Santa Maria Maggiore Testbericht

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Erfahrungsbericht von VickyGalien

Beichten in acht Sprachen

Pro:

Decke, Lage, Geschichte . . . . einfach alles

Kontra:

der platz vor der Kirche ist sehr stark befahren

Empfehlung:

Ja

Santa Maria Maggiore

Piazza dell' Esquilino

Erreichbar mit....

Metro A Station Vittorio Emanuele
Bus 16, 75, 204, 360, 590, 649, 714
Tram: 5, 19

Ich persönlich bin vom aus Termini zu Fuß gelaufen und habe ca.15 Minuten gebraucht (habe mich auch einmal verlaufen). Im Grunde ist der Weg aber kaum zu verfehlen.

Es wird kein Eintrittspreis berechnet, doch sollte angemessene Kleidung getragen werden (auf Schildern vor dem Eingang wird darauf hingewiesen). Ebenso gibt es auf der rechten Seite, vom Eingang gesehnen, einen kleinen Andenken - Shop (bis ca. 18.00 Uhr geöffnet).

Bei dieser, meiner Meinung nach, nach dem Peters Dom, schönste Kirche Roms handelt es ich um eine der sieben Hauptkirchen.
Eine recht nette Legende besagt, das Papst Liberius (die Kirche wird auch Bailica Liberiana genannt) die Basilica an diesem Ort gebaut hat, nachdem im August auf dem Esquilin Schnee in der Form eines Kirchengrundrisses gefallen ist. Das Schneewunderfest wird noch immer am 5. August gefeiert.
Auf dem Vorplatz ist ein riesiger Obelisk (ähnlich wie auf dem Petersplatz) zu finden. Am beeindruckendesten fand ich den ersten Augenblick, als ich die Kirche betreten habe. Die Basilika hat nicht wie die meisten eine Kuppedecke, sondern eine Kassettendecke. Vorstellen kann man sich dabei eine unglaublich lange und gerade Decke, die in Rahmenquadrate unterteilt ist. Ausgeschmückt ist sie mit dem Gold, welches Kolumbus einst aus Amerika mitbrachte. Auf beiden Seiten der Kirche sind kleine Kappelen eingelassen. Diese haben wunderschöne, mit vielen Fresken bemalte Kuppeldecken, die für die Grundfläche der Kappelle sehr hoch sind. Bei meinem Besuch wurden in einigen Kappellen Messen abgehalten. Also kann man die Kirche besuchen auch wenn gerade Messen abgehalten werden, aber auch umgekehrt (man kann ungestört eine Messe in dieser grandiosen Kirche besuchen wenn sie für andere Besucher geöffnet sind).
Etwas was ich besonders lustig fand sind die Beichtstühle. Gezählt habe ich sie nicht aber an die 20 Stück waren es sicherlich; an jedem ist eine kleine Lampe befestigt, die leuchtet wenn der bestimmte Beichtvater (dessen Name auch am Stuhl vermerkt ist) im Stuhl sitzt. Wenn niemand bei der Beichte ist, schauen die Beichtväter oft auch aus dem Stuhl hinaus; aber was nun besonders kurios ist, sind die Schilder über jedem Stuhl auf dem die Sprachen vermerkt sind, in denen man bei diesem Beichtvater beichten kann (polnisch, deutsch, englisch, französisch, spanisch, portugiesisch, japanisch, chinesisch; mehr fallen mir im Moment nicht ein).
Nachdem ich schon viele Kirchen in Rom besucht hatte war Santa Maria Maggiore eine wunderbare Abwechslung, aber auch wegen ihrer bezaubernden Schönheit hat sie mich fasziniert. Meiner Meinung nach ist sie sogar noch schöner als der Peters Dom, obwohl auch dieser ungemein beeindruckend ist (finde aber vielfach auch nur durch die Größe). Leider hatte ich nicht die Zeit mir San Giovanni in Laterano anzusehen, da oft der Vergleich zwischen diesen beiden Kirchen gezogen wird. Ein Besuch in der Santa Maria Maggiore ist ein Muss wenn man in Rom ist.

11 Bewertungen, 4 Kommentare

  • WreckRin

    11.02.2006, 01:07 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht, würd mich auch über Gegenlesungen freuen <br/>LG Sandra

  • morla

    10.02.2006, 17:06 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • Sternenhimmel

    10.02.2006, 17:06 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • christin0172

    10.02.2006, 17:04 Uhr von christin0172
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht.