Roulette Testbericht

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Erfahrungsbericht von YetiChris

10 - schwarz, pair, manque

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo, zusammen!

Gestern waren ein paar Freunde und Ich mal richtig schick aus! Wir verbrachten unseren Abend in der Spielbank in Bad Homburg.

Natürlich interessierten wir uns neben dem Flair den so ein Casino umgibt (wer kennt nicht James Bond Auftritte am Baccara-Tisch), wir wollten auf selbst ein paar Jetons riskieren. In Bad Homburg hat man dazu beim Black Jack und beim Roulette Gelegenheit. Da Black Jack für uns ein Buch im sieben Siegeln ist, vertrauten wir auf unser Glück bei der drehenden Elfenbeinkugel...

Roulette ist, neben den unsäglichen Geldspielautomaten das am stärksten frequentierte Glücksspiel in Casinos. Der Name leitet sich aus dem französischen Verb „rouler“ – rollen, ab. Es ist ein sog. Ein-Parteien-Glücksspiel, das heißt, das jeder einzelne Spieler alleine gegen den Tisch (die Croupiers, also die „Bank“) spielt. Mit Hilfe einer Elfenbeinkugel und einem Drehenden Kessel, der in 37 Teile geteilt ist, wird eine Zahl zwischen 0 und 36 ausgelost. Die Zahlen von 1 – 36 sind nach einem bestimmten Schlüssel im Kessel verteilt und zur Hälfte Rot und zur anderen Hälfte Schwarz unterlegt. Abwechselnd eine Rote und eine Schwarze Zahl, Häufig eine Gerade neben einer Ungeraden und eine Hohe neben einer Niedrigen. Die Wahrscheinlichkeit, das die Kugel auf eine bestimmte Zahl fällt, ist bei allen Zahlen GLEICH!

Als Spieler versucht man nun, den Fall der Kugel bei jedem Wurf vorauszusagen. Hat man recht, bekommt man je nach Art der Voraussage einen Gewinn, hat man unrecht, so gehen die Einsätze an die Bank verloren. Seine Voraussagen trifft man auf dem sogenannten „Tableau“, dem Spieltisch. Hier sind, neben den Zahlen von 0-36 (Die in Dreierreihen angeordnet sind (1-3, 4-6,.... die 0 Steht alleine ganz oben) noch weitere Spielfelder zu finden, auf die gesetzt werden kann.

Wie kann man nun seine Jetons setzen, um zu gewinnen (oder eher zu verlieren)?

Ich fange von unten an, beginne also mit den Spielen, die den geringsten Gewinn bieten, aber die größte Chance. Die Sprache am Tisch ist übrigens Französisch, also erschreckt euch nicht wegen der Französischen Begriffe.

„Einfache Spiele“ (18 gespielte Zahlen, einfacher Gewinn, 48,6% Gewinnchance)

Die einfachen Spiele werden von erfahrenen Roulettespielern gern als „Anfänger-“ oder „Kinderspiele“ bezeichnet, das sie eine relativ hohe Trefferquote haben, aber nur einen geringen Wert. Der gewinn ist einfach (1:1), also für 5 Euro Einsatz gibt es 5 Euro Gewinn.
Zu den einfachen Spielen zählen das Spiel auf

- Schwarz und rot (Rouge / Noir)
- gerade und ungerade (pair / impair)
- 1. und 2. Hälfte (Manque / Passe)


„Dutzend und Kolonne“ (12 gespielte Zahlen, zweifacher Gewinn, 32,4% Gewinnchance)

Auf diese Spiele gelten als zu einfach und als zu unrentabel, sind aber dennoch relativ sicher. Man spielt entweder Nominal (1-12, 13-24 und 25-36) oder nach der Anordnung auf dem Tableau in Dreierschritten (1, 4, 7, ... oder 3, 6, 9, ...) auf 12 Zahlen, und erhält einen doppelten Gewinn (2:1).


„Transversale simple“ (6 gespielte Zahlen, fünffacher Gewinn, 16,2% Gewinnchance)
Hier macht man sich die Anordnung der Zahlen auf dem Tableau zunutze. Da, wie schon oben erklärt, jeweils 3 Zahlen eine reihe bilden, kann man auch auf 6 Zahlen setzen (1-6. 4-9, 6-12,...), indem man seinen Jeton am Rand der Zahlenreihe auf eine Trennlinie zwischen 2 Reihen platziert. Für mich eine gute Mischung aus Höhe des Gewinns und Chance auf einen Gewinn. Ein Sonderspiel sind die „premiere quatre“: Da die Zero eine Reihe für sich ist, kann man nur auf die Zahlen 0-4 setzten. Die Gewinnchance bleibt jedoch gleich.


„Carré“ (4 gespiele Zahlen, 8-facher Gewinn, 10,8% Gewinnchance)

Hier legt man seinen Einsatz auf das Kreuz zwischen 4 auf dem Tableau benachbarte Zahlen (z.B. 20, 21, 23, 24). „Erfahrene“ Spieler setzten oft auf solche Kombinationen, da der Gewinn mit 8:1 schon recht interessant ist.


„Transversale Plein“ (3 gespielte Zahlen, elffacher Gewinn, 8,1% Gewinnchance)

Hier setzt man auf eine Reihe des Tableaus (1-3, 4-6, 7-9,...) Auch das ist ein beliebtes Spiel, dank des Gewinns 11:1. Man platziert seinen Jeton links oder rechts auf den Rand neben der gewünschten Reihe.


„Cheval“ (2 gespielte Zahlen, siebzehnter Gewinn, 5,4% Gewinnchance)

Ein rikantes, aber auch lohnendes Spiel: Man setzt seinen Einsatz auf die Trennlinie zwischen zwei Zahlen. Das ist sowohl horizontal (z.B. 1 und 2) als auch vertikal (1 und 4) möglich. Ein oft gesetztes Spiel, das aber sehr verlustreich ist.


„Plein“ (1 gespielte Zahl, Fünfunddreisigfacher Gewinn, 2,7% Gewinnchance)

Das Grundspiel beim Roulette: „Alles auf eine Zahl setzten“, bringt fast nur Verluste, aber auch den Höchsten Gewinn!

Natürlich kann man auch direkt auf die Zero setzen. Diese Zahl hat jedoch eine besondere Eigenschaft: Da sie weder Schwarz noch weiß ist, weder gerade noch ungerade und auch nicht zu der einen oder anderen Hälfte der 36 Zahlen gehört, werden alle Einsätze auf einfachen Spielen beim Fall der Zero „en prison“ gesetzt. Das heißt, das die Einsätze halbiert werden und auf dem Tisch verbleiben müssen. Gewinnt man das nächste Spiel, erhält man seinen Einsatz also ohne Gewinn zurück, verliert man, ist er endgültig weg. Die Gefahr eines Verlustes ist also bei einfachen Spielen noch geringer als bei allen Anderen, da die Zero nicht automatisch zum Verlust des Einsatzes führt.


Kesselspiele – „Annoncen“

Es besteht die Möglichkeit, seine Spiele nicht nach dem Tableau, sondern nach der Anordnung der Zahlen im Kessel ausrichten. Allerdings müsste man dafür den Kessel und das Tableau vor Augen haben, um diese Spiele erschöpfend zu erläutern. Die Namen dieser Spiele und ihr Einsatz Führe ich hier auf, in jedem Casino kann man sich über diese Spiele Informieren:

- Serie 0/2/3 (Große Serie) : 9 Jetons
- Serie 5/8 (Kleine Serie) : 6 Jetons
- Zero Spiel : 4 Jetons
- Spiel 7/9 : 6 Jetons
- Orphelins à Cheval : 5 Jetons
- Orphelins en Plein : 8 Jetons


Spielablauf / Meine Erfahrungen

Wie schon erwähnt : Gestern war ich zum ersten mal in einer Spielbank. Nachdem der Eintritt bezahlt war und wir als Besucher registriert wurden, ging es also in die Höhle des Löwen. Zunächst verschafften wir uns einen Überblick über das Roulettespiel. In Bad Homburg gibt es Tische mit 5 Euro und mit 10 Euro Limit (Mindesteinsatz). Also strebten wir zur Kasse und wechselten einen kleineren Betrag (50 Euro) in Jetons um. Dann begann unser Spiel. An jedem Tisch sitzen 3 Croupiers, am Kopfende des Tisches, direkt vor dem Kessel, sitzt der Chef dé la Table. Er fungiert als Schiedsrichter und Aufsicht und sorgt dafür, das das Spiel ordentlich abläuft. Die drei anderen Croupiers setzen auf Anweisung der Spieler Einsätze. Der Ausspruch „Machen Sie bitte Ihr Spiel!“ (Faitez vos jeux!) Beginnen die Spieler damit, ihre Jetons auf dem Tableau zu verteilen. Manche gehen recht verschwenderisch mit ihren Jetons um, ich beschränkte mich erst mal mit einem Jeton auf Rot (Ich bin Anfänger, na und???). Einer der Croupiers wirft die Kugel, nach ein paar Umdrehungen heißt es „Nichts geht mehr“ (Rien ne va plus!). Nun dürfen keine Jetons mehr gesetzt werden. Die Kugel Fällt... „10 – schwarz – pair – Manque!“. Schade, pech gehabt ! Aber ich habe ja noch 9 Jetons... das Spiel geht weiter. An jedem Tisch steht eine Anzeige , die die „Permanenzen“ der letzten 15 Würfe anzeigt, also, welche Zahlen zuletzt gefallen sind. Danach richten sollte man sich allerdings nicht... es bringt nichts!

Nächstes Spiel, ich riskiere etwas mehr – eine Transversale simple (19-24). Die Kugel fällt – 21! Gewonnen!!! 5 Jetons Gewinn rutschen in meine Hosentasche... Das Nächste Spiel!

3 Stunden Später , mit ein paar Pausen, hatte ich ein ergebniss – 10 Euro Gewinn! Nicht viel, aber mit viel Spaß Spannung und Verdruss gewonnen – es war ein schöner Abend! Und da der erste Besuch in Bad Homburg einen Kostenlosen Zweitbesuch ermöglicht, werden wir auch irgendwann mal wieder hinfahren... vielleicht mit mehr Pech, aber vielleicht auch mit mehr Glück!!!


Fazit

Gibt es ein System beim Roulette? Werden sich viele jetzt Fragen.

Nein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ganz bestimmt nicht. Der Tisch hat kein Gedächtnis, und auch der Croupier kann den Fall der Kugel nicht beeinflussen. Es ist und bleibt ein Glücksspiel, und es gibt nur einen sicheren Gewinner: Die Bank! Das Synonym „Die Bank sprengen“ ist heutzutage übrigens nicht mehr zutreffend, das die Tische „offen“ gespielt werden – bei Bedarf werden Jetons nachgefüllt. Die Spannung des Spieles, die ganze Faszination, die das Roulette ausmacht, aber auch die Enttäuschung, die der Verlust auslöst, macht das Spiel wie geschaffen dazu, ihm zu verfallen und süchtig zu werden. Daher kann man sich auch in jeder Spielbank lebenslang sperren lassen. Trotzdem: selbst die geringste Gewinnwahrscheinlichkeit ist höher als beim Lotto oder ähnlichen Staatslotterien. Und deshalb – ich werde wieder spielen!!!

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