Harry Potter 6 and the Half Blood Prince (gebundene Ausgabe) / Joanne K. Rowling Testbericht
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Erfahrungsbericht von Anonym114
Es pottert ... zum 6. Mal
Pro:
der Sog - man kann es einfach so \"weg lesen\", interessant
Kontra:
es stirbt jemand
Empfehlung:
Ja
WAS ZUVOR GESCHAH?
Eigentlich hätte ich mir vor dem fünften Teil eine Einleitung mit einer zumindest kurzen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse gewünscht, um ein paar Besonderheiten, die es in der potterschen Welt gibt noch einmal zu erfahren und um zu schauen, wie die Vorgeschichte für den sechsten Band war. Leider gibt es die in der englischen Hardcover-Version von Harry Potter nicht. Um für alle, die nicht gerade noch einmal alle bisherigen Potter-Bände verschlungen haben, auf den Stand der Dinge zu bringen, hier eine Zusammenfassung!
Teil 1: Harry Potter und der Stein der Weisen:
Die erste Begegnung mit Harry Potter ist die mit einem recht unscheinbaren Jungen. Er ist ein Waisenkind, muss bei Tante, Onkel und Cousin aufwachsen, einer Familie, die ihn schlecht behandelt. Davon, dass er eigentlich Zauberer ist, erfährt er ganz unvermutet. Er soll die Zauberschule Hogwarts besuchen. Dort wartet ein völlig neues Leben auf ihn. Im Internat findet er in Ron Weasley und Hermine Granger zwei gute Freunde. Harry lernt den Zauberersport Quidditsch (ein Spiel auf einem Besen kennen) und muss den Stein der Weisen retten.
Teil 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens:
Jeder Band Harry Potter entspricht einem Schuljahr. Zu Beginn des zweiten Teils muss Harry die Ferien bei seinen Verwandten hinter sich bringen. Doch er hat Glück, darf den Rest der schulfreien Zeit bei der Familie seines Freundes Ron verbringen. Hier fühlt er sich wesentlich wohler. Spektakulär ist Harrys Rückkehr nach Hogwarts – mit dem Auto der Weasleys. Um ein Haar hagelt es einen Verweis. Es tun sich merkwürdige Dinge auf, Hermine wird versteinert, Ginny, Rons jüngste Schwester, verschwindet in der Kammer des Schreckens. Und Harry kommt auf die Spur eines früheren Schülers Tom Riddle ...
Teil 3: Harry Potter und der Gefangene von Askaban:
Dementoren, sind die unheimlichen Wächter des Zaubergefängnisses Askaban. Als Harry und seine Freunde auf dem Weg zum dritten Hogwarts-Schuljahr sind, tauchen die Dementoren auf. Sie entziehen den Menschen und Zauberern alle Glücksgefühle. Dabei sollen sie eigentlich einen entlaufenden Gefangenen sorgen. Harry bekommt die unheimliche Macht der Dementoren zu spüren. Dann entwickeln sich einige Dinge plötzlich anders als gedacht. Der flüchtige Askaban-Gefangene entpuppt sich als Harrys Patenonkel, der unschuldig im Gefängnis gelandet war ... Für mich der bis dahin spannendste und fesselnste Band.
Teil 4: Harry Potter und der Feuerkelch:
Wer dachte, Hogwarts wäre die einzige Zauberschule, irrt. Rowling erweitert ihre magische Welt: Vier Internate, jede durch einen Schüler vertreten, sollen gegeneinander antreten. Harry soll für Hogwarts dabei sein, der Wettkampf ist lebensgefährlich, wird von ihm aber mit Bravour gemeistert. Doch die dramatischste Begegnung steht ihm noch bevor - mir Voldemort oder Du-weissst-schon-wer, dem Mörder seiner Eltern und dem wohl bösartigste Zauberer überhaupt. Harry gelingt es, ihm zu entkommen. Recht langweilige erste Hälfte, dann geht es aber stark weiter. Am Ende bleiben Fragen offen.
Teil 5: Harry Potter und der Orden des Phoenix:
Der Orden des Phoenix, ein Geheimbund, an dem auch Harrys Patenonkel Sirius, die Weasleys und der Schulleiter Dumbledore beteiligt sind. Für Harry und seine Freunde heißt es aber zunächst in Hogwarts, ihrerSchule, wichtige Prüfungen zu bestehen. Wie sie abschneiden, bleib offen. Dramatisch dann das Finale von Teil fünf: Harry und mehrere andere müssen sich Lord Voldemort/Du-weißt-schon-wer stellen. Sirius kommt ums Leben.
DIE FIGUREN:
Ich habe sie zwar andeutungsweise erwähnt. Viele, die diesen Bericht lesen, kennen sicher Harry, seine Freunde und seine Gegner bereits. Doch die Figuren entwickeln sich ja auch ein Stück weiter. Alles, was dazu zu wissen ist, gibt es nun:
HARRY POTTER:
Wer die bisherigen Potter-Bände kennt, merkt es schon: Die Titelfigur ist erwachsener geworden. Das trifft nicht nur zu, weil er als Kapitän nun das Quidditsch (ist der Sport der Zauberer) seines Hauses führt. Auch sonst ergreift er immer öfter die Initiative und übernimmt Verantwortung. Dazu gleich mehr. Nach seinen Leistungen im Kampf gegen Voldemort gilt Harry als „der Auserwählte“. Für ihn mitunter etwas, das für ihn peinlich ist – wenn ihm die Mädchen nachlaufen. Denn er hat sich in Ginny, die Schwester seines Freundes Ron, verliebt ... Soll er versuchen, sie für sich zu gewinnen? Oder soll er lieber auf Distanz gehen, um Ron nicht vor den Kopf zu stoßen?
RON WEASLEY:
Harrys bester Freund tritt in diesem Band nicht besonders in Erscheinung. Das Auffälligste ist noch: Er mag nicht seiner jüngeren Schwester Ginny beim Knutschen zusehen. Als sie ihn dann damit foppt (= aufzieht/ärgert), dass er selber noch nie geküsst hat, „legt“ sich Ron selber auch eine Freundin zu – nicht die Richtige, denn eigentlich gefällt ihm Hermi(o)ne.
HERMI(O)NE GRANGER:
Das eingeklammerte “o” soll zeigen: Es gibt eine deutsche (Hermine) und eine englische (Hermione) Schreibweise. Sie ist in diesem Teil vielleicht noch blasser als Ron. Schon immer galt: Hermi(o)ne ist die Streberin, die Klassenbeste. Nun zeigt sie sich auch noch von der zickigen Seite: Sie ist eifersüchtig, das Harry mit Hilfe von Anmerkungen in einem gebrauchten Schulbuch, das früher dem Halbblutprinzen (half blood prince) gehörte sie im Unterricht übertrumpft und sie zickt, weil Ron nun eine Freundin hat – denn auch sie scheint in ihm mehr als nur einen Freund zu sehen.
GINNY WEASLEY:
Rons kleine Schwester gehört zu den beliebten Mädchen der Schule. Sie hat eine offene, freundliche Art – auch wenn sie Fleur, die Verlobte ihres Bruders Bill, ablehnt. Auch im Quidditsch ist sie eine gute Spielerin, für Kapitän Harry die Stütze des Spiels.
ALBUS DUMBLEDORE:
Der Schulleiter von Hogwarts ist in diesem Roman neben Harry die wohl wichtigste Figur: Beide sind die einzigsten, die Voldemort die Stirn bieten können. Allerdings scheint Dumbledore geschwächt. Harry fällt auf, dass eine Hand des Schulleiters ganz schwarz ist .... Warum? Das will Dumbledore nicht verraten. Statt dessen gibt er Harry Privatunterricht. Gemeinsam kommen beide einem wichtigen Geheimnis auf die Spur, dass vielleicht helfen könnte, Voldemort zu besiegen. Dumbledore ist aus meiner Sicht sehr interessant beschrieben. Gerade weil er nicht unverletzbar und unfehlbar erscheint, wirkt er echt/menschlich.
SEVERUS SNAPE:
Ein Doppelagent im Auftrag des Guten oder ein abgrundtief Böser, dem es gelungen ist, sich das Vertrauen von Dumbledore zu erschleichen? Von Beginn seiner Schulzeit an ist Harry immer und immer wieder mit diesem Professor aneinander geraten. Snape scheint Potter regelrecht zu hassen. Harry vertraut seinem Lehrer in keinster Weise. Ich bin eher Harrys Ansicht, da ich als Leserin mit ihm mitbekomme, wie Snape (geheime) Absprachen mit Draco Malfoy (Harrys Erzfeind unter den Schülern seines Jahrgangs) führt.
DRACO MALFOY:
Er ist einer der Wortführer eines anderen der vier Hogwarts-Häuser. Doch nicht nur das. Malfoys Vater war ein so genannter Death Eater (Todesesser = Anhänger von Voldemort). Nun vermutet Harry, Draco wäre in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Und Malfoy gibt mit seiner Art allen Anlass dazu.
EINIGE ZAUBERHAFTE HINTERGRÜNDE:
Joanne K. Rowling hat eine eigene Welt geschaffen. Für alle Leute, die ihre Romane noch nicht kennen, bedeutet das erst einmal Verwunderung über manche Ausdrücke und Zusammenhänge. Hier ein paar Beschreibungen, die den (Wieder-)Einstieg vielleicht erleichtern.
HOGWARTS:
Ich habe die Schule für Zauberer und Hexen ja bereits erwähnt. Vom Prinzip her gibt es einige Gemeinsamkeiten mit normalen Internaten und auch einige entscheidende Unterschiede: Gleich ist das grundsätzliche Prinzip von Klassen, die von Lehrern geleitet werden und in denen es Prüfungen zu bestehen gibt. Doch der Lehrstoff macht den entscheidenden Unterschied. Denn alle Fächer sind auf die eine oder andere Art mit der Zauberei verbunden.
Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden die neuen Schüler auf vier Häuser verteilt, die nach den Gründern von Hogwarts benannt sind. Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin. Die Schüler wetteifern um Punkte. Wer am Ende des Schuljahres die meisten davon hat, gewinnt im Schulwettbewerb. Während Harry und seine Freunde in Gryffindor wohnen, stammen Malfoy, aber auch der böse mächtige Zauberer Du-weißt-schon-wer (Voldemort) aus Slytherin.
QUIDDITSCH:
Der Schulsport hat vage Ähnlichkeiten mit so was wie Feldhockey, ist aber dann auch ganz anders. Denn – hier kommt ein Klischee zum Tragen, das manchen im Zusammenhang mit Zauberer vielleicht einfällt: Die Spieler reiten auf Besen. Sie sind in zwei Mannschaften mit je sieben Spielern unterteilt. Je drei pro Team sind so genannte Jäger, die einen Ball in der Größe eines Fußballs durch einen von insgesamt vier Ringen befördern müssen. Ein so genannter Hüter versucht das zu verhindern. Das Spiel wird außerdem durch etwas kleinere Bälle, die Klatscher aufgemischt. Sie stürzen von selbst auf die Gesichter der Spieler und versuchen sie von ihren Besen zu stoßen. Zwei Treiber pro Mannschaft haben daher die Aufgabe, ihr Team vor den Klatschern zu schützen. Zu guter letzt gibt es den siebten Spieler, den so genannten Sucher. Im Gryffindor Team hat Harry diese Rolle schon seit seinem ersten Schuljahr. Er muss einen winzigen Ball, den Golden Schnatz ausfindig machen und vor dem gegnerischen Sucher in seinen Besitz bringen. Für den Fang des Schnatz gibt es die meisten Punkte, das Team, das ihn erwischt, hat in der Regel gewonnen.
In Harrys Mannschaft spielen auch Ron und Ginny Weasley mit. Während sie – wie schon erwähnt - eine ganz brilliante Figur macht, ist Ron oft sehr nervös. Nur mit einem Trick gelingt es Harry, das beste aus seinem Freund heraus zu holen.
MUGGELS:
So werden in Hexen- und Zaubererkreisen die Menschen genannt.
DIE HANDLUNG:
DER ANFANG: Hier fällt positiv auf, dass Rowling mal einen anderen Anfang gewählt hat: Nach dem Kampf zwischen Voldemort und seinen Todesessern/Death Eatern auf der einen Seite und Harry und dem Orden des Phoenix auf der anderen, ist auch die Welt der Menschen ein Stück weit aus den Fugen geraten. Die Todesesser scheinen sich immer weiter auszubreiten, sorgen auch im „normalen“ Land für Unruhe. Entsprechend begegnet man als Leser zunächst dem britischen Premierminister, der sich Sorgen macht, wie er die spektakulären Ereignisse der Öffentlichkeit erklärt und wie er für Sicherheit sorgen soll. Doch dann erhält er Besuch aus dem Zauber-Ministerium und erfährt, dass hier die Quelle all der sonderbaren Zwischenfälle ist ... Leider führt Rowling diesen Gedankengang nicht weiter. Es ist das einzige Mal, dass der Premierminister in diesem Potter-Band auftaucht.
FERIEN: Harry verbringt – wie üblich – seine Ferien wieder einmal bei Onkel, Tante und Cousin. Für ihn eine schwere Zeit, denn er muss immer wieder an den Tod seines Patenonkels Sirius Black (er ist beim Kampf gegen die Todesesser gestorben) denken. Doch dann holt Dumbledore Harry ab. Gemeinsam überzeugen sie einen früheren Lehrer, wieder in Hogwarts zu unterrichten. Schnell wird klar: Slughorn sammelt berühmte und besondere Schüler wie andere Trophäen und schmückt sich mit ihnen.
BEI DEN WEASLEYS: Dumbledore bringt Harry zur Familie Weasley. Dort ist auch schon Hermi(o)ne. Das Haus der Weasleys ist stark gesichert, um sie vor möglichen Angriffen zu schützen. Als Harry, Hermi(o)ne, und Ron ihre Schulsachen kaufen, begegnet ihnen Draco. Heimlich folgen sie ihm, hören mit, wie er einen Ladenbesitzer einschüchtert und nach Hinweisen fragt, wie er etwas reparieren kann. Für Harry steht fest: Draco führt etwas im Schilde, ist vielleicht sogar – wie zuvor sein Vater – ein Todesesser.
DRACO UND SNIPE: In Hogwarts verfolgt Harry diese Spur weiter. Hat er Recht damit? Dumbledore ist skeptisch, erst Recht, als Harry behauptet, dass Draco und Professor Snape gemeinsam für Voldemort arbeiten. Diese Spur ist ein wichtiger Teil des sechsten Potter-Bandes, denn sie ist eines der Dinge, die Harry diesem Schuljahr am meisten beschäftigen.
DER HALF BLOOD PRINCE: Eine weitere wichtige Frage: Was hat es mit dem Half Blood Prince auf sich? Harry freut sich, dass er dank eines gebrauchten Schulbuches, in dem der ominöse Prinz stets hilfreiche Randbemerkungen gemacht hat, allen anderen immer einen Schritt voraus ist. Herm(i)one ist die Sache suspekt. Nicht nur, weil sie wegen dieses Buches schlechter als Harry ist. Der Half Blood Prince ist – auch wenn er diesem Teil der Potter-Reihe seinen Namen verleiht – nicht entscheidend für die Handlung. Es gilt zwar zu rätseln, wer der Prinz wohl war. Ich habe eine Zeit lang vermutet, dass das Buch früher Voldemort gehörte. Doch das ist ein Irrtum!
MERKWÜRDIGE ZWISCHENFÄLLE: Gleich zwei Schüler müssen auf die Krankenstation: Katie Bell hat ein verfluchtes Halsband berührt, Ron vergiftete Pralinen gegessen. Doch wer steckt dahinter?
PRIVATUNTERRICHT: Zunächst denkt Harry, dass Dumbledore ihm spezielle Zaubereien beibringen will. Doch tatsächlich tauchen beide (im wahrsten Sinne des Wortes) in Erinnerungen ein. Sie sollen ihnen zeigen, wer Voldemort war und wie er zu dem bösessten Zauberer überhaupt geworden ist. Seine Mutter gehörte zum Hause der Slytherins, musste aber im Schatten ihres Vaters und des verrückten Bruders ein Aschenputtel-Dasein fristen. Als beide im Gefängnis landen, brennt sie mit Tom Riddle, einem Muggel durch. Nur durch Zauberei gelingt es ihr, Tom zu halten. Er verlässt sie, sie stirbt bei der Geburt seines Sohnes, den sie auch Tom Riddle nennt. Der Junge wächst im Waisenhaus auf. Dort wird er von Dumbledore heraus geholt. Tom ist zu dem Zeitpunkt mitunter böswartig zu den anderen Waisenkindern, hat zugleich aber schon einige Male gemerkt, dass er Zauberkräfte hat. In Hogwarts entwickelt sich der gutaussehende Junge zu einem sehr guten Schüler, der aber schon durch ein extremes Selbstbewusstsein auffällt. Nach seinem Abschluss will Riddle – der sich jetzt schon Voldemort nennt, da ihm Tom ein zu gewöhnlicher Name ist – in Hogwarts unterrichten, wird aber als zu jung abgelehnt. Er arbeitet in einem Laden für Zauberbedarf (dem Laden, in dem Draco Jahre später von Harry und seinen Freunden belauscht wird). Voldemort tötet seinen Vater und dessen Familie und schiebt die Schuld seinem Onkel in die Schuhe. Außerdem ermordet er eine Kundin, die wichtige Symbole von zwei Hogwarts-Häusern besessen hat.
Die wichtigste Erkenntnis muss Harry aber selber enthüllen. Es geht um eine Erinnerung des neuen Professors Slughorn. Dieser hat eine sehr spezielle Begegnung mit Tom verdrängt. Mit viel Glück (einem Glückstrank) gelingt es Harry, Slughorn die Erinnerung zu entlocken: Der Professort hatte Tom vor Jahren etwas über einen Zauber erzählt, mit der man seine Seele in Stücke teilen kann. Riddle fragt, ob es auch sieben Seelenteile sein könnten. Nun wird klar, dass Voldemort genau das getan hat. Erst wenn Harry jedes Seelenstück besiegt hat, kann er auch Voldemort töten. Es ist interessant und vielleicht auch eines der Highlights, wie Harry Stück für Stück diese Geschichte erfährt.
DIE LIEBE: Bei der Vorstellung der Figuren habe ich es ja schon erwähnt: Harry liebt eigentlich Ginny, Hermi(o)ne an sich Ron und umgekehrt. Zeitweise kann man den Eindruck haben, dass sich bei ihnen alles zum Guten wendet. Doch ganz so kommt es nicht ...
WIE IST DER SECHSTE TEIL?
Schon zu Beginn bin ich mit einem etwas zwispältigen Gefühl an diesen Band gegangen. Ein Grund: Ich habe erst einmal alle bisherigen Folgen von Harry Potter gelesen und zwar, als Band fünf heraus kam. Dadurch hatte ich manche Zusammenhänge nicht mehr ganz im Hinterkopf. Das ist leider nicht ganz perfekt. Denn eigentlich – so habe ich den Eindruck – sollte man zumindest die Geschehnisse vom fünften Teil noch frisch parat haben, um genau zu wissen, welche Figur welche Geschichte hat (ich meine da auch die „Nebenrollen“ wie die Mitglieder des Phoenixordens oder die diversen Brüder von Ron und Ginny).
Für mich war der sechste Teil auch ein bisschen Warten auf das Ende – auf Band sieben. Denn schließlich will jeder, der auch nur leicht vom Potter-Fieber infiziert worden ist, wissen, wie es aus geht. Denn Rowling hat ja schon angedroht, dass eine der Hauptfiguren dann sterben wird und immer wieder wurde davon geredet, dass es möglicherweise sogar Harry selber sein könnte ...
Andererseits hat der sechste Teil einen ganz eigenen Sog. Man taucht in eine vertraute Welt ein – das hat schon an sich einen Reiz. Die Lektüre ist wie ein süffiger Wein: Man kann und will immer weiter trinken. So habe ich ein Buch gehabt, auf das ich mich richtig gefreut habe. Und das ist sicher eines der besten Komplimente, die man einem Autor machen kann.
Sicher wird alles noch mehr Sinn machen, wenn man irgendwann alle sieben Bände in einem Rutsch lesen kann und damit eine (sehr lange) Geschichte aus einem Guss hat.
ZIELGRUPPE:
Bevor ich zum ersten Mal einen Harry Potter gelesen habe, dachte ich: Das ist wohl eher eine Geschichte für Kinder. Doch wenn ich in meinem Freundes- und Kollegenkreis frage, dann sind da viele, die begeistert Harry Potter verschlingen. Daher würde ich sagen: Es ist eine Geschichte für jeden – für jeden, der einen Sinn für Phantasie hat.
AUSGABE:
Ich habe – klarerweise – die Hardcover-Version auf Englisch. Positiv finde ich, dass das Buch sehr robust ist. Es handelt sich um einen wirklich harten Einband. Wenn man das Papier-Cover während des Lesens zur Seite legt, hat man eine bunte Hülle (mit Harry und Dumbledore auf der Vorderseite), die abwaschbar ist und somit für Kinder und Erwachsene geeignet.
Eine Freundin von mir meinte gleich: Band 6 ist dünner und kleiner gedruckt als der Vorgänger. Punkt eins kann ich zustimmen. Der half blood prince umfasst 607 Seiten, mehr als 100 weniger als der Orden des Phoenix. Nicht so sicher bin ich mir bei den kleineren Buchstaben. Es könnte sein, dass Teil 5 einfach nur mit weniger Druckfarbe hergestellt wurde, die Buchstaben dadurch dünner wirken. Auf den zweiten Blick scheint es aber schon so, als wäre beim neuen Potter tatsächlich weniger Text auf der Seite.
Harry Potter and the half blood prince ist am 14. Juli bei Bloomsbury Publishing Plc, 38 Soho Square, London WID 3HB erschienen. ISBN-Nr. 07475 8108 8 .
DER PREIS:
Im Original kostet der Band 16,99 englische Pfund. Da das Pfund „teurer“ als der Euro ist, müsste es an sich in Deutschland noch teurer sein. Doch bei Amazon hat es mich nur 15,80 Euro gekostet. In Ordnung, für den Inhalt.
FAZIT:
Joanne K. Rowling ist einmal mehr ein zauberhafter Roman gelungen. Auch wenn in diesem Teil – soviel sei schon verraten – eine weitere spektakuläre Begegnung zwischen Harry und Voldemort ausbleibt: Die Geschichte wird weiter getragen, auf interessante Art. Wichtig ist da vor allem, dass man mehr über ihn erfährt. Interessant sind aber auch die anderen Elemente der Geschichte, die latente Gefahr (die sich in den Angriffen auf Katie und Ron widerspiegelt), die Frage, ob Draco und Snape entlarvt werden oder ob Snape doch „ein guter“ ist, die Frage, wer der half blood prince war und die Frage, was aus dem Knistern zwischen Harry und Ginny, zwischen Heri(o)ne und Ron wird. Oder ob überhaupt! ;-)
Ein wenig ist es zwar das Warten auf den letzten Teil – dennoch, Band 6 ist für sich gut zu lesen. Daher fünf Sterne und eine Empfehlung.
57 Bewertungen, 11 Kommentare
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01.09.2008, 15:30 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichHallööööchen,ich bins nur...
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01.12.2006, 19:51 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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11.04.2006, 01:49 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG sandy :-)))
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06.11.2005, 21:17 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichEin ausfürlicher Bericht, der sogar Leuten, die keine Potterfans sind, klar den Inhalt rüberbringen :-) <br/>LG Cicila
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23.09.2005, 17:29 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDu hast einen wirklich ansführlichen und interessanten Bericht geschrieben. Prima!!! Cheetah
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07.08.2005, 19:46 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichIch muß leider noch auf die deutsche Ausgabe warten, denn mein Englisch ist nicht so gut. Aber ich freue mich schon drauf!
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27.07.2005, 14:31 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichist einsame Spitze! Alles drin - alles super erklärt und hinterfragt. 1a. LG vom Feldhasen
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27.07.2005, 01:26 Uhr von Travelwriter
Bewertung: sehr hilfreichEine Spitzenleistung! Ich meine jetzt deinen Bericht, nicht das Buch *g* lg Andreas
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27.07.2005, 01:20 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreichFeiner Bericht! Gruß, Vic
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27.07.2005, 01:17 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreich...und sehr gut :-)
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27.07.2005, 01:11 Uhr von dadolger
Bewertung: sehr hilfreichKlasse bericht habe ihn eben schon bei Ciao entdeckt und bewertet. Man ließt sich sicher ob hier oder bei Ciao
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