Hiob (Taschenbuch) / Joseph Roth Testbericht

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Erfahrungsbericht von Mathi15

Josph Roths Meisterwerk schildert eindrucksvoll Mendel Singers Glaubenskonflikt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich habe in der 12. Klasse meines Deutsch-Leistungskurses unter anderem auch dieses Buch lesen dürfen. Ich bin bis heute dankbar, auf diese Weise davon erfahren zu haben, hätte mir es aber eh früher oder später mal zur Hand genommen, da es völlig zurecht zur Weltliteratur gezählt wird.

Der Roman von Joseph Roth erzählt die Leidensgeschichte des in Galizien (Osteuropa) beheimateten und auch dort lebenden Dorflehrers Mendel Singer und seiner Familie. Der Untertitel lautet daher auch völlig zurecht: "Roman eines einfachen Mannes". Denn nichts anderes ist auch Mendel Singer, der mit seiner Familie ganz alltägliche Probleme zu haben scheint, dieser aber Stück für Stück über seinen Kopf hinauswachsen. Das Buch schildert eindrucksvoll in 2 große Kapitel, also weniger klassisch eir im Drama die Handlung sich über eine ungerade Anzahl Kapiteln erstreckt, die Geschichte des besagten Mannes aus der erzählenden außenstehenden Perspektive.

Die beiden Söhne des Dorfschullehrers ziehen beide in den Krieg, ob sie zurückkehren ? Wer weiß! Findet es heraus und lest es selbst, denn das sind die Kernthesen der Handlung im ersten Teil des Buches. Mendel Singers Tochter macht mit einem Kossaken die Leidengeschichte der Familie perfekt, weil diese als abtrünnig und nicht mit positivem Einfluss bestimmten Personenkreis gelten.

Schlussendlich zieht es Mendel Singer samt seiner Frau auf Einladung des verbleibende Sohnes (ups, da hab ich ja doch etwas über die Überlebenschancen der beiden Söhne im Krieg ausgeplaudert) ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort wird er schlussendlich der Gotteslästerung durch seine eigene Person entgültig kirre im Kopf und wirkt immer mehr verunsichert. Sein letzter verbleibende Pfeiler, der Glaube an Gott, scheint auch noch ins Straucheln zu geraten.

Was schlussendlich bei raus kommt? Tja, man sollte nich alles verraten. Ich kann jedenfalls dem Roman sehr viel abgewinnen, weil er sehr viele richtige Aspekte des Lebens beinhaltet.

Der österreichische Autor Joseph Roth, ebenfalls 1894 in Galizien geboren, war nach seinem Studium der Litaraturwissenschaften in Wien und Lemberg auch im ersten Weltkrieg eingesetzt worden. Sind also viele autobiographische Züge im Roman enthalten? Diese Frage wird wohl am besten der 1933 nach Paris emigigrierte und bereits im Alter von 45 Jahren 1939 in der französischen Hauptstadt verstorbene Autor wissen. In plagten am Lebensende auch viele Sorgen, die er schlussendlich im Alkohol zu ertränken versuchte - vergebens. Schade, dass die Welt einen solchen fulminanten Autor so früh verlor. Er hätte der Nachwelt noch viele weitere Werke wie das Buch Hiob, dessen Name ja auch starke Anlehnung nicht nur alleine wegen des Titels an den Glaubenskonflikt beinhaltet.

Hier noch mal die Fakten zum Buch in komprimierter Form:

Preis: 7,50 Euro
Seitenzahl: 187
Erscheinungsjahr/-monat: November 2002
Hersteller/ Verlag: DTV Deutscher Taschenbuch
Maße: 19,2 cm x 12,1 cm x 1,5 cm
Ausgabeformat: Taschenbuch

Viel Spaß beim Lesen und Bewerten meines Testberichts und der Lektüre des Meisterwerks von Joseph Hiob.

41 Bewertungen, 2 Kommentare

  • fäääl

    14.09.2005, 19:26 Uhr von fäääl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich liebe dieses Buch und finde es großartig - wie J. Roth sowieso! Toll, daß das auch mal jemand anders findet! Viele Grüße Fäääl

  • alexphilip

    12.07.2005, 09:47 Uhr von alexphilip
    Bewertung: sehr hilfreich

    sich echt interessant an. LG Monika