Samsung SGH-V200 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Design:
- Qualität & Verarbeitung:
- Ausstattung:
Erfahrungsbericht von jedicassio
Der Teufel steckt im Detail
Pro:
Empfangsqualität, Design, Handling, Software
Kontra:
kleinere Macken durch schlechte Verarbeitung
Empfehlung:
Ja
Letzten Monat war es endlich soweit. Es war Bescherung im Hause T-Mobile angesagt. Genauer gesagt ist mein Vertrag ausgelaufen und ich durfte endlich die Spielstätte eines jeden Fans von technologischen Spielzeugs betreten: den T-Punkt. Nach langer und informativer Suche im WWW und auch hier bei Yopi schloss sich der Kreis für mich beim Siemens SL45 und eben diesem Samsung SGH-V200 hier, dass ich gerade in der Hand halte. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich die Entscheidung nicht bereut habe trotz kleiner Macken.
••••• das äußere Erscheinungsbild und die Handlichkeit •••••
Äußerlich sieht das Handy natürlich nach meinem Empfinden spitze aus. Klar, sonst hätte ich es nicht gekauft. Es ist in einem matten Silber gehalten, dass sich zur Mitte hin leicht aufhält. Zentral gelegen ist eine gut lesbare digitale Uhr, welche beim Öffnen des Handy in einem blauen Licht erstrahlt.
Das SGH-V200 ist ein Klapphandy. Ein Schelm ist, wer denkt, dass man mit dem Handy sehr auf „ich bin wichtig“ machen kann. Für mich war hier eher ausschlaggebend, dass das Gerät hierdurch etwa nur Zweidrittel der Länge des Konkurrenzproduktes aus dem Hause Siemens misst. Dadurch lässt sich das Ganze bequem in jede Hemdtasche verstauen. Dadurch dass die Tasten nicht offen liegen, wird auch eine Tastatursperre unnötig. Nicht schlecht für die Vergesslichen unter uns, so wie ich es bin. Doch der wahre Traum der Designkunst eröffnet sich erst beim Aufklappen des Handys. Oben prangt das große Display hervor, hell beleuchtet und gerade im Dunkeln sehr ansehnlich. In der unteren Hälfte findet man die mit blauen Licht unterlegten Tasten, sowie die drei Funktionstasten für die Menüführung und der Digitalkamera.
Was mir dabei besonders gefällt ist, dass die Tasten nicht zu klein geraten sind wie es heute schon fast ganz und gebe ist. Aber ich mit meinen Wurstfingern würde mit so kleinen Taste wie es das SL45 von Siemens beispielsweise hat, nicht gut klar kommen. Auch die Empfangsqualität ist super. Mit meinem alten Nokia hatte ich stets im Altbau meiner Eltern mit den richtig dicken Wänden Probleme. Jetzt geht das problemlos. Das selbe gilt für Zugfahrten, die das Nokia auch nicht so gut verkraftet hatte. Im Design und der Handlichkeit habe ich nichts zu beanstanden, soweit ist das Gerät ein Traum.
••••• Daten auf einen Blick •••••
Für die Hobbytechniker und sonstige Interessierte unter uns ein paar Daten, soweit ich sie zusammentragen konnte:
- Maße: 90x48x23 mm
- Gewicht: 102 Gramm bei normalen Akku
- Gesprächszeit: bis zu 5 Stunden
- Stand-by Zeiten: bis zu 140 Stunden
- Akku: Li-Ion – 900 mAh
- 1,8 Zoll Display, 65536 Farben; Auslösung: 128x160 Pixel
- MMS-fähig
- GPRS
- Polyphone Klingeltöne (40-stimmig)
- Infrarotschnittstelle
- Digitalkamera (0,7 Mpixel), Objektiv 180° drehbar)
Den Lieferumfang würde ich persönlich als zweckmäßig beschreiben, aber selbst hier hat Samsung im Gegensatz zu Siemens das Datenkabel springen lassen. Des Weiteren findet man nebst Handy zwei Akkus. Einen Slim-Akku mit 720 mAh Leistung und den Standard Akku mit 900 mAh. Weswegen man für ein Handy zwei Akkus beilegt, wird wohl das Geheimnis von Samsung bleiben. Des Weiteren findet man ein Ladegerät und mäßig Bücher zum Handy (vier Stück).
••••• Menüführung und Funktionen •••••
Also das Menü kann wirklich absolut jeder bedienen. Es braucht gerade einmal einen Daumen um sich in dem riesigen Menüsystem mit 10 Unterpunkten die je auf drei Ebenen aufgebaut sind zurechtzufinden. Klar, man Anfang hatte ich Probleme die jeweilige Funktion auch im richtigen Verzeichnis zu finden, aber das hat man nach gut und gerne drei Wochen drauf. Keine Frage, die Navigation haben die Koreaner sehr gut hinbekommen.
Laut Handyherstellern nutzen schätzungsweise nur 15% der Besitzer den vollen Umfang ihrer Handys. Bei all den Funktionen, die heutzutage ein modernes Handy besitzt wundert mich das gar nicht mehr. So besitzt auch das SGH-V200 alle möglichen und unmöglichen Funktionen. Da hätten wir den einfachen SMS-Client, der dem Nutzer die Möglichkeit gibt auch überlange SMS zu verfassen und Vorlagen abzuspeichern. Ähnlich aufgebaut ist der MMS-Client, nur das hier eben statt Buchstaben jede Menge kleine süße Bildchen verschickt werden können, die jedoch sehr schnell ins Geld gehen können. Den MMS-Service nutze ich eigentlich recht selten, da ist die gute alte HTML-Mail doch um einiges günstiger. Die gute, alte Anrufliste, die ich noch von meinem Nokia 3310 kannte wurde von Samsung übernommen. Hier kann man sich verpasste Anrufe oder bekannte Nummer auf dem Silbertablett präsentieren lassen. Keine schlechte Idee wie ich finde, da ich mein Handy auf der Arbeit sehr oft auf stumm stelle und dann eine Menge Leuten zurückrufen kann.
Der Digitalkamera wurde im V200 eine Extra-Funktionstaste gewidmet. Sie befindet sich direkt unterhalb des Display in zentraler Position. Ein Klick und man kommt in das Menü der Kamera. Hier gibt es eine Thumbnail Ansicht, auf der alle Bilder auf einen Blick zu sehen sind. Ebenso kann ein aufgenommenes Bild direkt per MMS weitergeleitet werden. Ach ja, und nebenbei kann man natürlich auch Bilder schießen. Diese kann man in der Vorschau, welche auf dem Display zu sehen ist, im Kontrast und Digitalzoom (20-fach) korrigieren. Aufgenommen werden kann sofort und mit 10 Sekunden Verzögerung. Man sollte bei dem Ganzen nicht vergessen, dass es sich hierbei nur um eine 0,7 Mpixel Kamera handelt und die Bilder somit nicht gerade von bester Qualität zeugen. Schleier und zu starke Lichteinflüsse sind kaum zu vermeiden. Aber für ein nettes spontanes Foto im Freundeskreis reicht es noch locker.
Und dann gibt es ja noch das Lieblingsspielzeug eines jeden Handybenutzers, die ach so individuellen Klingeltöne. Hier ist Samsung allen anderen wahrlich einen schritt voraus, ganze 40 Stimmen lassen jedes Wecksignal um 6 Uhr morgens zu einem Erlebnis werden. Selbst für einen Morgenmuffel wie mich. Klingeltöne können natürlich auch gegen Aufpreis aus dem Netz oder per 0190er Nummer geordert werden, aber von so was war ich noch nie ein Fan. Jedenfalls sind im V200 23 Klingeltöne eingespeichert und es gibt 17 frei Plätze.
Auch ein Organizer samt Weckfunktion wurde dem Samsung spendiert. Hier findet man alle wichtigen und unwichtigen Funktionen, die man während des Alltags brauchen könnte. Rechner, Währungsrechner, Kalender, Aufgabenliste... lauter Krimskrams den kein normaler Mensch je in Anspruch nehmen wird. Ich jedenfalls finde, hier hätte man die Hälfte weglassen können. Einzig und allein die Alarmfunktion erfüllt bei mir ihren Zweck.
Des Weiteren gibt es noch viele, viele Einstellungen, in denen man das Handy nach seinen Wünschen optimieren kann. PIN ändern, Infrarotschnittstelle nutzen, Begrüßungstexte und Spracheinstellungen findet man hier. Eben jede Funktionen, die ein so gut wie jedes Handy im Menü mit aufführt.
Insgesamt ist es schon ein gigantischer Sprung von meinem uralt Nokia hin zu dem kleinen Großrechner von Samsung. Allerdings ist die Menüführung sehr gut überschaubar und so wird das große System nicht zum Chaos. Die meisten Funktionen empfinde ich aber als etwas zu breit ausgetreten. Da hätte Samsung etwas abspecken können, der Übersicht zur Liebe.
••••• Akkuleistung •••••
Was die Laufleistung angeht, ist das Samsung mit 140 Stunden Stand-By Zeit eher am unteren Rand der Konkurrenz. Allerdings muss ich sagen, dass mir diese 140 Stunden vollkommen reichen. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass man in der Praxis das Gerät etwa jede fünf Tage einmal über Nacht an das Ladekabel hängen sollte. Das ist machbar. Allerdings habe ich gehört, dass Samsung mit der Zuverlässigkeit der Akkus Probleme haben sollen. Die sollen dazu neigen recht früh kaputt zu gehen. Der Akku ist im Hause Samsung der Garantiefall Nummer 1. Ich jedoch habe da noch keinen Ärger gehabt, jedoch fragt man sich schon, warum die Herrn und Damen von Samsung gleich zwei Akkus dabei gelegt haben. Gibt es da dunkle Vorahnungen?
Man wird sehen.
••••• Thema Samsung und der heimische PC •••••
Ja, es lebe die Infrarotschnittstelle! Denn so klappt es am leichtesten. Obwohl auch das Datenkabel, womit man mittels RS32-Schnittstelle ebenso leicht eine Verbindung zum PC herstellen kann etwas feines ist. Ich jedenfalls habe mit beiden Varianten keinerlei Probleme gehabt. Software installieren, einstöpseln, fertig!
Die mitgelieferte Software „easy GPRS“ erlaubt es den Handybesitzer die dreifach Belegung der Tasten zu umgehen und Adressbucheinträge, SMS und den Organizer vom PC aus zu ändern. Natürlich kann man genannte Schnappschüsse der eingebauten Digitalkamera herunterladen, aber auch Grafiken zum Versenden per MMS aufs Handy hochladen.
Die Software ist dabei ganz leicht mit ein paar Mausklicks zu bedienen und hat eine einfach Navigation. Sie wurde nur auf das wesentliche beschränkt, ein großes Lob auch hier für Samsung.
••••• die Dokumentationen zum Handy •••••
Ich habe erst einmal ziemlich blöde geguckt, als ich das Paket aufgemacht habe und mir gleich vier Beschreibungen für ein Handy entgegensprangen. Aber nach kurzer Einsichtnahme relativierte sich das Ganze, denn zwei der Bücher sind in englischer Version geschrieben. Nun blieben noch zwei Heftchen über. Die Beschreibungen sind im Großen und Ganzen einfach geschrieben. Jeder Fitzel wird hier beschrieben und das ganze wurde nicht in Seiten, sondern nach Menüpunkten unterteilt. Das ist eine gute Lösung, so braucht man nicht erst das Inhaltsverzeichnis zu befragen, wo man etwas zum Organizer findet. Einfach Punkt 7 aufschlagen und man wird fündig. Allerdings weiß man nie so recht, in welchem der Bücher sich nun welche Information befindet. Das ist ein echter Mist. So kann man unter Umständen beide Bücher (also gut zwei Mal 150 Seiten) durchforsten, um eine Information zu bekommen. Das ist nicht das Ei des Kolumbus.
••••• besagter Teufel im Detail •••••
Auf den ersten Blick habe ich an dem Handy kaum Nachteile gefunden. Leider nur auf den ersten Blick, auf den Zweiten sah das schon etwas anders aus. So lässt sich bei den Klingeltönen zum Beispiel kein lautloser Vibrationsalarm einstellen. Die Menüführung dahingehend stellte sich leider als Finte heraus. Da wurde wohl unsauber programmiert. Ebenso finde ich es heute nicht ideal, wie die Kamera am Handy angebracht wird. Sie befindet sich am linken Rand des Scharniers, mit dem das Handy aufgeklappt wird. Links am Scharnier befindet sich ein kleines Kunststoffrädchen, womit man die Kamera drehen kann. Dieses Rädchen funktioniert schon heute (nach rund 4 Wochen) nicht mehr ordentlich. Nach einem halben Jahr kann man die bewegliche Kamera wohl vergessen. Dies sind einfach Schlampereien in der Verarbeitung, die man erst nach mehrwöchentlichen Gebrauch bemerkt und die mich schon ein wenig ärgern.
••••• Fazit •••••
Es ist klein, aber innen doch riesig. Das ist das Samsung SGH-V200. Die Vielfalt an Funktionen haben mich im Nachhinein davon überzeugt, die richtige Wahl beim Kauf getroffen zu haben. Außerdem bin ich von dem Design und der Handhabung einfach begeistert. Allerdings sind die angesprochenen Mängel in der Verarbeitung mehr als ärgerlich, denn für 149 Euro mit Vertrag (ohne etwa 450 Euro) kann und muss man mehr erwarten. Dennoch halten sich diese kleineren Macken in Grenzen, so dass ich das Handy nur empfehlen kann.
Mit freundlichen Grüßen
JediCassio (Ulm, den 26.10.2003 18:20; 1.771 Worte)
••••• das äußere Erscheinungsbild und die Handlichkeit •••••
Äußerlich sieht das Handy natürlich nach meinem Empfinden spitze aus. Klar, sonst hätte ich es nicht gekauft. Es ist in einem matten Silber gehalten, dass sich zur Mitte hin leicht aufhält. Zentral gelegen ist eine gut lesbare digitale Uhr, welche beim Öffnen des Handy in einem blauen Licht erstrahlt.
Das SGH-V200 ist ein Klapphandy. Ein Schelm ist, wer denkt, dass man mit dem Handy sehr auf „ich bin wichtig“ machen kann. Für mich war hier eher ausschlaggebend, dass das Gerät hierdurch etwa nur Zweidrittel der Länge des Konkurrenzproduktes aus dem Hause Siemens misst. Dadurch lässt sich das Ganze bequem in jede Hemdtasche verstauen. Dadurch dass die Tasten nicht offen liegen, wird auch eine Tastatursperre unnötig. Nicht schlecht für die Vergesslichen unter uns, so wie ich es bin. Doch der wahre Traum der Designkunst eröffnet sich erst beim Aufklappen des Handys. Oben prangt das große Display hervor, hell beleuchtet und gerade im Dunkeln sehr ansehnlich. In der unteren Hälfte findet man die mit blauen Licht unterlegten Tasten, sowie die drei Funktionstasten für die Menüführung und der Digitalkamera.
Was mir dabei besonders gefällt ist, dass die Tasten nicht zu klein geraten sind wie es heute schon fast ganz und gebe ist. Aber ich mit meinen Wurstfingern würde mit so kleinen Taste wie es das SL45 von Siemens beispielsweise hat, nicht gut klar kommen. Auch die Empfangsqualität ist super. Mit meinem alten Nokia hatte ich stets im Altbau meiner Eltern mit den richtig dicken Wänden Probleme. Jetzt geht das problemlos. Das selbe gilt für Zugfahrten, die das Nokia auch nicht so gut verkraftet hatte. Im Design und der Handlichkeit habe ich nichts zu beanstanden, soweit ist das Gerät ein Traum.
••••• Daten auf einen Blick •••••
Für die Hobbytechniker und sonstige Interessierte unter uns ein paar Daten, soweit ich sie zusammentragen konnte:
- Maße: 90x48x23 mm
- Gewicht: 102 Gramm bei normalen Akku
- Gesprächszeit: bis zu 5 Stunden
- Stand-by Zeiten: bis zu 140 Stunden
- Akku: Li-Ion – 900 mAh
- 1,8 Zoll Display, 65536 Farben; Auslösung: 128x160 Pixel
- MMS-fähig
- GPRS
- Polyphone Klingeltöne (40-stimmig)
- Infrarotschnittstelle
- Digitalkamera (0,7 Mpixel), Objektiv 180° drehbar)
Den Lieferumfang würde ich persönlich als zweckmäßig beschreiben, aber selbst hier hat Samsung im Gegensatz zu Siemens das Datenkabel springen lassen. Des Weiteren findet man nebst Handy zwei Akkus. Einen Slim-Akku mit 720 mAh Leistung und den Standard Akku mit 900 mAh. Weswegen man für ein Handy zwei Akkus beilegt, wird wohl das Geheimnis von Samsung bleiben. Des Weiteren findet man ein Ladegerät und mäßig Bücher zum Handy (vier Stück).
••••• Menüführung und Funktionen •••••
Also das Menü kann wirklich absolut jeder bedienen. Es braucht gerade einmal einen Daumen um sich in dem riesigen Menüsystem mit 10 Unterpunkten die je auf drei Ebenen aufgebaut sind zurechtzufinden. Klar, man Anfang hatte ich Probleme die jeweilige Funktion auch im richtigen Verzeichnis zu finden, aber das hat man nach gut und gerne drei Wochen drauf. Keine Frage, die Navigation haben die Koreaner sehr gut hinbekommen.
Laut Handyherstellern nutzen schätzungsweise nur 15% der Besitzer den vollen Umfang ihrer Handys. Bei all den Funktionen, die heutzutage ein modernes Handy besitzt wundert mich das gar nicht mehr. So besitzt auch das SGH-V200 alle möglichen und unmöglichen Funktionen. Da hätten wir den einfachen SMS-Client, der dem Nutzer die Möglichkeit gibt auch überlange SMS zu verfassen und Vorlagen abzuspeichern. Ähnlich aufgebaut ist der MMS-Client, nur das hier eben statt Buchstaben jede Menge kleine süße Bildchen verschickt werden können, die jedoch sehr schnell ins Geld gehen können. Den MMS-Service nutze ich eigentlich recht selten, da ist die gute alte HTML-Mail doch um einiges günstiger. Die gute, alte Anrufliste, die ich noch von meinem Nokia 3310 kannte wurde von Samsung übernommen. Hier kann man sich verpasste Anrufe oder bekannte Nummer auf dem Silbertablett präsentieren lassen. Keine schlechte Idee wie ich finde, da ich mein Handy auf der Arbeit sehr oft auf stumm stelle und dann eine Menge Leuten zurückrufen kann.
Der Digitalkamera wurde im V200 eine Extra-Funktionstaste gewidmet. Sie befindet sich direkt unterhalb des Display in zentraler Position. Ein Klick und man kommt in das Menü der Kamera. Hier gibt es eine Thumbnail Ansicht, auf der alle Bilder auf einen Blick zu sehen sind. Ebenso kann ein aufgenommenes Bild direkt per MMS weitergeleitet werden. Ach ja, und nebenbei kann man natürlich auch Bilder schießen. Diese kann man in der Vorschau, welche auf dem Display zu sehen ist, im Kontrast und Digitalzoom (20-fach) korrigieren. Aufgenommen werden kann sofort und mit 10 Sekunden Verzögerung. Man sollte bei dem Ganzen nicht vergessen, dass es sich hierbei nur um eine 0,7 Mpixel Kamera handelt und die Bilder somit nicht gerade von bester Qualität zeugen. Schleier und zu starke Lichteinflüsse sind kaum zu vermeiden. Aber für ein nettes spontanes Foto im Freundeskreis reicht es noch locker.
Und dann gibt es ja noch das Lieblingsspielzeug eines jeden Handybenutzers, die ach so individuellen Klingeltöne. Hier ist Samsung allen anderen wahrlich einen schritt voraus, ganze 40 Stimmen lassen jedes Wecksignal um 6 Uhr morgens zu einem Erlebnis werden. Selbst für einen Morgenmuffel wie mich. Klingeltöne können natürlich auch gegen Aufpreis aus dem Netz oder per 0190er Nummer geordert werden, aber von so was war ich noch nie ein Fan. Jedenfalls sind im V200 23 Klingeltöne eingespeichert und es gibt 17 frei Plätze.
Auch ein Organizer samt Weckfunktion wurde dem Samsung spendiert. Hier findet man alle wichtigen und unwichtigen Funktionen, die man während des Alltags brauchen könnte. Rechner, Währungsrechner, Kalender, Aufgabenliste... lauter Krimskrams den kein normaler Mensch je in Anspruch nehmen wird. Ich jedenfalls finde, hier hätte man die Hälfte weglassen können. Einzig und allein die Alarmfunktion erfüllt bei mir ihren Zweck.
Des Weiteren gibt es noch viele, viele Einstellungen, in denen man das Handy nach seinen Wünschen optimieren kann. PIN ändern, Infrarotschnittstelle nutzen, Begrüßungstexte und Spracheinstellungen findet man hier. Eben jede Funktionen, die ein so gut wie jedes Handy im Menü mit aufführt.
Insgesamt ist es schon ein gigantischer Sprung von meinem uralt Nokia hin zu dem kleinen Großrechner von Samsung. Allerdings ist die Menüführung sehr gut überschaubar und so wird das große System nicht zum Chaos. Die meisten Funktionen empfinde ich aber als etwas zu breit ausgetreten. Da hätte Samsung etwas abspecken können, der Übersicht zur Liebe.
••••• Akkuleistung •••••
Was die Laufleistung angeht, ist das Samsung mit 140 Stunden Stand-By Zeit eher am unteren Rand der Konkurrenz. Allerdings muss ich sagen, dass mir diese 140 Stunden vollkommen reichen. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass man in der Praxis das Gerät etwa jede fünf Tage einmal über Nacht an das Ladekabel hängen sollte. Das ist machbar. Allerdings habe ich gehört, dass Samsung mit der Zuverlässigkeit der Akkus Probleme haben sollen. Die sollen dazu neigen recht früh kaputt zu gehen. Der Akku ist im Hause Samsung der Garantiefall Nummer 1. Ich jedoch habe da noch keinen Ärger gehabt, jedoch fragt man sich schon, warum die Herrn und Damen von Samsung gleich zwei Akkus dabei gelegt haben. Gibt es da dunkle Vorahnungen?
Man wird sehen.
••••• Thema Samsung und der heimische PC •••••
Ja, es lebe die Infrarotschnittstelle! Denn so klappt es am leichtesten. Obwohl auch das Datenkabel, womit man mittels RS32-Schnittstelle ebenso leicht eine Verbindung zum PC herstellen kann etwas feines ist. Ich jedenfalls habe mit beiden Varianten keinerlei Probleme gehabt. Software installieren, einstöpseln, fertig!
Die mitgelieferte Software „easy GPRS“ erlaubt es den Handybesitzer die dreifach Belegung der Tasten zu umgehen und Adressbucheinträge, SMS und den Organizer vom PC aus zu ändern. Natürlich kann man genannte Schnappschüsse der eingebauten Digitalkamera herunterladen, aber auch Grafiken zum Versenden per MMS aufs Handy hochladen.
Die Software ist dabei ganz leicht mit ein paar Mausklicks zu bedienen und hat eine einfach Navigation. Sie wurde nur auf das wesentliche beschränkt, ein großes Lob auch hier für Samsung.
••••• die Dokumentationen zum Handy •••••
Ich habe erst einmal ziemlich blöde geguckt, als ich das Paket aufgemacht habe und mir gleich vier Beschreibungen für ein Handy entgegensprangen. Aber nach kurzer Einsichtnahme relativierte sich das Ganze, denn zwei der Bücher sind in englischer Version geschrieben. Nun blieben noch zwei Heftchen über. Die Beschreibungen sind im Großen und Ganzen einfach geschrieben. Jeder Fitzel wird hier beschrieben und das ganze wurde nicht in Seiten, sondern nach Menüpunkten unterteilt. Das ist eine gute Lösung, so braucht man nicht erst das Inhaltsverzeichnis zu befragen, wo man etwas zum Organizer findet. Einfach Punkt 7 aufschlagen und man wird fündig. Allerdings weiß man nie so recht, in welchem der Bücher sich nun welche Information befindet. Das ist ein echter Mist. So kann man unter Umständen beide Bücher (also gut zwei Mal 150 Seiten) durchforsten, um eine Information zu bekommen. Das ist nicht das Ei des Kolumbus.
••••• besagter Teufel im Detail •••••
Auf den ersten Blick habe ich an dem Handy kaum Nachteile gefunden. Leider nur auf den ersten Blick, auf den Zweiten sah das schon etwas anders aus. So lässt sich bei den Klingeltönen zum Beispiel kein lautloser Vibrationsalarm einstellen. Die Menüführung dahingehend stellte sich leider als Finte heraus. Da wurde wohl unsauber programmiert. Ebenso finde ich es heute nicht ideal, wie die Kamera am Handy angebracht wird. Sie befindet sich am linken Rand des Scharniers, mit dem das Handy aufgeklappt wird. Links am Scharnier befindet sich ein kleines Kunststoffrädchen, womit man die Kamera drehen kann. Dieses Rädchen funktioniert schon heute (nach rund 4 Wochen) nicht mehr ordentlich. Nach einem halben Jahr kann man die bewegliche Kamera wohl vergessen. Dies sind einfach Schlampereien in der Verarbeitung, die man erst nach mehrwöchentlichen Gebrauch bemerkt und die mich schon ein wenig ärgern.
••••• Fazit •••••
Es ist klein, aber innen doch riesig. Das ist das Samsung SGH-V200. Die Vielfalt an Funktionen haben mich im Nachhinein davon überzeugt, die richtige Wahl beim Kauf getroffen zu haben. Außerdem bin ich von dem Design und der Handhabung einfach begeistert. Allerdings sind die angesprochenen Mängel in der Verarbeitung mehr als ärgerlich, denn für 149 Euro mit Vertrag (ohne etwa 450 Euro) kann und muss man mehr erwarten. Dennoch halten sich diese kleineren Macken in Grenzen, so dass ich das Handy nur empfehlen kann.
Mit freundlichen Grüßen
JediCassio (Ulm, den 26.10.2003 18:20; 1.771 Worte)
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