Santana Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von alteSchwedin
Die Rückkehr des Gitarrengottes?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Doch viel interessanter als diese bloße Tatsache ist ja die Frage, wen und was er uns diesmal mitgebracht hat. Darum soll es nun gehen. Wer anders als Carlos Santana könnte mit dem Titel „Gitarrengott“ wohl gemeint sein. Schon seit über 30 Jahren hält sich dieser Musikgigant im Geschäft. Seiner Gitarre entlockt er oft unerwartete Töne und manchmal meint man auch, die Gitarre und Carlos Santana wären zu einer Einheit verschmolzen.
Doch obwohl Santana sich schon so lange im Musikgeschäft hält, hat er den Anschluss nicht verpasst. Schon 1999 verstand er es, sich mit seiner Platte „Supernatural“, auf der er zum Beispiel mit Lauryn Hill und Eric Clapton zusammen spielte, auch für junge Menschen interessant zu machen. Auch auf seiner neuen Platte „Shaman“, um die es nun gehen soll, greift er auf dieses bewährte Rezept zurück. So ist er auf diesem neuen Album unter anderem mit Chad Kroeger von Nickelback, P.O.D., Macy Gray, Michelle Branch und Placido Domingo zu hören.
Durch diese vielen verschiedenen Künstler, die auch selbst verschiedene Stilrichtungen verkörpern, schafft Santana Abwechslung. Aber insgesamt wirkt die CD durch das virtuose Gitarrenspiel Carlos Santanas immer noch als Einheit. So kann man auf „Shaman“ Einflusse von R’n’B und Rock, aber auch klassische Elemente hören, die hier keineswegs deplaziert wirken. Doch eines kann ich schon verraten. Insgesamt gefällt mir „Shaman“ nicht ganz so gut wie „Supernatural“, da auf dem neuen Album nicht so wirklich klasse sind. Im Folgenden möchte ich euch einige ausgewählte Songs näher vorstellen und hoffe, dass ich euch einen geeigneten Querschnitt geben kann, der euch einen Überblick verschafft.
The Game Of Love
Der Anfang des Songs ist ja schonmal vielversprechend. Doch das währt leider nur kurz, denn bald nach ein paar Tönen der Gitarre setzt so eine jaulende Stimme ein. Das ist also Michelle Branch. Wer auch immer das sein mag. Der ein wenig Sommerfeeling verbreitende Rhythmus und ein paar Trompetchen begleitet ihre grausige Stimme. Sehnsüchtig wartet man darauf, dass Carlos’ Gitarre sich endlich durchsetzt, damit man Michelle nicht mehr hören muss. Nach über zwei Minuten passiert das dann und mein Ohr jubilierte. Doch es sollte sich nicht lange freuen, schon ging es weiter mit Michelles Gesang. Sie schafft es echt, manchmal ihre Stimme wie eine Kettensäge kreischen zu lassen. Unglaublich. Als sie dann kurz ohne Begleitung singt, möchte man sich nur noch verkriechen. Doch beim Ausklingen des Songs kann sich Carlos endlich wieder durchsetzen.
Und die Aussage des Songs? „It just takes a little bit of this, a little bit of that…” Was soll das? Ich nehme ein bisschen von dem und ein wenig von diesem, einmal umrühren, fertig! Liebe wie Kuchenbacken? Na, ich weiß ja nicht, ob das wirklich so geht.
Insgesamt ist dieser Song wahrscheinlich der schlechteste des Albums und genau deswegen habe ich ihn gleich ausgewählt, weil ich euch ja einen umfassenden Eindruck geben möchte. Also: Denkt euch, was ich mir auch gedacht habe: Es kann nur noch besser werden!
Amore (Sexo)
Südamerikanisch beginnt dieser Track, sofort möchte man sich zum Rhythmus bewegen. Doch dann setzt Macy Grays Stimme ein. Sehr zurückhaltend und beinahe desinteressiert singt sie von Liebe und Leidenschaft. Schon dunkel und rauchig klingt ihre Stimme. Gemeinsam mit Carlos’ Gitarre bildet sie den Gegenpol zum Rhythmus. Es gibt zwischen beiden keine Konkurrenz, so dass sie sich gegenseitig hochpushen. Sie fügen sich in ihrer Andersartigkeit jedoch perfekt ineinander und schaffen so eine ruhige Ausgeglichenheit. Doch Macy Grays Stimme und die Gitarrentöne sind beide noch deutlich zu hören.
Insgesamt mag ich diesen Song sehr. Macy Gray und Carlos Santana passen einfach wunderbar zusammen und befinden sich auch auf gleichem Niveau, was bei „The Game Of Love“ ja nicht zu bemerken war. So wird dieser Song zum absoluten rhythmischen Genuss!
America
Rockiger wird es nun. Dieser Song wurde mit Hilfe von P.O.D. eingespielt. Carlos Santana darf gleich am Anfang sein Können an der Gitarre zeigen und nur klar verständlicher Sprechgesang ergänzt dies. Bald kommt auch ein musikalischer Hintergrund hinzu und man merkt sofort, dass es nun etwas mehr in Richtung Rock tendiert. Auch gegen kräftige Stimmen und durchaus aktive Drums kann sich Santanas Gitarre hier durchsetzen. Die Gitarre ist durchweg mit hohem, kräftigen Gekreische zu hören. Einzelne klare Töne dringen nicht an mein Ohr und wären bei diesem Song auch ein ganz klein wenig unpassend.
Im Mittelteil des Songs kann Carlos Santana doch noch etwas von seiner Kunst zeigen. Über eine Minute lang wird er vom Gesang in Ruhe gelassen und erhebt sich grandios über den musikalischen Hintergrund. Hier wird so richtig deutlich, wie es klingt, wenn Carlos Santana und seine Gitarre eins werden.
Vor allem wegen des langen Gitarrensolos, bei dem nur ein paar Instrumente im Hintergrund mitmischen, mag ich diesen Song. Textlich geht es um Amerika, wie der Titel schon sagt, aber so eine richtige Aussage kann ich nicht erkennen. „America“ ist ein schön rockiger Song, der vor allem durch das virtuose Gitarrensolo heraussticht, jedoch nicht wirklich mein Favorit dieses Albums ist. Warum, weiß ich auch nicht so genau zu sagen. Jedenfalls wirft mich der Gesang und der Text nicht gerade um.
Sideways
Aber gleich wird es wieder ruhiger. Santana spielt nur ganz leicht gezupft auf seiner Gitarre. Kurz darauf setzt eine leise, resignierte Stimme ein, die sich auch im gesamten Song nicht stark verändert. Sie wiederholt sich auch immer, was eine gewisse Hilflosigkeit ausdrückt. „These feelings won’t go away, they’ve been knockin’ me sideways...“ Die Gefühle wollen einfach nicht weggehen und werfen ihn aus der Bahn. Ein Blick auf die Tracklist zeigt mir, dass da ein gewisser Citizen Cope singt, von dem ich noch nie gehört habe.
Während des ganzen Liedes bleibt die musikalische Begleitung schlicht. Carlos Santana entlockt seiner Gitarre ganz sanfte Töne und nur leichte Drums und kaum zu hörende Keyboards vervollständigen den Klang. Sehr melancholisch ist dieser Song und er zeigt, dass Santana nicht nur für rhythmische Gute-Laune-Musik zu haben ist. Ich mag diesen Song wirklich sehr. Er veranlasst mich immer dazu, die Augen zu schließen und mich treiben zu lassen.
Why Don’t You And I
Diesen Track habe ich gewählt, weil mir die Stimme vom Chad Kroeger so gut gefällt. Der Sänger von Nickelback arbeitete nämlich hier mit Santana zusammen. Anfangs geht es ruhig und fast schon südamerikanisch los. Doch dann beginnt Chad Kroeger an, zu singen. Er sieht zwar nicht wirklich gut aus, aber seine charakteristische Stimme gefällt mir total gut. Er erzählt davon, wie er sich gegenüber einer bestimmten Frau einfach nicht ausdrücken kann. Und ein wenig verquer ist dann auch der Text und viel wiederholt sich. Der Sinn ist zwar verständlich, wenn man den Text liest, aber es ginge auch deutlicher. Genauso verhält es sich beim Singen. Denn da versteht man nicht wirklich viel.
Musikalisch ist dieser Song leicht rockig gehalten, wobei jedoch für Carlos’ Gitarre ruhigere Abschnitte eingeräumt sind. Der Chorus ist eher kräftig von Drums und Gitarren begleitet, während man in Strophen und Zwischenspielen viel von dem, was Carlos Santanas Platten ausmacht, heraushören kann. Ich finde diesen Song wegen der charakteristischen Stimme und Carlos Gitarrenspiel toll.
Hoy Es Adios
Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch einen nicht englischsprachigen Song mit einbringen. Denn solche sind auch zu mehreren auf „Shaman“ zu finden, wenn es auch weniger als auf „Supernatural“ sind. Sehr rhythmusbetont ist dieses Lied, das dabei jedoch schon ruhig bleibt. Über ruhige, gleichbleibende Percussions legen sich nur die melodieangebende Trompete und Gitarre, die Carlos gegen Ende des Songs noch einmal gekonnt einsetzt. Die Stimme, die diesmal von Alejandro Lerner stammt, bleibt sanft und wehmütig. Was sie singt, kann ich euch leider nicht sagen.
Mir gefällt auch dieser Song recht gut, obwohl er mir etwas zu ruhig ist und außer zum Ende zu wenig von Carlos Santana in den Vordergrund holt.
Novus
Der Anfang des letzten Songs der CD klingt schon ein wenig nach einer gewöhnlichen Mainstream-Popballade. Doch man wird sich wundern. Erst spielt kurz Santanas Gitarre zu einer Keyboardbegleitung und plötzlich fängt Placido Domingo an zu singen. Der große Tenor singt sich mit seiner sanften, getragenen Stimme in den Vordergrund. Nun ist wieder Carlos dran. Sein Gitarrenspiel ist einfach virtuos, er kann sich hier so richtig austoben, bevor er Placido Domingo wieder in den Vordergrund lässt. Doch bald ist wieder Santana dran, weiß sich mit seiner Gitarre aber auch den Streichern anzupassen. Traumhaft!
Im Text geht es um Hoffnung auf ein schönes Leben, auf Licht und Freude. Die Musik passt einfach perfekt dazu. Ruhig und sehnsuchtsvoll begleitet sie den Hörer durch den Song. „Novus“ ist der krönende Abschluss von „Shaman“ und der Ausflug von Carlos Santana in die Klassik ist wirklich mehr als gelungen. Grandios!
Abschließend möchte ich noch einmal kurz zusammenfassen. Einige Songs von „Shaman“ von Santana sind grandios, viele sind wirklich hörenswert und wieder andere nicht der Erwähnung wert. Ich hoffe, meine Auswahl konnte euch einen kleinen Einblick in dieses Album geben. Es ist wirklich gelungen, doch manche Lieder hätten echt nicht sein müssen. Deshalb ziehe ich einen Punkt von der Gesamtbewertung ab. Ob ihr trotzdem 13 € (momentan bei Amazon.de) für die CD ausgeben wollt, müsst ihr selbst entscheiden. Am besten ihr geht ins Geschäft, hört mal rein und entscheidet dann.
Doch obwohl Santana sich schon so lange im Musikgeschäft hält, hat er den Anschluss nicht verpasst. Schon 1999 verstand er es, sich mit seiner Platte „Supernatural“, auf der er zum Beispiel mit Lauryn Hill und Eric Clapton zusammen spielte, auch für junge Menschen interessant zu machen. Auch auf seiner neuen Platte „Shaman“, um die es nun gehen soll, greift er auf dieses bewährte Rezept zurück. So ist er auf diesem neuen Album unter anderem mit Chad Kroeger von Nickelback, P.O.D., Macy Gray, Michelle Branch und Placido Domingo zu hören.
Durch diese vielen verschiedenen Künstler, die auch selbst verschiedene Stilrichtungen verkörpern, schafft Santana Abwechslung. Aber insgesamt wirkt die CD durch das virtuose Gitarrenspiel Carlos Santanas immer noch als Einheit. So kann man auf „Shaman“ Einflusse von R’n’B und Rock, aber auch klassische Elemente hören, die hier keineswegs deplaziert wirken. Doch eines kann ich schon verraten. Insgesamt gefällt mir „Shaman“ nicht ganz so gut wie „Supernatural“, da auf dem neuen Album nicht so wirklich klasse sind. Im Folgenden möchte ich euch einige ausgewählte Songs näher vorstellen und hoffe, dass ich euch einen geeigneten Querschnitt geben kann, der euch einen Überblick verschafft.
The Game Of Love
Der Anfang des Songs ist ja schonmal vielversprechend. Doch das währt leider nur kurz, denn bald nach ein paar Tönen der Gitarre setzt so eine jaulende Stimme ein. Das ist also Michelle Branch. Wer auch immer das sein mag. Der ein wenig Sommerfeeling verbreitende Rhythmus und ein paar Trompetchen begleitet ihre grausige Stimme. Sehnsüchtig wartet man darauf, dass Carlos’ Gitarre sich endlich durchsetzt, damit man Michelle nicht mehr hören muss. Nach über zwei Minuten passiert das dann und mein Ohr jubilierte. Doch es sollte sich nicht lange freuen, schon ging es weiter mit Michelles Gesang. Sie schafft es echt, manchmal ihre Stimme wie eine Kettensäge kreischen zu lassen. Unglaublich. Als sie dann kurz ohne Begleitung singt, möchte man sich nur noch verkriechen. Doch beim Ausklingen des Songs kann sich Carlos endlich wieder durchsetzen.
Und die Aussage des Songs? „It just takes a little bit of this, a little bit of that…” Was soll das? Ich nehme ein bisschen von dem und ein wenig von diesem, einmal umrühren, fertig! Liebe wie Kuchenbacken? Na, ich weiß ja nicht, ob das wirklich so geht.
Insgesamt ist dieser Song wahrscheinlich der schlechteste des Albums und genau deswegen habe ich ihn gleich ausgewählt, weil ich euch ja einen umfassenden Eindruck geben möchte. Also: Denkt euch, was ich mir auch gedacht habe: Es kann nur noch besser werden!
Amore (Sexo)
Südamerikanisch beginnt dieser Track, sofort möchte man sich zum Rhythmus bewegen. Doch dann setzt Macy Grays Stimme ein. Sehr zurückhaltend und beinahe desinteressiert singt sie von Liebe und Leidenschaft. Schon dunkel und rauchig klingt ihre Stimme. Gemeinsam mit Carlos’ Gitarre bildet sie den Gegenpol zum Rhythmus. Es gibt zwischen beiden keine Konkurrenz, so dass sie sich gegenseitig hochpushen. Sie fügen sich in ihrer Andersartigkeit jedoch perfekt ineinander und schaffen so eine ruhige Ausgeglichenheit. Doch Macy Grays Stimme und die Gitarrentöne sind beide noch deutlich zu hören.
Insgesamt mag ich diesen Song sehr. Macy Gray und Carlos Santana passen einfach wunderbar zusammen und befinden sich auch auf gleichem Niveau, was bei „The Game Of Love“ ja nicht zu bemerken war. So wird dieser Song zum absoluten rhythmischen Genuss!
America
Rockiger wird es nun. Dieser Song wurde mit Hilfe von P.O.D. eingespielt. Carlos Santana darf gleich am Anfang sein Können an der Gitarre zeigen und nur klar verständlicher Sprechgesang ergänzt dies. Bald kommt auch ein musikalischer Hintergrund hinzu und man merkt sofort, dass es nun etwas mehr in Richtung Rock tendiert. Auch gegen kräftige Stimmen und durchaus aktive Drums kann sich Santanas Gitarre hier durchsetzen. Die Gitarre ist durchweg mit hohem, kräftigen Gekreische zu hören. Einzelne klare Töne dringen nicht an mein Ohr und wären bei diesem Song auch ein ganz klein wenig unpassend.
Im Mittelteil des Songs kann Carlos Santana doch noch etwas von seiner Kunst zeigen. Über eine Minute lang wird er vom Gesang in Ruhe gelassen und erhebt sich grandios über den musikalischen Hintergrund. Hier wird so richtig deutlich, wie es klingt, wenn Carlos Santana und seine Gitarre eins werden.
Vor allem wegen des langen Gitarrensolos, bei dem nur ein paar Instrumente im Hintergrund mitmischen, mag ich diesen Song. Textlich geht es um Amerika, wie der Titel schon sagt, aber so eine richtige Aussage kann ich nicht erkennen. „America“ ist ein schön rockiger Song, der vor allem durch das virtuose Gitarrensolo heraussticht, jedoch nicht wirklich mein Favorit dieses Albums ist. Warum, weiß ich auch nicht so genau zu sagen. Jedenfalls wirft mich der Gesang und der Text nicht gerade um.
Sideways
Aber gleich wird es wieder ruhiger. Santana spielt nur ganz leicht gezupft auf seiner Gitarre. Kurz darauf setzt eine leise, resignierte Stimme ein, die sich auch im gesamten Song nicht stark verändert. Sie wiederholt sich auch immer, was eine gewisse Hilflosigkeit ausdrückt. „These feelings won’t go away, they’ve been knockin’ me sideways...“ Die Gefühle wollen einfach nicht weggehen und werfen ihn aus der Bahn. Ein Blick auf die Tracklist zeigt mir, dass da ein gewisser Citizen Cope singt, von dem ich noch nie gehört habe.
Während des ganzen Liedes bleibt die musikalische Begleitung schlicht. Carlos Santana entlockt seiner Gitarre ganz sanfte Töne und nur leichte Drums und kaum zu hörende Keyboards vervollständigen den Klang. Sehr melancholisch ist dieser Song und er zeigt, dass Santana nicht nur für rhythmische Gute-Laune-Musik zu haben ist. Ich mag diesen Song wirklich sehr. Er veranlasst mich immer dazu, die Augen zu schließen und mich treiben zu lassen.
Why Don’t You And I
Diesen Track habe ich gewählt, weil mir die Stimme vom Chad Kroeger so gut gefällt. Der Sänger von Nickelback arbeitete nämlich hier mit Santana zusammen. Anfangs geht es ruhig und fast schon südamerikanisch los. Doch dann beginnt Chad Kroeger an, zu singen. Er sieht zwar nicht wirklich gut aus, aber seine charakteristische Stimme gefällt mir total gut. Er erzählt davon, wie er sich gegenüber einer bestimmten Frau einfach nicht ausdrücken kann. Und ein wenig verquer ist dann auch der Text und viel wiederholt sich. Der Sinn ist zwar verständlich, wenn man den Text liest, aber es ginge auch deutlicher. Genauso verhält es sich beim Singen. Denn da versteht man nicht wirklich viel.
Musikalisch ist dieser Song leicht rockig gehalten, wobei jedoch für Carlos’ Gitarre ruhigere Abschnitte eingeräumt sind. Der Chorus ist eher kräftig von Drums und Gitarren begleitet, während man in Strophen und Zwischenspielen viel von dem, was Carlos Santanas Platten ausmacht, heraushören kann. Ich finde diesen Song wegen der charakteristischen Stimme und Carlos Gitarrenspiel toll.
Hoy Es Adios
Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch einen nicht englischsprachigen Song mit einbringen. Denn solche sind auch zu mehreren auf „Shaman“ zu finden, wenn es auch weniger als auf „Supernatural“ sind. Sehr rhythmusbetont ist dieses Lied, das dabei jedoch schon ruhig bleibt. Über ruhige, gleichbleibende Percussions legen sich nur die melodieangebende Trompete und Gitarre, die Carlos gegen Ende des Songs noch einmal gekonnt einsetzt. Die Stimme, die diesmal von Alejandro Lerner stammt, bleibt sanft und wehmütig. Was sie singt, kann ich euch leider nicht sagen.
Mir gefällt auch dieser Song recht gut, obwohl er mir etwas zu ruhig ist und außer zum Ende zu wenig von Carlos Santana in den Vordergrund holt.
Novus
Der Anfang des letzten Songs der CD klingt schon ein wenig nach einer gewöhnlichen Mainstream-Popballade. Doch man wird sich wundern. Erst spielt kurz Santanas Gitarre zu einer Keyboardbegleitung und plötzlich fängt Placido Domingo an zu singen. Der große Tenor singt sich mit seiner sanften, getragenen Stimme in den Vordergrund. Nun ist wieder Carlos dran. Sein Gitarrenspiel ist einfach virtuos, er kann sich hier so richtig austoben, bevor er Placido Domingo wieder in den Vordergrund lässt. Doch bald ist wieder Santana dran, weiß sich mit seiner Gitarre aber auch den Streichern anzupassen. Traumhaft!
Im Text geht es um Hoffnung auf ein schönes Leben, auf Licht und Freude. Die Musik passt einfach perfekt dazu. Ruhig und sehnsuchtsvoll begleitet sie den Hörer durch den Song. „Novus“ ist der krönende Abschluss von „Shaman“ und der Ausflug von Carlos Santana in die Klassik ist wirklich mehr als gelungen. Grandios!
Abschließend möchte ich noch einmal kurz zusammenfassen. Einige Songs von „Shaman“ von Santana sind grandios, viele sind wirklich hörenswert und wieder andere nicht der Erwähnung wert. Ich hoffe, meine Auswahl konnte euch einen kleinen Einblick in dieses Album geben. Es ist wirklich gelungen, doch manche Lieder hätten echt nicht sein müssen. Deshalb ziehe ich einen Punkt von der Gesamtbewertung ab. Ob ihr trotzdem 13 € (momentan bei Amazon.de) für die CD ausgeben wollt, müsst ihr selbst entscheiden. Am besten ihr geht ins Geschäft, hört mal rein und entscheidet dann.
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