Hiob (Taschenbuch) / Joseph Roth Testbericht
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Erfahrungsbericht von lizbiz
Eine bewegende Geschichte
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Titel sagt ja schon vieles. Für die, die die Geschichte von Hiob im Alten Testament nicht kennen, eine kurze Bemerkung dazu: Hiob war ein sehr gläubiger und frommer Mann. Der Teufel hat sozusagen mit Gottes Einwilligung den Glauben Hiobs auf die Probe gestellt, in dem er Hiobs Kinder getötet, ihm seinen Besitz genommen und ihn mit Geschwüren übersäht hat. Doch auch das konnte Hiobs Glauben nicht erschüttern.
So, nun zum Buch.
Ich fand es sehr interessant, obwohl ich nicht viel mit Religion am Hut hab, hat mich die Geschichte von Hiob sehr ínteressiert und so bin ich auch auf das Buch gekommen. Außerdem ist es ja auch in vielen Bundesländern Pflichtlektüre in der SekII. Das hat schon seinen Grund.
--- Inhalt ---
Mendel Singer ist ein einfacher Lehrer und gläubiger Jude in Russland zur Zeit des ersten Weltkrieges, der dort mit seinen vier Kindern und seiner Frau Deborah ín einem bescheidenen Häuschen lebt. Er hat drei Söhne: Jonas, Schemarjah und der jüngste, Menuchim, scheint unheilbar behindert zu sein und eine Tochter, Mirjam, die er von klein auf verwöhnt.
Menuchim ist das Sorgenkind der Familie, da er nichts ohne Hilfe machen kann und außer “Mama” kein Wort sprechen kann. Allerdings reagiert er sehr fröhlich auf schöne Klänge und Musik. Doch das merken die Eltern kaum. Seine Mutter wendet sich ihm voll und ganz zu und vernachlässigt dabei alle anderen Kinder, welche, wenn sie mit Menuchim allein sind, ihn kaum beachten und ihn sogar quälen.
Mendel Singer unterrichtet in seinem Haus Kinder, um etwas Geld zu verdienen. Deborah versteckt so viel Geld wie sie nur kann für schlimme Zeiten.
Es kommt die Zeit, wo die beiden gesunden Söhne zum Militär müssen. Sie müssen als Soldaten ihren Dienst leisten. Doch mit der jüdischen Religion lässt sich dies nicht vereinbaren. Viele Menschen können mit viel Geld ihre Kinder retten und außer Land schaffen lassen. Doch die Familie Mendel Singers ist arm.
Wie gesagt, hatte aber die Mutter Deborah ein bisschen Geld gespart, als sie aber bei dem berühmten Rabbi ankam, der für Geld den angehenden Soldaten zur flucht verhilft, reicht es nur für einen Sohn.
Deborah plagen Gewissensbisse, doch wenigstens einem helfen als keinem.
Der Sohn Jonas ist nicht mehr zu “retten”, er ist, zum Leid der Familie, vom Soldat sein überzeugt und möchte unbedingt hin. Die Wochen bevor er eingezogen wird, verbringt er nicht mehr zu Hause.
Die Familie verabschiedet sich nun von Schemarjah, er wird aus der Heimat fliehen.
Nach einigen Wochen der Ungewissheit erhält die Familie Besuch von einem Mann aus Amerika, dieser überbringt ihr einen Brief und Geld von Schemarjah. Seine Familie solle so schnell wie möglich nach Amerika kommen, um dort ein besseres Leben anzufangen.
Man ist froh endlich Nachricht zu erhalten.
Doch die Familie steckt in finanziellen Nöten, die Söhne sind weg, Menuchim scheint unheilbar krank und die Tochter trifft sich tatsächlich nachts heimlich mit Soldaten.
Mendel Singel scheint verzweifelt. Doch jeden Morgen dankt er Gott für sein Leben und seine Familie. Er bleibt gläubig und fromm.
Die Zeit ist gekommen, die Familie kann endlich nach Amerika. Sie gibt ihr Haus auf. Und Menuchim, ihren kranken Sohn müssen sie, trotz des Rates des Rabbis, ihn zu behüten, bei einer befreundeten Familie zurücklassen. Er hatte geraten immer bei Menuchim zu bleiben, ihn nie zu verlassen, denn eines Tages würde ein Wunder geschehen und er würde wieder gesund werden. Die Hoffnung war erloschen.
Wenigstens eine Freude hat Mendel Singer in Amerika: Sein Sohn Schemarjah, nun Sam, ist ein gutverdienender Kaufmann geworden, hat eine Frau und ein Kind.
Doch von Jonas hat die Familie schon seit Jahren nichts mehr gehört.
Mit der Erinnerung an seine Söhne, lebt Mendel Singer mit seiner Familie in der jüdischen Gemeinde in Amerika.
Mendel Singer erhält Post von der Familie, wo nun sein Sohn Menuchim lebt, Menuchim hat aus der Not heraus sprechen und laufen gelernt. Es hatte gebrannt im Haus. Auf der Rückseite des Briefes schreibt Jonas, dass es ihm gut ginge.
Bald kommt die Nachricht von Jonas’ Tod.
Auch Sam geht nun für Amerika in den Krieg.
Sein Freund Mac kommt nach einiger Zeit allein zurück und bringt die letzten Grüße und die Uhr von Sam. Auch er ist im Krieg gefallen.
Immer wieder, wie man sieht, wird die Familie mit unendlich großer Trauer konfrontiert. Diese Nachricht lässt auch die Mutter sterben:
Zitat (Seite 131/132): “Es ist still [...]. Deborah reißt sich sachte die Haare aus. Mirjam sinkt in die Knie, vergräbt den Kopf im Schoß Deborahs [...]. Deborah beginnt zu singen. Sie singt mit einer tiefen, männlichen Stimme, die so klingt, als wäre ein unsichtbarer Sänger im Zimmer.[..] ein schwarzes Wiegenlied für tot Kinder [...] Dann fällt Deborah vom Sessel” Sie ist an ihrem Schmerz zerbrochen, sie ist tot.
Auch Mirjam zerbricht an dem Leid, sie muss in eine Anstalt.
Nun ist Mendel Singer allein. Er hängt an der Musik, ihn begeistert das Lied “Menuchims Lied“ von einem unbekannten Komponisten.
Sein Vertrauen in Gott beginnt zu schwinden. Er sündigt mit Absicht, um Gott zu verhöhnen.
Eines Tages spricht jeder von einem berühmten Komponisten und Dirigenten, der in der Stadt ist.
Es ist Menuchim.
Mendel hat seinen zurückgelassenen Sohn und seinen Glauben wieder.
Um dieses Buch zu mögen, muss man nicht religös sein.
Es ist eine Geschichte, die einen einfach berührt und für, meiner Meinung nach, jedes Alter (ab ca. 16) geeignet.
Lest einfach mal rein, ich kann es nur empfehlen.
Ich fand es sehr interessant und war gerührt.
Eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.
So, nun zum Buch.
Ich fand es sehr interessant, obwohl ich nicht viel mit Religion am Hut hab, hat mich die Geschichte von Hiob sehr ínteressiert und so bin ich auch auf das Buch gekommen. Außerdem ist es ja auch in vielen Bundesländern Pflichtlektüre in der SekII. Das hat schon seinen Grund.
--- Inhalt ---
Mendel Singer ist ein einfacher Lehrer und gläubiger Jude in Russland zur Zeit des ersten Weltkrieges, der dort mit seinen vier Kindern und seiner Frau Deborah ín einem bescheidenen Häuschen lebt. Er hat drei Söhne: Jonas, Schemarjah und der jüngste, Menuchim, scheint unheilbar behindert zu sein und eine Tochter, Mirjam, die er von klein auf verwöhnt.
Menuchim ist das Sorgenkind der Familie, da er nichts ohne Hilfe machen kann und außer “Mama” kein Wort sprechen kann. Allerdings reagiert er sehr fröhlich auf schöne Klänge und Musik. Doch das merken die Eltern kaum. Seine Mutter wendet sich ihm voll und ganz zu und vernachlässigt dabei alle anderen Kinder, welche, wenn sie mit Menuchim allein sind, ihn kaum beachten und ihn sogar quälen.
Mendel Singer unterrichtet in seinem Haus Kinder, um etwas Geld zu verdienen. Deborah versteckt so viel Geld wie sie nur kann für schlimme Zeiten.
Es kommt die Zeit, wo die beiden gesunden Söhne zum Militär müssen. Sie müssen als Soldaten ihren Dienst leisten. Doch mit der jüdischen Religion lässt sich dies nicht vereinbaren. Viele Menschen können mit viel Geld ihre Kinder retten und außer Land schaffen lassen. Doch die Familie Mendel Singers ist arm.
Wie gesagt, hatte aber die Mutter Deborah ein bisschen Geld gespart, als sie aber bei dem berühmten Rabbi ankam, der für Geld den angehenden Soldaten zur flucht verhilft, reicht es nur für einen Sohn.
Deborah plagen Gewissensbisse, doch wenigstens einem helfen als keinem.
Der Sohn Jonas ist nicht mehr zu “retten”, er ist, zum Leid der Familie, vom Soldat sein überzeugt und möchte unbedingt hin. Die Wochen bevor er eingezogen wird, verbringt er nicht mehr zu Hause.
Die Familie verabschiedet sich nun von Schemarjah, er wird aus der Heimat fliehen.
Nach einigen Wochen der Ungewissheit erhält die Familie Besuch von einem Mann aus Amerika, dieser überbringt ihr einen Brief und Geld von Schemarjah. Seine Familie solle so schnell wie möglich nach Amerika kommen, um dort ein besseres Leben anzufangen.
Man ist froh endlich Nachricht zu erhalten.
Doch die Familie steckt in finanziellen Nöten, die Söhne sind weg, Menuchim scheint unheilbar krank und die Tochter trifft sich tatsächlich nachts heimlich mit Soldaten.
Mendel Singel scheint verzweifelt. Doch jeden Morgen dankt er Gott für sein Leben und seine Familie. Er bleibt gläubig und fromm.
Die Zeit ist gekommen, die Familie kann endlich nach Amerika. Sie gibt ihr Haus auf. Und Menuchim, ihren kranken Sohn müssen sie, trotz des Rates des Rabbis, ihn zu behüten, bei einer befreundeten Familie zurücklassen. Er hatte geraten immer bei Menuchim zu bleiben, ihn nie zu verlassen, denn eines Tages würde ein Wunder geschehen und er würde wieder gesund werden. Die Hoffnung war erloschen.
Wenigstens eine Freude hat Mendel Singer in Amerika: Sein Sohn Schemarjah, nun Sam, ist ein gutverdienender Kaufmann geworden, hat eine Frau und ein Kind.
Doch von Jonas hat die Familie schon seit Jahren nichts mehr gehört.
Mit der Erinnerung an seine Söhne, lebt Mendel Singer mit seiner Familie in der jüdischen Gemeinde in Amerika.
Mendel Singer erhält Post von der Familie, wo nun sein Sohn Menuchim lebt, Menuchim hat aus der Not heraus sprechen und laufen gelernt. Es hatte gebrannt im Haus. Auf der Rückseite des Briefes schreibt Jonas, dass es ihm gut ginge.
Bald kommt die Nachricht von Jonas’ Tod.
Auch Sam geht nun für Amerika in den Krieg.
Sein Freund Mac kommt nach einiger Zeit allein zurück und bringt die letzten Grüße und die Uhr von Sam. Auch er ist im Krieg gefallen.
Immer wieder, wie man sieht, wird die Familie mit unendlich großer Trauer konfrontiert. Diese Nachricht lässt auch die Mutter sterben:
Zitat (Seite 131/132): “Es ist still [...]. Deborah reißt sich sachte die Haare aus. Mirjam sinkt in die Knie, vergräbt den Kopf im Schoß Deborahs [...]. Deborah beginnt zu singen. Sie singt mit einer tiefen, männlichen Stimme, die so klingt, als wäre ein unsichtbarer Sänger im Zimmer.[..] ein schwarzes Wiegenlied für tot Kinder [...] Dann fällt Deborah vom Sessel” Sie ist an ihrem Schmerz zerbrochen, sie ist tot.
Auch Mirjam zerbricht an dem Leid, sie muss in eine Anstalt.
Nun ist Mendel Singer allein. Er hängt an der Musik, ihn begeistert das Lied “Menuchims Lied“ von einem unbekannten Komponisten.
Sein Vertrauen in Gott beginnt zu schwinden. Er sündigt mit Absicht, um Gott zu verhöhnen.
Eines Tages spricht jeder von einem berühmten Komponisten und Dirigenten, der in der Stadt ist.
Es ist Menuchim.
Mendel hat seinen zurückgelassenen Sohn und seinen Glauben wieder.
Um dieses Buch zu mögen, muss man nicht religös sein.
Es ist eine Geschichte, die einen einfach berührt und für, meiner Meinung nach, jedes Alter (ab ca. 16) geeignet.
Lest einfach mal rein, ich kann es nur empfehlen.
Ich fand es sehr interessant und war gerührt.
Eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.
26 Bewertungen, 1 Kommentar
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02.07.2005, 12:06 Uhr von Lotosblüte
Bewertung: sehr hilfreichlang ist's her, dass ich es gelesen habe. Ein sehr gutes Buch, wie der Autor überhaupt. lg
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