entscheide mich aber für das Nein.

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • topfmops

    06.03.2006, 14:17 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    AHA !! . . . . . und ich sage und schreibe immer ‚AHA’, wenn ich mal wieder was Neues gelernt hab’. Und bei diesem Bericht habe ich viel für mich Neues erfahren.