Harry Potter und der Feuerkelch Testbericht

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Erfahrungsbericht von linnie

Potter - hotter than ever

Pro:

sehr lang, mehr Spannung denn je, Quidditch World Cup, Triwizard Championship etc.

Kontra:

open end

Empfehlung:

Ja

Die Rezension bezieht sich auf die englische Originalausgabe!

*Gähn* Eine schlafarme und aufregende Woche liegt hinter mir, aber es war eine schöne Woche, eine mit Harry Potter. Die bekennenden Potter-Fans werden es kennen: Das Gefühl am Ende eines Kapitels, dass man trotz Abschnitt nicht aufhören kann zu lesen. Die Konzentration am Arbeitsplatz fällt verdammt schwer und müde ist man sowieso, weil man sich um 23 Uhr vornimmt, das Buch endlich aus der Hand zu legen, es dann aber doch nicht vor 1 Uhr nachts schafft. Ja, das ist er: Harry Potter.

Wer ist überhaupt Harry Potter?
Eigentlich denke ich, dass ihn jeder kennen wird, aber nur zur Information: Harry Potter ist ein (inzwischen) 14 jähriger Zauberschüler, der bei seinem Onkel Vernon Dursley, Tante Petunia und Neffen Dudley aufwächst, weil der große dunkle Zauberer Voldemort Harrys Eltern James und Lily Potter 13 Jahre zuvor getötet hat. Harry hat den Mordanschlag auf ihn selbst mit nur einer Narbe (in Form eines Blitzes auf seiner Stirn) überlebt. Allerdings ist sein Leben bei den Dursleys nicht leicht, weil die Familie ihn nonstop schikaniert. Petunia ist die Schwester von Harrys Mutter und gehört selbst zu den Muggles, also zu den Nicht-zaubernden Menschen, und kann daher die Zauberwelt nicht ausstehen.

Was passiert beim "Goblet of Fire"?
Das Buch beginnt dieses Mal nicht mit Harry Potter, sondern im Haus von Tom Riddle. Kenner des zweiten Teiles wissen, dass es sich bei Tom Riddle um Voldemort handelt. Voldemort heckt zusammen mit seinem Diener Wormtail (Peter Pettigrew) einen teuflischen Plan aus, den der Leser allerdings noch nicht erfährt. Aber es ist schon klar, dass dieser irgendwie mit Harry zusammenhängen muss.

Kurz darauf erwacht Harry in seinem Bett durch einen stechenden Schmerz in seiner Narbe. Harry ist sofort hellwach, denn seine Narbe hat bisher nur geschmerzt, als er Voldemort gegenüberstand. Was ist also passiert?

Harry befindet sich wieder mitten in den Sommerferien, die er bei seinen ungeliebten Verwandten verbringen muss. Am Ende der Sommerferien wird er allerdings von Familie Weasley abgeholt, da der Quidditch World Cup ansteht und Mr Weasley Top-Karten für das Endspiel des World Cup bekommen hat. So fahren dann die gesamten männlichen VErtreter der Weasleys (das sind der Vater und 6 Söhne), die Tochter Ginny Weasley, Hermione und Harry zusammen zum World Cup, wo sie das Endspiel zwischen Bulgarien und Irland verfolgen. Bulgarien hat den Top-Seeker Victor Krum, aber Irland hat das eindeutig bessere Team.

Nach dem Spiel kommt es zu einem Aufruhr, denn ein übergroßer Totenkopf, das Zeichen Voldemorts, erscheint am Himmel. Sämtliche Zauberer vom Ministry of Magic versuchen, den schuldigen Zauberer zu finden, doch treffen sie nur auf Winky, house-elf im Hause Barty Crouch, die Harrys Zauberstab in der Hand hält. Barty Crouch arbeitet selbst für das Ministry of Magic und ist entsetzt, seinen "Sklaven" mit dem Zauberstab in der Hand zu sehen, der das "Dark mark" hervorgezaubert hat. Er entlässt Winky sofort.

Das neue Schuljahr beginnt aufregend für die Hogwarts Zauberschüler, denn ein Wettbewerb der drei europäischen Zauberschulen Hogwarts, Beauxbatons und Durmstrang steht an. Jede Schule darf einen Champion ins Rennen schicken, der mindestens 17 Jahre alt sein muss. Die Anwärter auf den Champion-Titel der beiden fremden Schulen reisen an und die Hogwarts Schüler sind überrascht, denn Top-Seeker Victor Krum ist unter ihnen. Die Champions werden vom Goblet of fire gewählt, der eine Nacht lang in Hogwarts aufgestellt wird, sodass alle Zauberschüler, die über 17 sind und am Wettbewerb teilnehmen wollen, ihren Namen in den Topf werfen können. Am Tag darauf werden die Champions bekannt gegeben und zu aller Überraschung gibt es nicht drei, sondern vier (!) Champions: Für Hogwarts treten nämlich gleich zwei Schüler an, darunter auch Harry Potter, der selbst seinen Namen nicht in den Topf geworfen hat und auch gar nicht teilnehmen möchte.

Mysteriöse Dinge geschehen in Hogwarts und Harrys Vertrauer, sein Patenonkel, befürchtet, dass einer von Harrys Feinden seinen Namen in den Goblet of fire geworfen hat, um Harry großer Gefahr auszusetzen. So fürchtet sich Harry besonders vor der ersten Aufgabe: Der Kampf mit einem Drachen!

Auch dieses Jahr hat Hogwarts einen neuen "defence against the dark arts" teacher, nämlich Mad Eye Moody, der auf Wunsch Dumbledores dort unterrichtet und ein Auge auf Harry haben soll. Der Wettbewerb geht weiter und Harry bekommt Hilfe von einigen Seiten. Geheimnisse und Mysterien um Barty Crouch werden offensichtlich und auch die Namen einiger Death Eater (die Anhänger Voldemorts) werden genannt.

Der Goblet of fire ist spannend und gruselig wie kein Potter-Buch zuvor.

Was ist das Besondere am vierten Teil?
Einmal fällt natürlich die Länge auf, denn der vierte Band ist fast doppelt so lang wie sein Vorgänger. Es passiert extrem viel, denn bevor das Schuljahr beginnt ist man schon mitten in der Handlung und es sind fast 200 Seiten vergangen. Die Handlung um den Triwizard Wettbewerb und die Frage, ob Harry seine Aufgaben erfüllen kann, machen den vierten Teil sehr spannend und interessant, es passiert einfach viel mehr als je zuvor. Auch der Quidditch World Cup ist interessant und die "Ausflüge" in die Vergangenheit, in der Harry viel über Voldemort und seine Death Eaters erfährt, sind wirklich lesendwert.

Eine weitere Besonderheit, die allerdings nicht wirklich positiv auffällt: Das Buch hat ein offenes Ende. Die ersten drei Teile sind wenigstens ein bisschen abgeschlossen, denn am Ende ist das Böse besiegt, am Ende vom vierten Teil ist das Böse (Voldemort) stärker und präsenter als je zuvor, sodass es ein Jammer ist, dass zwischen Band 4 und 5 drei ganze Jahre vergehen mussten. Viele Dinge bleiben unklar am Ende von Goblet of fire, die dann aber hoffentlich in "Order of the phoenix" aufgeklärt werden.

Sollte man Harry Potter auf Englisch lesen?
Ein ganz klares "ja" von mir, denn die Wortspiele können einfach nicht so gut ins Deutsche übersetzt werden. Bei der dritten Aufgabe im Wettkampf wird ein Rätsel gestellt, dass zwar ganz gut ins Deutsche übersetzt wurde, aber doch irgendwie nur ungenügend. Die meisten Dinge machen im Deutschen einfach wenig Sinn, denn streng genommen müsste unser kleiner Zauberheld dann auch Harald Töpfer heißen und würde uns das gefallen? Doch irgendwie nicht, oder? Wer die Möglichkeit hat, das Original zu lesen, sollte das unbedingt tun, denn J.K. Rowling hat einen fantastischen Schreibstil, der einen komplett gefangen nimmt und einen jegliche Zeit vergessen lässt. Man sollte Harry Potter nur notfalls in der Straßenbahn lesen, weil man ziemlich sicher die Haltestelle verpassen wird. Klare Empfehlung an die englische Ausgabe, zumal der fünfte Teil wahrscheinlich wieder zwei bis drei Monate später erst auf Deutsch erscheinen wird.

Aber eins muss ganz ehrlich gesagt werden: Kinderleicht ist Harry Potter nicht auf Englisch zu lesen, da viele Vokabeln frei erfunden sind und somit in keinem Wörterbuch nachgeschaut werden können. An die Wortspiele muss man sich erst gewöhnen aber wer seit dem ersten Band auf Englisch liest, sollte ab Band 2 oder 3 keine Probleme mehr haben.

Das abschließende Fazit:
Harry Potter MUSS einfach weiterempfohlen werden, denn es ist wirklich für jedermann gedacht. Von Kinderbuch kann spätestens seit Goblet of fire, wo das Böse die Oberhand gewinnt, nciht mehr die Rede sein. Die verächtlichen Blicke von anderen Leute, die sagen wollen "so einen Kinderkram les ich nicht", sind absolut nicht mehr angebracht. Mir gefällt Goblet of fire von allen Potter Romanen mit Abstand am besten, weil einfach am meisten passiert.

Die Bücher sind zur Zeit auf Englisch superbillig zu kriegen. Das 4er Pack in der Taschenbuchaufgabe kostet 21 Euro, da kann man echt nicht meckern und es ist eine Invesition in die Zukunft, denn Harry Potter sollte doch irgendwie in jeder Privat-Buchsammlung zu finden sein.

Eins möchte ich noch dazu sagen: Die amerikanische Ausgabe von Scholastic ist wesentlich lesenswerter als die Bloomsbury-Ausgabe, da das Layout um einiges angenehmer ist. Jedes Kapitel beginnt mit einer schönen Zeichnung, die Schrift ist nicht so eng gedrängt (der vierte Potter hat bei Scholastic fast 100 Seiten mehr!) und die Schrift ist einfach schöner. Aber keine Angst: Der Inhalt bleibt der Gleiche ;-)

Also dann: Ran an Potter, wer ihn noch nicht gelesen hat.

74 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Clarinetta2

    04.01.2007, 14:43 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    danke, das du die englische Originalausgabe mit eingeschrieben hast.