Philips Magic Primo Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ruhollah

Ein gutes Kombigerät

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Zeitalter von Internet und E-Mail scheint das Fax zu einer antiquitierten Mitteilungsform verkommen zu sein. Wozu noch Faxe verschicken? Nun, sicherlich ist die Faxerei zurückgegangen, aber es ist immer noch hilfreich, ein Faxgerät zu haben. Manchmal ist es viel schöner, wenn man von der Schule oder der Arbeit daheim eintrifft und ein Fax ist gekommen. Da kann man sich gemütlich hinsetzen und das Fax lesen. Bei einer elektronischen Nachricht dagegen ist dieser gemütliche Effekt dahin. So gemütlich ist es vor dem Bildschirm nicht.

Nachdem ich das geklärt habe, möchte ich das unsrige Faxgerät vorstellen. Es ist das „Philips magic primo". Es ist ein Kombigerät aus Telefon und Fax. Der Preis muss so um die 350 Mark gelegen haben (gekauft im Sommer 2000). Gekauft wurde es, weil das alte Faxgerät wegen Blitzeinschlag kaputt ging. Gut, dass es Hausratsversicherungen gibt.

Die Installation war sehr einfach. Anstecken und Loslegen ist das Motto. Als erstes muss man noch das Datum einstellen und die Kartusche einlegen. Kartusche daher, weil dieses Faxgerät mit normalem Papier arbeitet und nicht mit Thermopapierrollen.

Die Bedienung ist relativ einfach. Es gibt im Grunde vier Menü: Einstellung (1), Fax (2), Fax- Weiche (3) und Verschiedenes (4). Diese Menüs haben Untermenüs, z. B. von Einstellung: Sprache setzen (1), Zeit/Datum setzen (2), Ihre Telefonnummern (3), Ihr Name (4), Wahlmodus (5) und Nummer speichern (6). Wenn man nun z. B. die Zeit setzen will, muss man zuerst die 1 und dann die 2 drücken und auf OK drücken; man kann auch sagen, man drückt die 12 und OK. Dann gibt man Datum und Zeit ein, wie man es z. B. vom Videorekorder her kennt. Pfeiltasten erlauben es, dass man Fehleingaben unverzüglich wieder korrigieren kann. Und wenn das Datum und die Zeit fertig eingetippt worden sind, muss man nur noch die OK-Taste drücken.

Die Funktionen sind völlig ausreichend. Den Namen und die eigene Telefonnummer kann man angeben und wenn die angegeben sind, dann sind diese Angaben auf allen Faxen, die man so verschickt. Das ist nützlich. Außerdem erlaubt das Gerät Faxabruf (22) und ein späteres Versenden (24). Die Fax-Weiche ist was ganz wichtiges. Es erlaubt die Einstellung, wie lange ein Anruf läuten darf, bis das Faxgerät prüft, ob es sich um einen normalen Anruf oder um ein Fax handelt. Und unter Verschiedenes kann man ein Faxjournal ausdrucken lassen, Nummernlisten und Sendeberichte abrufen, den Klingeltyp einstellen und den Service Code eingeben, der ein Löschen aller Angaben bedeutet. Übrigens kann man die vollständige Funktionsliste ausdrucken lassen, wenn man das Handbuch nicht zur Hand hat. Dazu muss man dreimal OK drücken.

Auch zum Telefonieren bietet diese Kombigerät einige Zusatzfunktionen. Es bietet ein persönliches Telefonbuch für rund 30 Nummer inkl. Namen. Hinzu kommt ein Kurzwahlliste, in die man zehn Telefonnummern (von 0 bis 9) ablegen kann. Wenn man z. B. einen Verwandten unter die 2 ablegt, dann muss man später nur die die 2 zwei Sekunden lang gedrückt halten und das Faxgerät wählt diese Nummer. Das ist durchaus nützlich.

Und was muss ein Faxgerät noch unbedingt können? Es muss kopieren können. Der Philips kann dies. Und ich nutze diese Funktion recht häufig, wenn ich ein DIN-A4-Blatt kopieren will. Das geht über das Faxgerät schneller als über Scanner und Drucker.

Auch das Faxen klappt recht gut. Man darf aber nicht geknicktes oder unebenes Papier einlegen, dann das kann leicht verheddern. Als ich neulich der ZEIT eine Bescheinigung über den Schulbesuch schickte (sonst hätte ich EUR 40 nachzahlen müssen), ist das passiert. Die von der ZEIT haben es aber trotzdem akzeptiert. Und ich ziehe das Fax auch dem Internet vor, wenn ich bei SMM etwas bestelle. Das Fax-Gerät beherrscht außerdem 16 Graustufen und es hat eine Auflösung von 200 dpi und das ist, wenn man Fotos oder kleinen Text empfängt, sehr angenehm. Leider ist die Maximalgeschwindigkeit nur 9600 Baud groß; dabei dachte ich immer, Faxe werden mit 14400 Baud verschickt. Wenn man etwas verschickt, kann man einstellen, ob es FINE- oder FOTO-Auflösung verwenden soll. Es beherrscht die Kompressionsverfahren MH und MR.

Die Leistungsaufnahmen des Gerätes schätze ich als niedrig ein. Bereitschaftsdienst: 3 W, Telefonieren: 5 W, Versenden eines Faxes: 20 W und Faxempfang: 35 W. Die Masse des Geräte ist 3 kg.

Das Handbuch kann sich sehen lassen. Es hat 48 Seiten und ist alleine in deutscher Sprache gehalten. Das ist nicht so, dass 12 Sprachen in 48 Seiten gequetscht worden sind. 48 Seiten und alleine in deutsch ist gut. Die Erklärungen sind sehr gut und die Illustrationen helfen beim Verständnis der Bedienelemente, Funktionen und Verfahrensweisen.

Auch die Tintenkartusche ist ausgiebig. Bisher wurde sie noch nichts ausgewechselt. Die Bedienelemente sind groß und gut abzulesen, ebenso wie die LCD-Anzeige. Die Tonqualität ist gut und die Menüführung ist gut ausgeklügelt.

Fazit: Das „Philips magic primo" ist ein gutes Kombigerät aus Telefon und Fax. Es ist sparsam und liegt im unteren Preisbereich. Wer das Faxen benötigt, ist bei diesem Gerät richtig.